Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 64 (1923)
- Issue
- Heft 9 (1.3.1923)
- Date
- 1923-03-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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m WWWWWWSKW 1. März L«»8 Der Mraettr. des Hlcckenkreuzesi sei. „vielleicht eine Taktlosigkeit," Genüge Wer nicht zur Ablehnung eines Richters, die den Vorwurf der Parteilichkeit bedeute und eine Kränkung des betreffenden Beamten darstelle. Gegen das sonderbare Urteil wurde seWtverständlich sofort Berufung eingelegt. Gnstcrn^. Ruf Sem Wege?um srsbiscken PsltlMns? London, 22. Febr. ' Die, von einem arabischen Blatte in Jerusalem bereits vorige Woche gebrachte Meldung, daß nach Erklärungen des Emirs Abdulla der Plan der Errichtung einer arabischen Landesregierung in Palästina die Zustimmung Dr. Wetzmanns gefunden habe, ist nunmehr von diesem selbst mit gewissen Verklausulierungen zugestanden worden. Dr. Weizmann hat vor der Abreise nach Amerika erklärt, er stehe dem Gedanken einer arabischen Regierung in Palästina auf demokratischer Grundlage persönlich mit Sympathie gegenüber, falls die ungehemmte Entwicklung des jüdisch-nationalen Heims gemäß dem Mandate dadurch nicht gefährdet wird, doch müsse er die Angelegenheit in Amerika mit den zionistischen Führern besprechen. Man darf mitSicherheit annehmen, daß Dr. Weizmann eine derartige Erklärung nicht abgegeben haben würde, wenn'ihm nicht bekannt wäre, daß die englische Regierung entschlossen ist, den arabischen Plan gutzuheißen und zu verwirklichen. Daß im Falle der Ausführung dieses Plans den Inden die weitestgehenden Minoritätsrechte in dem arabischen Königreich eingeräumt werden würden, darf als sicher gelten. Allerdings wird die Aussicht auf eine nationale Minderheits-Autonomie in Palästina kaum geeignet sein, die neue Campagne des Keren Hajeffod in Amerika mit besonderem Schwung zu erfüllen. Kn vemerm. London, 23. Febr. Die von uns bereits mit großer Reserve wiedergegebene Sensations-Nachricht, daß die Wiener Rothschilds beabsichtigten, nach der Tschechoslowakei überzusiedeln, wird in der letzten Nummer des „Jewish Chronicle" von Baron Alfons von Rothschild aufs entschiedendste dementiert. Das Gerücht, das in eine große Anzahl von Zeitungen übergegangen war, ist völlig aus der Luft gegriffen. &mzv\ka+ Line Intervention für Sie ukrslniscken Mcktlinge in Polen- Washington, 1. Febr. Eine Delegation des amerikanischjüdischen Ko ngress es sowie der Föderation ukrainischer Juden hat bei dem polnischen Gesandten in Washington vorgesprochen und um Aufhebung! des Ausweisungsbefehls gegen die in Polen lebenden ukrainiscMüdischen Flüchtlinge /gebeten. Der Gesandte erwiderte, daß seine Regierung die Ausweisnngsfrist bereits bis zum 1. Juli verlängert habe unb daß er das Ersuchen des amerikanis ch-jüdis chen Kongresses nach Warschau weitergeben werde. Wegen Raummangel mußte die Rubrik Personalien zurückgeftellt werden. Fainilieimachrichieii. Barmizwohfeier. Leo, Sohn des Herrn Emil Jeidel, Bad Kifiingen. — Moritz, Sohn des Herrn L. Singer, Neunktrchen (Saar), BrÜckenstr. 12. Vrlefkajlen. N N. in Gl. Sie verlangen von uns, daß wir Ihnen eine schöne „Barmizwoh - Droschoh" für Ihren Schüler liefern. Wir danken Ihnen für das unserem Können bekundete Vertrauen, müssen aber aus Zeitmangel daraus verzichten, dieses Vertrauen zu rechtfertigen. Wir verweisen Sie auf die Fülle der einschlägigen G. G. Nr. 40. Die Ermäßigung steht Ihnen selbstverständlich gleich Ihren Kollegen zu. Für den Monat März hätten Sie daher statt M. 1000 nur M. 500 za zahlen. Dr. L. T. in Fürth, Es wird in einer der nächsten Nummern selbstverständlich eine ausführliche Darstellung der Dintm