Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 65 (1924)
- Issue
- Heft 8 (21.2.1924)
- Date
- 1924-02-21
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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ferne ö Nr. 8 Der Israelit von -pa na bv mn-v nie beteiligt. Am vav und crv hat er außer n^sm nun. obwohl er hie und da die in Jerusalem Sblichen Mizwoh-Besuche auch mitmachte, überhaupt nichts gesprochen. Hinsichtlich fis^n m’a» hat er ununterbrochen an sich gearbeitet. Auch in der Kunst des Schweigens war er ein Gaon. Trotz der Armut und Dürftigkeit, die in seiner Behausung herrschte, hat er den fünften Teil seines Einkommens für npnx verwendet. In den schweren Kriegsjahren war auch sein Haus auf die Armenspeisung und auf die billigen Lebensmittel, die von der Regierung verteilt wurden^ angewiesen. Auch von diesen Gaben hat er seinen Chaumesch, von welchem aber für häusliche Zedakah, für v'nso oder für Unterstützung der Kinder kein Gebrauch gemacht wurde, abgesondert. Mir selbst war der Verewigte eine lange Reihe von Jahren ein treuer anhänglicher Freund, zuverlässiger Berater und Mitarbei.er. Unvergeßlich werden mir die gehobenen Tage und Stunden sein, die ich in unseren Schulen im Kreise unserer trefflichen Lehrer, Aschtenasim, Sefardim und Jemeniten, und deren begabten Schülern verleben durste oder wenn diese vornehmen Männer, anerkannte Talmide Chachamim, zu gemeinsamen Beratungen oder an nmav und crni» D'a’ zu festlichen Zusammenkünften korporativ mit ihren Besuchen mich beehrten. In dem Verblichenen sahen sie alle ihren beruslichen Meister und Führer. Sein Thoralernen, seine Frömmigkeit, seinen Seelenadel, haben wir alle bewundert. Bis zum letzten Atemzug hat er seinem Schöpfer in großer Reinheit gedient. Bn einer Flebertemperatur von über 40 hat er keine Tefilah und keine Brochoh unterlassen. Am Sonntag knapp vor Sonnenaufgang hat er noch seine n'^ nl-on angelegt. Mit van bvf pi’sn in der sterbenden Hand hat er seine reine Seele ausgehaucht. Nur 57 Jahre ist er alt geworden und hinterläßt eine gänzlich mittellose Witwe, die ihm in treuevoller Hingebung zur Seite gestanden und drei verheiratete Söhne, die von Kindheit an mit großem Fleiß i'.nd vorzüglicher Begabung Thora gelernt. Der älteste von ihnen ist auch Redakteur des „Kol Jisrael". Der mittlere wurde nach dem Ableben seines Vaters als Dozent für „Jeschiwas Zion" berufen. Die am 20. Schewat stattgefundene Beerdigung dieses verdienstvollen Mannes gestaltete sich zu oiner großen und würdigen Trauerkundgebung. Oberrabbi rer Sonnenfeld erösfnete mit tiefer Wehmut die Reihe der Hespedim, die sämtlich von der Bedeutung dieses Mannes als mim f'nn» beredtes Zeugnis ablegten. Im Namen von Pekidim sprach Herr Figatner, ein Mitglied des Pekidim-Kollegiums, der mit dem Gerrer Rebbe nach Jerusalem gekommen, Worte des Abschieds. Mögen die Wünsche der Trauerredner, daß das jvot unserrer Thora, das rosi dieses win pm allen beistehe, die auch seiner Jeschiwa, dieser schönen Pflanzstätte für Thora auf geheiligtem Dälerboden, ihre Fürsorge und Förderung angedeihen lassen, in Erfüllung