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Der Israelit · 1922-12-07 · Heft 49 (7.12.1922) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
63 (1922)
Issue
Heft 49 (7.12.1922)
Date
1922-12-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Ein Centralorgan für das orthodoxe Judentum Begründet oon Dr. Lehmann in ITIainz 63. Jahrgang. MLS Sranhfurf a. M.. den __I^ Dezember^E 17. 8i$lew 5683 loMiHWMIfB i._ ' iir MW' Abonnement pro Vierteljahr: Deutschland für das vierte Quartal M. 60.— Grundgebühr. Teuerungszuschläge: Oktober M. 30.—, November M. 60.—, Dezember M. 130.— Lschecho« Slowakei Kr. 16.—, Ungarn Kr. 150.— viertelj., Deutsch- Hesterreich M. 350.—. Pole« (nur in deutscher Reichsmark) M. 500.— viertelj., Rumänien 18 Lei, Holland fl. 1.85, Skandinavien Kr. 2.50, Schweiz fs. 1.80, Frankreich und Belgien Fr. 6.—, England l sd. 0 p., Amerika 0,50 Dollar vierteljährlich. Einzelnummer 40— Mk. Der Israelit erscheint jeden Donnerstag Inserate Mk. 40.-, Mr Stellensuchende Mk. 20.-, für die sechSgesP.Col.-Z. elnschl.Teuergszschl.; AuSl.«Jns. Mk 150.- pro Heile. Rav. n. Tarif. Be! lanfJnseratanftr.tarifm. Preiserhöhung jeder;, vorbeh. Jnseraienannahme durch den Verlag des Jsraelit G.m. ö. H., Frankfurt aM., Gr. Eschenhetmerftr. »3, Del. 884», Amt Hansa, sowie sämtl. Annoncen-Exped. des In« und Auslands. Platzvorschrifte« ohne Verbindlichkeit. Iahlungen außer direkt an den Verlag — Postscheckkonto Frankfnrt a. M. No. 1080» — erfolgen au: Postsparkasse Wie« No. 70 «08 Postsparkaffeuamt Budapest No. 18 484 Postscheckamt Zürich Nv. Till 7884 Postscheckamt Amsterdam No. 84 880 Böhmische Unionbank in Prag Kanca HarmaiPOHcls Blank dt Co. ln Bucaroaf Filiale des Wiener Bankvereins in «gram Für Frankfurter Geschäfts««zeigen alleinige Jnseraten-Annahme Sei Julius Schmidt. Larigestraste 3. Oer llsÄSruck 9er flrtiftel un9 eorretponäen?en Öes „Israelit“ M nur unter genauer Quellenangabe. unö, soweit es Heft um größere Mähe hanSeil, nur nadt norfteriger ßeneftmlguno Mattel. An unsere Leser! Dezember-Abonnement. Den keuerungszuschlag kür Dezember hüben wir aut Mh. ISO.- feflgefefef. Sur Erläuterung fei daräut hingemieten, Satz 9er von uns?u bezahlende Ceuerungs?u|chiag 9er Druckereien mit Wirkung ab t. De?ember 9.3, mit einem Schlage von 45000 % auf 80200 % erhöht, also nahezu verdoppelt mürben ist. Die Papierpreif e haben lieh vorn I. Dezember ab gegenüber Sem schon ungeheuerlichen Preise vom »• D p B 6 ht b e r sogar um das 5 m e i e i n h a i b f a ch e gesteigert, mas jefloch im flbonnementspreife öes „Jsraehr Dorfäufig nicht zum Ausdruck kommt. Der bloße Papierroerf jeder einzelnen Jsraelit- Dummer von 16 Seiten beträgt jetzt ca. Mh. SS — Abonnement 1923. roir Sanken unseren kesem. Satz sie bisher fatt ausnahmslos Sie notmendig gewordene scheinbare Verteuerung sin Wirklichkeit handelt es sich ja nur um sine forfmährende fienderunq Sss Wertmessers .des de l S es!) willig aut tich genommen und dem „Ssraeiit“ Creue teroahrf haben. Soll das Blatt existenzfähig bleiben, so müssen sich seine 6ebuhren auch weiterhin Ser tortschreitenden Morkentmertung anpassen. Dm jedoch dabei jeden Schein öer Willkür auszuschlietzen und seinen zuverlässigen Matzstab für die Preisfestsetzungen zu gewinnen, werden wir vom 1- 3anuar an die monatliche Abonnementgebühr nach dem Sr i e öens-flbonnementspreis (50 ptg. monatlich), vervielfacht mit der jeweils gültigen Schlüsselzahl des Börsenvereins der deutschen Buchhändler, teltsetzen. Mutzgehend soll der Kegel nach die am 19. jedes Monats geltende Schlüsselzahl für das Abonnement des folgenden Monats sein. Die Schlüsselzahl (z. St. 400). wird jeweils bekanntgegeben ' sie bleibt weit hinter der tatsächlichen Verteuerung der Dohma terialien und Drheitslöhne zurück und erreicht nicht im entferntesten die verteuerungszitter aller Oegenflände des materiellen bebensbedarfs. So hotten wir denn, datz es uns, gestützt auf die Sympathie unserer befer m. 6. tf. gelingen wird, den ..Israelit", ohne einfctiränhungen hinsichtlich des Umfanges oder der Häufigkeit Oes Erscheinens, über die schweren Seiten hinwegzutühren. Sranhfurt a, M. Verlag des Israelit G. m. b. H. Olafinafjmen. Wie mehrfach angeküudigt, erheben wir nunmehr ah 15. Dezbr. bei denjenigen deutschen Abonnenten, die das zweite Halbjahr einschliesslich OktoberdTeurungszuschlag bereits bezahlten, die Tmirungszuschläge für November und Dezember mit zusammen Alk. 190.