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Der Israelit · 1923-09-17 · Heft 38 (17.9.1923) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
64 (1923)
Issue
Heft 38 (17.9.1923)
Date
1923-09-17
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Frankfurt a. AI., den 17. September 1923 7. Tischri 5684 Nr. 38 *64. Jahrgang Ein Centralorgan für das orthodoxe Jndentnm Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. «tMihW41TI Abonnement ab 1. Januar 1823: Deutschland 0,50 M. monatlich (multipliziert mit der jeweiligen Schlüsselzahl des Börsenvererns): 2. Vierteljahr 4350 M. Juli 4500 M.. Au g u st 270000 M-, September? Millionen Mark freibleibend; Deutsch-Österreich: 2.Vierteljahr:5100M.,3.Vierteljahr 12000Kronen; Polen: 2. Vierteljahr: 6700 M., Juli 6000 M., August 350000 M. — Nur Vierteljahrs-Abonnements: Tfchecho-Slowakei 15 Kronen, Ungarn 600 Kronen, Jugoslawien 25 Din.; Rumänien 25 Lei; Holland 1.60 fl.; Belgien 7,50 Fr.; Frankreich 6 Fr.; Schweiz 2,50 Fr.; Italien 10 Lire; Skandinavien 4 K. England 2 sh. 6 p.; Amerika 0,75 Dollar. Einzelnummer 1500000 M. «tuaiuuusiuiciuic aa «uuvyj. uicoeue. inuuuu _..... __,_ __ tarifmäßige Preiserhöhung jederzeit Vorbehalten. Jnseratenannahme durch den Verlag des Israelit G. m. b. H., Frankfurt a. M., Große Eschenheimer Straße 23, Telephon Hansa 6842 sowie durch sämtliche Annoncen-Erpeditionen des In- und Auslands. Alleinige Jnseratenannahme für Frankfurter Geschäftsanzeigen: Jul. Schmidt, Langestratze 3. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. f ahlunaen direkt an den Verlag auf Postscheckkonto Frankfurt (Main) Nr. 19802. ^^ußerd^r^c ^^ri^Nr^M 7234^^^stscheckam^Amsterdam^Nr^^86^^Böhmis^^InionbmUnl^Sra^ rt: Po Banca Marniarosch, Blank & Co. in Bukarest — Filiale des Wiener Bankvereins in Agram. Anzahlung September-Abonnement. Me nuferen Lesern bekannt, betragt der feste Abormernents-Wreis unseres Wtattes bereits seit Jahresbeginn — wie im Arieden —50 Pfennige monatlich. deren Wert in Wapiermark durch Multiplikation mit der Schlüsselzahl des Buchhändter-Wörsen-Wereins ermittelt wird. Die Schlüsselzahl entspricht genau der Preisbewegung von Setzerlötznen, Papier (wird nur noch zu Dollarpreifen geliefert!) und sonstigen Materialien, stellt also das Mindestmaß dessen dar, das wir zur Krhaltung der Kmstenz des „Israelit" benötigen. Voraussetzung ist hierbei sofortige Zahlung bei Aälligkeit des Abonnements. Arotzdem haben mehr als 400 Abonnenten unsere Nachnahme von Gnde Angnst nicht ein gelöst, obgleich ste das Watt regelmäßig erhalten und anch tür die Zukunft nicht abbestellt hatten. Selbst wenn diese Abonnenten jetzt nachträglich zahlen, ist der uns zngefügte Schaden damit nicht gntgemacht, da die Mk. 270900 des August- Abonnements jetzt im September in ihrem Werte auf ein Michts zufammengeschwunden stnd. Wir erheben nunmehr für September, entsprechend der Schlüsselzahl vom 15. September (14 Millionen), freibleibend 7 Millionen Mark (Hiekigionslehrer die Kälfte) unter Kinznrechnnng der KrhebungsKosten sowie des Westes aus früheren Monaten und unter Abzug der etwa geleisteten ersten September-Anzahlung von Mk. 800000.— Wir richten die ernste Bitte an alle unsere Leser, für die Einlösung dieser Nachnahmen im Laufe der nächsten vierzehn Tage sorgen zu wollen, wenn sie den Wunsch hegen, daß der „Israelit" diese Zeit schwerster Krise überstehen soll. -Langjährige Aöormenten, denen die Zahlung der lcheinöar hohen Summe, oögleich sie noch nicht demWertevon10vGramwZ3»tter entspricht, aus wirtschafttichen Gründen unmöglich scheint, wollen sich wegen Ermäßigung mit uns in Werbindung setzen. Frankfurt am Main,;6. September 1923. Verlag des „Israelit** G. m. b- H. Abonnenten im Ausland! Erhaltet die Existenz des „Israelit" durch Gewinnung neuer Leser! Der Nachdruck der Artikel und Korrespondenzen des Israelit ist nur unter'Aenauer Quellenangabe und, soweit es stch um größere Aufsätze handelt, nur - - nach vorheriger Genehmigung gestattet. - » Versöhnung. Wenn die Welt die Versöhnung und Verständigung, nach der sie schreit, noch nicht hat, so liegt es an ihr selbst, die den Versöhnungsbegriff in seinem .tiefsten Wesensgrunde nicht kennt und garnicht kennen will. Man wähnt, mit Verträgen und Formulierungen das zu fassen, was in unserem -Tiefsten verankert ist, mit Reparationen und Sachleistungen Brücken der Verständigung und Versöhnung -bauen zu können. Sachleistungen. Als .ob Sache und Leistung dahin reichen könnten, wo die Seele in ihrem natürlichen Drange zu Licht und Liebe von durch Generationen .angehäuften Bergen des Hasses und Mißtrauens gehemmt ist! Warum hat die .Welt nicht vom Weltenlenker das große „Solachti!" gelernt: warum nicht erfaßt, daß .über Nacht ein Anderssein werden kann, das .vom Gestern nichts weiß, daß auf ein sündhaftes.Heute, ein Morgen folgen kann, so fleckenlos.rein und lauter, als kam die Welt neu aus Schöpfers Hand,- warum nicht begreifen, daß es einen Iomkippur der Völker geben kann, einen.Tag, der auswischt und zudeckt und einen.Strich zieht zwischen Sünd und Fehl von gestern.und Versöhnung von heute? Darum, weil die.Welt Menschenliebe noch zu wenig als .Ausstrahlung der Gott es liebe begreift, Bruderpflicht nicht.ganz als Postulat des G o t 1 e s gesetzes sieht und übt. Die Versöhnung ist nicht genügend im Ewigen und Göttlichen verankert, sondern sie wird von der Schwere des Sachlichen zu Boden gezogen, so sie ihre Schwingen auszubreiten -sich anschickt. Die Ethik der .großen Hellenen des Altertums schwebte im. grauen Nebel der Philosophie, ohne sich zum Himmel zu erheben und sank mit dem Nebel auf.den Morastboden gröbsten Heidentums. Die ästhetische .Kultur der Heutigen ist eine Bodenpflanze.des Naturalismus und Materialismus und kann -sich nicht einmal bis zur Herzhöhe des Menschen erheben. Es genügte und genügt.nicht, uns in Gewerkschaften und Kommunen zuzuraunen: „Wir .sind Brüder!" Wir müssen uns sagen: „Wir sind Brüder, weil über unseren Schicksalen ein Vater uns in einer Familie eint,- ein Vater, der als mrr^D 21 uns mit großem väterlichen Verzeihen b r ü d e r liche Aussöhnung lehrt, r e st l 0 s e Ver-

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