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Der Israelit · 1923-05-17 · Heft 20-21 (17.5.1923) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
64 (1923)
Issue
Heft 20-21 (17.5.1923)
Date
1923-05-17
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Ein Centralorgan für das orthodoxe Judentnm Begründet Din Uhnunn in llhinz 64 Jahryan« Sranhfurf a. M.. Sen 17. «ai 1928 2. Simon 5C85 JK 20 u. 21 Abonnement pro Bierteljahr ab l. Januar 1923: Deutschland 0.80 M. niovatl.. multipliziert m. derjeweilia. Schlvsselzabl des Börsenvereins: Erste» Vierteljahr st». 1850.—, Monat April M. 1000.—, Mat M. 1260 —. Lschecho-Tlowakei Stx. 56.— viertelt-, Ungar« »r. 800 — Viertels., Denttch-Oesterreich: I. Bierteljahr 1923- M. 2V00, April M. 120».-, «ai M. 1600.-, Pole« M. 2200, April M. 1400.—, Mai M. 1700.— deutscher Währung). Rumänien 26 Lei, Holland fl. 2.—, Skandinavien Kr. 4.—. Schweiz fit. 2.60, Frankreich Fr. 6.—, Belgien Fr. 7.60, Italien I«. 10, Jugoslavien Din. 26.—. Gnpland 2 »d. 6 n . Amerika 0.75 Dollar vierteljährlich. Einzelnummer 360 — Mk. Der Israeli» erscheint jeden DonnerStag. Inserate Mk 600.—,f.StelleNsuchendeM4S0.—, f. d.sechSgsp.Col.-Z. elnschl. TenergSzschl.; Chiffregeh.M100.AuSl.-Juj M.1SS0 pro Zeile. Rad. u. Tarif. Bei laus.Juseratanftr.tarifm. Preiserhöhung jederz. vorbeh. Jnferatenannahme durch den Verlag des Israelit G.m. v. H.. Frankfurt aM., Gr. Gschenheimerpr. SS, Del. 884»/ Amt Hansa, sowie sümtl. Annoncen-Exped. -es Fnuud Auslands. Blavvorschrtften ohne Verbindlichkeit. I Zahlungen außer direkt an den Verlag — Postscheckkonto I Frankfurt a. M Wo. 19802 — erfolgen au: 1 Postsparkasse Wie« Wo. 79 605 Postsparkaffenamt Budapest Wo. 18 494 Postscheckamt Zürich MTr. VIII 7864 Postscheckamt Amsterdam Wo. 84 869 Böhmische Unionbank in Prag Banea Barmaroach Blank Jk Co. ln BaearaM Filiale deS Wiener Bankvereins in «gram. - Für frankfurter GeschöftSanzeige« alleinige Juseraten-Annahme vei Julius Schmidt. Lavgestratze S. 0er Naüiöruck Ser ttrttkel unö eorrelvonSenzen des ^Israeli!“ IR nur unter genauer Quellenangabe, und, fomell es fidi um ßröSere Dufffifee banBelf, nur nadt norherlger ßenehmlguna gestattet. Lbonnementgeöühren für das zweite Vierteljahr 1923 Wir bitten unsere deutschen Abonnenten, die Abonnementgebühren für das zweite Vierteljahr 1923 mit insgesamt IftettMt 8750.— im Laufe des Monats Mai ans unser Postscheckkonto Frankfurt am Main 19 802 überweisen zu wollen. Diejenigen Beträge, die bis zum 31. Mai nicht bei nns eingegangen sind, werden in der ersten Hälfte Juni durch Nachnahme unter Hinzurechnung der Selbstkosten für das Inkasso eingezogen. Die Abonnementgebühr setzt sich wie folgt zusammen: April: Schlüffelzahl 2000 X 0.50 2»!. 1000.— Mai: Schlüsselzahl 2600 X 0.60 Mk. 1250.- Junir Schlüsselzahl 8000 X 0.50--Mk. 1500zusammen Mk. 3759.— ZastlKarle ist der Heuligen Aummer öelgefügt Sollte bis Mitte Juni wider Erwarten eine Erhöhung der Schlüsselzahl eintreten, so erfolgt die notwendige Nachberechnung im dritten Vierteljahr. Wertag des Israelit H. tn ö. K. Bücher-Preife. Schlüsselzahl (gemäß Jestfetzuug des Börsenvereins der Buchhändler tn Leipzig) ab 7. Mai: ' svo«. Der jeweilige Verkaufspreis ergibt sich durch Multiplikation der Schlüffelzahl . mit dem Grundpreis. Grundpreise: PrSmienpreiS für Ladenpreis Abonnenten kirre», verrucde (Choreb) geb. 8.— 6.— .. «edete (Tefillo) geb. 12.- 9.— drosch. geb. Ceftmann, $atnuel »JMiagUI .... 1.30, 2.50 redachnoioltt, merelafka.1.50, 2 50 „ Cuftmcnieften. . . . 1.50, 2.50 ». Ienreitt (vergriffen) „ Im Iudenrtaat der Lbararev . . . . s.30. 2 50 Iudilur, ver Laalrcbem von Iffltbtlitadt l .50, 2.50 Ausland: 200°io Valutaznschlag. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen sowie direkt vom Verlag zuzüglich Bersandspesen unter Nachnahme. Frankfurt a. M. Vertag der Israelit G. m. b. H. Ja der «achstea Mache lraaa der „Israeli^' wegen der Feiertage nicht rechtzeitig hergestellt werden. Statt der ausfallenden Kammer erscheint die heutige Ausgabe als Dappelnnmmer. SnhattSüLerficht. 