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Der Israelit · 1923-05-10 · Heft 19 (10.5.1923) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
64 (1923)
Issue
Heft 19 (10.5.1923)
Date
1923-05-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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La Mai 4M Per SSrE. lungen -rM der zionistischen O.rg«mfatio.n in \ Palästina etwas zu erreichen sei. KaMsttna. ObllgafBrifdie Sabbafruhe. 29. April. Nach .vielem Hinundher wurde das Statut angenommen, das den Sabbat als offiziell len Ruhetag für Del Awiw bestimmt. Alle Läden müssen am Sabbat schließen und alle öffentliche Arbeit nmß ruhen. — Hoffentlich nimmt damit iauch die inoffizielle .Sab-? batentweihung ,ein Ende. 0er komeler Rabbiner- Jerusalem, 1. Mai. Der Homeler Rabbiner, Rabbi Bo risch «ns ki, der von der Sowjetregierung verfolgt -vurde und über dessen Schicksal man allgemein besorgt war, ist auf der Reise nach Palästina begriffen.-, Sein Visum erhielt er auf Intervention des Obervabbiner Kuk von Herbert .Samuel selbst. __ , yersosaliek. Fulda, 35. März. Kurze Zeit nur, bevor Ln unseren Synagogen die Worte gesprochen wurden: wb nn' 'nin mein Freund stieg in seinen Garten; war ,n"2,nn hinavgesiiegen, um eine seiner schönsten Rosen zu brechen. Am' 6. Nisan hauchte Röschen Birkenruth ihre reine-Seele aus, noch ehe allgemein begannt geworden war, daß sie erkrankt war. Nur noch wenige Tage wären es gewesen und sie hätte das 78. Lebenswahr vollendet. Gewiß ein hohes Alter. Aber wer sie kannte, die irnmer Rührige, nimmer Rastende, dachte nie daran, daß auch sie einmal dem Irdischen ihren Tribut. werde zollen müssen. Und nun war es so plötzlich gekommen. Ein Leben von seltener Schönheit, wenn auch nicht frei von jedem Kummer, war Röschen Birkenruth beschert gewesen. Aus echt jüdischem Hause, dem Hause Greif, entsprossen, hatte sie in jungen Jahren im Jugendfreunde den gleichgesinnten Gatten gefunden. Allzufrüh mußte sie ihn wieder verlieren. Da aber zeigte sich ihre ganze jüdische Kraft. Me wird sie Führerin ihrer fünf Töchter. Kaum eine hat aus ihrem Munde das Wort fromm gehört. Aber wie sie ihr Haus im Geiste von p 'rin riitme, oas konnten die Töchter nicht überhören. Und so wurden sie selbst wieder Mütter echt jüdischer Häuser, denen die Groß- und" Urgroßmutter leuchtendes Vorbild blieb. Ein unübersehbares Trauergefolge gab Zeugnis von der Wertschätzung, deren sich die -Verstorbene erfreute. Der Zelt wegen mutzte ein laarr unterbleiben. Nur im Hause' nahm einer der Schwiegersöhne, Herr Hauptlehrer Levi-Burgpreppach, in rührenden Worten Abschied von der Mutter. Möge ihr n»t der weitverzweigten Familie stets beistehen und zum Segen gereichen. .Y'üiUn Vermischtes. 