Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 63 (1922)
- Issue
- Heft 8 (23.2.1922)
- Date
- 1922-02-23
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Der JSraeM. Nr. 8 Sette 9 23 Februar 19L2, Vriefkaflen. Angesichts der enormen Porto Erhöhung werden wir, in größerem Ausmasie als bisher, die uns zugehenden zahlreichen Anfragen, denen Rückporto nicht beiliegt, auf dem Wege des Briefkastens beantworten. Wir bitten die Anfragenden also, wenn sie unmittelbaren Bescheid nicht erhalten haben, die Briefkasten- Rubrik bea chten zu wollen. M. H. in Schopftoch. Von unserer Seite wird der „Israelit" regelmäßig Donnerstag nachmittag zur Post gegeben. Ihre Reklamation wollen Sie freundlichst an das dortige Postamt richten. H. in S. Erziehungsanstalt Repztn, Adresse Deutsch-Israelitischer Gemetndebund Berlin. Distriktsrabbiner Dr. B. in A. Die Anzeige ist s. Zt. bis aus Abruf aufgegeben und erst jetzt ststiert worden. Sie mußte also ordnungsgemäß so oft wie geschehen, erscheinen. Jugendgruppe in Wien. Die abonnierten fünf Exemplare müssen Ihnen regelmäßig zugehen. Nr. 1 leider vergriffen. Um Beschaffung des weiter Gewünschten bleiben wir bemüht. Familiennachrichten. Geburten. Einen Sohn: Lehrer Moses Steinberger jEschwege), Ostendstr. 81. Frankfurter Kerichtr. Hin Aestaöend der Agudas Iisroel- Augendgruppe. Das verspätete „Chanukasest", das die Agudas Jtsroel-Jugendgruppe letzten Sonntag im großen Saale des Volksbtldungsheims feierte, teilte ganz und gar nicht das bekannte Schicksal der „verlegten Märkte". Im Gegenteil hatte die Verspätung ihr Gutes, daß nunmehr auch „Chamischossor"-- und Purimmomente mit htneinklingen konnten, sodaß das Ganze sich zu einem dreifachen Licht- und Freudenfeste gestaltete, das den vielen hundert Teilnehmern eine liebe Erinnerung bleiben wird. Herr Neumann mit seinem Orchestervereine war wie immer wieder am Platze und brachten Stücke klassischer Musik meisterhaft zu Gehör und der Solist des Synogogenchores, Herr M. Gerl ich, sang mit seinem prachtvollen Tenor Arien und stimmungsvolle Jargonlteder. Fräulein C. Schn erb sprach einen von Herrn E. Neuberger schön gehaltvoll abgefaßten Prolog und in einer kurzen kernigen Ansprache erläuterte Herr Redakteur S. Schachnowitz Zweck und Bedeutung der Festtichkeit in ihrem Verhältnis zur ernsten Arbeit der Aguda. Dann wurde es bunt und licht auf der Bühne, Blumen erwachten aus Winterschlaf, hüpfend und singend und sich im holden Tanze wiegend. Vom künstlerisch ästhetischen Standpunkte aus war dieses B lumenfestsptel ein Meisterstück ersten Ranges, für das der Veranstalterin Frl. Mirjam Landsberg und all den jungen Darstellerinnen rückhaltlos Lob und Anerkennung gespendet werden muß. Eine Glanznummer war die Lichtbildervorführuug, die öffentliche und interne Vorgänge in Aguda und Gemeinde in drastischem Bilde zeigte und bekannte Persönlichkeiten an die Wand zauberte, die reichlich applaudiert wurden. Die Vorführungen, die von der reisen und reichen Künstlerschaft des Herrn Nathan Jeidel zeugten, wurden von Herrn Fritz Stern mit selbstversaßten Versen begleitet. Auch Rundgesänge ertönten und die kurzen Pausen wurden aukgesüllt mit Tombola, fliegenden Märkten und anderen kleinen Unterhaltungen. Es war ein schönes geselliges Beisammensein, getragen von echter jüdischer Jreudensttmmung, und den Veranstaltern der jüngeren und älteren Mitwirkenden, vor allem aber der Vergnügungskommission, die sich keine Mühe und Arbeit verdrießen ließ, um das Ganze aufs Beste zu ordnen, gebührt herzlicher Dank. K. Zur Geschichte der p"n in Arankfurt a. ZK. Einen kurzen Rückblick über Geschichte und Tätigkeit der um 1250 gegründeten p"n in Frankfurt a. M. bietet uns Herr