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Der Israelit · 1922-09-07 · Heft 36 (7.9.1922) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
63 (1922)
Issue
Heft 36 (7.9.1922)
Date
1922-09-07
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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er dte ersten Gäßchen, Fenster und Türen zugeriegelt, dte Läden und Bazare geschloffen. Aber aus der kleinen Seitengasse drangen wilde Schreie. „Aha, hier war es! Salomo gürte deine Lenden, es geht aufs letzte! . . Wirklich war es vor dem Tore der kleinen sefardtschen Synagoge, in der er das vom „Anstürmen des Feindes vor Moschtachs Ankunft" gehört hatte. Dort sammelte sich die Rotte und von innen kamen Hilferufe und Schreie, wie sie Salomo so herzerschütternd noch nie gehört. Hinein stürmte er mit gezücktem Säbel in den Hof und hieb -blindlings auf jedes braune wilde Gesicht, das ihm begegnete. Wer nicht getroffen niederfiel, raste in wilder Flucht davon. „Der „schwarze Satan! . . ." Träger kamen und trugen Tote und Verwundete aus den Häusern. Aber bei Salomo hatte es angefangen. Das wilde, durch Jahrtausende der Demütigung niedergehaltene Blut der alten Falaschahelden erwachte in ihm. Wie rasend lief er, in einer Hand das Seitengewehr, in der andern das blanke Schwert, durch die engen Gassen, zur Tempelmauer. Dort mußte es angehen und es war der Anfang vom Ende . . . Und er mußte dabei sein. Moschiach sollte ihn auf seinem Posten finden! . . . Lärmende und johlende Gruppen liefen ihm aus dem Wege, Raubgesellen ließen ihre Beute fallen und schnellten davon, Mordbuben ließen von ihren Opfern und suchten das Weite. Der „schwarze Satan" rast durch dte Straßen. Am Tempelplatz kam er noch recht, wie ein Dutzend wilder Gesellen eine kleine Beterschaar, die sich dahin zu ihrem Gotte gestüchtet hatte, umringte und sich mit Dolch und Messer auf sie machte. „Halunken! Satansbrut!" stürzte sich Salomo auf die Banditen. ' Sie ließen die Messer fallen und der eine oder andere stürzte, von Salomos scharfer Klinge berührt, blutend zu Boden. Aber von hinten 'knallte plötzlich ein Schuß. „Ah! ..." Salomo siel und brach zusammen, vor den grauen Quadern der Tempelmauer. (Schluß folgt.)' VermischleS. Frankfurt a M, 5.September. Frau Markus Silbermanu aus Safed (Palästina) sucht noch immer ihren Gatten, Markus Silbermanu, deffen Spur im Rheinland verloren ging. Zweckdienliche Nachrichten wolle man an dte Redaktion des „Israelit" richten und den Mann gegebenenfalleS zu veranlassen suchen, daß er Nachricht von sich gibt. Vriefkasten. Biele Einsender. In den Bemerkungen zu der halachischen Frage in der jüngsten Nummer ist vorigen meisten Einsendern übersehen worden, datz sich die Frage nicht auf den Widerspruch in bezieht, der ja in vielen behandelt wird, sondern auf die Antwort deS V'D'? im Namen des Varna, die nach dem klaren Wortlaut der inaa ganz unverständlich bleibt. Den Kern der Frage berührende Antworten gelangen zur Veröffentlichung. B. R- Der Preis für BolkSfchullehrer und Kultus beamte ist immer oO°/0 des Normalpreises und deS jeweiligen Teuerungszuschlages, für das 3. Quartal also Mk. 24.— einschließlich Tenerungszuschläge) für daS 4. Quartal Mk. 30.— Grund-Preis, wozu 50°/, der jeweiligen Teuerungszuschläge treten werden. L. S. in K. Nach allen Berichten, die über die Gammel-Methode des betreffenden Herrn bei uns eingehen, können wir eine Unterstützung nicht empfehlen. Gg. Kramer - Hamburg. Wir bitten das Besprechungs-Exemplar einzusenden. Schulmann ° Frankfurt a. M. Wir halten eS nicht für zweckmäßig, dis Angelegenheit einer öffsntlichen Erörterung zu unterziehen, empfehlen Ihnen vielmehr, sich milder Schulleitung und falls diese Ihren Wünschen unzugänglich sein sollte, dem Elternrat in Verbindung zu setzen. In der Sache selbst kann man sehr verschiedener Meinung sein. Lehrer I. K. m Koversdorf. Wir bedauern nach dem AuSlande Preisermäßigung für Lehrer nicht bewilligen zu können. Angesichts des Standes der oesterr. Valuta dürfte sich ein Abbonnement doch wohl zu hoch stellen. G. S. Laugeudorf. Eine hebräische Zeitung in Deutschland existiert nicht. Der „Jeschurun" von Dr. Wohlgemuth in Berlin hat einen hebräischen Teil. Frankfurter Berichte. Eine