35 Jahre Verein Jeschurun« Niederaula, 4. Mai. In diesen Tagen kann der „Jeschurun"-Verein zur Unterstützung jüdischer Lehrer, Lehrerwitwen und Lehrerwaisen des- Reg- Bez. Cassel das 25 jährige Jubiläum seines Bestehens feiern. Als vor 25 Jahren auf der Versammlung der Israel. Lehrerkonferenz Hessens in Cyfsel nach Ablehnung des Anschlusses an den Verband die Verbandsfreunde sich noch an demselben Tage in der „Freien Vereinigung" zusammenschlossen und dem Verband angliederten, hielten es die Gegner des Verbandes für nötig, geegn etwaige Uebergriffe von gegnerischer Seite gewappnet zu sein und ein Aequivalent zu schaffen für die durch den Nichtanschluß ihnen drohenden materiellen Nachteile, da S-bbätHnftmg und Msgssg. snprp -in? rop- O t tl Anfang Uh^Min, MM atum 5688 Ausgang 33BS Frankfurt a. M 7 30 12 26. 8 55 Berti« .... 7 30 Mai Jjar 8 39 München . . . 7 15 8 28 Cölu..... 7 40 S 10 Stuttgart. . . 7 — 8 43 BreSla« . . . — — — s- Atüruh er g, . . 7 05 8 35 EauchMÄ. - —' . — — - der Verband eine gut subventionierte Verbandskasse gegründet hatte. Am 21. 7. 1897 hätten der verstorbene Lehrer Schwarzschild b'W in Schlüchtern und Lehrer (Äfiro, z. ZI. in Schenklengsfeld, eine Vorbesprechung in Hersseld zwecks Gründung eines Vereins gesetzestreuer Lehrer Hessens und entwarfen die Statuten zu einem solchen. Dr. Cähn Yxi. »n Fulda erklärte sich bereit, das Werk durch Wort und Tat zu unterstützen. In geradezu glänzender Weise hat er sein Wort eingelöst und sich dadurch ein Denkmal der Verehrung und Dankbarkeit in den Herzen aller Jeschurunmitglieder gesetzt. — Am 30. März 1898 fand in Schlüchtern die konstituierende Versammlung statt. Schon im ersten Jahre zählte der Verein -31 Mitglieder. Die ihm gewordenen Unterstützungen setzten ihn sehr bald in die Lage, Pensionen an die Hinterbliebenen verstorbener Mitglieder auszuzahlen. Mit hoher Befriedigung erfüllt es, daß es dem Jeschurun gelungen ist, manche Träne zu trocknen, manch gebeugtes Gemüt aufzurichten. Dank der Mitwirkung edler Menschenfreunde ist der Bestand des Jeschurun gesichert. Die in letzter Ze.it uns überwiesenen Spenden lassen uns hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Nichtsdestoweniger dürfen wir in unserem Streben nicht erlahmen, den erhöhten Anforderungen, die durch die Geldentwertung bedingt werden, gerecht zu werden. Die Zähl der Unterstützungsbeerchtigten beträgt gegenwärtig 18. Als Mindestpension haben wir -3000 Ntk. pro Jahr ^orzusehen für unsere Pflicht erachtet, ein bei der heutigen Geldentwertung gewiß Br Betrag. Ohne tatkräftige Mitwirkung unserer wer und edler Freunde unserer Sache wird es uns jedoch nicht rnö glich sein, diesen Betrag nach dein jetzigen Vereinsvermögen leisten zu können. Angesichts der Zeiten Not müsien wir von einer Jubiläumsfeier absehen, richten aber an alle Mitglieder und an edle Freunde unserer Sache die ebenso herzliche wie dringende Bitte, uns größere Beiträge als Jubiläumsspende zu gewähren. Der Jeschurun war eine der kräftigsten Keimzellen, aus denen der .