für Crew Pefsach am SchabboS erscheinen. Für ihre Mitteilung besten Dank. In der von Ihnen geichtlderten Art und Weise wird auch auf dem Friedhof der hiesigen Großgemeinde prozediert. I. G. in Horst-GmsÄer. R. m. b. H. 11,000 M. Nabb Dr» B. in Sch. Ein Artikel über Erew Pessach am SchabboS wird in unserer nächsten Nummer erscheinen. Dagegen ist uns der weitere angeboteue Aufsatz zur Durchsicht und evtl. Veröffentlichung willkommen. Kantor S. R in L. 825. Frankfurter Berichte. Agudas Zisroet Jugend- und Wadchengrnppe- Die A. I. Jugend- und Mäöchengruppe lädt hierdurch ihre Mitglieder zu der Sonntag, 18. * März, abends halb 8 Uhr, in unserem Lokal stattsindenden Generalversammlung ein. Tagesordung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht; 2. Sommer-Lehrplan? 3. Anträge und Neuwahl. Eoentl. Anträge find spätestens bis 11. März an unser Büro zu richten. Zutritt ist nur gegen Vorzeigung der letzten Beitrags-Quittung gestattet. Die H>urimfeier der Ä. I.-Iugendgrnppe, Es war wieder ein Fest, das, höchlichst gelungen in allen Teilen, den nach Tausenden zählenden Teilnehmern in langer lieber Erinnerung bleiben wird. Herr Max Neumann stand wieder aus der Höhe seines Könnens, als Organisator des Ganzen sowohl wie als Dirigent von feinstem exaktestem Empfinden. Zu der mit wahrer Andacht angehörten Symphonie von Haydn, ausgeführt vom verstärkten jüdischen Orchesterverein, kamen noch Soloviolinvvrnx. 9 ««Ar 5 träge des Herrn Moritz Strumfeld, die ihr Gelingen nicht zuletzt der vortrefflichen Klavrerbegleotung des Frl. Betty Stern verdankend, begeisterten Beifall fanden. Dann hörten wir wieder ernmal Herrn Oberkqntor Groß und hatten Gelegenheit, seine vollendete Kunst, insbesondere in den hebräischen Stücken, zu bewundern. Schön nahm sich auch seine Solomitwirkung bei dem von einigen Herrn unseres Synagogenchors gesungenen , Doppelquartett und nicht minder bei dem von einem gemischten Chor schwungvoll vorgetragenen, unseren Synagogenbesuchern wohlbekannten dvw aus. Dieser ganze erste Teil stand auf ungewöhnlicher künstlerischer Höhe. Nach einer in lebhafter Unter Haltung rasch vergangenen Pause kam die Bühne zu ihrenr Rechte. Es wurden zwei Lustspiele zur prachtvollen Aufführung gebracht, wobei sämtliche Darsteller, selbst der kleinste mit dem größten Zylinderhute — sie köirnen hier aus Platzmangel nicht alle bei Namen genannt werden — ihr Bestes gaben. Dazwischen sang ein ganz junger Künstler mit bewundernswertem Elan ein schönes Couplet. So hatten alle Faktoren zu ihrem Terl mitgewirkt, in dieser bitterernsten Zeit der Gemeinde eine Sttlnde echten Kunstgenusses und heiteren Bergefiens zu bieten. Und sicherlich kam, nach der starken Besetzung zu schließen, auch die „Wohltätigkeit", der der Reingewinn gehörte, aus ihre Rechnung. Dringende Witte. Unter diesem Titel war in der jüngsten Nummer des „Israelit" ein Aufruf des „Hilfsvereins für unbemittelte jüdische Nervennnd Gemütskranke" veröffentlicht, auf den wir an dieser Stelle die geneigte Aufmerksamkeit unserer 7% uhr Schumann-Theater r/. uhr. Der Löwen-Ringkampf Sonntag Nachmittag 3 Uhr: GROSSE FREMDENVORSTELLUNG. g uh!-8 Groß-Frankfurt Äf WeinklailSf* Irma V. Körfy, Ilse Petersen, Dr. Alloa vv ciimiquac äag großeMärzprogramm. Tanynalals Tanzvorfiihrungen, Paiaisbaiiorchester F Donnerstag,Samstag,Sonnt. Einlaß 7 Uhr. Wiener Kaffee Original ungarische Zigeuner- — kapelle G y a 11 a y Fen. — Samuel ha STagld Eine jüdische Erzählung aus der spanisch-maurischen Zeit von Dskar Lehmann« Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, sowie durch den Verlag des,Israelit", G.m.S.H., Frankfurt am Main. 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