Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 63 (1922)
- Issue
- Heft 11 (16.3.1922)
- Date
- 1922-03-16
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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il i: s * i! : t ' i Gelte 2 9lx.G. t e ii £> b c r r n b b i n er Sonnenseld. d c m s ii r s e i u in n t i fl e » Eint r e f e n z n g n n )t e n d e r 0) 1 e i cl) b e r e d) l i g n n g n n d o> e - w i' ] e II V f V t* i 0 r i t d e e - r t!i o d j r t o }\) ö v ui st e v D n n k voll e r t in n r d e.;) u ~- g l e i d) legte di e V e r i n nt m 1 u n g g e g e n d e ii :> i o ii i st i; d) e n X e r r o v u )t d g e g e n die? i) st e in nt i i d) e V e v 1 e n m d n n g § f n mp n g ii e g e iu i i s e r z i o u i,t i, di e t 1 d t l e r i d) ii r i ft e n P v o k e ft v o r d e r g e s n nt t e n I ii d i s d) e n n n d n i d) t j ii d i s d) e n X f f e n r* l i d) teil ein. Warschau, ld. März. 'AKoutag, den ii Miirz, fand in Warschau eine sehr stark de suchte Versammlung der Warschauer Jugciidgruppe der Agndas Jisroel statt, welche neben anderen Resolutionen and) die folgende iahte: „Die orthodoxe Jnaeiidversaiiiinlniig in Warschau schickt ihre wärmsten ^riilV der X nhodoxie in Erez Jisroel. Eia uz öewnders denjenigen Rabbinen und Kaien, weiche den tOfur gehabt, ihre eng mit den Forderungen der u'diitiindigen in 2lgnda» Jisroel konzent>.irrten Orthodoxie verkniipsten 'Wünsche ansznsprechen. Wir erklären hierzu, das, die oriho dope Judenheit Warschau» in einstimmiger Solidarität die Forderung iinterHiini, das dir Xrthodvrie als ein gleichberechtigter Xak.-or pon der englistchen Negierung in allen denjenigen Crganrn anerkannt wird, welche deim Ban' de» liidiichen Jisrhnm mitarbeiten. Die VersammOing protestiert schars gegen die zionistische Heue, die überall da aunmr, wo die Orthodoxie sich betätigt.?iuch der Lärm wegen der Kord Nortbc.isse-DelegaEoii hat nur da» Biel, die orthodoxe Ktrboit inr den Ausbau Palästina» zu stören. Die Versammlung erklärt, das die neuesten tätlichen Angriffe gegen ehrwürdige Rabbinen in sterilfalem, sowie der dort -msgeübte Xerrvr in Parallele zu ltellen iit mit den bisher von deichtnideu ansgeübten Pogromen. Die Versammlung hofft, das die indische We.t schließlich dazu erwachen wird, ii nt sich von denjenigen Vormündern zu befreien, welche den neuesten Ehillnl Da schein in Jerusalem zngelcis,en haben." Cölu, 12. März. Der Organisatioiisooräand sandte heute da» nachstehende Telegramm au Rabbiner Soniieiiseld, Jerusalem: „Empört über Heue gegen Delegation, anssprechen einigen Dank, volllte» Vertrauen. Agudah stugendorganisation." Die Vertreter der polnischen Aguda beim polnischen Ministerpräsidenten. Warschau, 1.1. März. Eine Delegation der polnischen Aguda» Jisroel, bestehend an» Rabbiner P c r t »i ntte r und .st i r s ch b a n in , überreichte Ministerpräsident Ponikowski die auf der Konferenz gefasten Resolutionen bezüglich der Kage der Inden in Polen. Der Msmsterprä''- dent ging in der, gegen anderthalb Stunden dauernden Besprechung hauptsächlich aus die Trage der Milderung der Sonntagsruhe für die st.ndeii ein. st» der Frage der jüdischen Gerneinde» verlangte die Delegation die eheste Ans- 'chreib'.iug der Wahlen. Agvda-Literatur. Unter der Aegide der Agndas Jisroel wurde in Wien eine Verlag»gesellschaft unter dem Rainen „Jüdisclfer Verlag Ei. m. b. H." gegründet, die ii. a. auch da» Wiener Agudaorgau „Jüdische Presse" herausgiebt. stu den nächsten Tagen erscheint im ,.stnd:>'chen Verlag, Wien" ’jrii" ir,y& "Wp, da« zum Preise von Mk. EO. bezogen werden ^.iilil. lä.t t e x * __ . Die Lhaluka vnd der Zionismus. dlls Entgegmrng auf einen scharfen