„Bund gesetzestreuer jüdischer Lehrer Deutschlands" entstand und dem er sich sofort nach seiner Gründung anschloß. Er hat sich stets, wie er sich es bei seiner Gründung zur Aufgabe gestellt hart?, ruiBN pirn? betätigt und in seinen alljährlichen . Generalversammlungen nach Mitteln und Wegen gesucht, Thorageist und Jiroh in Schule und Gomernden zu fördern. — Diesem Ziele wird er auch ferner treu bleiben. — Beiträge werden auf das Postscheckkonto des Herrn Spiro, Fulda, Postscheckamt Frankfurtmain 82653 erbeten. — Gleichzeitig bitte ich die Mitglieder um Entrichtung ihres Jahresbeitrages pro 1923 von 1000 Mk. (wovon.300 Mk. für den Bund). Lehrern mit geringerer und nicht staatlicher Besoldung stellen wir anheim, ihren Jahresbeitrag Wem Jahreseinkommen anzupasien. Gans. Vrleflaflen. V. ln S>. Unser Kalendersachverstänöiger läßt Gie ersuchen, die in Ihrer Karte undeutlich geschriebene Angabe des Datums zunächst deutlich, am besten in deutschen Buchstaben, zu wiederholen. Dav. Levy u. Frere, Stratzburg. Der Betrag vou Frs. 12 bet uns eingegangen und verbucht. S. H. in Wt<m. Der Betrag von Lire 20 bei uns eingegangen und verbucht. Lehrer L. K. in Salmünster Sie schulden uns für Abonnement pro Mat Mk. 828. „Zerre AgudaS Jisroel" Libau. Mk. 10080 für Abonnement eingegangen. N. N., London. Die von Ihnen genannte Persönlichkeit ist durchaus kein KolkSredner und Wird sich auch schwerlich dazu entschließen, zu dem vorgesehen Zwecke hinüber zu kommen. Vielleicht wird eS möglich sein, Ihre Anregung in anderer Form zu verwirklichen. Rabbiner S. F. in B. Sie adressieren am besten an das Rabbinat der Synagogengemeinde Danzig. Achille Blum, Mulhouse (Alsaee). 12 FrS. erhalten uud für Abonnement gebucht. ffltttfefarfer Krrichtt. Antisemitische Mpeleien. Ein harmlos seines Weges gehender Prokurist eines hiesigen Geschäftshauses würde im September in der Schweizerstratze von dem Konditor Berlnrann und Studenten Keil in rohester Weise angerempelt und tätlich angegriffen. Beide Angeklagte, besonders Keil, sind wütende Antisemiten und sie hielten fälschlich den Prokuristen für einen Juden. DaS Schöffengericht verurteilte die Angeklagten zu je zwei Wochen Gefängnis. Die Strafkammer, an die sie appellierten, bestätigte am letzten SamStag das Urteil. Der Staatsanwalt charakterisierte das Verhalten der Angeklagten als feige. Milde sei nicht am Platze, die Berufung sei zu verwerfen. Das Gericht verurteilte Keil außerdem wegen Ungebühr vor Gericht zu einer Geldstrafe von 10000 Mark. Ein öffentliches Interesse habe hier wohl Vorgelegen, wenn ein harmloser Paffant nachts auf der Straße von zwei Leuten überfallen werde. In flegelhafter Ar. 19 Gette ö und lümmelhafter Weife hätten die Angeklagten geschimpft. Ihr Verhalten sei umso schlimmer, als sie behaupteten, den gebildeten Ständen anzugehören. Als das Urteil verkündet wurde, lachte Keil spöttisch. Der Staatsanwalt bezeichnete das Verhalten als unglaubliche Unverschämtheit. Eine sofort zu vollstreckende dreitägige Haftstrafe sei am Platze. Das Gericht beschloß, den Angeklagten mit einem Tage Haft zu bestrafe und ließ ihn sogleich abführen. Berssualien Herr Lehrer D. Pineas wurde zum K onrekt o r an der hiesigen IS raelilifchen Volksschule ernannt, und zwar mit rückwirkender Kraft vom 1. April ab, dem Tage, an dem der verdiente Lehrer in das 40. Jahr seiner Frankfurter Wirksamkeit eintrat. SaKö-tausgang-Worträae. Mit diesem Sabbat “>ro 'ft