Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 64 (1923)
- Issue
- Heft 24 (14.6.1923)
- Date
- 1923-06-14
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 24. Seite 7. 14. Juni 1923. von jüdischer Seite gestellten Antrag, den jüdischen Insassen des kommunalen Hospitals aus Verlangen rituelle Kost zu gewähren. Die erhöhten Spesen sollten von der jüdischen Fürsorgestelle gedeckt werden. Nach längerer Debatte wurde der Antrag abgelehnt. Viel trug dazu die Stellungnahme des jüdischen Vorsitzenden Mr. Evans bei, der früher Geistlicher war, imd der nun zwar für den Antrag eintrat, dabei aber durchblicken ließ, daß er der seltsamen Meinung sei, kranke Leute brauchten aus die Beobachtung , der rituellen Speisegesetze keinen Wert zu legen. Zerver i. Oldbg., 10. Mai. Am 29. April fand hier eine gottesdienstliche Feier zur Ehrung des ausscheidenden Synagogen-Gemeinde-Rates und zur Einführung der neuen Vorstandsmitglieder statt. Als Vertreter der Gemeinde Wilhelmshaven—Rüst- ' ringen nahm Herr I a ko b s, Rüstringen, für die Gemeinde Varel Herr G. S ch w a b e an der Feier teil. Eingeleitet durch Gesänge des Synagogenchores unter Leitung des Herrn Lehrers H. Hartog folgte Festpredigt des Herrn Landrabbiners Dr. de H a a s, Oldenburg, die darin gipfelte, daß den ausscheidenden Gemeinderäten, HerrnI. D.I osep h s, Audust Schwabe und Simon Gröschler der -Qn (Chober)-Titel als besondere Ehrung verliehen wurde. Im Namen des neuen Synagogengemeinderates hielt Herr Hermann Gröschler eineAnsprache, in der er dem ausscheidenden Rat den Dank der Gemeinde für ein langes, segensreiches Wirken ausdrückte. Herr I. D. Josephs legte nach 44jähr. Amtstätigkeit die Leitung der Gemeinde mit den besten Wünschen für die Zukunft in die Hände feiner Nachfolger. Daraus sprach Herr Hartog seinen Wünsch für die Gemeinde aus, daß sie sich in Friede« und zum Segen weiter entwickle und stets warmes jüdisches Leben in ihr pulsieren möge. Weitere Chorgesänge beschlossen die erhebende und würdige Feier. Köln-Wülöeim, 18. Mai. Der hier 1921 gegründete TalmudThora- Verein, der gegenwärtig bereits etwa 100 Mitglieder — darunter verschiedene answärtige — zählt, hat sich erfreulicherweise auch in diesem Jahre gut entwtckelt. Nicht allein die Zahl der Mitglieder, sondern vor allem der moralische Erfolg, min vermittelt zu haben nwbl TiDtt6. das sichere Bewußtsein und die volle Ileberzeugung, daß unser Lernen, »or allem dasjenige, das die täglich vorkommenden mm betrifft, nicht vergeblich war, sondern aus fruchtbaren Boden fiel und in die Tat umgesetzt wird, ist der Lohn unserer Mühe. Aus der Versammlung heraus wurde der Wunsch laut, außer den bestehenden zweiwöchentlichen omw noch einen am nntP einzurichten. Da unser Vereinslehrer, Herr Oskar Simons aus Köln am rQtt' nicht hier sein kann, hat Herr Janowski von hier in liebenswürdiger Weise diesen neu eingerichteten übernommen. Möge es uns vergönnt sein, zu lernen und zu lehren, zu betätigen und zu erfüllen, rmanbi min bmnb Familienuachrichten. Barmizw o% Israel Hans, Sohn des Herrn Jakob S. Oppenheimer, Berlin, Kxausnickstraße 20. Briefkasten. Kantor F. G. in Straßburg. Betrag dankend erhalten. M. I. in Lastonir. Kr. 66 erhalten. Wollen Sie die fehlenden Nummern mitteilen, wir werden sie, soweit im Besitz, nachliesern. A. R. in M. Der Lehrerabonnementspreis beträgt 3000 M. bis 1. Juli 1923. . Nach Abzug Ihrer Zahlung schulden Sie uns noch 1150 Mk. A. v. G. Mk. 6000 erhalten und wunschgemäß für Kenessi» Gedaulo verwendet. Ihren Wünschen schließen wir uns an. Lehrer A. F. in W. Der Abonnementsbetrag läßt sich unter den heutigen Umständen nur von Monat zu Monat festsetzen. Er beträgt M Pfennige, multipliziert mit der