Isaak Mainz '"II, der seit 60 Jahren dieser Bereinigung angehört, in einem kleinen lesenswerten Schrtftchen: „Die Bedeutung der Zahl 13 im Judentum" (I. Kauffmann, Frankfurt a. M), das sich gewiß viele Freunde erwerben wird. Der Verfasser bedauert so manche Wandlungen, die durch die Zeit in dem Vereinsleben herbeigeführt wurden, die in der Tat nur unwesentlich sind und die Tätigkeit des in keiner Weise tangiert haben. Dagegen kann er seiner Freude darüber Ausdruck geben, daß trotz der Beschwerden und Opfer, welche die große Ausdehnung der Stadt den Mitgliedern der «nn auferlegte, es niemals an Opferwilligen für die große gefehlt hat und daß immer für Ausfüllung entstandener Lücken sich ohne Mühe und ohne langes Suchen der junge Nachwuchs sich fand, der gern bereit war in die Lücke zu treten. Und so war auch jetzt, da die Zeit eine Erhöhung der Milgltederzahl um drei erforderte, das Angebot höher als die Nachfrage. Um die Schrift nicht nur als trockene geschichtliche Reminiscenz erscheinen zu lassen, knüpft der Verfasser an die neueste Veränderung der An¬ Gross-Frankfurt am Eschenheimer Turm TANZ-PALAST Kaffee ersten Ranges WainklausetBK' SCHUMANN Theater mit dem sensationellen großen Programm ist heute das Tagesgesp räc h Täglich 7% Uhr: Große Vorstellung. Näheres siehe die Anschlagsäulen. zahl der Mitglieder Bemerkungen über das Vorkommen der Dreizahl in der heiligen Schrift wie auch in religiösen Uebungen an und erinnert so im Gegensatz zu dem, was in der Schrift behandelt worden, der Ltebestat für die Gestorbenen, an das Ewige. Es sind nämlich ethisch-religiöse Begriffe und sachliche Kategorien, unter die er die als je zu drei zusammengehörenden Personen oder Dinge oder Uebungen im religiösen Leben Erscheinenden einreiht, eine Gruppenbildung, über die sich manches sagen läßt, und die Anregung zum Nachdenken gibt. Jüdische Zfratterrveremigmtg. In fein nuanciertem, geistvollen Vortrag suchte uns Frau Anna Feuchtwanger-Steinitz aus Fürth Peter Altenberg, den bekannten Wiener Schriftsteller nahezubringen. Nach einer kurzen Schilderung seines Werdegangs gab sie uns mit feinstem Verständnis zusammengestellte Proben seiner Schriften, die uns von seinem liefen Eindringen in die menschliche Psyche künden. Aus seinen humorvollen, ironisierenden Charakterschilderungen sprach unmitelbar die starke Liebe dieses oft verkannten Dichters zu den Menschen. Unser Verein weiß der Rednerin warmen Dank für den genußreichen Abend. Zeire Krrmrre Jisroel. Samstag abend 8*/, Uhr, hält Rabbiner Benzion Be erman in den Lokalitäten der Aguda seinen zweiten Vortrag über „Jüdische Ethik". Zu diesem Vortrag sind neben den Mitgliedern unseres Vereines auch die jüdischen Akademiker höflichst eingeladen. Sonntag abend 8 Uhr, findet eine Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Tätigkeitsbericht; 2. Neuwahlen des Vorstandes- 3. Referat: Unser Arbeitsprogramm, Herr Landau- 4. Anträge. Löst Blumen zu Gunsten unterernährter Kinder ab! Jüdische Frauenvereinigung, Schwanenstr. 22, H. 2825. Vereinskalender. Verein Mekor Cbaiim. . Freitag abend nach Schul: „Mikro"- Herr Leopold Oppenheimer. Gamsrag vorm, nach Schluß der Synagoge „Dinim" - Herr Rektor Falk. — mittag 12 Uhr „Melochim"; Herr Prof. A. Weyl. — nachm. 