Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 63 (1922)
- Issue
- Heft 12 (23.3.1922)
- Date
- 1922-03-23
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Israelit Hilft Ein Ccntraloroan für das orthodoxe Judentum ((iÜW isgggq Begründet oon Dr. Lehmann in lftainr b&si \\\ } 63. Jahrgang. ®ss© Sranhfurf a. M.. flen 2323— SSW M IS Avonnement pro Vierteljahr: Deutschland bei den Postämtern sowie bei dtrekt.Bestellung u.Rechnungserteil. durch d. Verlag M. 15 — viertes., Volks schul-u. Religionslehrer sowie Kultusbeamte (n. direkt) M. 7.50 Viertels., Xschecko-Slowakei Kr. 15.— Ungarn Kr. 80.— vierteljählich, Deutsch Oesterreich u. Polen (nur in deutscher Reichsmk.)Mk. 15 Viertels, zuzügl. Mk. 8.—Portogebütr. Rnmänien 15 Lei, Holland fl. 1, Skandiuav. Kr. 2, Schweiz ss. 1.50, Frankreich u. Belgien Fr. 5.—, England 1 ab. 6 p., Amerika 0.50 Doll, viertetj. Einzelnummer 1.20 Mk. Der Israelit erscheint jeden Donnerstag Inserate: Mk.Z.—, sürStkllensnchendeMk.2.—, für die sechsgesp.Col.-Z. elnschl.Teuergszschl.; AnSl.-Jns. Mk6.— Pro Zeile. Rab. n. Tarif. Bei lauf.Jnseratauftr.tarifm. Preiserhöhung jederz. vorbeh. Jnseratenannahme durch den Verlag des Israelit G. m. b. H.. Frankfurta M., Gr. Eschenheimerstr. 23, Tel. 5842. Amt Hansa, sowie sämtl. Annoncen-Exped. des In- und Auslands. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Zah lungen außer direkt an den Verlag — Postscheckkonto Frankfurt a. M. No. 19802 — erfolgen an: Postsparkasse Wien No. 79 «05 Postsparkassenamt Budapest No. 18 424 Postscheckamt Zürich Nv. Till 7*54 Postscheckamt Amsterdam No. *4 869 Böhmische Unionbank in Prag , Banca fflarmarosch Blank & Co. in Bacarfcst Filiale des Wiener Bankvereins in Agram ver Nacköruck Ser Rrtlhel unö eorresponSenzen 9es „Israelit“ iü nur unter genauer Quellenangabe. unS. soweit es fidt um größere Mä6e handelt, nur nath vorheriger Genehmigung gestattet. Wertvolle billige diicher! l. " " ' ' des ..MM" Aeue Preise. §. b filrscft. üersucbe öfter fssrocis priicbien i» der Uerftannung (ßftaurew). Inland, Deutsch-Oesterreich und Ungarn Mk. »«.— statt Ladenmeis Mk. 117.-, zuzügl. Porto und Verpackung Ansland Westlander WO Prozent Valuta-Aufschlag. Tschechoslowakei und Rumänien 50 Prozent. Valuta-Aufschlag zuzttal. Porto, Verpackung und Ausfnhrgebühr. 5. R. fiirscft, Israels Gebete (Stdöar mfi deutscher Uederzeirung u. €rKiärun0) Inland, Deutsch-Oesterreich und Ungarn Mk. 105.— statt Ladenpreis Mk. 140—. Ausland: Westländer 100 Prozeilt Valuta-Aufschlag, Tschecho- Slowakel und Rumänien 50 Prozent Valuta-Aufschlag zuzügl. ft»,, r Porto, Verpackung und Ausfnhrgebiihren. Zu beziehen nur direkt vom Verlag des Israelit G. mb. H. gegen Vorauszahlung oder gegen Nachnahme. «. BeMffiie BiOltolOefi des „MM reftmann, Samuel fta-naaid . . . StifachnoWitz, merelaika .... " Euftmenscften. . . Jenseits .... " 3m Judenstaat der ßftasaren (neu) . . zuzüglich Porto und Verpackung. 100 dröhnt Valuta-Zuschlag, Tschecholowaker und Numanien 50 Prozent Valuta-Zuschlag zuzügl. s,,?ori°' Verpackung und Ausfuhrgevühr. o Ä&eu 0urch alle Buchhandlungen sowie direkt durch den vertag gegen Vorauszahlung oder unter Nachnahme. Alle Preise freibleibend. Frankfurt a. IW., 2 >. März 1922. Verlag des Israelit G. m. b. K. brosch. geb. 12.-, 20.- 12.-, 20,- 12.-, 20.- 12.-, 20.- 24.—, 32.- Inhaltsübersicht. 1. Leitartikel: Die vier Etappen zur Erlösung — 2. Kleines Feuilleton: Die Entwickungsmöglichkeiten des Bergbaues in Syrien und Palästina. — „Mensch" und „Menschen". — (Kunsiausschuh der Berliner Logen). — (Ausgrabungen in Palästina). — 3. Wochenrundschau: Anarchie, Gewissenszwang oder — Recht? — Der russische Hunger und der jüdische Sowjet-Kommissar. — 5. Aufsätze.' Die Reorganisation deo Frankfurter Jeschirva. — 5. Korrespondenzen und Rachrichten: Berlin (Das Rabbiner- Seminar). — Wien (Konferenz der burgenländtschen Orthodoxie). — Budapest (Eine Iudendevaue im Budapester Gemeindera«). — Bukarest (Die Wahlen in die rumänische Kammer). — Warschau sMisrachistische Orthodoxenlicbe). — Warschau. — Warschau (Jüdische Heimkehrende). — Basel (Gemeindeimdgei). — -Wilna (Die Judenfrage im Wilnaer Landtag). — London (Der Gewissenszwang im zionistischen Palästina. — London (Die zionistischen Uebergrtffr). — London l Herbert Sa»! uels Erkrankung). — 6. P e r s o n a l i e n: Florenz. — Posen. — 7. Briefkasten.