Angrist des unter den, Pseudvnrpn Mentor schreibenden Mitarbeiter» de» „stewish Ehwniele" ans die Ehatnta im besonderen und die Drlhodorie i>» altgemeinen hat Mr. choodman im gleichen statte die nachsotgenden Anviührnngen oerössentticht, diex wir de» altgemeinen Interesses hatber hier iviedergeben. Ter Persasser war früher Al Krach ist, ist aber, wohl infolge .seine» wiederholten Ausenthalies in Palästina, ,\uni begeisterten Bortämrüer der sllgnda» sti»rvet geworden. Tie Redaktion. stch bezweifle, ob die Bezeichnungen, die „Al'entor" auf die sternsalenier orthodoxe Bevöikerung anwendet „untätige Drohnen und faule Verschwender", „pseudo-religiöse" Chalnkaj Kord Rorthckisse oder itt dieser Sache irgend einen Keser beeinslnssen werden, der Gelegenheit gehabt hat, Palästina zn besuchen; es ist angenicheinlich, dast Mentor» Aenutni» von Jerusalem in der Rachbarschaft der Great Rüssel Street gewonnen worden ist.*) Al-an scheint sich dessen nicht bewnstt zu sei», das) fast alte», wa» wir heute in sternsalern besitzen von jenen „Tunichtguten" ansgebant worden ist und dast, wären sie nicht in Palästina anwesend, wir nur l Proz. der Bevölkerung bildeten, anstatt I <' Proz. D i e s e A( ä n n e r w a r e n n n s e r e w n h r i' n E h a i n i ni, d i e s i ch f r e n d i g s ii r E r e z, st » r o e i o p s e r t e n. Wer ist nicht erschüttert worden, wenn er die stelder mit meisten Keichensteinen ansterhaib der Mauern sternsalern» betrachtete, von denen jeder den Körper eines dieser „saulen Tunichtgute" deckt. Sie stellen h e u t e u ii s e r e it stl u s p r n ch a n s P a l ä st i n a dar. Es mag ein falsche» Shsteiir gewesen feilt, das der Ehalnka,. a b e r ohne sie hätte es keine B a1s on r -Dek l ara t i o n Aeaeben: drini die jüdische Majorität in .sternsalern wird von diesen Kenten gebildet, die ans allen Teilen der Welt daher kamen, um im heiligen Kande zu leben, unterstünt von ihren Brüdern in ihren Heimatstädten. Manche haben behauptet, daß e» nichts Schöneres gebe, als diese Tat; Kolonien von Buchara bis Berlin, von Warschau bis Winnipeg, sie alle beweisend, dast die stnknnst der stndenheit nnd des studentum» unlöslich mit derjenigen Palästina» verknüpft ist. Professor Patrik Geddes hat sogar gesagt, daß diese Leute deren „Geistesarmut" Mentor verkündet - einen vorzüglichen Kern für eine hebräische ftniomitnt abgeben. Doch marnm alten Geschichten nachjagen, der Krieg hat die Ehalnka getötet und sie ist nicht zu rückgekehrt. Sie ist eine Erinnerung gen-ordei! und nur die Zeit kann sagen, ob die stndenheit sich des Snstems zn rühmen oder zn schämen hat. Wie aber ist es mit dermenen Ehalnka, der von Great Rüssel Street und pp nt Jerusalemer Dotel Dnghes, dem Sipe der zronistischen Eommission? Tie alte Ehalnka war eine Sache von wenigen Schilling in der Woche, die nur mit knapper Mühe Körper und Seele zusammenhieltcn, aber die neue Ehalnka, die der zionistischen Organisation, ist ein viel großartigeres Sgstem. Fast gleichzeitig mit der Veröffeutlichnng Mentors empfing ich einige ilcue Nummern des sternsalemer „Toar Hajanm", der interessante Einzelheiten über die fürstlichen Gehälter unserer neuen Chalukaträger enthält. Ussischkin bekommt 2000 Psnnd im Jahr, zuzüglich Spesen und Wohnung. Levontin bezieht 2ö00 Pfund anster Spesen nnd Anteil an dem Gewinn des stewish Colonial Trust .... und so geht die Kiste weiter, für mehr als 50 Angestellten der zionistischen Organisation in Jerusalem .... und die hebräischen Lehrer von Palästina haben ihre Gehälter über 4 Monate nicht bekommen. Was denkt Mentor von dieser neuen Ehalnka? Aber sicherlich, dieser bittere Angriff auf die Ehalnka ist höchst nnarlgebracht. Es ist