gehen. -on22ribvi->'2i H—z. Rabbiner Abraham Gurewitsch Paris, 17. Febr. Rabbiner Abraham Gurewitsch aus Kiew der um der Verfolgung durch die Sowjet-Gerichte zu entgehen, aus Rußland geflohen ist und zuletzt in Paris gelebt hat. ist hier am 6. Februar gestorben. Die Beerdigung fand am Freitag den 7. Februar statt. Rabbi Gurewitsch war ein großer n"n und ein eifriger Kämpfer skr die wwx, ungeachtet aller ihm drohenden persönlichen Gefahren. n*asw* Briefkasten. I. F.» Leipzig. Abonnement bis 1. Mai 1924 bezodlt! Der 13. Siwan war am 26. Juni 18*0. Frau F. H. Wwe. in Sch. Betrag eingegangen und verbucht. frankfurter Berichte. Von der Frankfurter Chewro. Die hiesige „Chrwroh Kadischo" cpnap man besitzt vier silberne Becher, darunter zwei aus dem Jahre 1712, auf welchen die Namen der neu eingetretenen Mitglieder sowie andere interessante Daten eingezeichnet sind. Soweit es hiesige Mitglieder waren, sind auch die Häuser in der alten Judengasse eingra"iert. Die Becher werden jedesmal beim Jahresef'en als Ti'chsierde und auch zur Benutzung aufgestellt. Das Kippemicglied, Herr Paul Aron, unterzog sich nun der Mühe, die Namen aller Dahingegangenen nebst den ihnen gewi imeten Lobsprüchen zu entziffern. Eine mühevolle Arbeit, die aber den Ahnen zur Ehr und den Nachkommen zum Nutz gereicht. Dazu kommt noch die B a.bciiung der alten Protokolle und Vereinbarungen und ihre chronologische Zusammenstellung. Auf Jnitkative des „Herrle", Herrn Isaak A. Mainz, die er den Mitgliedern mit Zuschrift bekanntgibt, soll Herrn Paul Aron der Dank der Chewroh ausgedrückt und die angelegten Register, die gewiß allgemeines Interesse erwecken, im Drucke der Oesfentlichkeit übergeben «erden. Betritt selbst, isr. Handwerker und Gewerbetreibender. Der Verein veranstaltet eine Reihe von Borträgen «issenschaftlicher, geschichtlicher und wirtschaftlicher Art, organisiert von seinem hierfür vorgesehenen Ausschuß Inhaltsübersicht. I. Leitartikel: Don Heinrich Einstäbter in Frantfurt am Main: Abbau oder Aufbau? — 2. Wochenrundschau Der Schlag gegen die litauischen Ieschiwos.—Die Raumannsche Einheitsfront. — 3. H omileti k: Bon Rabbiner Dr. Winkler in Kopenhagen: Bemerkungen zum Wochenabschnitt. — 4. Kleines Feuilleton: Bon Rabbiner Dr. Winkler in Kopenhagen: Eine falsch verstandene Talmudstecke. — Der Rasseforscher Professor Luschan. — (Die Ausgrabungen in der Davidstadt). — 8. Aufsätze: Don der Notgemeinschast der Generationen. — 6. K orresp o n d e n z en und Nachrichten. — 7. Personalien. — 3. Briefkasten. — 9. Familiennachrichten. — 10. Frankfurter Berichte. — 1l. Dereinskalender. — 12. Gebetzeiten. — 13. Feuilleton-Beilage: Der Herr gibt. — Wolf Jawetz *>~3T. — Hundert Jahre Russisch-Jüdischer Geschichte. 14. Kinderecke: Bon Hermann Seckbach: Des Kindes Traum. — 15. Literarische Notizen. 