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Der Israelit · 1923-11-15 · Heft 46 (15.11.1923) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
64 (1923)
Issue
Heft 46 (15.11.1923)
Date
1923-11-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 Nr. 46 Der Israelit 13. November 1923 Gebet an den Jomim Noroim, allen Eemeindemitgliedern wohlvertraut, bilden einen Grundstock, an dem man nicht gerne rütteln läßt. Sein Andenken lebt in seinen Nigunim fort. fraxa/v "London, 9. Nov. Nach langem Leiden starb diese Woche Herr Leopold Loewenstein, der Schwiegersohn Dr. Mendel Hirschs, der seit Jahrzehnten hier wohnte und sich durch lebhaftes jüdisches Interesse und reiche philantropische Tätigkeit ausgezeichnet hat. Hauptsächlich wandte er seine Fürsorge der Adaß Jisroel- Eemeinde in North-London zu, nachdem er auch zu den Gründern der Machsike hadaß gehört hatte, rraxin* Briefkasten. Kr. Wien. Es geht nicht an. über Familienfeste, wie solche aus Anlatz von Barmizwos. Berichte zu bringen, und - wir können auch in diesem Falle keine Ausnahme machen. H. K. Daruoar. Nach dem Ausland können wir Preisermäßigung nicht gewähren, weil das Auslandporto von Woche zu Woche ungeheuerlich ansteigt. Rabb. A. I. N. in P. 5 Lit. erhalten; hier nur mit Verlust verwertbar. „Ieschurun" erscheint noch. N. B. in O- Die Ihnen erteilte Auskust ist richtig, Sie müssen das Hinteroiertel verkaufen. Hauptlehrer 2H, D. Artikel erhalten. Die frühere Arbeit wird Ihrem Wunsche gemäß erscheinen. Besten Dank. Abonnentin H. Angebot weitergegeben. frankfurter Berichte. pie <£aße der Juden und die Hrthodo.rie. Der Name Dr. Nathan Birnbaums zog wieder Samstag abend eine überaus große Zuhörerschaft an. Der Vortrag in den Räumen des Mekor Ehajim war von der Agudas Jisroel-Jugendgruppe angesagt, als Teil der größeren Veranstaltungen im Lehrplan dieses Semesters. Der anderthalbstündige Vortrag war eine ungemein scharfe Abrechnung mit den Auswüchsen der Weltkultur und ihren Nachäffungen in den liberal-jüdischen Kreisen. Der ganze Kampf gegen den Antisemitismus habe ein Fiasko ergeben, -habe nichts genützt und viel geschadet. Alle Rettungsversuche für da; jüdische Volk, ob sie von zionistischer oder liberaler Seite kamen, waren vergebens. Die Orthodoxie ist das Volk und mutz die Rettungsarbeit in die Hand nehmen. Es müssen aber ganz neue Wege gesucht werden. Die Einmischung in die große Politik müsse vollkommen vermieden werden. Der jüdischen Teilnahme an der demokratischen oder gar radikal-sozialistischen Politik ist der unversöhnliche Hatz zu danken, der sich überall gegen uns angehüuft hat, und sie mutz fortan ganz unterbleiben. Wir müssen darauf sehen, ein einfaches biederes jüdisches Volk zu gewinnen, was aber bei der Vorherrschung des Kaufmannsstandes in der Judenheit nicht denkbar ist. Die beste Lösung wäre, die Schaffung eines gesunden jüdischen Bauernstandes.. In kurzer Ansprache des Herrn Dr. Paul K u l p der ihn zu Anfang auch begrüßte, wurde dem Redner zilm Schlüsse der Dank der Versammlung ausgesprochen. Abgabe von Medikamenten. In der schweren Zeit wird von vielen Unbemittelten und verschämten Armen die ungeheure Verteuerung aller Medikamente doppelt schwer empfunden. Die Apothekerpreise, in Friedenszeiten