—8. Frankfurter Berichte. — 9. Vereinskalender. — 10. Gebetzeiten. — 11. Feuilleton-Beilage: Verschollene Brüder. — 12. Ktnderecke: Kurze Geschichten aus „Jeruschalmi". — 13. Rätsellösung. 14. Pädagogische Beilage. Die vier Etappen zur Erlösung. Aus der Winterstarre führen vier Stufen zur Höhe unseres Befreiungsfestes, die heißen:. Schekaltm, Sachor, Parah und Chadesch. Es sind die vier Stufen auf der Leiter, die jedes Volk, und auch uns heule noch, zur Höhe, zur geistigen Wieder-eburt führen. Restlos bis auf den innersten Kern der Sache erfassen die Midrasch-Weisen die Schekaltm-Juftttution mit den Worten n"2pn nw» -iöx n« xwn '22 12 ivx 2*0^ np D*nn ,20s Moses, der die ganze Zukunft, den ganzen Schrcksalsweg seines Volkes überblickte, sorgte sich um dessen Dasetnsmögltchkeit und Bestandsfähigkeit. Andere Völker zählen ihre Legionen, ihre Truppenformationen, ihre Kanonen, ihre Flugzeuge und ihre Panzer-Autos, die ihre Existenz sichern, ihren Aufschwung bedingen, ihnen den Stegeszug durch die Welt verschaffen sollen. Was'hat Israel denn mehr zu zählen, als seine Tränen und seine Leiden? Wie soll es sich danach Hilten, entwickeln und hochkommen? pp Dnn .222, 2X2V'. Gott aber spricht: tr*n m XIPD '22> Israel zählt ebenfalls, und was es zählt, wiegt mehr als aller Stahl und alles Eisen, aus denen die Völker ihre menschenmordenden Waffen schmieden. Israel mobilisiert die Geister, es mobilisiert die Herzen und es sammelt sich mit seiner Schekel-Gabe um das Heiligtum, das die Seele seines Seins, der Motor seinesAufschwunges ist. Es überlebte und überlebt Roms mächtige Legionen wie Hellas schönste Götzen, tn welcher Form sie auch der Aufwärtsentwicklung der Menschheit hindernd in den Weg treten. Um dem Geiste und dem göttlichen Menschheits-Ideale ganz, unter Ausschaltung alles dessen, was uns hart, klein und gemein macht zu leben, ist es nötig, Amaleks e irr gedenk zu sein, Amaleks auch in uns, dem in erster Reihe unser Kampf gilt bis zur völligen Vernichtung. Es heißt im Amalek-Kapitel nicht „Gedenke" im Imperativ, sondern genau wie Bet Sabbat 1i2T: „Set eingedenk!" Wie der Sabbat im Mittelpunkte der Wcche steht, dem sich alle sechs Tage von beiden Seiten wie die sechs Lichter der Menorah dem siebenten, geraden Lichte in der Mitte, zuneigen, so stehe dieses Gedenken, welches den Boden unseres Herzens r-in von Amaiekgeist halte und ihn für dleEwigtettssaaten des Guten, Heiligen und Schönen urbar mache, im Mittelpunkte unseres Strebens. Solange Amalek in und um uns waltet, ist der Thron Gottes nicht ganz und sein Name nicht vollkommen, tbv Dürft 22V KD2D r*K D2 ‘W, ist der Weltenpian nicht durch uns zur Ausführung gelangt. Am Anfang steht die Tat. Erst die Schekalim erziehen uns tn derUebung des Guten, getragen vom Gemeinsckafts-Gedanken, zu der Idee des „Sachor". Tie Jcee ist ja immer unbewußt die Mutter der Handlung) wir, die Bekenner der Ge etzesreltgion, stellen das nwy: dem yarJ voran und kommen so durch die Tat zum Bewußtsein der sie treibenden Idee in uns. Ist aber tm Sinne der Sch kaltm die Tat gut und edel und nach der Lehre des Sachor auch der Gedanke rein und dem lichten Urgründe der Seele, die Gottesteil im Menschen ist, entsprungen, dann haben wir uns äußerlich und innerlich die Tahara erwtikt, auf die das Kapitel der Par aad uma in all seiner dunklen Rätselhaftigkeit deutlich genug htnwetst. Die Reinheit wird kurz vor Beginn des Erlösungsmonates verkündet. Ohne Reinheit kein Emporsteigen, keine Erlösung, keine Wiedergeburt. Aus 117011