jeweils geltenden Schlüsselzahl des Börsenvereins. Als Religionslehrer haben Sie 50°/o Ermäßigung. Falls Sie zu abonnieren wünschen, bitten wir einstweilen um Uebersendung von M. 3000. Großkrotzenburg. Pie durch Herrn Abraham Berberich beim gemütlichen Beisammensein gesammelten Mk. 62000 sind eingegangen und vorschriftsgemäß verwendet worden. M. N. in Wien. Die von Ihnen verlangten Nummern besitzen wir nicht, da der ,Israelit" damals noch in Mainz erschien. M. E. 51. Brief erhalten. Besten Dank. Ein Irrtum im Rödelhrimer Luach. In der Hastoratabelle des Rödelheimer mb von diesem Jahre ist als Haftorah z« mp die von nnw, beginnend rnDWn» angegeben, «ährend i« Wahrheit n''“i auf Donnerstag und Freitag füllt und zu mp die übliche mp mtscn aus Samuel gesagt wird. Der Israel i t. Frankfurter Berichte. Der „Hermon"-Druckerei und -Verlagsanstalt. Ein Gruß von David Pineas. Heraus aus eurem dunklen Haus! Und mit des Blitzes Schnelle Stellt euch in Reihen und eilt hinaus, Verbreitet ringsum Helle, Ihr „Hermon"- Typen, groß und klein, Buchstuben, Aussiaus — ihr sollt fein Verkünder jüdischen Geistes. In Ost und West, bei jung und alt, Da sehnen tausend Geister Sich nach der Schriften Bollgehalt, Der alt- und jungen Meister. Mngs dürstet's nach dem Thoraquell So Viele, daß es werde hell In ihren: Kopf und Herzen. „G emo roh, Äiischnah stellet her!" So tönt's aus Vieler Munde. „Der Midrasch ist uns auch Begehr Nach der Halachah Stunde." Und auch nach Mussar-Büch e rn sieht Sich um so manches fromm Gemüt, Zur Höh' sich zu erheben. , Von Gott und Welt ein Lehrsystem, Drin Thoralicht erglänzet, Das mit der Bibel Diadem Geschmückt ist und begrenzet, Nach einer solchen Gabe strebt Der jüd'schie Denker, den belebt Der Geist der heiligen Schriften. Der jüd'sche Leser wünscht ein Blatt, Ein Buch zum Weggeleite, Das tröstet, stärkt, belehrt chn hat Für seine Bahn ins Weite. Das öus des Tages Sorgenhast Sein Herz emporhebt, aus der Last Der vielen Kümmernisse. Wohlauf, ihr „Hermon"-Thpen! Auf! Schließt euch zu dichten Reihen, Der Gotteslehr' auf eurem Lauf, Der Wahrheit euch zu weihen. Der „Hermon-Tau" — er möge sein Wie „Tau der Lichter", hell und rein, Befruchtend, segnend, labend. WaLiorrakdeutsche Jude«. Vom Verbände dieses Namens gibt es seit einiger Zeit auch hier in Frankfurt eine Ortsgruppe, die der Schöpfer der Idee, Dr. Max Naumann, Berlin, am vorletzten Dienstag mit emem Besuch beehrt hat. Sein Thema, über das er im Hochschen Konservatorium sprach, lautete: „Grundlage und Ziele des Verbandes nationaldeutscher Juden". Was er sagte, ist aus seinen Schriften und seinen Vorträgen in anderen Städten mehr oder weniger bekannt. Er geht von der Bekämpfung der Deutschvölkischen aus, zeigt aber im Laufe seiner Ausführungen doch so viele Berührungspunkte mit diesen, daß es fast tragisch anmuten könnte, daß er so wenig Gegenliebe aus dieser Seite findet. Er polemisierte in der Hauptsache gegen den Zionismus, zog aber dann ebenso scharf ins Feld gegen alles, was spezifisch jüdisch ist und was insbesondere mit Palästina zusammenhängt. Er bezeichnet die Palästinasammlungen in Deutschland, in welcher Form sie auch vor sich gehen und welcher Art der Palästinaarbeit sie auch dienen, „als ein Verbrechen", und stärkere Worte gegen die Ostjuden sind wohl auch in deutschvölkischen Versammlungen nicht gehört worden, wie sie hier ein jüdischer Redner in einer Versammlung, für die man Juden und Nichtjuden eingeladen hatte, gebraucht hat. Die Lösung der Iudensrage, so meinte er, könne nicht errechnet, sie müsse erarbeitet werden. Ob sie durch eine derartige unwürdige Anbiederung und ein Buhlen um dre Gunst derer, die sie uns und auch ihm beharrlich verweigern, erarbeitet