1. Leitartikel: Um den Sinai. — 3. Wochenrundfckau: Der vchtzehnte Mat. — Litauische Einheit. — 3. Homiletik: Worte deS Wilnaer Gaon. — Bon Dr. Felix Kanter in Zwittau (Mähren): Einige Bemerkungen zum Gebetbuche. — 4. Kleines Feuilleton: Eine Stimme aus dem Jenseits. — (Preisausschreiben für eine jüdisch - wissenschaftliche Arbeit.) — 6. Aufsätze: Der Weg zum jüdischen Leben. — 9. Korrespondenzen und Nachrichten: Berlin (Der Hilfsverein der Deutschen Juden). — Würzburg (43. Generalversammlung des israelitischen Lehrervereins in Bayern)» — Zürich (Folgen deS Schächtverbots). — London (Die Schechtta im englischen Unterhaus). — London (Aus dem englischen Judentum). — Saloniki (Griechische Justiz) — Jerusalem (Der MazzoSprozetz), — BuoneS AyreS (Die erste Gemeinde in Argentinien). — 7. Personalien. — 8. Frankfurter Berichte. — 0. Vereinsratender. — 19. Gebetzeilen. - 11. tzamiliennackrichten. — 12. Feuilleton-Beilage: Bon A. «choer: Enrika. — 18. Kinderecke: Salomo als Knabe. — 14. Vermischtes. — 1». Briefkasten. — 16. Blätterbetlage: Bon Oberrabbiner A. S. vnderwyzer in Amsterdam: AgudaS JiSroel. — Vorbereitungen zur Kenefsio gedaulo. — DaS „Jewifh Morning Journal in Nero-York über das Jüdische HilfSwerk der AgudaS JiSroel. — Programmatisches zur Kenefsio gedaulo. — Aus - Palästina. — AuS der Bewegung.'— Spendenlisten. lim den Sinai. Daß im Wellenschläge der Geschichte sich alles bis auf kleine, durch Zeit und Ort bedingte Abweichungen wiederholt, ist eine Tatsache, die von der schnelllebigen Welt nicht genügend beachtet und gewürdigt wird, die indes aus die mit überzeitlichem Wertmaße um sich Schauenden ein wenig beruhigend wirkt. Dias „Alles dagewesen!" ist nirgendwo so gerecht fertigt, wie bei historischen Erscheinungen und Geschehnissen, und vollends in der Entwicklung der Tinge in der jüdischen Welt. Zwei geschichtliche Tatsachen mögen im Rahmen dieser anspruchslosen Festbetrachtung festgehalten werden: Zur Zeit, da vor dem Makkabäerkrieg die helle n i st i s ch e Welle Israels! Land durchspülte uud durchwühlte, olles mit sich hinreißend, was arr Thora und Tradition erinnerte, waren es Israels abtrünnige Söhne Tttn, die ein -'r'ro D*?x; ein Götzenbild im Tempel, in der Nähe des heiligen Mtares aufpslanzten. Im Tempel mußte cs sein. Nicht sollten die heiligen Räume zerstört werden, aber entheiligt sollten sie anderen Zwecken dienen. Die geweihten Hallen sollten samt den init ihnen verwurzelten Hoffnungen und heiligen Empfindungen des Volkes fortan nicht mehr dem Sinai, sondern dem Olympus dienen. Die Griechlinge hatten sich schwer getäuscht. Die der olympischen Kultur Verfallenen hatten in ihrer Seele keinen Raum mehr für altgeheiligte Mauern.und suchten sie nicht. Der fromme Ueberrest aber wußte, daß! die ihres heiligen Inhaltes beraubten Holz- und Steinmassen, kahl und kalt geworden, für das Volk und seine Kultur nichts mehr bedeuteten, und m i e d j i e. Hundert Jahre später erscheinen, da nach dein Makkabäer sieg die hellenistische Wälle von einer jüdischnationalen abgelöst wird, die geistigen Erben und Sachwalter der Vorkriegsrenegaten, die Sadducäer, auf dem Plan, deren Streben über die Hallen hinausgeht.' die sich neben den heiligen Räumen auch altgeheiligter Bräuche bewältigen, um diese wie jene ihres heiligen Gehaltes zu entleeren, sie in weltlich nationalem Sinne umzufälschen. Es kann heute keinem Zweifel unterliegen, daß! die von ihnen mit glühendem Eifers verfochtene Ansetzung des Om erbe ginn es und demgemäß des Schwnäusfestes auf ein späteres, wandelbares Datum keine rein formale kalendarische Angelegenheit war, vielmehr war es der lapidare Ausdruck für die durch die ganze sadducäerische Lehre und Anschauung Propagierte Parole: „L o s v o m Sinai!" Die Stabilisierung des Schwuausfestes, seine Verkettung mit dem sechsten 1

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