Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 64 (1923)
- Issue
- Heft 22 (31.5.1923)
- Date
- 1923-05-31
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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' ffilie 4 9tr. 10 \ wähst die Herren: A. Cotteck, I. W e e n i n g uäd I. B r c d e n b u r g. Adresse des Sekretärs: I. M e c - ning, A m sterda m, Blasiusstr. 46. Hamburg. Die hiesige Jugeudgcuppe hat mit Unterstützung der Ortsgruppe m Zetzrer Zeit ersrettlicherioeise ihre Tätigteit wesentlich erlvettert. Die Gründung und Leitung eines aguoiftischen Kindergartens, welcher von ca. 4t) Kindern besucht wird, ist vorzüglich aufgebaut, sodaß gerade durch ihn, eine Reihe bisher der Bewegung ferner stehenoex GefinnungSgenoiseu ihre Kinder zu uns schicken. — Die Soziale K o m m i s s i o n, welche sich die Versorgung und Pflege atleinftehenoer älterer und ortswemder Menschen zur besonderen Aufgabe gemacht har, arbeitet mit durch die Sammelfreudigettr eitrzelncr ihrer Mitglieder ihr zur Verfügung gestellten oedeutenoen Suinmen, und durch die Hingabe ihrer — ausschließlich weiblichen — einzelnen Mitglieder mit großer Jntensivitär. Der Besuch sonst Verlassener in Krankenhäusern und Privatwohnungen, die besondere Fürsorge für verschämte Bedürftige, ist ebenfalls geradezu vorbildlich, ebenso wie der Nachh-ilfenmiterricht für mittellose Kinder und die Einkleidung von Kindern. — Die Palästina- K o m m i s s i o lt hat die Arbeiten der früheren Palästina-Vertrauensleute im Namen der Jugenogruppe ausgenommen. Eingeleitet wurde ihre Arbeit durch einen Vortrag von Herrn Jacob Rosenheim, der über die allgemeinen Richtlinien der Palästina- Arbeit sprach, während Herr Direktor Herr Dr. CarlebachZ in einem geschlossenen Kreise von einigen hundert Menschen über die speziellen Aufgaben unserer Jugend und auch unserer Aeltecen sür Erez Jisroel berichtete, und so den Weg vorbereitete, an dem jetzt Stein um Stein gebaut wird. Neue Impulse empfing die Palästina-Arbeit durch ein Referat, das Herr; Dr. Moses Auerbach erst dieser Tage hier in unserni Kreis über die Palästina-Arbeit hielt, und das uns über den ganzen Wust von Möglichkeiten und Plänen aus ein ganz begrenztes, dafür umso trästiger zu bearbeitendes Gebiet 'wies. Eine Steuerung ist hier eingeführt, bezw. lvir sind mit der Einführung beschäftigt, von der zu hoffen ist, daß sie das jüdische Leben in unserer Gemeinde günstig beeinflussen, und auch in anderen Gruppen Widerhall und Nachahmung finden dürfte. Ca. 10 ältere Agudiften und Agndistinnen haben : sich zu einem engeren Kreis zusammengeschlossen, ' und mit sich diejenigen jüngeren Aguöisten zu scharen, die im Anschluß au einen Aelteren den Weg. zur Höhe leichter und sicherer zu gehen hofsen. Ca. 10 junge Leute werden ans diese Weise um jeden einzelnen Führer geschart, und wir hoffen, dadurch nicht nur die Aguda-Jdee zu intensivieren, — daS kvmmt für uns erst in letzter- Linie in Betracht — sondern vor allem, diese jungen Menschen zu starken, festen, üherzengtingssicheren Menschen zu erziehen. Die Mittel, dies zu erreichen, sind jedem einzelnen Führer, der nur dem