— durch Nachnahme. Die Hälfte der Nachnahmegebühr tragen wir selbst, sodass die Nachnahme unseren Abonnenten keine höheren Kosten verursacht als die direkte Einsendung. Diejenigen Abonnenten jedoch, die mit der Abonnementsgebühr infolge Nichteinlösung unsrer November-Nachnahmen im Rückstand sind, erhalten dieser Tage nochmals Rechnung mit Zählkarte und werden um schleunige Uebericeisung des Rechnungsbetrags gebeten. Fr ankfu rt a. M. Verlag des Jsraelit Q. nt. b. 0. Bncher-Preise. Schlüsselzahl (gemäß Festsetzung des Börsenvereins der Buchhändler in Leipzig) ab 1. Dezember: 400. Der jeweilige Verkaufspreis ergibt sich durch Multiplikation der Schlüsselzahl mit dem Grundpreis. Grundpreise: Ladenpreis Mich, verrutd- (Choreb) geb. 8.- 6.- „ «edete (Tefillo) geb. 12.- 9.- geb. Eebmann, Samuel ba-nagid .... 1.50, 2.50 Scbacbnowltz, merelaiha. 1.50, 2.50 „ tuftmenieh?«. . . . 1.50, 250 Ienrettr (vergriffen) .. 3m Iudenrtaat der gbasaren. 1.50, 2.50 3udäu$, Der Baalscbem von micbcUfadt 1.30, 2.50 Ausland: Westländer 200°to, Tscheche-Slowakeit20o/o, Rumänien 100°lo Valutaznschlag. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen sowie direkt vom Verlag zuzüglich Versandspesen unter Nachnahme. Frankfurt a. M. Verlag dr» Jsraelit <8. ui, l>. H. Inhaltsübersicht. 1. Leitartikel: Die religiöse Krisis in Jerusalem. — 2. Homiletik: Dr. Felix Kanter, Zwittau: Zum Wochenabschniit — 3. Kleines Feuilleton: Neue ägyptische Ausgrabungen. — (Liberaler Eiertanz). (Eine Reminiscenz an König Salomo). — 4. Wochenrund sch an: Die Liberalen unter sich. — Die vierhundert Fremdlinge. — 3. Aufsätze: Dr. B. Cohen, Berlin: Staatliche, kirchliche und jüdische Gemeinschaft. — 6. Korrespondenzen und Nachrichten: Berlin (Ostjuden in Deutschland). — BreSlau (Geldnöte und Rechtsfragen). — Prag (Parlament und Studentenstreik). — Warschau (Die Wahlen und die Orthodoxie). — Warschau (Eine Subvention der War« schauer Gemeinde für das Wiener Rabbtnersemtnar). — 7. Personalien. — '8. Briefkasten. —S. Frankfurter Berichte. — 10. BereinSkalender. — Gebetzeiten. — 11. F e u t l l e t o n«B e i l a g e: D. Kahn: Jakob Schubiner. — 13. Kinderecke: Aus dem Leben eines Großen. — 13. Blätter-Beilage: An unsere Gruppen! — Plenarsitzung des Zentralkomitees der Schlome Ewune Jisroel. — Das wahre Gesicht deS Keren Hajeffod. — Aus derBewegung. — Spendenlisten. Sie religiöse Krisis in Jerusalem. Während die außenpolitischen Errungenschaften, die der Ausgang des türkischen Krieges und die Balfourerklärung für die Lösung der Judenfrage gebracht zu haben schienen, allmählich immer mehr im Dämmerschein unbestimmter Zukunftshoffnungen verschwimmen, macht sich nach innen der Anbruch der neuen Aera und der Eintritt des heiligen Landes in die europäische Kulturwelt mit unerwartet rascher Unerbittlichkeit im Sinne gründlichster Zersetzung des religiösen Lebens geltend. Die bewußte und prinzipielle Sabbatentweihung in der heiligen Stadt, die seit Beginn der Zionistenherrschaft sich immer mehr ausbretiete, hatte bisher doch gewisse Grenzen innegehalten. Man sah zwar otesen oder jenen Jüngling mit der brennenden Zigarre seine Kulturreife demonstrieren, konnte es auch erleben, daß ein übereifriger Lehrer seine Schüler durch eine sabbatliche Eisrnbahnfahrt frühzeitig an die Wiedergewinnung der nationalen Bewegungsfreiheit an Festtagen gewöhnen wollte, aber das eigentliche Berufsleben war im großen Ganzen doch noch von den guten alten Traditionett der Golusjahrtauseude beherrscht.

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