Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 64 (1923)
- Issue
- Heft 10 (8.3.1923)
- Date
- 1923-03-08
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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4_'_,_;- Stadt und ihrer historischere Plätze, Pyramiden)- I. Klasse 175 Piaster, II. Klasse 78,5 Piaster' (1 Pfund gleich 100 Piaster). Tie Fahrt Kairo—Jerusalem iiber EltÄntarah (Suez), I. Klasse '680 Piaster, II. Klasse 378,5 Piaster.s In den Palästinensischen Hotels, sowie bei Zlutomobil-GHrten werden Gesellschaftsreisende in kleineren oder größeren Gruppen bei aus reichen-) der Bormeldung durch die Palästina-Zentralen der Aguda in allen Ländern bedeutende Preis-" Ermäßigung erlangen. Weitere Auskünfte nnd^ Platzbestellungen besorgt die PMstina-Zentralck der Agudas Jisroel Frankfurt a. Mi, Eschen-; heimer Unlage 61. Nürnberg. Am 6. Jan. 23 fand die diesjährige ordentliche Generalversammlung des Chewrath Bachurim statt. Der 1. Vorstand, Herr Jatvbj Kohn, erösfnete die alchergewähnlich zahlreich besuchte Versammlung mit einem Bericht über das verflossene Vereinsjahr. Er betonte die Wichtigkeit des Lernens als Hauptzweck unseres Vereins und forderte die Mitglieder auf, sich auch ferner recht zahlreich an den Schiurim zu beteiligen, derer: Leitern er seinen Dank nitssprach Es folgte der Bericht über die anderen Zweige unseres Vereins. Die Stellenvermittlung jer wiederholt erfolgreich unter der Leitung des Herrn Alfred Klugmann tätig gewesen und konnte eine größere Anzahl von Stellen vermitteln. Vielseitigem Wunsche zufolge wurde eine Turnstunde eingerichtet, die regen Besuch aufwies. Für die Bibliothek seien zahlreiche Neuanschaffungen erfolgt. ' Hierauf erstattete der Kassier, Herr Bernet, den Kassenbericht. Es wurde ihm einstimmig Entlastung gewährt.' Die fortschreitende Geldentwertung zwang auch unseren Verein zu einer entsprechenden Beitragserhöhung. Nach Berichten der Propaganda-Vergnügungs- und Bibliothekkoinmission folgte als rrächster Punkt Anträge. Hier wurde beschlossen, eine Palüstinakvmmission zu wählen und in nächster Zeit einen Palästinaabend abzuhalten. Als letzter Punkt erfolgte dann die Wahl der Vorstandschaft. Es wurden gewählt: der seitherige Vorstand, Herr Jakob Kohn/ ferner Herr Bernet als Kassier und Herr Pfeiffer als Schriftführer. Außerdem wurden rroch 5 Herren als Beisitzer gewühlt. Herr Kohn schloß die sehr lebhaft. verlaufene Sitzung nur 1/o2 Uhr mit Dankesworten an die Erschienenen. > Lemberg, 7. Febr. Durch die Berichte der Delegierten, welche von der Breslauer Zentralratstagung zurückgekommeu sind, ist hierzulande deutlich ein Aufschwung' in der Agudas JisroelbewegUug zu konstatieren. Am Dienstag, den 6. Schwach fand hier unter dem Borsitz des .Herrn Schönblum eine Besprechung der Lemberger Ortsgruppe mit einigen Delegierten aus den größeren Provinzstädten Ostgaliziens statt. Es wurde beschlossen, auf den 2. und 3. Adar die erste Landeskonferenz der ostgalizischen Land eso rga nifation einzuberufcn. Einige Mitglieder des G. A. von Wien und Warschau haberi bereits