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Der Israelit · 1923-08-30 · Heft 35 (30.8.1923) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
64 (1923)
Issue
Heft 35 (30.8.1923)
Date
1923-08-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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64. Jahrgang Frankfurt a. AI., den 30. August 1923 5683. Begründet von Dr. Lehrmmn in Mainz. Nr. 35 Der Israeli Ein Centralorgan für das orthodoxe Judentum “ Abonnement ab i. Januar 1923: jeweiligen Schlüssel" " land 0,50 3)17 mon< des Börsenverems): 3. Vierteljahr _ ___ August 270000 Ät.;Deutsch-Lsterreich: 2. Vierteljahr: 5100 M., 3. Vierteljahr 12 000 Kronen; Polen: 2. Merteljahr: 5700 M., Juli 6000 M., August 350000 M. — Nur Viertelt.' Abonnements: Tfchecho-Slowakei 15 Kronen, Ungckyr 600 Kronen, Jugoslawien 25 ‘ Rumänien 25 Lei: Holland 1.50 fl.; Belgien 7,50 Fr.; Frankreich8 Fr.; Schweiz 2,60 Italien.10 Lire; Skandinavien 4 K. England 2 sh. 6 p.; Amerika 0,75 Dollar. Einzelnummer 45 000 M. latlich (multipliziert mit der j| Der Israelit erscheint jeden Donnerstag. Inserate 90000 M., für Stellensuchende 60000 M. für r 4350 M. Juli 4500 M., « diestebengesvalteneNonpareille-ZeileeinschließlichTeuerungszuschlag;ChiffregebührlOOOOM. _„esvaltene Nonpareille-Zeile einschließlich Teuerungszuschlag; l_ ... Auslandsinserate 200 000 M. die Zeile. Rabatt nach Tarif. Bei laufenden? tarifmäßige Preiserhöhung jederzeit Vorbehalten. Jnferatenannahme durch oen «seriag oes Israelit ®. m. b. H., Frankfurt a. M., Große Eschenheimer Straße 23, Telephon Hansa 6842 sowie durch sämtliche Annoncen-Expeditionen des In- und Auslands. Alleinige Jnferatenannahme für Frankfurter Geschäftsanzeigen: Jul. Schmidt, Langestraße 8 Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. mmTDüda Male des A eft Nr. 18424 - .. jener Bankvereins in Agram. Die KeaePo Oeäsulo. An unsere Leser! beit unserer Bekanntmachung vom 16. Angttfl, durch die wir die Steigerung des A)ochenlohnes der Buchdruckereien von 3 Millionen auf 14 Millionen bekanntgaben, ist dieser lvochenlohn auf rund tzü Millionen erhöht worden, wir sehen uns daher leider außerstandeden Betrieb anfrechtzuerßalten, ohne eine Nachzahlung bei unseren Abonnenten für den Monat August zu erheben. Sind wir ja mit vielen Hunderten von Millionen in Vorlage! Nach dem Durchschnitt der Schlüsselzahl für August berechnet (30000 bis 1000000), stellt sich das August-Abonnement endgültig auf 27Ü 000 W. wir werden nun bei denjenigen Abonnenten,, welche die Anzahlung von 150 000 Mk. noch nicht leisteten, der Einfachheit halber gleich 270 000 Mk. für August, durch Wachnaßcke einziehen; von denjenigen Abonnenten, die bereits 150000 Mk. bezahlten, erheben wir die ausstehenden 120 000 Mk. mit der S e p t e m b e r - Anzahlung. Wir örtterr alle diejenigen, denen der Aortöestand des „Israelit^ am Kerzen liegt, uw prompte Kinlösung «userer Wachnahmen. Unsereausländischen Abonnenten Bitten wir wiederholt um rasche Begleichung der versandten Rechnungen. Frankfurt a. M., 26 August.. Werlag des Israelit, H.rn. ö. K. An die imfiten ZoM^ieker des „Israelit"! Diejenigen Abonnenten, die unmittelbar beim Postamt abonniert sind und direkt an das Postamt bezw. den Zeitungsbriefträger Anfang August für den Monat August im Voraus Zahlung geleistet haben, werden gebeten uns auf Postscheckkonto 18802 eine Nachzahlung von MK.2es.soo— (Religionslehrer die Hälfte) zu überweisen, da wir sonst schweren Schaden erleiden. Der bereits Ende Juni der Post gegenüber bekanntzugebende Abonnementspreis pro August deckte natürlich nicht den fünfzigsten Teil unserer wirklichen Auslagen. Auf dem Abschnitt bitte zu vermerken: „Direkter Postbezieher". F r a n k f u r t a. M., 27. August 1923. Verlag des „Israelit" G. m. b. H. Die sechste Sitzung. Zu dem Bericht über die Sitzungen vom Sonntag ist nachzutragen, daß vormittag auch Oberrabbiner Schorr, Bukarest, eine Ansprache hielt und nachmittag Rabbiner Epstein-Slobotko das Zentral-Relief-Comitee gegen die Vorwürfe des Oberrabbiners Schapiro in Schutz nahm und