GesamtkceiS Rechenschaft schuldig ist, völlig überlassen. Sie brauchen nicht einmal auf Thoragebiet ausschließlich zu liegen, sondern sie können der' profanen Literatur eurlehnt werden usw.: es kommt uns allein und ausschließlich auf das Ziel an. Presow. Jüdische W e r k ft ä t t e. Aus Presow wird berichtet: Nach dem Muster der in Wien durch die Agudas Jisroel errichteten Werkstätte für fromme jüdische Handwerker benbsichtrgeu wir auch hier .eine Werkstätte zu eröffnen. Ter amerikanische Joint bringt dem Plane großes Interesse entgegen und hat seine Mitwirkung bereits zugesichert. Jerusalem. Tie von Oberrabbiner Sonne n f e 1 b, Prc,. der palästin. Landesorganisatiott der Aguoa_. Jisroel gegründete „Gemiluth Checsf o b im'ejclischast, die bereits in Jerusalem die Straße „Schaare Chesed" mit über 100 Häusern erstellen liest, hat nunmehr mit dem Bau von weiteren 7 Häusern und einer Synagoge begonnen. Interessant ist zu bemerken, daß die „Gemiluth Chassodim"^Gesellschaft ihren Mitgliedern zur Erstellung von Häusern einet! Kredit bis 175 Pf. zinsfrei auf die Tauer von 14 JaHren zur Verfügung stellt. Lake Wood. Im Anschluß an eure Anfrage des orthodoxen Rabbinerverbandes sür Amerika uub Kanada an den Zetttralrat der Agudas Jisroel bezüglich eines Zusammenarbeitens der ''Agudas Jisroel und des Misrachi zur Vertretung der Weltorthddoxie bei einem jüdischen Weltkongreß, teilte der G. A. der Agudas Jisroel dem Rabbirterverband die BreÄauer Zentralratsbeschlüsse bezüglich der Kenessio Gedaulo und der Stellungnahßne zum Weltkongreß mit. Gleichzeitig wurde der Rabbinerverband vom G. A. ersuchst auch seinerseits für die Agudas Jisroel- - Blätter _ Idee und den Besuch der Kenessio Gedaulo sich einzusetzen. Dieser Lage fand nunmehr die 21. Jayreskonveution des Radbincrverbandes statt, an der über 200 Rabbiner teilnahmen. Herr Rabbiner Dr. Rosenb-erg von Aounkers hielt ein Referat über Agudas Jisroel, „die mit großer Aufopferung und in selbstloser Weise für die Judenheit tärnfife." D-ie Rede Dr. Rofenberg rief einen lebhaften Meinungsaustausch zwischen Vertretern des Misrachi und der Agudas Jisroel hervor. Rabbi M-eir Berlin, der-hier-, auf das Wort ergriff, führte u. a. aus, daß die Misrachi-Organisatiorr dafür sei, den Zwistigkeiten zwischen den religiösen Organisationen ein Ende zu setzen und unter den gesetzestreuen Juden nrehr Einheit zu schaffen. Die Misrachisten suchen ihre Arbeit zu tun und kämpfen für chre Prinzipien mit reinen Mitteln. Tie Misrachi- Organisation sei für Harmonie. Es wurde folgende Resolution einstimmig angenommen-: „Ter Rabbinerverband soll eine Delegation zum zionistischen Kongresse entsenden, um demselben die Forderung des Rabbinerverdandes zu übermitteln, daß in Palästina die Heiligkeit der jüdischen Religion respektiert werden müsse. Desgleichen sollen Delegierte des amerikanischen und kanadischen Rabbinerverbandes zur Konferenz des Misrachi und zur Kenessio Gedaulo der Agudas Jisroel entsendet werden, mit einem an beide gerichteten Appell zur Vereinigung. Der Ruf ertöne: „Heasfu!" Mögen beide zusammentreten und sich gegenseitig bemühen, einander zu