Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 64 (1923)
- Issue
- Heft 22 (31.5.1923)
- Date
- 1923-05-31
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Nr. 22 Der Israelit 31. Mai 1923*. Jdel-ssohn und Selzer. Es wurden dann folgende Kommissionen gewählt: Eine Kaschruskommission, eine Finanzkommission, eine Sabbatkommission, eine Palästinakommission, eine Erzichungskommission, eine Prüfungskommission .und eine Gerichtskommission. Cs> Ml auch ein Aufruf zur Unterstützung der Jeschiwaus in Slabotko, Telsch, Mir und Jerusalem erlassen werden. Briefkasten. D. <S. Vattimare. Sie haben für das ganze Jahr bezahlt. E. A. tzsvlenz. Abonnement Mk. 2300. Thorafond Mk. 27OO eingegangen. Zt. in &. Wir haben Ihr Schreiben dem Einsender ugestellt. hat, sich der Druckerschwärze zur Erleuchtung der jüdischen Massen zu bedienen. Das Schlußwort hatte Herr Jacob Rosen heim, der in Ausdeutung des eingangs gesungenen Psalms die Verdienste „Sebuluns" und „Jsachars", des Zusammenwirkens geistiger und wirtschaftlicher Kräfte an der großen Sache, rühmte und die ethische Weihe der Technik im Sinne r»e* ,1'ILI»' J-2K2 nss v»n G tttder jüdischen Wel'- anschauung betonte. Es schloß sich eine Besichtigung der Druckereiräume und der Maschinen unter Führung des technischen Leiters, Herrn M e n d e l, an, wobei man auch Gelegenheit hatte, eine vor den Augen der Gäste rasch angefertigte Begrüßung des technischen Personals in schönem Drucke entgegenzunehmen. Indes erhob sich der mächtige Gesang eines von unserem Herrn N e u m a n n geleiteten Doppelquartetts und deutete den feierlichen Schluß der schlichten, aber umso eindrucksvolleren Veranstaltung an. Das Fest war kurz, die bevorstehende Arbeit ist viel und auf lange Zeit berechnet. Möge sie den erwünschten imb erhofften Segen bringen.' Montag, 4. Juni, abends 8.30 Uhr über „Die Entwicklungsgeschichte der Ag ud as I i s - r o e l", in den Vereinsräumen Hanauerlanostr. 17. Ab Sonntag 10. Juni finden wöchentlich Ausflüge in kleinen Gruppen statt. Näheres wird noch bekanntgegeben. Jüdische Jranenvereinigung §. W. Lö'st Blumen zu Gunsten unterernährter Kinder! Hansa 2825. - Postscheckkonto 42 258. Familiennachrichten. ZSarmizwoy. Adolf. Sohn des Herrn Jos. Ansbacher, Rückertstraße 51. Die Barmizwoh hat am Sabkrat 26. Mai ‘c, Synagoge Friedberger Anlage stattgesunden. Bereinskalender. frankfurter Berichte. Aus der Syrragogerrgerueiube „Israelitische Hletigiousgeseilschaft". Die Verwaltung der Shnagogen.gemei.nde „Jsr. Religionsgesellschaft" teilt uns Folgendes mit: Die bereits jüngst in Aussicht gestellte außerordentliche Gemeindeversammlung, welche eine Aenderung. der Steuerordnung zum Zwecke der Erweiterung des Steuerausschusses genehmigen soll, wird voraussichtlich Ende Juni stattfinden. — Der E r n st der Finanzlage hat sich durch die in den wenigen Wochen seit der letzten Gemeindeversammlung eingetretene Verdoppelung d e r't a r i f a r i sch e n Gehälter wesentlich verschärft. Die Verwaltung legt besonderen Wert darauf, daß an der