Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 64 (1923)
- Issue
- Heft 26 (28.6.1923)
- Date
- 1923-06-28
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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14.Tammus 5688 Ol f/>f* 9. Jahrgang 28. Juni 1923 JD IdllCl Nummer 12 herausgegeben vom Gruppenuerbmb, der Palästina-Zentrale und der Jugend-Organisation der Agudas-Jisroel für Deutschland. All« Mitglieder 4« Ortsn. Iugenllgmppen werden geveten kSr dar avgelaulene zweite Uiertellabr als Kortenveitrag für dieHeraurgave der,Blätter* den minimalen Betrag von 7»» MM unverzüglich aut dar Postscheckkonto Nr. 53900 Jrankftm am Main (Palästina* Zentrale) zu überweisen, einerlei, ov sie die „Blätter * mit dein ..Israelit" oder direkt unter Streifband verieven. Redaktion der „Blätter". ♦ ♦ r r r r r r Deutsche Agudisten $ die nach Wien 5 zur Kenessio Gedaulo fahren * ♦ (Delegierte und Gäste) J t wollen ihre Adressen umgehend dem Z ♦ ♦ | Gruppenverband der Agudas + $ Jlsroel in Halberstadt % % zwecks gemeinsamer Reise melden. J z ♦ Zur Kenessio-Gedaulo. <£> a ft f arten. Der Preis für die Ga st karten ist folgendermaßen festgesetzt worden: a) für die Dauer der ganzen Tagung für Mitglieder der Aguda öA. 100000, für Nichtmitglieder der Aguda öA. 150000; b) für die einzelnen Tagungen für Agudamiiglieder öA. 30000, für Nichtmitglieder der Aguda öR. 50000; c) für die Eröffnungs- und Schlußsitzung für Agudamitglieder öTC. 40000, für Nichtmitglieder bix AgndL öK.'iOOOQ. Die Anmeldungen für Gastkarten haben bei der zuständigen Landeszentrale zu erfolgen. Mit der Anmeldung muß der Betrag erlegt werden. Die Landeszentralen stellen eine Interimsbestätigung aus, welche nach der Ankunft in A)ien im Bureau der Kenessio Gedaulo gegen die definitive Gastkarte umzutauschen ist. Bon dem Grundsätze der Anmeldung bei den zuständigen Landeszentralen kann nicht abgegangen werden. Die nummerierten Plätze werden vom Bureau nach der Reihenfolge vergeben, in der die Anmeldungen seitens der Landeszentrale einlaufen. Gs steht den Landeszentralen frei, für eine beschränkte Anzahl solcher Persönlichkeiten, die sich um die Aguda verdient gemächt haben, oder deren Anwesenheit seitens dev Landeszentrale als wünschenswert erachtet wird, den Antrag auf Erteilung von ermäßigten oder Gratiskarten baldmöglichst an den Geschäftsführenden Ausschuß in Wien zu stellen. Die Landeszentralen werden ersucht, sich deshalb sofort auch mit den Jugendorganisationen ihres Landes in Verbindung zu setzen. Quartier. Das Aenessio Gedaulo-Bureau hat für eine Anzahl von Gästen, wobei namentlich bei den Massenquartieren an Mitglieder der Iugendgruppen gedacht ist, freies Quartier vorgesehen. Die Anmeldungen hierfür müssen bis spätestens 20. Juli bei dem Aenessio Gedaulo-Büreau in Wien II., Malzgasse 12a, betätigt sein. Lolche Gäste, welche wünschen, daß für sie seitens des Aenessio Gedaulo-Bureau Zimmer in Hotels reserviert werden, wollen ihre diesbezüglichen Wünsche bis spätestens 26. Juli an'das Aenessio Gedaulo-Bureau nach Wien senden und etwaige Ansprüche inbezug auf die Qualität des Hotels kundgeben. Visum. Die Fürsorge für Erteilung des österreichischen Einreisevisums kann nur dann sicher in Aussicht gestellt werden, wenn die Anmeldung bei der Verkehrsabteilung 'des Aenessio Gedaulo-Bureaus bis spätestens 16. Juli erfolgt ist. Der Anmeldung muß beiliegen: eine Bestätigung der Landeszentrale, daß die betreffende Persönlichkeit entweder als Delegierter oder als Gast der Kenessio Gedaulo beizuwohnen wünscht? Notwendig sind ferner genaue Angabe des Vor- und Zunamens, des Alters, sowie der Ltaatszugehörigkeit. Eine entsprechende Lumme für die Auslagen (porto, Telegramme ufw.) muß der Anmeldung beiliegen. Verpflegung. Es ist vorgesehen, daß in den Nebenräumen des Tagungssaales die Mahlzeiten gemeinsam eingenommen werden, und