lln- *) Tomtzil des zionistischen Hanpt-Qnartiers in London. M März 4M wahft daß „Vertreter' der Ehafttka" bei Lord Northcliffe vorgesprochen hätte. Telegramme ans Jerusalem sagen, daß die Deputation voll Seiten der palästinensischeli Agndas Jisroel entsandt und von Pros, de Haan geführt wurde, einem hervorragenden holländischen Advokateil und Jottrnäliften. Es scheint, daß diese Herrren ihre klnzufriedenheit mit den von der zionistischen Organisaiion angewandten Methoden ansdrückten und forderten, daß die R echte de r N i ch tz i o n i st e n g e it a u e b e n s o ge s ch ü tz t w e rb c n sollte n , wie d i e j c it i g; e n d e r N i ch tjudeu. Die Delegation vertrat aufs neue das Recht der Agndcis Jisroel ans vollkommene Unabhängigkeit nnd beanspruchte für die Aguda das Recht, ihre Vertreter iit die int Mandati- Eutwurf vorgesehene Jewish Agency zu eiltsenden. Ich behaupte, daß die Aguda iu allen, ihren Ansprüchen vollständig im Rechte ist. Die großen Massen orthodoxer Juden in der Welt, die unter ihrem Banner stehen (die jüngste Kouserenz der polnischen Aguda brachte 1.020 Delegierte aus allen Teilen Polens nach Warschau) haben das Recht, zu verlangen, daß ihre Stimme bei d e m W i e d e r a n f b a n Palästinas gehört Itter de. Es gibt unzweifelhaft eine Anzahl orthodoxer Inden, die gewillt sind, dem Chief Rabbi innerhalb der Reihen de» M i s r a ch i zu folgen. Aber es gibt' andere, die als ihre Führer Gaonim ivie den E h o f e z E h a j i m von Wilna, Rabbi Ch a i in So it n enseld in Jerusalem nnd den 9i abbi v o n G e r anerkennen. Ein Telegramm ans Jerusalem sagt, daß die sozialistischftüdischen Arbeiter in Jerusalem außerhalb der Synagoge warteten und den Rabbi angrisfen, als er herauskam: zehn find wegen dieser mutigen Tat sestgenommeii worden und die Führer der orthodoxen Gemeinde waren gezwungen, polizeitichen Schutz zu verlangen. Kille diese Dinge erschrecken uns nicht. Tie Orthodoxie beansprucht das Recht unabhängiger Organisation und unabhängiger Arbeit. Ein Anspruch, der vor den. Völkern der Welt i in m er wieder n a ch d r ii ckl i ch o e r t r e - t e n io e r den wird, in London und i ii G e n f. W e r wagt, di e B e r e ch t i g n n g dieses 2t n s p r n che» z n b e ft reiten? 4L A. Goodman-Lon(l'>n. Aus Der Bewegung. Warschau, 1. März. Am gestrigen Tage fand unter dem Vorsitze von I. M. Lew in die erste Sitzung des nengewählten Zentralkomitees der polnischen Landesorganisation der Agndas Jisroel statt, in dem zuitächst die 'Arbeiten für die nächsten Monate eingeteilt wurden. U. a. wurde eine Kommission gewählt, die mit dem polnischen 'Aiisrachi behufs gemeinsamer Arbeit Verhandlungen fuhren soll. Thora-Fonds der Palästinazetttralc. A ie n a rr: Bernhard Hamburger 5, Isaak Hamburger 5, Joses Ortrich 3, Sal. Hamburger 5, Herz. Hamburger 2, Ferd. Hamburger o, Freudenthat 2, Lonis Marburg 5, Julius Marburg 5, Jos. Alarbnrg 5, Jul. Marburg 5, Jos. Marburg ö, Sdiaftmann 5, Wechsler 5, Jgn. Oestrich 1, Beruh. Oestrich 5, Isidor Hainbnrgcrr u, Rotschckd lö, Nußbanin 3, Tan. S. Hamburger 1. Jos. S. Hamburger 5, Löweuthat L>omborn 6. Mk. B e r i s i n g e n : bei Hochzeit Lvwenstein-Svnnenbnrg, Cahn-Meher 100 Alt. Berlin r Shn.-Perein Lew. Jehuda, Juli 1920, 4.30 Mk. Braunsbach: Sal. Pfeiffer, Tezember 1000 Mk. Bürgel: A. Wertheim 5 Mk. D v r n u m : Lehrer Nußbaum 60 Mk. Frankfurt a. M. : H. Jakob Strauß, Juli, 500 Mark. Frankfurt a. M.: Ferd. Michel 5 Mk., S. Sch achnvwih 5 Mk. Filtda: Moses Weinberg, Juni, 50 Mk., Stern LCo. 500 Mk., Rapp 50 Mk. Hochzeit Kamm 106 Mk., Mar Bender, 2tov., 20 Mk. Freiburg: S. Ehrmann 5 Mk., Sammlung d. . I. Pieard 5 Mk. Frielendorf: Äemeindeältester 72.50 Mk.