Gemeindeversammlung möglichst zahlreiche Mitglieder teilnehrnerr, da die Verwaltung sich verpflichtet fühlt, die in der letzten Gemeindeversammlung gemachten Mitteilungen mit Rücksicht aus die inzwischen eingetretenen Veränderungen durch neue Ziffern zu ergänzen. Inzwischen hat die Verwaltung den bereits früher altgedeuteten Plan ins Auge gefaßt, in Form einer Lo n d e r st e u e r den zur Deckung des Kohlenbedarfs erforderlichen Betrag auf die Mitglieder umzulegcn. Zum Zweck der B e s ch l e u n i g u n g der Ä ohlenbcschaffun g werden die Mitglieder gebeten, bereits jetzt freiwillig eine m ö g - l i chst ^h o h c Summe unter dem Titel „Beitrag zur Kohlenbeschaffung" an die Gemeindekasse abzuführen: die jetzt bezahlten Beträge werden auf die Kohlcnsteuer, falls sie beschlossen werden sollte, zuzüglich eines Entwertungszuschlags von 5 0<> pro Monat voll angerechnet werden. Der Vorstand beruft auf Sonntag den 24. Juni eine außerordentliche Gemeindeversammlung ein, in der über die Finanzlage berichtet und eine Erweiterung des Steuerausschusses beschlossen werden' soll. Näheres im Inseratenteil. Sie OinwelHurrg des Kerruon-Werlages Am Sonntag morgen um 11 Uhr versammelte sich ein geladener Kreis von Freunden und Mitarbeitern in den Räumen der neuen Hermon- D rucke re i, um das Hans in traditioneller Weise durch „Lernen" zu weihen und es mit einer anschließenden akademischen Feier seiner Bestimmung zu u&«*tftebcn. Nach dem nvjtfö 'Vßb füllte sich der Saal uni den geladenen Herren und Damen und die Feier begann unter Vorsitz des Herrn Emil Isaak mit dem klangvollen Vortrag des Psalms 133 durch Herrn Oberkantor Pe ssa ch o w i t s ch. In Abwesenheit des ersten Borsitzeuden, Herrn Direktor Benario, der zu seinem Bedauern^ wegen einer dringenden Reise fernbleiben mußte, begrüßte dann der zweite Vorsitzende des Aufsichtsratcs, Herr Emil Isaak, in herzlichen, schönen Worten die Versammelten, die Verdienste der Initiatoren und der eifrigsten Mitarbeiter hervorhebend und ihnen tiefgesiMten Dank aussprechend. Darauf ergriff Herr Heinrich Ei sein ann das Wort, der in großen Zügen und in packender Form Charakter und Wesen des Verlages, der, wenn auch Geschäftsnnternehinen, ein auf idealer Grundlage ruhendes Kulturwerk darstelle, klarlegte und die Richtlinien für das nächste Arbeitspro grämin des Hermon-Verlages andeutete. Er fleht ein gutes Omen darin, daß gerade von den geweihten Räumen, in denen so manches der Lehre und geistigen Erleuchtung gewidinete Wort ertönte, nunmehr das schriftliche und gedruckte Wort zur Verbreitung indischer Gesinnung und Weltanschauung ausgehen wird. Es sprach dann Herr Dr. Leo Ddutschl ander, Homburg, in launigen Wendungen die mehr ideellen denn materiellen Aussichten eines jüdischeil Berlages 'betonend. Herr Redakteur S ch a ch n o w i tz sprach im Namen der Redaktion des „Israelit" und führte einige historische Belege dafür an, wie man es in den ' jüdischen Kreisen schon von Anfang an, gleich nach der Erfindung der Bnchdruckerkunst, verstanden Ale