dessen Verdienste für die Jeschiwaus, insbesondere für die Slobotkoer Jeschiwo in Zeiten schwerster Not hervorhob. Wenn in gewissen Ländern einige Unregelmäßigkeiten bei der Verteilung von Geldern vorgekommen sind, so könne es nur aus Unkenntnis der Dinge geschehen sein. In Fortsetzung der Debatte am Sonntag nachmittag erhält K atzen ellenbogen-Jerusalöm das Wort zu seinem Referate über „die Erziehung in Erez Jisroel". «Es ist Kein erfreuliches Bild, das er.entwirft. Die orthodoxen Schulen umfassen 3000 Schüler, während 12 000 Kinder fremde oder unjüdische Schulen besuchen. Das Zentral-Relief-Comitee boykottiert die Orthodoxie geflissentlich. Wenn heute überhaupt noch in Jerusalem eine kleine Anzahl orthodoxer Schulen vorhanden ist, so verdankt man es der Festigkeit und Tatkraft Rabbi Chajim Sonnenfelds, der sich auf gar keine Kompromisse einlietz. Die misrachistische Schule mit hächstens 100 Kindern erhält 300 Pfund monatlich, genau so viel wie die orthodoxe Anstalt „Ez Chajim*, die 360 Schüler zählt. Ein Hausdiener der zionistischen Schulen bezieht ungefähr achtmal soviel Gehalt als der Lehrer einer orthodoxen Anstalt. Roch schlimmer geht es den sep har bischen Schulen. Wo der Kampf nicht ausgenommen wurde, dafür bietet Jaffa ein abschreckendes Beispiel, da existiert überhaupt keine einzige religiöse Schule. Selbst das Diskinsche Waisenhaus, in dem Hunderte von Waisenkindern zu frommen Handwerkern erzogen werden, bleibt vom Relief unbeachtet. Er schließt mit einem Aufruf, zu dem er auch vom Gerer Rebbe ermächtigt ist,: das orthodoxe Organ «Kol Israel" in Jerusalem zu unterstützen. Die beifällig aufgenommenen Ausführungen werden ergänzt von Rabbi Iadler aus Jaffa, der die persönlichen Grüße von Sonnenfeld und Dislin überbringt. (Stürmisches Jechi!) Das Land ist gut und heilig und erfordert alle unsere Kräfte. Leider gibt es Uebel abzustellen und Schlimmes zu verhüten. Die neuen Kolonien in Emek Jisroel besitzen nichts vom jüdischen Kultus, weder Bethäuser, noch Schechita noch Mikwoh noch Sabbatruhe. Die Kenessio muß helfen, dort religiöse Institutionen zu schaffen. — Ein dritter Redner zum Palästinathema, Dr. Moses Auerbach, verteidigt Misrachi gegen den Vorwurf, daß er dem religiösen Leben in Palästina Hindernisse in den Weg lege. Das treffe, wie er aus langjähriger Erfahrung bezeugen kann, nicht zu. Im Gegenteil habe Misrachi in Erez Jisroel Vieles geleistet, wenn er es auch nicht verhindern konnte, daß der thorafeindliche Geist so große Dimensionen annahm. Rabbiner Dr. B l o ch - Straßburg begrüßt im Namen der französischen Orthodoxie die Kenessio Gedäulo und schildert die religiöse Lage der Juden in Frankreich als wenig befriedigend. Die neu gegründete „Gesellschaft der Freunde der jüdischen Tradition" ist redlich bestrebt, den jüdischen Geist bei den wenigen Juden Frankreichs zu erhalten. G i l b e r - Riga, wünscht ein großes industrielles Programm für die Aufbauarbeit in Palästina. Rabbi Löw- Warschau verlangt mehr positive Arbeit und daß in den Statuten der Friedenswille stärker zum Ausdruck komme. L. Kahane aus Saffed ist optimistisch inbezug auf die Entwicklung des thoratreuen Lebens in Erez Jisroel und wünscht mehr reale Arbeit. Es sprechen noch Rabbi Feiwelsohn-Kupischki, Oberrabb. Reich- Baden und I. M. L e w i n- Warschau, worauf die Sitzung um 9.30 Ahr abends geschlossen wird. Die siebente Sitzung. Die Sachlichen und Praktischen konnten mit den Verhandlungen am Sonntag nachmittag und noch mehr am Montag wohl zufrieden sein. Es waren Arbeitssitzungen von trockener Nüchternheit, weniger für Herz und Geryüt, aber nichtsdestoweniger wichtig. Unter Vorsitz des Sejmdeputierten Kirschbraun wird am Montag vormittag weiter über die Satzungen debattiert und Tätigkeitsberichte entgegengenommen. Es sprechen M a l k o w - Jaffa, Rabbi Der Nachdruck der Artikel und Korrespondenzen der Israelit ist nur unter genauer Quellenangabe und, soweit es stch um gröbere Aufsätze handelt, nur - - nach vorheriger Genehmigung gestattet. - -

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