schon sehr hoch, und jetzt schon lange nach Goldmark berechnet, sind für Leute, bei denen sich zu der Armut noch Krankheit gesellt, sofern sie keiner Krankenkasse angehören, einfach unerschwinglich. Dem sucht seit einiger Zeit eine zum Andenken an den unvergeßlichen Geheimrat Dr. Rosenbaum ins Leben gerufene „Geheimrat Dr. Rosenbaum- Heilmittel-Stiftung" abzuhelfen, die die Aufgabe übernommen hat, Bedürftigen aus dem Mittelstände in diskretester Weise die ihnen vom Arzte verordneten Medikamente ganz unentgeltlich oder zu ermäßigten Preisen zu beschaffen. lieber die Wichtigkeit und Bedeutsamkeit dieses Hilfswerkes braucht weiter kein Wort verloren zu werden. Keiner, der sich seiner Gesundheit erfreut und im glücklichen Besitze der für alle Fälle nötigen Mittel ist, sollte 'zurückstehen, schon aus Dankbarkeit gegen den, der uns Glück und Gesundheit spendet, in dem Maße beizutragen, wie es die heutige Zeit erfordert, um der Stiftung ihre segensreiche Tätigkeit auch weiter zu ermöglichen. Spenden beliebe man an den Kassier der Stiftung, Herrn Gustav Mosbacher, Zeil 123, für die „Geheimrat Dr. Rosenbaum - Heilmittel - Stiftung" zu senden. Sine Sinmfeier in der A. I. Jugendgruppe. Der „Schiur Jaumi", von Herrn Dr. S. Ehrmann am letzten Rosch haschonoh begonnen und später von Herrn Dr. W. Hofmann fortgesetzt, hat jeinen ersten Traktat beendet und feierte am letzten Sonntag nachmittag in den Räumen der Aguda bei guter Beteiligung, guter Bewirtung und noch besseren Reden seinen ersten Sium. Der derzeitige Leiter des Schiur, Herr Dr. Hofmann, beendete die jvom und leitete rav 'oo ein, die beiden Traktate durch kunstvolle Gedankenbrücken verbindend. Im Laufe des Abends kamen, nachdem im Namen der Jugendgruppe Herr Gerson S ch n e r b die Anwesenden begrüßt und dem Dozenten den Dank der Jugendgruppe ausgesprochen hatte, noch andere Teilnehmer zur Sprache, wobei man noch manches schöne Thorawort zu hören bekam. Die Bewirtung war weit über das Zeitgemäße gut und reichlich, das Benschen dagegen verlor sich bei der Versteigerung ganz zeitgemäß in die Billionen und man schied nach angeregten Stunden im Bewußtsein, daß die Nachwirkungen der Kcnessio auch im Frankfurter Thoraleben ihren schönsten Ausdruck finden. Aizfis. Der Vorstand der Agudas Jisroel-Jugendgruppe (Hanauerlandstr.) gibt zu bedeutend ermäßigtem Preise an seine Mitglieder Zizzis ab. Reflektanten können solche im Büro der Jugendgruppe erhalten. cherrerakversawmlirrrg der A. I. Iugendgruxpe. Am Montag Abend fand eine gutbesuchte außerordentliche Generalversammlung der hiesigen Agudas Jisroel-Jugendgruppe statt. Anschließend an einen Bericht des Vorsitzenden der Jugendgruppe über die Tätigkeit des Vorstandes entspann sich eine mehrstündige Diskussion, die sich bis gegen 1 Uhr morgens hinzog. Die am Schlüsse stattgefundenen Ersatzwahlen brachten die Neuwahl der Herren Arnold Merzbach, Dr. Salomon Adler und Bloch. Ausführlicher Bericht folgt. chenerakversamrntrrng der A. I. Ortsgruppe. Am 31. Okt. d. I. fand die ordentl. General- Versammlung der Agudas Jisroel Ortsgruppe Frankfurt a. M. statt mit der Tagesordnung: Wahlen und Aussprache. Die außerordentlich rege Aussprache ergab eine Reihe wichtiger Anregungen für die Weiterarbeit