Melawe Malko-Aeier. Die „Zeire Cmune Israel" haben ihre Mitglieder und thre Freunde aus der A. I. Jugendgruppe für den letzten Samstagabend zu einer Melawr-Maiko- Feter in die Räume der Aguda geladen. Wer noch nicht wußte, was Melawe Malko ist, der konnte es hier rasch erfahren: Königin Sabbats Abschiedsfeier in einfacher, schlichter, aber darum nicht weniger inniger und sinniger Weise, wie sie der Osten von jeher kannte und im Westen in des Lebens Hasten und Jagen ein wenig in Vergeffenheit geraten ist. Es brannten Kerzen, die wie das Fortflackern des Sabbailichtcs im Werktage anmuteten und es wurden Smiroslieder gesungen, dte die Sabbatharmonie in das Lied der Arbeit bringen sollten. Köntg David und Prophet Elia traten in den Kreis, elfterer als Gottessänger, als Gottesbote und Wundertäter, letzterer, um uns mir Sang und Klang in das Leben der Woche hinauszubegleiten, wo der göttlichen Wunder Fülle uns umsingen'und umraufchen rrto canon vvv \n. Dem Gedanken und der Bedeutung des Melawe Malko gab Herr Redakteur Schachnowitz in einem kurzen Re. ferate in ernsten und launigen Wendungen Ausdruck. Herr Zahnarzt Dr. Ehrmann begrüßte die Festversammlung tm Namen der A. J.-Jugendgruppe. Ein für die Teuerung der Zeit und die vorgerückte Abendstunde mehr als guter Imbiß und der unvermeidlich dampfende Tee taten der Stimmung gewiß keinen Abbruch, und die Feier schloß mit dem Tischgebet und dem allgemeinen Wunsche, sie in Gemeinschaft mit Kaufmann, L M NL sucht Stellung evtl, auch in anderer Branche, wo Gelegene, geboten ist, später das Geschäft zu übernehmen od. Einheirat. Gefl. Angebote »nter Nr. 8161 an die Expedition dieses Blattes. 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Wir treffen uns um V, 8 Uhr am Hauptportal des Haupibahnhofs. Führer Herr Herm. Flörsheim. Gäste willkommen. Verein-kalender. . Bereit, Mekor Ehaji«. SamStag nach Schluß der Synagoge „Dinim". — 4H, Uhr: »Mikro") HerrLeopoldLöwenthal. S o u tt t a g v o V m. 9 V* Uhr: „Qtemnvo"; Herr R. A. G. Posen. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: „Gemoro") Herr Rabblnkv Dr. Jos. Breuer. Dienstag abend 6 Uhr: „Gemoro") Herr R. A. G. Posen. Donnerstag abend 6 Uhr: „Mischnah") Herr Rektor Falk. Allmorgendlich „Mischnalernen". Allabendlich „Schaß - Lernen") Herr H. H a l p e r n „Jahrzeitsstiftungslernen" Montag früh Jacob Marburg er-Stiftung. Agudas JiSroel-Jttseudgruppe. Donnerstag abend °/«SUHr: „Bücherausgabe". SamStag vorm. 11'/, Uhr: „Schaß") Herr H.' Hat per n. — nachm. 4 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hosmann. — »/« Stunde vor Nacht: Sidrah-Bortrag. (Damen und Herren). V* Stunde nach Sabbatausgang, Melawe Matkoh, gemeinsam mit den „Zctre cmune Jisroel," im BereinSlokale. So nntag vorm., 8 Uhr: „Chumisch mit Raschi") Herr Leopold Oppenh eimer. Mittwoch abends «Uhr: „Mischnajoth" für Anfänger) Herr Dr. Rothschild. Allabendlich '/, Stunde vor Nacht: Bortrag. Von Montag bis Freitag nach SchachriS: „Gemoroh Sanhedrtn") Herr Dr. Ehrmann. Zeire Cmune Jisroel, Hanauerlandstr. 17. Alltäglich Montag bis Donnerstag inel.8UHr abends in den Räumen der Aguda Dinim. Montag und Mittwoch 7'/, Uhr abends Rechneigraeen 5, unter Leitung des Herrn Rabb. Weber n:rr»n bwi mtsa. Dienstag und Donnertag 8 Uhr abends in den Räumen der Aguda owaa. Einige Mitglieder der Zeire Emune Jisroel sind bereit, hebräischen Unterricht zu erteilen. Nähere Auskttttft bet Herrn Grüngras, Herbartstr. 31. Agudas JtSroel-MSdchengruppe. SamStag vorm. 11'/, Uhr: „Tehilltm") Herr Louis Kahn. — nachm. 4 Uhr: „Thauro") Herr Lehrer Htrschberg. Montag abend, 9 Uhr: „Newijim") Herr S. Unna, Kleine Obermatnstr. 80. Donnerstag abend '/, S Uhr: „Hirschlektüre" Dr. Ehrmann. Verein sn rrft. SamStag nachm, nach „Mincha", Hörsaal Friedöerger Anlage, Herr Prof. Dr. Sulzbach. cheöetzeitsu. 812N '2 fl» Freitag adenö 6.20. Samstag morgen 8.—. SamStag nachm. 5.—. SamStag abend 7.40. Wochengottesdienst: Morgens 6.15. - Nachm. 6.—. Zamilrennachrichien. Barmizwoh-Feier. Harry Groözinzki, Sohn von Frau Bertha GrodzinSkt, geb. Jeidel, bei Herm. Löb, Neue Rothofstraße 23. , Wegen Raummangel, müßte eine Reihe von Artikeln und Nachrichten znrÄLgestellt werden.

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