16. Blätterbeilage. (Malermeister Josef Meier). Der erste dieser Vorträge fand am Mittwoch Abend im Cafe Hauptwache statt, betitelt: „Handwerk und Handwerker im Lichte des Judentums" und abgehalten von Herrn Rabbiner Dr. Hoffmann. Die geschichilich außerordentlich wertvollen Ausführungen des Redners zeigten, wie das Judentum durchaus nicht vom Standpunkt des Händler- und Krämertums beurteilt werden kann. Im Gegenteil: im Altertum, wo bei allen Kulturvölkern das Handwerk, die Arbeit als solche, geächtet und nur den Sklaven überlasten war, fand es allein im jüdischen Volke eine Stätte der Pflege, der Achtung, ja der Verehrung. Alle jüdischen Gesetzgeber und Weisen hatten ein Handwerk gelernt und übten es, wie aus historischen Schriften und Überlieferungen heroorgeht, auch praktisch aus. Erst im Mittelalter, gezwungen durch engherziges Zünftlertum, das den Juden das Handwerk verbot, wandten sich diese notgedrungen dem Handel zu, um nicht verhungern zu müssen. — Der nächste Vortrag findet ebenfalls im Cafe Hauptwache statt, und zwar am 27. Februar. Interessenten sind herzlich willkommen. Agudas Jisroek-OrtsgruPpe. Am letzten Sonntagabend, 16. d. Mts., erstattete der Vorsitzende unserer Ortsgruppe, Herr Leopold Oppenheimer Bericht über den am 11. crt. in Hatberstadt stattgehabten Drlegiertentag der deutschen Ortsgruppen der Agudas Jisroel. Aus seinen Ausführungen, in denen er eine anschauliche Schilderung der Halberstadter Beratungen und Beschlüsse gab, ist besonders hervorzuheben, daß die Agudas Jisroel nunmehr infolge der Kenessio Gedaulo endlich aus dem provisorischen Zustand in einen definitiven übergegangen ist. Die Ortsgruppen haben nunmehr im Sinne der in Wien gefaßten Beschlüsse ihre Tätigkeit zu entfalten. Besondere Sorgfalt ist dem Ausbau der bestehenden und neu zu gründenden Fonds zuzuwenden. Vor allem sind die Fonds, die zum Zwecke der Erweiterung der Kolonisation und des Schulwerkes in Erez Jisroel gegründet sind, zu fördern. Der auf der K. G. geschaffene Keren Hatauroh ruft die Thorafreunde der ganzen Welt zur eifrigsten Sammlung von Mitteln für die Jeschiwaus und Talmud-Thoraanstalten, diese Quellen unseres geistigen Lebens, auf. — Was uns hier in F ankfurt aber, die wir uns im Mittelpunkt ehemals blühender, aber infolge vieler widriger Umstände numerisch und geistig-jüdisch zusammecgefch'umpfter Landgemeinden befinden, besonders am Herzen liegen muß, ist die Wiedererweckung jüdischen Lebens und jüdischen Wissens in den uns räumlich zunächst liegenden Distrikten. Dsr Redner ruft alle jungen Freunde unserer Sache, besonders die jungen Akademiker auf, sich in den Dienst dieser Tätigkeit zu stellen und sich bereit zu erklären, in ihrer freien Zeit Vorträge und Schiurim in Landgemeinden zu halten. Es erfolgte sofort die Anmeldung von vorläufig 15 Herren. Mit dem Appell an die Zuhörer, sich immer fester auf dem Boden der Agudas Jisroel zusammenzuschließen und damit Tauroh, Jiroh und Scholaum zu fördern, schloß der Redner seine interessanten Ausführungen. — In einer längeren angeregten Diskussion wurden u. a. wichtige Tagessragen besprochen. Agudas Jisroel-Jugerrd- und Mädchenaeuppe. Am na«?, den 23. Februar, mittags 12.30 Uhr. findet 11 unserem Vereinslokal eine Vorbesprechung zwecks Einrichtung eines hebr. Sprachkurses statt. Diejenigen Interessenten, die am Erscheinen verhindert sind, werden gebeten, sich schriftlich an den Vorsitzenden der wissenschaftlichen Kommission zu wenden. Bereinskalender. (Wegen Raummangels verkürzt.) Verein Mekor Lhajim. Freitagabend nach Scbul Mikro „Schlußvortrag" (■/* Stunde); Herr Red. S. Schachnowitz. Samstag vorm, nach Schluß der Synagoge tm Hörsale »Dinim*; Herr Rektor Falk, — nachm. 