4 Uhr im Bereinslokale: „EnJaakow"; Herr Redakteur S. Schachnowitz. S o n n t a g v o r m. 974 Uhr: „Gemoro" - Herr R. A. G. Posen. Montag und Mittwoch abend? Uhr: „Gemoro" - Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Dienstag abend 7 Uhr: „Gemoro"- Herr R. A. Posen. Donnerstag abend eine Stunde vor Mincho: „Mischna"-Herr Rektor Falk. Allabendlich 8»/. Uhr: „v"rf-Lernen im Vereins lokale- Herr H. Holpern. Iah rz eilst iftungslernen: Freitag: David Frankenthal-Stiftung. Gamstag: Sara Rosenbaum-Stiftung. Dienstag: Dr. Ernst Ltndenbaum-Stistung. Donnerstag: Julius Stern-Stiftung. Freitag: Frau Justtzrat Naftali Hirsch-Stiftung. Agudas Jisroel-Jageudgruppe. Freitag abend 8 Uhr: Geselliges Zusammensein. SamStag vorm. */,11—%12 Uhr: „Chaje Odom" Herr Dr. W. H o f m a n n, Eschenheimer Anlage 1. — ll3/4 Uhr: „Mischna"- Herr A.Hirschberg. — 11'/, Uhr: „Schatz"; Herr H. Halvern. — nachm. 3 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hof., mann. — 4'/, Uhr: „Grundgedanken der jüdischen Gesetze" - Herr R. R a b i n o w i tz. — 3/4 Stunde vor Nacht: „Sidrahvortrag"; Herr Redakteur Schachnowiy. Sonntag vorm. 8 Uhr: „Chumisch mit Raschi"; Herr Leopold Oppenheimer. Montagabends Uhr: „Mischna" für Fortgeschrittene - Herr Herm. Hirschberg. — 9—10 Uhr: „Gemoro-Sanhedrtn"- Herr Dr. Ehrmann.— 9 Uhr: „Sukkoh"- Herr Leop. Oppenheimer. — Sprechstunde des Angestelltenausschusses. » Dienstagabend 9 Uhr: „Gemoro" Herr Dr. Hofm ann. Mittwoch abend '/»9 Uhr: „Zirkel"; Herr Dr. Hofmann. — 9 Uhr, im Hotel Löwenhos, Nortrag des Herrn Rabbiner Dr. Klein, Nürnberg: „Das jüdische Erziehungswesen im Osten und Westen. — 9 Uhr: „Newtjim"; Herr S Unna. Donnerstag abend 8-9 Uhr: „Gemoro-Sanhedrim"; Herr Dr. Ehrmann. — *f,9 Uhr: Bücherausgabe. - 9 Uhr: „Mischna" für Fortgeschrittene; Herr Herm. Hirschberg. AgudaS Jisroel-Mädchengruppe. Mittwoch abend: Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Klein, Nürnberg (Hotel Löwenhos). — 9 Uhr: „Newijtm"; Herr S. Unna. Alles andere wie gewöhnlich. Verein jn SamStag nachm, nach „Mincha", Hörsaal Frtedberger Anlage und Sonntag nachm, eine Stunde vor Mincha Langestraße 18; Herr Prof. Dr. Sulzbach. Beshamidrasch, Oftendstrasie 18. Freitag abend, nach Schluß der Synagoge: Hilchot Schabbos- Herr Nachelsohn. Sonntag früh 8—9 Uhr, Montag u. Mittwoch abend 8-9 Uhr: „Gemoro-Schiur" Nvp M33; Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Täglich '/z Stunde vor Nacht „trw «n"; Herr Rosenzwetg. Samstag, eine '/, Stunde vor^Nacht: Vortrag; Herr H. Ha Ipern. v"L> muri Beshamidrasch, Ostendstrasie Bon Sonntag bis einschl. Donnerstag '/»6—7 Uhr abends, „itwn 'DD"; Herr Rabbiner S. Weber. Verein Tifereth Bachurim. Sonntag, den 26. Februar, abends 8'/, Uhr, Langestraße 33, Vortrag des Herrn W. Müller über „Religiöse Erziehung". Jüdische Frauettveremigung e. V. Sonntag, den 26. Februar, abends 6 Uhr, im Hörsaal Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn Dr. Jos. Breuer: „Aus dem häuslichen Pflichtenkreis der jüdischen Frau". Montag, den 27. Febr., nachm. '/,5 Uhr, im Cafä Kursaal, Frtedberger Anlage: Gesellige Zusammenkunft. Vortragende Frau Dr. Marx. Israelitischer Taubstnmrnen-Berein. Samstag obend 8 Uhr, Monatsversammlung im Cafe Goldschmidt, 1. Stock. Hevetzeiten. tföet&a roter. Freitag abenv 5.30. Samstag morgen 8.— Predigt SamStag nachm. 4.30. SamStag abend 6.45. Wochengottesdienst: Morgens 6.30. Nachm. 5.30. Im Neuen Operettentheater wird Donnerstag zum letzten Male die beliebte Operette „G a s p a r o n e" gespielt Näheres Inserat. -non'? ßfifo tmh werden zur Zeit unter Aussicht JWJE IIUP */lUü?r der Adas Jisroel, Nürnberg nicht HevgesteM Wiederaufnahme der Herstellung wird augezeigt. (25634 Rabbiner Dr. Klein Möbel - Transporte aller Art von u. nach allen Richtungen des In- und Auslandes. An- und Abfuhr von Stückgütern, Koffern, Reisegepäck und Waggonladnngen. Ferner empfehle ich mein staubfreies Lagerhaus zu den billigsten Preisen. M. flick, Thomasinsstr.6 Tel. Hansa 9643. (25615; Zell 39 Tel. Hansa 2273;: i Haltestelle d. Linien 3,6,15,j; Vorteilhafter i Einkauf von allen ij Bedarfsartikeln! - Apotheker Schneemann, iI