der Ortsgruppe in Verbindung mit der Jugendgruppe, besonders hinsichtlich der Wege, die nach den ber der Kenessio Eedaulo gewonnenen Erfahrungen zu beschreiten sind und die der Ausbreitung und Vertiefung der Aguda-Idee sowohl in unserer Stadt als in den uns benachbarten ländlichen Distrikten dienen sollen. Namentlich 'soll sich das Arbeitsfeld auf die jüdischen Landgemeinden erstrecken, die, zum Teil ohne Lehrer, religiösem Niedergang anheimfallen. Es wurde die Gründung einer Reihe von Kommissionen behufs Einteilung der Arbeit beschlossen und der Mitgliedsbeitrag nach den Direktiven des Gruppenverbands festgesetzt. Die Wahlen zeitigten folgendes Ergebnis: Herr Leop. Oppenheimer, 1. Vorsitzender, Herr Herm. Frankenthal, 2. Vors., Herr Wilh. Rosen, 1. Schriftführer, Herr Dr. Jos. Ilnna, 2. Schriftf., Herr Leop. Löwenthal, Kassierer, ferner die Herren Saul Bodner, Leop. Schwab, Jos. Bamberger, Benzion Rachelsohn, Jac. Wolf. — Die öffentlichen Veranstaltungen der Ortsgruppe werden demnächst bekanntgegeben. Die Ortsgruppe ruft alle Kräfte, denen die Verbreitung des geistigen Gehaltes der Aguda am Herzen liegt, zur tätigen Mitarbeit auf und bittet alle diejenigen, die hierzu bereit sind, sich durch Meldung beinr Vorstand der- Organisation zur Verfügung zu stellen. Miltagstisch. In der jüdischen Haushaltungsschule wird während der Wintermonate für eine beschränkte Anzahl von Frauen und Mädchen des Mittelstandes ein bürgerlicher Miltagstisch eingerichtet. Trotz der Ungunst der Zeit können Preise durch günstigen Einkauf von Lebensmitteln sehr günstig gestellt werden. Anmeldungen sind zu richten an das Büro der jüdischen Haushaltungsschule Königswarterstr. 20. Näheres Inserat. StternversamMtung. Der Elternbeirat der Realschule und des Lyzeums der Israelitischen Religionsgesellschaft veranstaltet Dienstag, den 20. November, abends 8 Uhr einen Elternabend in der Aula der Anstalt, Am Tiergarten 8. Herr Mittelschullehrer Ochsenmann wird über die Grundschule, Herr Studienrat Kaufmann über „Französisch oder Englisch als erste Fremdsprache?" referieren. Den Referaten schließt sich eine Aussprache an. D i e V e r - sammlung dürfte von besonderem Jnteresje für die Eltern sein'''deren Kinder Ostern schulpflichtig werden. IriedHofsöelrchligung Unter Führung des Herrn Lehrer S. Unna veranstaltet die Agudas Jisroel-Jugendgruppe Sonntag 3.30 Uhr eine Besichtigung des alten Friedhofes am Börneplatz. Treffpunkt für Damen und Herren in den Räumen der Aguda Hanauerlandstr. 17. Saööatvorträge. Im Beshamidrasch Ostendstraße spricht Herr B. R a ch c l s ö b tt allsabbatlich, eine halbe Stunde vor Nacht, üb.'r rop nivbn- AeuöeseHmrg des Airektoriats der Mnterrichtsarrstatten. Als Nachfolger des Heimgegangenen Herrn Direktors Dr. Lange y'xt ist Herr Studienrat Dr. Elias Fink zum Direktor der Realschule und des Lyceums der Israelitischen Religionsgesellschaft ernannt worden.- Bereinskalender. Worein WeKor Shajim. Freitagabend nach Schul „Mikrovortrag" Herr Paul Aron. Samstag vorm, nach Schluß der Synagoge im Hörsale „Dinim"; Herr Rektor Falk, — nachm. 3/44 Uhr app py im Vereinslokale: Herr Red. S. Schachnowitz. Sonntag vorm. 9 Uhr und Dienstag abend 6 Uhr im Vereinslokale „Gemoro", Herr R. A. G. Posen. — abends 6 Uhr im Vereinslokale Langestraße 18, Einiges über die Entstehung unseres Siddurs; Herr Dr. W e g e r. Montag und Mittwoch abend7Uhr„Gemoro". Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. Donnerstag abend 7 Uhr im Vereinslokale „Mischna"; Herr Rektor Falk. Allmorgendlich nach Schul Mifchnalernen bezw. Dinim im Hörsale. Allabendlich 8*1*. Uhr im Vereinslokale o"L>-Lernen, Herr H. Halpern. Fahrzeit Stiftungen: Mittwoch, Estella Ehrmann, geb. Roos-Stiftung. Agudas Aisroet-Augendgruppe. Freitagabend nach Schul „Sidravortrag" für Herren u. Damen,Herr Red. S. wchachnowitz. abends 8 Uhr, Langestraße 18, gemütliches Beisammensein. — 8—9 laufende Sidroh mit Raschi, Herr M. Nowak. Vormittag, 972—11 wr“ johm Herr Dr. I. Posen, Am Tiergarten 42, 3. — Vorm. 7211— 7*312 -"in. Herr Dr. Hofmann. Eschenheimeranlage 1 pt. — (Vorm. 72—:7212 Kizzur. Schulchan Aruch, Herr Louis K a h n. — 11—12 ip~©, Hermann Frankenthal. — 12—1 avroa fürFortgefchr., Herr Ipern. — 12—1 Herr Lehrer Hirschberg.— 7-22—3 Uhr nachm., Raschi, (lausende Sidroh) Herr M. Nowak, — 3—4 Uhr Nachm, am nn (Hilchaus Schabbos), Herr Nowak, anschließend nnlQ- — 3-4 'Ql Herr Dr. Rothschild, — ipa 'IO“1 Herr Dr. Hofmann. Sonntag, 8—9 Vorm. — min bv Herr Leopold Opvenheimer.— 874—974 Vorm. Gemoro Herr Michael K o h n. — 2—3 nchm. niWß nr»"O, Herr Dr. Rothschild. Montag 8—9 abends niVQ für Fortgeschrittene, Herr Hermann H i r s ch b e r g. — 7*9—7*10 abends nn am, Herr Dr. Rothschild. 9—10 abends -n^p y"&\ Herr Hauptlehrer Es chwege. Dienstag 1/s9—V210 abends Gemoro, Herr Michael Kohn.— 729—7-10 abends pp “lyiD ‘dd. Herr Dr. Hofmann.— Mittwoch i/°9—7s10 äbends cnx ">n, Herr Mich. Kohn.— 7'-9—7sl0 abends ‘oft, Herr Dr. Hofmann: Donnerstag 8—9 abends nvott^ für Fortgeschr. Herr Herrmann Hirsch b erg — 1k9—1/uio Herr Dr. Rosenblüth. Agudas Aisroet-Wädchengruppe. Freitagabend nach Schul Sidrohvortrag, Herr Red. S. Schachnowitz. nültf nach Schul vormittags nWö.— 11—12 niQk ip“©, Herr Hermann Frankenthal. — 7212— 7,1 oimn, Herr Louis Kahn.— 4—6 nm. L>Q1N, Herr Lehrer H i r s ch b e r g. Sonntagabend n*©n, Zirkel für Anfänger und Fortgeschrittene von 729—l/2i0. Montag 9—10 abends □1^131, Herr S. Unna, Kl. Obermainftr. 30. Dienstag nHi“! Herr Dr. Weger. Mittwoch 7s9—7s!0 Lese- und Ausspracheabend, Frau Oberlehrer Bär, Fischerfeldstr. 4. Donnerstag 7-.9—7?10 abends Hiob, Herr Dr. Rofenblüth. 729—10 Handarbeitsabend. ZSesHamidrafch, Hsteudstraße 18. Samstag 78 Stunde vor Nacht halachischer Vortrag; Herr B. Rachelsohn. Sonntag vorm, von 8—7-10 Uhr, Dienstag-, Mittwoch und Donnerstag abends von 7,9—10 Uhr.- „Gemoro" aüp *03; Herr Rechtsanwalt Dr. Breuer. Alltäglich zwischen nmD und ma ‘n und am Sabbat 12 Uhr mittag Chumisch mit Raschi, Herr R o s e n z w e i g. O"L>-Werein. Alltäglich von Sonntag bis Donnerstag abends 7-7 Uhr: hdt» ‘dd und Samstag 4 Uhr nachm.; Herr Rabbiner S. Weber. Zeire Hmime Aisroek Samstag 57-: niiäK ipio. Rabb. Benzion Bermann. Sonntag 872—972: D'oitwnn rmn. Adolf Nissenbaum u. Frau Else geb. Lion zeigen die Geburt ihres Sohnes an und laden Freunde und Bekannte zu der am Freitag Abend '3 stattfindenden 1 3 J ■ F e i e r ein. Frankfurt a; M., Waldschmidtstr. 26

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