ihr Erscheinen zngesagt. Herr Rechtsanwalt Dr. Eckstein übernahm die Leitung einer Rechtsauskunftsstelle, welche mm der Landesorganisation gegründet wurde, und die bei den eigenartigen politischen Verhältnissen Ostgaliziens einenr seit langem gehegten Bedürfnisse weiterer jüdischen Volkskreise nachkommt. Sücherdesprechuag. Falk Nests 'Heimkehr von Jsaac Breuer. I. Kauffmann, Verlag .Frankfurt a. M. 1923. Wenn auch nur in uneigentlichem Sinne Agudaliteratur, dürfte doch der soeben erschienene Roman Jsaac Breuers im Leserkreis der „Blätter" vollste Aufmerksamkeit beanspruchen, da er eines der wesentlichsten Zentralprobleme der deutschen Aguoa --- die Zurückgewinnung einer jüdischen Jünglingsseele für das Gottesgesetz — zum Gegenstand hat. Schaltet man einige Sarkasmen, etliche Alltagsnusdrücke, die sich nicht schlankweg aus oer urbanen Umgangssprache in die Schriftsprache übernehmen lassen, und vor allem einige einleitende Szenen in den Anfangstäpiteln, deren' oer jüdischen Erzählungsliteratur erfreulicherweise fremder Naturalismus mindestens überflüssig erscheint, wenn auch etwa der Autor mit Absicht aus Gründen der Kontrasttoirkung das Abstoßende oieser Szenen herauszuarbeiten sich bemüßigt sah, aus — so hat man ein rundes, originelles und gehaltvolles Lebensbild vor sich. Nein, edel und sympathisch ist der Ausgangspunkt: die Herausjchälnng und Bloßlegung der vertierten Kriegspsyche oder besser gesagt des inneren Zustanoes eines vonr Krieg mit heiler Haut, aber zerstörter und zerbrochener Seele Heimgekehrten. Das ist ein aus der Zeitlichkeit herausgehobenes allgemeines Kütturdokument, am Anfang fast marternd scharf in der; ■ „Bl ätte r.' •: Art von Dostojewskis Raskolnihokv" erzählt, Weiche, sanfte Lichter yuschen oann dazwischen: che wundervvlce Gestatt cmet ttebreichen, lew- und entsagungsvollen wmrter. Ihr Too rin Anvlick uno aus Veranlassung oer sittlichen SelvsU>erge,fenhetc Fätts schlägt durrn sür oen eacsremoeten L,oyn oiö Brücke, ore ryn von der Erstarrung uno der Leoensmüoigtett hinfüyrt zurrr Bewußtsein des indischen GemeinfchaftsgesühlS und des judrschen Pslichtttrevs. Seine Emzetschulo uno fein rxinzetteiö urn oie Mutter weiten sich rhm, genährt durch oie in oer Trauerwoche gepflegte Bettüre des Buches Jirmeiayu, — intö es t(t väs eine feine und sern durchgesüyrte Parallele — zur Gesam.isch-ulo uno zum Gesaintteto Israels um oie vott rhm entweihte Mutter: um Zion, llnd hier knistert juoijche Glnr, hier stno Engien der Trauer mit Zion uno Jeruschülairm, Apotheosen oer Begeisterung für das vom Gorresrechr beherrschte uno gestaltete glückselige Gottestand, oie mächtig erschüttern. Hell uno klar rritr zugleich ein weiteres Motiv der Dichtung hervor: der yerorsche Anspruch an die Gegenwart rino an alle Zercerr, nicht nur Synagoge und Haus, nein auch das Leven, oas tofenoe, brandende Leven, das alte Jüoiscykeit in seine Wrrbel hinubzuzreyen droht, in allen Beziehungen nach Gottes Recht und an Hand von Gottes Recht zu formen. Büßend, betend mW in erster Linie „lernend" wird Falk Nest in den fünf