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Der Israelit · 1922-07-13 · Heft 28 (13.7.1922) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
63 (1922)
Issue
Heft 28 (13.7.1922)
Date
1922-07-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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13. Juli 1822 Rosen bäum, Nücklrtstratze 58. Freipsätze sinnur in beschränkter Zahl vorhanden. Die Erlernung eines praktischen Berufes kann innerhalb der Thoraleyranstalt nicht stattfinden. IamilietmschrlMm Silberne Hochzeit. Herr Rabbiner Dr. M.! Len-in und Frau, früher in Wrefchen in Posen, jetzt i in Hamburg. Bieberslratze 2, begingen am Sonnrog, i den 2. Juli, das Fest der silbernen Hochzeit.; Frankfurter Berichts.! Iukikäumsfetcr der Irrma Meer. Sondheimer! « Go. j Am Sonntag, den 2. Juli, fand das 50 jährige Geschäftsjubiläum statt. Die Feier begann mit dem Besuch der Gräber der verstorbenen Gründer und In Haber der Firma durch eine Deputation, unter entsprechenden Ansprachen. Diesem Akre der Pietät folgte die wegen des Krieges und der Nachkriegserelgnisse bis Zur Feier des 50 jährigen Jubiläums verschobene feierliche Schlußsteinlegung für das bei Kriegsbeginn vollendete Haus Bockenheimerlandstrahe 25. Nach einer warmen Ansprache des Herrn Nathan Sondheimer, der in kernigen Worten der Gründer gedachte und auf die Grundsätze hinrvies, auf welche die Firma von Anbeginn gegründet war, nämlich auf Rechrlichkeit und Gemeinfinn, erfolgte die Berlesuug der künstlerisch ausgestatteten, in der Kunstanstalt von Kornsand u. Co. auk geführten Urkunde, die die Wichtigsten Daten von der Gründung an bis auf den heutigen Tag enthält. Diese Urkunde wurde dann in der hergebrachten Form dem Schlußstein einverleibt. Alsdann erfolgte im Erdgeschoß vor versammeitenr Personal die Enthüllung einer Gedenktafel, die zu Ehren der im Weltkriege gefallenen Mitarbeiter der Firma und der engliierter Tellus Aktiengesellschaft angebracht wurde, wobei Herr Nathan Sond» heirner dem Gedächtnis jedes Einzelnen ehrende Worte widmete. In dem großen Sitzungssaal und den angrenzenden Räumen hatte fich inzwischen eine stattliche Versammlung, bestehend aus wenigen Gästen und dem aesamren Personal der Firma Beer, Sondheimer u. Co. und der Tellus Aktiengesellschaft für Bergbau und Hüttenindustrie versammelt. Man hatte in Anbetracht der Zeltumstände davon absehen müssen, weitere Kreise von fremden und engttierten Gesellschaften oder Ehrengäste zur Teilnahme heranzuziehen. Nach weihevoller musikalischer Einleitung «röffnete die Reihe der Festreden der Senkorteühaber der Firma, Herr Leo Wreschner, durch eine warme Begrüßung für die Erschienenen, insbesondere für Frau Kommerzienrat I. L. Beer, der einzig Ueberlebenden aus der Zeit der Gründung der Firma. Ec gedachte in warmen Worten der Heimgegangenen Gründer, die ihr Werk auf Arbeit und sittliches Berantwortlichkeitsgefühl aufgebaut mb diese Prinzipien ihren Nachfolgern als heiliges Vermächtnis überlassen hatten. Er verwies auf den besonderen Charakter des Unter- Der Israelit. nehulens, dessen Entwicklung es voll Gründung der Firma bis zur heutigen Bedeutung keinen Eintrag getan habe, daß die Firma jederzeit auf strenge Einhaltung der Sabbatruhe bedacht war. Er gab im Anschluß daran die Zuwendungen bekannt, mir denen die Firma alle ihre Mitarbeiter bedacht habe und außerdem von der Stiftung eines Pensionfonds für die Beamten der Firma in Höhe von 2 Mill. Mark. Wie wir hören, hat die Firma unter anderem auch der vom Magistrat verwaltz'ttn Beer, Sondheimer u Eo.-Stistunz zu Gunsten von bedürftigen Kriegshinterbliebenen einen Betrag von 250 000 Mk. überwiesen, ferner der. Handelskammer 150.0t0 Mk. zur freien Verfügung, der Tellus Aktiengesellschaft für Gründung eines Pensivnsfünds 100.000 Mk.?c Der Senior unter den Mitarbeitern der Firma, der Eiozelprokurist Herr Jakob Bestüosf, besten Wirksamkeit fast bis aus den Anbeginn der Firma zurückgeht, gab alsdann einen intereffanten historischen Ueberbllck über die Entwicklung der Firma, der, den Umständen entsprechend, zwar in engem Rahmen sich haltend, doch die hauptsächlichsten Phasen der Entwicklung und die damit jeweils verknüpften persönlichen Momente in fesselnder Form vor Augen führte. Ais Sp"echer für die gesamten Mitarbeiter der Firma