zwar zu möglichst billigen preisen. Diese Maßnahmen gelten zwar zunächst nur für die Delegierten, es ist aber Vorsorge getroffen worden, daß bei rechtzeitiger Anmeldung (10. August) die Gäste an den gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen können. Die Landeszentralen werden ersucht, wenigstens die Zahl der Personen, die aus ihrem Lande mitWahrscheinlichkeit kommen, bis 1. Juli an das Aenessio Gedaulo-Bureau nach Wien zu melden. Abholung. Delegierte, welche ihre Ankunft in Wien rechtzeitig anmelden, werden vom Empfangskornitee des Aenessio Gedaulo-Bureaus am Bahnhofe erwartet und in ihre Wohnung geführt. Schemittafonds. Die Palästina-Zentrale der Agudas Iisroel hat im Verfolg eines Zentralratsbeschlusses einen Schemittafonds eingerichtet, dessen Ergebnisse zur Unterstützung derjenigen Kolonisten bestimmt ist, welche im kommenden Jahre — ein Schemittajahr — auf Grund der Thorabestimmung ihren Boden brach liegen lassen. Es dürfte vielen Freunden unserer Sache ein Ansporn zur Betätigung für den Schemittafonds in dem Umstand liegen, daß Rabbiner Samson Raphael Hirsch s. A. in der letzten Kundgebung, mit der er vor die Oeffentlichkeit trat, zu Sammlungen für die Kolonisten aufforderte, die durch die gewissenhafte Erfüllung des Schemittagesetzes ihre Eristenz erschwert sahen. Beträge für den Schemittafonds wolle man auf das Postscheckkonto Nr. 63 900 Frankfurt a. M. der Palästina-Zentrale der Agudas Iisroel emzahlen. Programmatisches zur Kenessio Gedaulo? Bon Rabbiner Dr. Breslauer in Kurth i. B (Fortsetzung.) 3. Und der Agudismus wie das Programm selber sind mit ihrer so messianistischen, ^widerstrebenden (s. z. B. „D. Idee d, Agud.", S. 39) Betontheit, mit ihrer bewußten Zentralsetzung von und gewissermaßen unkorrekt; denn nicht ni&D und ."iwiM sind Pflichtdes jüdischen Einzel- und Volkslebens, sondern 'lTDr^ und ODV Oww. Ueberhaupt geht. die Bereitstellungslehre des Fr. Pr. von deh Voraussetzung aus, daß unser wirkliches Golus erst von 70 an datiert. Aber wie, wenn es schon vom juwa rro p-nn begann, als mit dem soviel mw entschwand? Wie, wenn es gar schon vom — bW her begann, als das TOmr npDD sein allzuschnelles Ende fand? Denn nur so verstände man es ja, daß(^^?"2sMiMO) schon Chiskijo hätte Moschiach sein können und sollen. Und aus so begriffenem Golus sich ergebende -Intention kann offenbar nichts sein als 7Q1DN. auf iiHT» und mna aufgebauter “HDD. und das ist nichts anderes als dw Dtt6. Dies also müßte man folgerichtig — wie wir es ja auch wirklich in mündlicher und schriftlicher Ueberlieferung leimen — als die. Pflichtintention unseres nationalen Lebens bezeichnen. 4. Die hypertrophische Hervorkeh'rung des in so moderner Begrifflichkeit gefaßten Nationalen im Gesamtbereich jüdischer Weltanschauung erscheint, gemessen an der Klassizität des m Tauro und von den Alten Ueberlieferten, als ein bedenkliches, gefährliches Zeichen konträrer Assimilation an die Gegenwartsströmung des Völkernationalismus zu sein. Es muß füglich bezweifelt werden, ob so eine Bedenklichkeit und Gefährlichkeit selbst beim Versuch der Ueberwindung der Gefahr nationaler Emanzipation harmlos ist. Wenn das Fr. Pr. Iisroel als Volk um die Tauro als ihr konstitutionelles Recht formt, so wird diese Einstellung der wirklichen Aufgabe, die das Problem der nationalen Emanzipation stellt, nicht ganz gerecht. Denn konstitutionelles Recht ist Merkmal des Staates. Aber Staat nur Lebensform des Volkes im Dienste seiner Vestimmungserfüllung. Nicht nur mit dem staatlichen Sein der Völker stößt Iisroel in der Epoche der nationalen Emanzipation zusammen, sondern mit ihrem Umfassenderen, ihr ganzes Volkstum bergenden nationalen Sein. (Das Fr. Pr. müßte also eigentlich von staat- *) Siehe „Blätter" Nr. 9, 11. Zn der Fortsetzung in Nr. 11 ist zu lesen: Zeile 15: — teleolo l—; Zeile 23: — Land — (nicht Band).