Jahren der Wettabgeschlossenheit, die er mit einem vtetwisfenden uno gemürrerchen ' Rabbi aus dem Landgut seines Vaters, eines Gelomenfchen und PietütSjuden, verbringt, ein Joealjude, der dann, gewappnet uno gestählt gegen jede sittliche Fäulnis, durchfonnt von hohen uno r inen Gottesgedanken, von dem Rabbi mrt oen Worten ins Leben entlassen wird: „Lebe das Lernen im Geschäft; den „Schild des Rechts" halte iiber oas Geschäft, daß es in Zions Umkreis bleibt, den „Schilo des Rechts" halte auch dem Geschäft entgehen, wenn es dir die Zett zum Lernen versagen möchte." „Lebe für die Sabbate. Lebe für die Festtage. Lebe sür Zion und Jerufcholajim." „Wie du Lohn erhalten wirst für dre Abkehr vom Leben, wirft du Lohn erhalten für die Rückkehr zum Leben. Zum alten Leben kehrst du nicht mehr. Nomade bleibst orr außen im Leben." ... 1 Kämpfenden Gemütern, denkenden Geistern wird das Buch eine rechte und ganze Erquickung fein. Aber auch die große „mit dem Wort schnell fertige" Masse, obgleich ihr die verwickelten. Seelenzustände ' nicht immer entzifferbar sein werden, wird oer in i ihm lodernden Sehnsucht nach Zion und nach einstweiliger Erfüllung von Zions Idealen im werktätigen Nomadenleben des Golus ihre Ehrfurcht nicht versagen dürfen. Hpeaoeauftea: Aguda-Hauptfonv: Frankfurt a. M.: D. Wormser 5000, Heinrich Eisenmann 30 000, Alexander Birnbaum anläßl. der Barmizwvh s. Sohnes Lev 10 000. Leipzig: L. Merkin anläßl. der Hochzeit seiner Tochter Dina 25000. Dr. M. Cähn Hans. Dr. Cahn 300 z. Silberhochzeit Gans-Marburg, LandSberg und Nußbaum, Hersfeld 500, Hochz. Weinberg Rosenstrauch) Schmalnau 4000, Levisteirr-Tieserwrt, Leiser Wallach-Breitenbach 1000, Tannenwald-Schmalnau 550, Hochz. Stern Levi 3765, Hochz. Nußbaum-Katz, Rhina 2000. Heinrich Herz-Hans. F u l d a: Dr. L. Herz 4000. 9t. M. S. H. Hamburg 1: Arnold A. Cohn u. Co. 500, Jizchok ben Nachnm 100. Chaloh-Spenden. G u x h a g e n: Jfaae Katzenberg 500. Oldenburg: Meyberg, Sonja, Podolsky, Drescher, Berg 1184. Erez Jisroel-Fonds. **- Äl ch im - Breme n: Alfr. Heilbronn 200. . Alz e na u: Isaak Wechsler 600 (Telegrammüblösung). A f ch a f f e n b u r g: Arnold Rofenthal 2000. Aurich: Ruhel. B. Wolff 800. Babenhaufen: Emil Katten 500. Berlin: H. Balsam 200, Siegfr. Basch 200, Dr. E. Brasch 500, Kurt Compart 100, Joseph Cohn 1000, Manfred Ernanuel 5290, dch Mansreo Emanuel 19 710, S. Kanner 200, Z. Stein 200, H. Tugendhaft 1000, Sinron Weichfelbaum 1000. Breslau: dch. NN. 500 (Samml. d. Jugenogr.). Cleve: L. Rothenberg 1000. Dinslaken: Firma M. S. Moses 300. Dortmund: I. Thie 1000. Egelsbach: Daniel Katz 200. Frankfurt a. M.: P. Goldstoff 500, Guttmann u. Co. 3000, Hirschfeld 3500 (einmal. Spende), Lllfr. Hirschfeld 5000, dch. Jugenogr. 5 Francs (v. NN.), S. Kellernrann 2000, Frau Hella Leser 500, A. Potafchmacher 200, D. Strauß 300, Bern. Wolpe 1000, Leo Slobotzky 1000, D. Wormser 5000, NN. 500, I. Weichselbaum 500, (anl. d. Geburtstages v. I. Stern), Alex Birnbaum 10 000 (anl. d. Barmizwvh f. Sohnes Leo). Freiburg: N. Weill 300. Fürth: Jüd. Jngendgruppe 7000. . G a u kö n i g s h o f c n: ■ Lehrbr J. Bravmänrr 1000. G u n: b i n n e rr: Frau .Rah/ Berrigsohn 3000, Max - Brilling 2000.