werden kann? In der Diskussion dienten einige Redner, insbesondere die Herren Jakob Wolfs und RedakteurLöw en b er g, dem Referenten mit dieser Frage. Die Antwort im Schlußworte klang aber sehr matt. Keneffio Gedaulo und |t. I. Jugendgruppe. Die Agudas Iisroel Jugend- und Mädchenpruppe veranstalten am Montag, den 18. Juni, abends 3/49 Uhr, ir ihrem Vereinslokal Hanauer Landstraße 17 den 2. Vortrag über die Keneffio Gedaulo. Herr Dr. Paul Kulp wird sprechen über das Thema: Oas Programm der Agudas Iisroel als Weltorganisation. Anschließend freie Aussprache. Um recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Gäste (Damen und Herren) willkommen. 1 Zerre Kruune Iisroel. Sonntag. 6 Uhr nachmittags, findet eine Aussprache unter Beteiligung einiger Herren des Merkas hazeirim über die Gegenwartsausgabe der Zeire Emune Iisroel in Deutschland (Schützenstraße 2) statt. Familiennachrichten. Barmizwoh. Siegfried, Sohn der Frau E. Nathan Wwe., Hermesweg 22. Synagoge Hermesweg 27. Geöetzerlen. mp nnw Freitag abend 7.45. Samstag morgen 7.45 predigt. Samstag nachmittag 5.—. Samstag abend 9.40. N)ochengottesdienst: Morgens 6.15. Nachmi ttags 7.15. Tefilin-Legen am Morgen 2.30. Bereinskalender. Aereiu WeKor tzyajim. Samskag, nach Schul: „Dinim"; Herr Rektor Falk, — nachm.4'/r Uhr, im Vereinslokale: „Mikro"; Herr Dr. Willy Hofmann. — abends 1 Stunde vor Nacht im Hörsaale Friedberger Anlage, Midrasch; Herr Dr. S. Rosenöl ü t h. Sonntag vorm. 9'/« und Dienstag 1 Stunde * vor Minchoh, „Gemoro". Herr R. A. G. Posen. Montag und Mittwoch abends 7 Uhr. ,Gemoro". Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. Donnerstag: 1 Stunde vor Mincho „Mischna"; Herr Rektor Falk. Allmorgendlich Mischnalernen, allabendlich Schatzlernen, Herr H. Halpern. Jahrzeit Stiftungs-Lernen. Samstag, Leopold' Wallerstein-Stistung. Agudas Aisroet-Jugeudgruppe. Sonntag, 7—8 Vorm. ruipD, HerrDr.Roths child. — min bv v£n für Anfänger, Herr Leopold Oppenheimer. Montag bis einschließlich Freitag,alltäglich 3L7—1I& Vorm. piniD Herr Dr. S. Ehrmann. Mittwoch» *1*9—10 Adends, mnDD für Anfänger, Herr Dr. Rothschild. — lk9—lhl0 Abends Bücherausgabe. — 9—10 Abends Bürostunde. Donnerstag, 8—9 Abends, niWD für Fortgeschrittene, Herr Herm. Hrrschberg. — 9—10 Abends, 19 Briese von S. R. Hirsch, Herr Dr. S. Ehrmann. nnw '/2IO 11 Vorm. roiD rnDl für Fortgeschrittene, Herr Dr. I. Posen, Am Tiergarten 42. — '/«ll—'/r12 Vorm. Tenach, Herr Dr. W. Hosmann, Eschenheimeranlage 1 pt. — 12—1 Vorm. mnDD ‘öl für Fortgeschr., Herr Halpern. — 12—1 Vorm, i^n, Herr Lehrer Hirschberg. — *IS-4 Nachm. mriDD ‘öl für Anfänger, Herr Dr. Rothschild. — 4-5 Nachm, pp iV'iü ‘Dl Herr Dr. Hosmann. Agudas Aisroet-Mädchengruppc. Montag, 9—10 Abends, nwai, Herr S. Unna. Kl. Obermainstraße 30. Dienstag, 9—10 Abds., mm, Herr Dr. W e ger. Mittwoch, '/r9—'/»10 Abends, Lese- und Aussprache-Abend, Frau Oberl. Munk, Leerbachstratze 4. — 1/«9—11/210 Abends, Bücherausgabe. — 9—10 Abends, Bürostunde. Donnerstag, 9—10 Abends, 19 Briese von S. R. Hirsch, Herr Dr. S. E h r m a n n. m, V2I2—''/al Vorm., mbnn, Herr Louis Kahn. — 4—5 Nachm., min, Herr A. Hirsch b erg. — Stunde vor Nacht, ni2K '»pTD, Herr Dr. S. Ehrmann. Z. A. Aranksurt a. W. Samstag, den 16. d. M. 1 Stunde vor Nacht gemütliches Beisammensein bei A. H. Bbr. Dr. Weger, Zobelstratze. Dienstag, den 19. abds. 8Uhr Zusammenkunft bei H. A. Bbr. Dr. Rosenbaum, Grünestr. 42. Referat von A H. Bbr. S. Schachnowitz über „Abfall und Anschluß, eine historische Studie über Rasse und Glauben". Anschließend Aussprache. Bei allen Veranstaltungen wird rege Beteiligung aller Bbr. Bbr. erwartet. Studeulenkikfe der £>. I. A. Zuwendungen auf das Postscheckkonto 12715 Frankfurt a. Al.