verstehen und wenn eine Verschmelzung nicht möglich sei, so soll zumindest einer die Methode des anderen respektieren, weil ja schließlich beide den gleichen Zweck anstreben." Auch anläßlich der halbjährlichen Konferenz der Misrachi-Organisation in Amerika wurde über die Stellung .zur „Agudas Jisroel" debattiert. Rabbi Meir Berlin führte u. a. aus: Der Misrachi sei jederzeit bereist mit den Führern der Aguda zu verhandeln wegen einer gemeinsamen Arbeit in Palästina und auch jetzt hat der Misrachi einen Vorschlag gemacht, eine gemeinschaftliche Konferenz zwischen dem Misrachi und der Agudas Jisroel herbeizusühren. Cs wurde it. a. beschlossen, für die Einberufung eines allweltlichen jüdischen Kongresses einzn- Lreten. Der Schritt der Misrachisührer für die Arrangierung einer gemeinschaftlichen Konferenz zwischen Misrachi und Agudas Jisroel wurde von den Teilnehmern der HalbjähreskonferenI g u t g e h e i ß e n. - Die Kosten der Kenessio Gedaolo werden vorerst auf 120 Millionen Mark geschätzt. Es liegt auf der Hand, daß mit den Jahresbeiträgen und Massenspenden ein solcher Bedarf nicht gedeckt werden "kann. Es sollten die begüterten Agudafreunde im Lande ein Ehrenrecht musüben, durch eittmalige größere Leistung den benötigten Kostenaufwand zu bestreiten. Wir beginnen in der heutigen Spendenliste unter der Rubrik „Kenessio Gedaulo" mit einem bescheidenett Anfang, dem eine stattliche Fortsetzung folgen möge. Grichpenver-ander Agudas Wsroel in Deutschland. Postscheckkonto 18901 Betliu. Spentz ttsiffen. Kenessio Gedaulo. Semmi Hesse-Hamburg 2.000.000, Leo Wreschuer- Frankfurt a. M. 2.000.000, Julius Holländer 1.000.000, NN. 1.000.000. Marken-Erlös. Emden: Ortsgruppe 4500. Halber'stadt: Senta Seckbach 10.000, dch. Esti Kohn zur Verlobung Lina Auerbach — Dr. Seckbach 30.000. Karlsruhe: Jakob Altmann 15.000. M a n n h c i m: Telegramm-Ablösungen z. Hochzeit Loeb-Fränkel: Dr. Ascher, S. Bloch, Dr. Buttrn- Li. Wai 1823 wieser, Oberstudienrat Heinem>ann, Kahn-Lewisohn, Alfred Kalter, Dr. Latte, Lem-Iakobsohn, Max Marx, ' S. Oppenheimer, .H. Rieder, Dr. Weikersheimer, Hpti. Schloß, Würzburger-Rcininann, Josef Würzburger, Jüdischer Jugenobünd, Albert Bach 3200, z. Hochzeit Dreifüß-Harburger: Albert Bach, Oberstudienrat Heinemann, Julius Kujawski, Alfred Kälter, S. Oppenheimer, H. - Rieder, Max Marburg, Hauptlehrer Schloß, Dr. Weikersheimer, Josef Würzburger, Becthold Strauß 2800, z. Hochzeit Liebhold-Lanomann: Familie Josef Herbst, M. Berg, Hans Gottschalk, Dr. Kahn-Freisleben 1500, z. Hochzeit Weiler- Weiß: Oberstudienrat Heinemann, Alfred Kalter, Louis Karlebach, Fäm. Jos. Herbst, Familien Epstein-Schwager, S. Oppenheimer, Mar Marburg, Albert und Theo Bodenheiin, Hauptl. Schloß, H. Rieder, Jos. Würzburger 3000. Nürnberg: Rost Rathaus 16.000. Sammelbüchsen. Berlin: Alfred Casper 1000. Frankfurt a. M.: Jugendgruppe 20.355. Homburg v. d. H.: Dr. Siegfried Goldschrnidt, Taunus-Sanatorium 2000. Kiel: 2366. Köln: dch. Leo Munk 20.000. Für unsere Hungernden in Rußland. Alsfeld: NN. z. Jahrzeit der Mutter .9000. A r o 1 f e n: Sch. 10.000. Barmen: H. Rotschild 10.000. B erli n: Max Penner 