Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 64 (1923)
- Issue
- Heft 48 (29.11.1923)
- Date
- 1923-11-29
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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29. November 1923 21. Aislew 5684 Nr. 48 64. Jahrgang Frankfurt a. AI., den (IV Der IsraellO) Ein Centralorgan für das orthodoxe Judentum Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. mmm Abonnement av 1. November: Deutschland 0,50 Goldmarl monatlich (multipliziert mit dem am Zahltag gültigen Goldmarkkurs Dollar); Deutsch-Österreich: 4. Vierteljahr: 20000 Kronen; Polen: 4. Vierteljahr: 2 deutsche Goldmark. — Nur Vierteljahrs-Abonnements^ Tschecho-Slowakei 18 Kronen, Ungarn 600 Kronen, Jugoslawien 28 Din.; Litauen 7.60 Lit.; Rumänien 60 Lei; Holland 1.80 fl.; Belgien 7.50 Fr.; Frankreich 6 Fr.; Schweiz 2,50 Fr.; Italien 10 Lire; Skandinavien 4 K.; England 2 sh. 6 p.; Amerika 0,75 Dollar. Einzelnummer Fünfzehn Goldpfennige. Der Israelit erscheint jed. Donnerstag. Inserate 20 Eoldpf., multwl. mit dem Goldmarkkurs amZahlltngstag, fürEtellens. lOGoldpf., für die ftebengesp. Nonpareille-Zeile einschl. Teuerungszuschlag; Ehiffregebühr in Höhe eines doppelt-Fernbriefportos. Auslandsinserate 30 Goldpf. die Zeile. Rabatt nach Tarif. Bet lauf. Inseratausträgen tarifm.Preiserhöhung jederz. Vorbehalten. Jnseratenannahme durch den Verlag des Israelit G. m. b. H., Frankfurt a. M., Gr. Eschenheimer Str. 23, Tel. Hansa 5842 sowie durch sämtl. Ann.-Erp. d. Inu. Auslands. Alleinige Jnseratenannahme für Frankfurter Geschäftsanzetgen: Jul. Schmidt, Langestraße 8. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Zahlungen direkt an den Verlag auf Postscheckkonto Frankfurt (Main) Nr. 10802. — Außerdei Zürich Nr. VIII 7234 - Postscheckamt Amsterdam Nr. 24869 - Böhmische Unionbank in Pra, n an: Postsparkasse Ären Nr. 79603 — Postsparkassenanrt Budapest itr. 18424 — Postscheckamt z — Lance Marmarosch, Blank & Co. in Bukarest — Filiale des Wiener Bankvereins in Agram. An die gesetzestreue Judenheit! Auf der ersten Renessio Gedaulo der Agudas Iisroel haben die großen Autoritäten unserer Zeit den Reren Hatauroh ins Leben gerufen; er soll den heiligen Schatz des jüdischen Volkes bilden zur Erhaltung und pflege seines höchsten Lebensgutes, der Thora. Die größten Thoragelehrten des Ostens, Litauens, Polens und Tschechoslowakei, die Führer der Lhassidim wie die der westlichen Länder haben - ' durch die Exekutive des Rabbinischen Rates zugerufen: „Brüder! Mit einem Herzen voll Kummer und Bitterkeit, mit Tränen erfüllten Augen stehen wir bei dem betrübenden Zustande unseres Heranwachsenden Geschlechts in Palästtna und der Diaspora. Unsere Jugend ist dem Abfall preisgegeben. Unsere Lehrhäuser, die Jahrtausende allen Stürmen getrotzt und unser Volk vor Abfall und Verfall geschützt haben, befinden sich in furchtbarer Krisis. Die Zukunft des jüdischen Volkes ist bedroht, wenn nicht sofortige Hilfe eintritt. Darum Brüder, rettet Euer Volk vor Vernichtung seiner Seele." Rabbiner Awrohom Mordchai Alter (Gerer Rabbi). Rabbiner Meir Atlas, Schawli. Rabbiner Salomon Breuer, Frankfurt a. M. Rabbiner Mosche Mordchai Epstein. Slobotka. Rabbiner Israel Friedmann, (Czortkower Rabbi). Rabbiner Jes. Fürst, Wien. Rabbiner Chaim O. Grodzenski, Wilna. Rabbiner Meir Hakohen, Radin (Chofez Chaim). Rabbiner Mosche Katz, Reutta. Rabbiner Elia Klatzkin, Lublin. Rabbiner Mendel Landauer (Strikow). Rabbiner Mordchei Jos. Leiner (Radziner Rabbi). Rabbiner Jizchok Sel. Morgenstern (Sokolower Rabbi). Rabbi Meir Don Plotzti, Ostrom, Rabbiner Meir Schapiro, Sanok. Rabbiner Koloman Weber, Pystyani. Dieser Ruf darf nicht ungehört verhallen. Au Lhanuka soll zum ersten Riale unter der Flagge des Reren Hatauroh in großzügiger weise eine Aktion zur Linderung jener unbeschreiblichen Rot unserer Thorastätten unternommen werden. R7it jedem Licht, das allabendlich entzündet wird, soll ein neues Licht entbrennen, das seine Strahlen in die durch die Not der Zeit beschatteten Lehrhäuser bringen soll. Unser Ruf ergeht an alle, in welchen die Liebe zu unseren heiligen Gütern noch nicht erloschen ist, sich ihrer jüdischen Verantwortung bewußt zu sein und Abend für Abend beim Entzünden der Ehanukalichter eine spende für den Reren Halauroh bereitzustellen. Die bei der Ehanukaaktion in Palästina, Litauen, Polen, Slowakei und Deutschland gesammelten Gelder sind im wesentlichen für die notleidenden Lehr- und Erziehungsstätten dieser Länder bestimmt; dagegen soll der größere Teil der in den westlichen Ländern erzielten Spenden für Erez Jisroel und den Osten verwendet werden, damit im Sinne des Aufrufes der Gedaulei Hetauroh wenigstens eine vorübergehende Linderung der Not erreicht wird. ‘ Für den Keren Hatcruroh der Agudas Jisroel Die Zentralleitung: Rabbiner ). Baumgarten. Rabbi Beer Friedmann. L. Deutschlänöer.