-: , % . , H n in b urg: Im Aüftr. Leo Deutsch 3000, dch. ' Wolf Wrefchner 18 754. Heidelberg: N. Löffelstiel 300. Hersfeld: A. Nußbaum 500. Jcheuhaufen: Fr. Klara Löwenftein 300. Karlsruhe: D. Turner 500, NN.. 200. K a ttowitz: Ludw. Kornblum 200. Köln: Im Auftr. L. .Wolf 1000. Leer: NN. 2000. München: Familie Schaffer 500 (Herzl. Mafeltof zur Hochzeit Dominitz-Treß, Karlsruhe). Neckarsteinach: Emanuel Bloch 4700. . N ürnberg: dch. Moritz Klug mann 16 903. Rhina: Js. Victor Wwe. 2000. Schönlaitke: Rb. Dr. Bamberger 10 000, Jui. Hirsch 200. Vegesack: Jeny Wolf 5000. W a n d s b e ck: Jul. Meyberg 300. W ürz bürg: Sal. Fuider 500. Ranschchandeschspende.. Alzenau: 200. ' Berlin: 1500. Deittsch - Kron e:' 200. Dinslaken:, 1000. E.mden: 3785. F r a n k f u r t a. M.: 44 750. Fulda: 1000. Fürth: 26705. Hersfeld: 500. Karlsruhe: 11027. M a n n h e i m: 2237. N e ck a r st e i n a ch: 500. Neukirchen: 200. O l d e n b it rg: 1185. Pi rm a fe ns: 600. R a st e n b u r g: 200. Reinheim: 1000. Sprendlingen: 385. Thora-Fonds. Abterode: H. M. Oppenheim 200. B i f ch o f s w e r d e r: S. Lichtenfeld 750. Breslau: Josef Horwitz 1000. Emden: Isidor Landsberg 20 000 (z. And. d. Fam. H. v. d. Wälde). Frankfurt a. M.: Walter Strauß 1000 (anl. Barmizwvh f. erwiesene Aufmerksamkeit). Fürth: Dr. med. Leo Teitz 3000. G r o ß k r o tz e n b,n r g: Ch. Ernanuel, Lehrer 2760. Halberstadt: Im Anstr. v. Dr. Schlesinger 180. Ka r l s r u h e: D. Turner 500. Mergentheim: Rb. Dr. M. Kahn 220. München: Emil Stiefel 5000. Oldenburg: Lehrer M. Meyberg 689. a) S ch rr l w e r k : Frankfurt a. M.: Leop. Mosbacher 25.000 (dch. Leo Wrefchner). Hnlberstadt: Isaak Nußbaum 5350. K) Mädchenschule: F r a n k f u r t a. M.: Jda Rothschild 560. c) C h ei l uzi m-Fo n d s: Wie s baden (Ortsgruppe): 10.000. B i f ch o f s w e r d e r: S. Lichtenfeld 2000. 3) S ch u l w e r k: ' , ’ F rankfnrt a. M.: Dr. Siegfr. Oppenheimer 5600 (abgelehntes ärztl. Honorar). H a l b e r st a d t: Im Slnftr. Js. Nußbaum 3000. b) M ä d che ns ch ul e: Ansbach:.Nb. Dr. Bruder 10 000. Keren Hajischuu»: Ansba ch: Rb. Dr. Bruder 10 000. Berlin: Arnold Merzbmh 10000 (anl. d. Jahrzeit feines Schlviegervaters Eduard Feist 2. Aoar). -Wilmersdorf: Dr. med. Jac. Levy 1000 E rn d e n (Ortsgr.): dch H. v. d. Walde 6750. Maßbach: I A. Marx 300. M it n ch e it: Dr. Eugen Frankl 8000. 9! e i n h e i m: Lehr. Vorenberg 1000. Gruppenverband öer Agudas Jis' roel in Deutschland, HaltzerstadL: Postscheckkonto 18901 Berlin. P a l ä st in a zen t r a le der Agudas Jisroel in Deutschland, Frankfurt a. M.: Postscheckkonto 63 900 Frankfurt a. M. Agudas Jisroel Jugendorganisa' tion, Cöln am Rheim: Postscheckkonto „Fritz Cahen" 66124 Cölu a. Rh. Kriegswaisenfond der Agudas Jisroel, Hmlb er stad t: Postscheckkonto „Direktion der Diskonto-Gesel!-- schaft" 1250 Berlin. Verantwortliche Redaktion: Rabbiner Mr. P. Kohn, Dr. S. Ehrmann. — Druck von 8üp ert Baumbach, yvankfuvt am Main.