10:000, Dr. E. Brasch 2138. Braunsbach: Julius Wißmann 10.000. Breslau: Jonas Ascher 2000. Chemnitz.: Leon Sigler 25.000, Heinrich Noskowitz 20.000, Moses Klipstein 10.000, Jacob Lichtmann 10.000, S. Minger 10.000, Elias Ollchunetzti 10.000, Eh. Ziegler 10.000, Gebr. Kahn lO.OoO, Neger u. Hechr 10.000, Hagler u. Kornmehl 10.000, Daniel Flieg 10.000, Reißberg u. Co. 10.000, Fruchter 10.000, I. Paretzkin 10.000, M. Weitz 10.000, Gellermann u. Oelbaum 10.000, Leopold Jncoby 20.000, Charles Goldhaler 10.000, I. Eichhorn 10.000, L. Hertzog Söhne 10.000, A. Lichtig u. Soh-n 10.000, Erich Bernstein 10.000, Hans Frank 10.000, Rest aus Sammlung Moses klipstein 8350, Apisdorf u. Horowitz 10.000. D c l m e n ho r st: Lehrer Freund 5000. Duisburg: E. Rauchs 5000. Frankfurt a. At.: Abr. Haas 10.000, I. Stein 3000. F. u l d a: Josef Karpf 100.000. Großkrotzenburg: Laz. Waller 5000. Halle a. S.: Joseph Marx 5 Dollar, Max Schwab 10.000, D. Felixbrodt 10.000 Louis Cohn 5000. A. Samuel 10.000, S. Reiser 2500. Halberstadt: E. Haas an Hirsch Auerbach als Entgelt für beschädigte Bücher 2000, NN. 10.000, Dr. Schlesinger 5000. Hann.. M ündeu: Geschwister Müller 2000. 5) i n t e r st e i n a u: Ungenannt 3000. Karlsruhe: Pension O. Levi 6000, NN. 2375. Kiel: NN. 360, Talmud-Thoraschule -540. Leipzig: Lehrfreund u. Schapiro 50.000, Heinrich Schwadron 25.000, I. Godin 25.000, Leo Sygmand 20.000, Samuel Wem 20.000, M. Marinerstein 20.000, Leon Landsberg 10.000, S. Kahan 10.000, Burschthn u. Rigick 10.000, Lombik u. Cv. 10.000, Gebr. Joske 20.000, Salomon Beilin 15.000, T. Togcy ein Posten Kleiderstoff, Benno Stern u. Co. 20.000, I. Sternheim 20.000, Silberkreit u. Goldberg 20.000, Heinrich Poser 20.000, Harry Glückin 20.000, A. Förster 30.000, Eh. Eitington 100.000, Dr. Blumenthal 20.000, Max Rosenfelder 10.000, Bernhard Gold'mann 10.000, Fein u. Co. 10.000, Geronimus 10.000, 1 Baruch Berliner 10.000, Siegst. Beugen 10.000, M. Haß u. Bergwerk 10.000, T. Dienstfteh 10.000, Oskar Liebergall 15.000, Hausmann u. Co. 10.000, Friedrich Zimmt 10.000, Ignatz Lewitt 10.000, M. Pfefferblüth 10.000, A. Schub 50.000, M. Sukin 25.000, M. Kaufmann 20.000, N. u. A. Frankel 10.000, Arthur Weil 10.000, Selma Steinmarder 5000, Adolf Förster 30.000, David Steinmarder 10.000, Isaak Lerch 10.000, Jul. Flamm 40.000, M. Rotier 40.000, A. Reichenstein 20.000, L. Milstein 10.000, B. Breslauer 10.000, Bernhard Spitz 10.000, CH. Kalsuß 10.000, Leib Kalsuß 10.000. Lörrach: M. Orreich 5000. Mannheim: Julius Kujawski 1000, Ungen. 10.000. Mnrktbreit: L. 2200, Sonn 50, HeidingSfelder 100, Brüccheimer 100, Ablösung 200, Rosenberq 50, Rothschild 500, Ablösung 150, Benj. Mayer 6800, Pension Agulnik 640, Max Somrner 105. Miltenberg: Willy Grünstein Wwe. 2000. München: Karl Sulzbacher u. Erik Fried mann 20.000. R.: F. A. G. 50.000, NN. 1000. - Neukirchen: Marcus Nußbaum I 3000. Nürnberg: David Ansbacher 10.000. Ober-Olm: Karl Mayer 1000, L. Abraham 500. Salmünster: Lehrer Kamm 1000. Seligenstadt: Sam. Marx 800. Derarrtwortliche Redaktion: Rabbiner Dr. P. Kohn und Dr. S. Ehrmann. — Druck: Hermon Berlagr-Aktiengejellschast FmuksM a. N.