und der Tellus Aktiengesellschaft brachte alsdann Herr Ossenbacher deren Glückwünsche zum Ausdruck und übergab der Firma als Jubiläumsgefchenk des Personals das Modell eines herrlichen Brunnens, der, von Künstlerhand ausgesührt, in der Eingänge Halle des Geschäftshauses zur Aufstellung gelangen soll. Nach weiteren Ansprachen drückte zum Schluß Herr Dr. Albert Sondheimer im Namen der Inhaber der^Firma und an ihr beteiligten Familien den Dank für "alle die guten Wünsche uno reiche Fülle der Geschenke und Aufmerksamkeiten aus. Der akademischen Feier folgte am Abend im großen Sitzungssaal des GeschäfrsgebäudeÄ ein gemütliches Veisammensein für die von außerhalb gekommenen Mitarbeiter und einer Delegation der Beamtenschaft von Beer, Sondheimer u. Co. und der Tellus Aktiengesellschaft mir ihren Damen, insgesamt etwa 125 Personen. Wir hören noch, daß sowohl bet der am Vormittag staugehabten akademischen Feier als auch in den abends gehaltenen Ansprachen der jüdisch-religiöse Charakter der Firma unter starker Betonung zum Ausdruck kam. Es wurde insbesondere nachdrücklich auf das der Firma durch Heilighaltung des Sabbats aufgedrückte eigene Gepräge hingewiesen. In der Urkunde, zur Schlußsteiniegung des monumentalen Geschäftsbaues, bei dessen Errichtung an Sabbat und israelitischen Feiertagen keine Kelle und kein Stein gerührt worden ist, wurde wörtlich niedergeiegt: .... auch in dieser Ausdehnung hielt sie (die Firma) dis ihr von Herrn M. T. Sondheimer überkommene Pflicht heilig, ihren gesamten Geschäftsbetrieb an Sabbat und israelitischen Feiertagen in Beobachtung der religionsgesetzlichen Bestimmungen unter allen Zeitverhältntssen geschlossen zu halten. Diese Urkunde schloß mit dem Vers aus Hiob: „wehojoh reschtscho mtzor, weachrischo jiSgeh meaud". Agrrdas Aisroel, männliche Ingendgrnppe. Sonntag, 16. Juli, nachm. 3 Uhr: Gemeinsames Schwimmen. Zusammenkunft Uhrtürmchen, Friedberger Anlage. Nr. 28 Seite 7 Kruckfeyterverichtigung In der Besprechung desKonzerlesdeSOberkantor Sirota in der letzten Nummer muß es im dritten Absätze richtig heißen: „Als die treuesten Bewahrer der alten Tradition" (nicht Bewohner). Autor der Besprechung ist Herr Lehrer und Chordirigent Max Neumann, dessen Name bedauerlicherweise vom Setzer übersehen wurde. Oereinskalendek. Bereis M eikor Thaiim Gam»tag nach Schluß der Synagoge „Dirüm". — 41/, Uhr: „Mikro": Herr Paul Aron. — Eine Stunde vor Nacht im Hörsaale Friedberger Anlage: „Midrasch") Herr Dr. Sal. Eyrm ann. S o n n t a g v o r m. Ö1/-* Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. G. Posen. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: „Gemoro") Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Dienstag abend 6 Uhr: „Gemoro") Herr R. A.. G. Posen. Donnerstag abend 6 Uhr: „Mtschnah") Herr Rektor Falk. All morgendlich „Mtschnalernen". Allabendlich „Schatz-Lernen") HerrH.H alpern Jahrzett st iftungs lernen. Samstag vorm.: Lob Schwab-Stiftung. Aguvas Disroel-Jngendqrudpe. Samstag vorm. 11'/, Uhr: „Schaß") Herr H. Halpern. — nachm. 4 Uhr: „Gemoro") Herr Dr. Hof mann. — 3/< Stunde vor Nacht: Sidrah-Bortrag. (Damen und Herren). Sonntag vorm., 8 Uhr: „Chumisch mit Raschi") Herr \ eopold Oppenheimer. Montag vorm., sowie an allen anderen Wochentagen von ^7—'/,8 Uhr: „Sanhedrin-Schiur". — 9 Uhr: „Mischna" für Fortgeschrittene; Herr Herrn. Hirschberg. — 9 Uhr: „Newijtm"; Herr S. U n n a, Kleine Obermainstr. 30. (Herren und Damen). Dienstag abend */,9 Uhr, „Dintm für Anfänger") Herr Ludw. Frank. — 9 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. H ofmann. Mittwoch abend, 9 Uhr: „Sukkoh") Herr H. Holpern. Donnerstag abend */,9 Uhr: Bücherausgabe. — 9 Uhr: Mischna für Fortgeschrittene? Herr Herm. Hirschberg. Ägndas Jisroel-Madchengruppe. SamStlkg vorm. 11'/, Uhr: „Tehillim") Herr LoutS Kahn. — nachm. 4 Uhr: „Thauro") Herr Lehtec Hirschberg. Montag abend, 9 Uhr: „Nervljim") Herr S. Unna, Kleine Obermainstr. 30. HeSetzetLeu. onra rnv- Freitag abeni) 7.40. Samstag morgen 7.45. Samstag nachm. 5—, Samstag abend 9.30. ochengottesdienst: Morgens 6.15. Nachm. 7.15. WMMZkLl!k°ir°!rL!!ML!iL!!MZr°!WZ!L! Für hübsche, intelligente Dame, 15 Jahre» alt, im Haushalt ii. Geschäft übei ans tüchtig, mit einer Barmitgifi v. 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