4 Uhr py im Dereinslokale. Sonntag vorm. 9 Uhr und Dienstagabend 6 Uhr im Vereinslokale .Gemoro", Herr R. A G. Posen. — abends 6'/» Uhr im Vereinslokale Langestratze 18, Midrasch; Herr Herz Holpern. Jahrzeits-Stistungen: Samstag, den 23. Febr. Johanna Eliason geb. Weil-Stistüng. Mittwoch, den 27. Febr. Moses Loeb Rvfenbaum-Stiftung. Donnerstag, den 28. Febr. Frau MirjamHirsch- und Fanni Joseph geb. Carlebach-Stiftung. 21. Februar 1924 Freitag, den 29. Febr. Clementme Goldschmidt- und Olga Lion-Stiftung. Agudas Sisroek-Angeudgruppe. Freitagabend nach Schul ,Sidravortrag" für Herren und Damen; Herr Gerfon S ch n e r b. — abends 8 Uhr, Langestratze 18, gemütliches Beisammensein. — 8—9 lausende Sidroh mit Raschi. Herr M. N 0 w a k. Agudas Kisroek-Mädchengruppe. Freitagabend nach Schul Sidrohvortrag. nw 11—12 rvDN vna» Herr Hermann Frankenthal. — 1/212—-1/gl D'?nn, Herr Louis Kahn. -4-8 i*En VQlli, Herr Lehrer H i r j ch b e r g. Sonntagabend n?Dn, Zirkel für Anfänger und Fortgeschrittene von */*9—VaiO, Herr Lehrer Hirschberg. M ontag 9—10 abends □'itrii:,Herr S. Unn a,. Kl. Obermainftr. 30. Dienstag Herr Dr. Weger. (Arbeitsgemeinschaft) von '/r9 lO1/^ abends. Donnerstag llsd—10 Handarbeitsabend. nrpffvj pp*ha*in der Thoralehranstalt Friedderger- Anlage 4. Freitag abend, Herr Markus Wald. Dienstag abend 8'^ Uhr „Jüdische Sekten", ^iwjath tzheu-Perein. Samstag nachm, nach „Minchoh" im Hörsaale Friedberger Anlage „Midrasch": Herr Redakteur S. Schachnowitz. Kesyamidrasch, Hstendltraße 18. Samstag r/z Stunde vor Nacht halachischer Vortrag; Herr B. R a ch e l so hn. Sonntag vorm, von 8—‘/»10 Uhr, Dienstag» Mittwoch und Donnerstag abends von '/29-10 Ubr: „Gemoro" Nm; Herr Rechtsanwalt Tr. Breuer. Alltäglich zwilchen nn:D und 3*nyo: DIN *n und am Sabbat 12 Uhr mittag Chumifch mit Rafchi, Herr Rosenzweig. Aereitriguug jüdischer Akademiker (D. j. A.) Dienstag, den 26. Februar. Geschäftliche Sitzung verbunden mit Referat von Bbr. Rabinowitz bÄ Bdr. Dr. Rosenbaum» Pfingstweidftratze. Alle übrigen Schiurim wie gewöhnlich. He beizeiten. Ntwi -2 rotf L reitag abend 5.25. Samstag morgen 8.—. Samstag nachmittag 4.30. Samstag abend 6.40. Mochengottesdienst: Morgens 6.45. N achmittags 5.3<h Tefilin-tegen am Morgen 6.10. Er ist onsschlietzlich Sache der Leser» die tm JnserateeteK enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angabet» religionsgesetzlichen Charakter» auf ihre Zuoevläffigkeii zu prüfen. GRUDEN Gas- und Kohlenherde Komb. Herde Transport. Kachelöfen Horslköfter, Knodt & G2 Am Eschenheimer Tor 3 :: Tei. Hansa 683 Verantwortlich für den allgemeinen Teil und das Feuilleton: S. S ch a ch » ow itz;Inserate t. V.: S. Schachnowitz» sämtlich in Frankfurt a. M.; Pädagogische Beilage: Lehrer I. Sytr» in Fulda. — Verlag „Israelit", G. m. d. H.» Frankfurt a. R Druck: Hermon Verlags-Aktiengesellschaft, Frankfurt a. SR.