Ieire Kmune Iisroet. Slnt vorletzten Donnerstag weihten die Zeire Emuue Jisroel ihr neues Bereinslok'al in der S chü tz e n str aß c 2 mit einer schönen Feier ein. Es gab ein kleines Mahl und gut gewürzte Reden, sogar einige Musikattraktionen, alles ans Eigenem bestritten ... An der Spitze der Tafel sah man u. a. auch die Dozenten der Schneiderschen Jeschiwo, die Herren Rabbiner-Benzion Beer m a u n und Mosche K arpcl, die beide den Abend mit geistreichen Thorawortcn verschönten. ^Zündende Ansprachen, zu Thorastudium und froher Geselligkeit aufeuernd, hielten die Herren G rü n gras und Jakob Landau. Aus der Reihe der Gäste sprach Herr Redakteur Schachnowi tz in Anknüpfung an ein Midraschwort^ den Wunsch aus, daß der Prophet Elia, der berufene Friedensstifter, der in diese neuen Räume einziehe, und auch sonst die orthodoxe Jugendarbeit begleite, nicht allein „zwischen Vätern und Söhnen", sondern zwischen Söhnen und Söhnen, zwischen Jugerrd und Jugend den Frieden stiften möge, sodaß die Grenzunterschtede zwischen denen, die und denen, die .iniw no-p lagern, sich endlich ganz verwischen. Die Räume sind bereits für den Lernbetrieb voll in Anspruch genommen. Am 1. Schwuaustage hielt Herr Rabbiner Mosche K a r p c l einen grotzcnrgeleglen und d'e Räume waren an den Feiertagen von Lernenden und- Lesenden auch sonst gut besucht. Es ist innerhalb der Zeirim auch eine Jugendgruppe, die Mitglieder iin Alter von 15 bis 18 Jahren umfaßt, gebildet worden, für die bereits zahlreiche Anmeldungen erfolgten. Siegfried Wredig b“i. Einen -]&’*' cn einen ek: -nj? im besten Sinne haben wir heute zu Grabe geleitet: Herr Siegsrid Bredig hat nach arbeitsreichem, von tr«uester Pflichterfüllung ausgefülltem Leben im Alter von 12 Jahren die Augen geschloffen, nachdem er monatelang von schwerer schmerzhafter Krankheit heimgesucht war. Wer ihn kannte, schätzte ihn und wird ihm über das Grab hinaus ein ehrendes dauerndes Andenken bewahren. Möge feine nun alleinstehende Tochter — feine Frau ist ihm schon vor drei Jahren in die Ewigkeit vorausgegangen — Trost finden. n“:is:n Hhajaren u. Karäer. (Wortrag Agrrda Westend). Die CHasaren, ein finnischer Volksstamm aut Kaspischen Meere, gingen im achten Jahrhundert zum Judentume über und konnten Jahrhunderte lang ein blühendes jüdisches (staatsw e s e n erhalten. Die K atäcr dagegen haben sich als Sette um die gleiche Zeit ungefähr vom Jude n t u m abgesondert und zeigen heute noch schwache Reste einstiger Gemeinwesen in der Krim und in Polen. Wie die c r stcrcit den Weg zum Judentum gefunden und was die letzteren von uns trennt, soll in einem Referate des Herrn Redakteur S ch a ch n o w i tz behandelt werden, das diesen Sabbat, 2. Juni, 5.30 nachm. im V o l k s b i l d u n g s-- heime Saal Nr. 6 stattsindet. Gäste,-Damen und Herren, willkommen. Agudas-Iisroek Jugend- und Wädcheugrnppe. Zur Vorbereitung der „Kenessio Gedaulo" sind eine Reihe von Vorträgen in der Jngendgruppe vorgesehen. Das erste Referat hält Herr Joel Sänger Geketzerten. “n’wm mir F reitag abend 7.45. Samstag morgen 7.45. Samstag nachmittag 5.