beginnen im Mekor Chajim, (Hörsaal, Friedberger Anlage) die von früher her sich so großer Beliebtheit erfreuenden Midraschvorträge eine Stunde vor Sabbatausgang. Diesesmal beginnt der Vortrag präzise 8 Uhr. Schowuaus-Lernen. Das SchowuauSnacht-Lernen im Mekor Chajim, Langestraße 18, findet in der ersten Schowuausnacht in üblicher Weife statt. Beginn 101/* Uhr nachts. Der Kostenbeitrag beträgt für Mitglieder Mk. 2000, für Nichtmitglieder Mk. 3000. Der Sornmertehrpkau der Agudas Aisroel- , Aügendgruppe. ES wird der Leser Aufmerksamkeit auf das im VereinSkalender der heutigen Nummer zum erstenmale zum Abdruck gelangte Sommerprogramm der A. I. Jugend- und Mädchengruppe gelenkt, Des Ferneren ist aus der Sommerarbett folgendes mitzuteilen: Im Rahmen der Vorträge am lüt? Nachm, im Bolksbildungsheim finden: 1. ein Zyklus von drei Geschichtsvorträgen des Herrn Redakteur S. Schachno w i tz . statt über: a) Uebertritt der Chasaren, t>) Abfallder Karäer, c) Die Falaschas in Abessinien. 2. Ein Zyklus von mehreren Vorträgen des Herrn Dr. S. Ehrmann über das Thema: „Die geistigen Strömungen der Gegenwart in ihrer Beziehung zum Judentum". Wir machen gleichzeitig auf unsere Angestelltenfürsorge und die soziale Kommission der Agudas JiSroel aufmerksam. Weitere öffentliche Vorträge für Jugend- und Mädchengruppe, ebenso gesellschaftliche Veranstaltungen sind geplant und werde» jeweils durch die Presse und durch Anschlag im Vereinslokal bekannt gemacht. Wünsche betr. Neueinrichtung von Gchiurim bitten wir an die wiffenschastliche Kommission gelangen zu lassen. Die Bildung von kleineren Arbeitsgemeinschaften unserer Mitglieder befindet sich in Vorbereitung. Eine Reihe von Damen und Herren haben sich zur Leitung der Arbeitsgemeinschaften bereit erklärt. Näheres wird in kurzer Zeit bekannt gegeben. Kßervras „Schourer Mizrvo." Der VereinsMur findet unter Leitung des Herrn Leopold Oppenheimer am Sabbat Nachmittag, unmittelbar nach der zweiten Mincho, gegen 5% Uhr int Sitzungszimmer, Friedherger Anlage 5/6 statt. Agudoh-Westeud.^ mt?, den 12. Mai 1913, ]/,6 Uhr, Bortrag des Herrn Dr. W. Hoffmaun über: „Einiges über die Sozialgesetzgebung der Thauro im Anschluß an die Sidroh*. Bolksbildungsheim, Saal 4. WoHuuugsöeschtaguaHme. In den letzten Tagen sind ein« Reihe von Zimmerbeschlagnahmungen vorgenowmen worden. Weitere WIIIIIIIIIII «■■mMlie.inl ——™«—BBS» Zuwendungen für den Lubawitzer ";n und seine 3 rVQ1®1 in Rußland und Palästina nimmt entgegen Philipp Wolff, Frankfurt a. M. Schwanenstraße 6 Postscheck-Konto 55043. 7 uhr Schumann-Theater? uhr. Das wunderbare Mai-Spezialitäten-Programm Jeden Sonnu. Feiertag 3 Uhr: Grosse Familienvorstellung. — Kleine Preise. — Ganzes Programm. suhrf Groß-Frankfurt s uh"? Weinklause «£ SSftSS&SnfSS Maiprogr amm. Tanznalai«? Täglich auß. Mont. u. Feiertag geöffnet. “ Palaisorchester u. Leitung von Helmuth Seraphi ui. —Einlass 7lteUhr. — Abendanzüg erbeten, Wiener Kaffee Täglich Nachmittag- und Abend* Wiener fvanee Konzert Eigene Konditorei.

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