—. Samstag abend 9.25. lvochengottesdienst: Morgens 6.15. Nachmittags 7.15. Tefilin-Legen am Morgen 2.40. Worein Wekor tzyajim. Samstag, nach Schul: „Dinim"; Herr Rektor Falk, — nachm. 4'/, Uhr, im Vereinslokale: «Mikro"; Herr Lehrer Goldschmidt. — abends 1 Stunde vor Nacht im Hörsaale Friedberger Anlage, Midrasch; Herr Oberlehrer Jos. K aufm an. Sonntag vorm. 9'/* und Dienstag 1 Stunde vor Minchoh, „Gemoro". Herr R. A. G. Posen. Montag und Mittwoch abends 7 Uhr. „Gemoro". Herr Rabb. Dr. Jof. B r e u e r. Donnerstag: 1 Stunde vor Mincho „Mischna"; Herr Rektor Falk. Allmorgendlich Mifchnalernen. allabendlich Sch atzlernen. Jahrzeit Stiftungs-Lernen. 28. Mai: Jaeob Löwenstein. — 30. Juni: Nanetta Isaak. — i. Juni: Falk Goldschmidt. — 2. Juni: Benjamin Roos. — 3. Juni: Moritz Golde. - 6. Juni: Rabbiner Seligmann Fromm. — 7. Juni-' Erna Weil. Agndas Iisroek-Irrgendgrrrppe. S o nntag.7—8 Vorm. mwD. Herr Dr. Rothschild. — mir) bV 'EH für Anfänger, Herr Leopold Oppenheimer. M o n t a g bis einschließlich Freitag,alltäglich 3Ul—li& Vorm. pmniD tnsü, Herr Dr. 6. Ehrmann. Mittwoch. 3/49—10 Adends, Qincc für Anfänger, Herr Dr. R o t h f ch i l d. — V*9—1/*10 Abends Bücherausgabe. — 9—10 Abends Düroftunde. Donnerslag, 8-9 Abends, nwc für Fortgeschrittene, Herr Herrn. Hirschberg.— 9—10 Abends, 19 Briefe von S. R. Hirsch, Herr Dr. S. Ehrmann. D2W 'I-*10—11 Vorm, nnc iODJ für Forigeschrittene, Herr Dr. I. Posen, Am Tiergarten 42. — lhll—V*12 Dorm. Tenach, Herr Dr. W. Hosmann, Eschenheimeranlage 1 pt. — 12-1 Vorm, dtidd 'SJ für Fortgeschr., Herr Halpern. — 12—1 Vorm, Herr Lehrer Hirschberg. - 3/i3—4 Nachm. enDD ‘DJ für Anfänger, Herr Dr. Rothschild. — 4-5 Nachm, ■TC-'DJ Herr Dr. Hosmann. — Vu6 Uhr Abends Volksbildnngsheim Saal Nr. 6, Vortrag des Herrn Redakteur S. Schachnowitz über „CHasaren und Karäer". Ägudas Aisroct-Mädchengruppe. Montag. 9—10 Abends, Herr S. U n n a. Kl. Obermainstraße 30. Dienstag, 9—10 Abds., Herr Dr. W e g e r. Mittwoch, 1/s9—1/sl0 Abends, Lese- und Aussprache-Abend. Frau Oberl. Munk, Leerbachstraße 4. — ll-jd—l/sl0 Abends, Bücherausgabe. — 9—10 Abends, Bürostunde. Fischersewstr. 4. Donnerstag, 9—10 Abends, 19 Briese von S. R. Hirsch. Herr Dr. S. Ehrmann, rar, ‘/*12—V*1 Dorm., D^nn, Herr Louis Kahn. - 4—5Nachm., min, HerrA.Hirschberg. — Uhr Vortrag des Herrn Redakteur S. Schachno Witz im Volksbildung sheim. — 3U Stunde vor Nacht, rN2tr Herr Dr. S. Ehrmann. Aesyamidrasch, Hsteudfiraße 18. Samstagl Stunde vor Nacht: Vortrag des Herrn B. Rachslsohn. Sonntag oornr. oou 8—'/r10 Uhr, Dienstag. Mittwoch und Donnerstag abends von */*9—10 Uhr : «Gemoro" KDp'KDD; Herr Rechtsanwalt Dr. Breuer. Alltäglich zwischen nnJE und rrnyo ms *n: Herr Rofenzweig. O"2'-Werein. Alltäglich von Sonntag bis Donnerstag abends Uhr^dv> ‘dd und Samstag 4 Uhr nachm.; Herr Rabbiner S. Weber. Werein jüd. Akademiker. Frankfurt a. M. Dienstag, den 6. Juni, Generalversammlung. Wohnung Bor. Dr. Rosenbaum, Grünestraße, 9 Uhr pünktlich.