Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 50 (15.12.1921)
- Date
- 1921-12-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Der Israelif H8\\\ Ein Ccntralorqan (ür das orthodoxe Judentum (lfm& uSflYll/ m*JBszGs*a. gegründet oon Dr. Uehmann in niainz Ul l»ljJWIM4nI Wfm 62 Hgür^na ctw ^rnnhfurf n M flon ^bzember 1921 S89 M 50 \ju% Junr&üng. jiunmun u. m*, ußn Kislew 5682 Abonnement Pro Vierteljahr: Deutschland Ser den Postämtern sowie Sei direkt. Bestellung u. Rechnmrgserteil. durch d. Verlag M. 7.20 viertelst f.Lehrer u.Kultusbeamte («.direkt) M.3.6Ovierteljährlich, Deutsch-Oesterreich Kr. 90 — vierteljährlich: Tschecho-Slowakei Kr. 12.— Ungarn Kr. 40.—vierteljäh Aich, Polen (nur in deutscher ReichSmk.) Mk. 12 vierteljährl., Rnmänien 10 Lei, Holland fl. 1, Skandiuav. Kr.2, Schweiz fs. 1.50, Mrankreichu.BelgienFr.2.50. England 1 8d. 6 p., Amerika 0.50 Doll, vierteljährl. Einzelnummer 60 Psg. Durch den Buchhandel wie beim Verlag. Der Israelit erscheint jeden Donnerstag Inserate : Mk.3.—, fnrStellensnchendeMk.2.—, für die sechsgesp.Col.-Z.etnschl.Teuergszschl.; AuSl.-Jns. Mk6.— pro Zeile. Rab. n. Tarif. Bei lauf.Jnseratauftr.tarifm. Preiserhöhung jederz. vorbeh. Jnseratenannahme durch den Verlag des Israelit G.m. b. H., Frankfurta-M., Gr. Eschenheimerstr. 33, Tel. 3843, Amt Hansa, sowie sämtl. Annoncen-Exped. des In- und Auslands. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Zahlungen außer direkt an den Verlag — Postscheckkonto Frankfurt a. M. No. 18 803 — erfolgen an: Postsparkasse Wien No. 79 685 Postsparkassenamt Budapest No. 18 434 Postscheckamt Zürich Ufr. VIII 7*54 Postscheckamt Amsterdam No. *4 869 Böhmische Unionbank in Prag Banca Marmarosch Blank & Co. in Bucarest Filiale des Wiener Bankvereins tu Agram. ver llackömck öer Qrtihel unS eorrespon9en?en öes ,/Israeüt“ ist nur unter genauer Quellenangabe, unö, soweit es lick um größere lMtlöbe handelt, nur nach vorheriger Genehmigung gehaftet. Aufruf! Leit Begrünonng unsere-? Bundes hetrnchle» umv es ol«? unsere erste nno heiligste Pflicht, einen Hilsssonk zu schuften f»i nn'iumin on -loileibenden jüdischen (Gemeinden, Zur Pessochzeit pflegten wir unsere Bitten »in Znmwlungen für den .»ilssfono un innere 'Semeinden zu crnrch sen Erfolg unserer Znmmlnngen waren wir in der Hage, so ino.nch'r Gemeinde;,iir (Sri) alt min ilirer Institutionen;,u helfen, für Lcl echitoh, Biitiooh und Tolninb Thor» desser als diktier zu sorgen. Beuinteit tonnte» mir Peiltilse leisten ul-? Entgelt für den Religionsunterricht in kleinen IUmlgemeinbeit oder zur Cirfülluiui ilirer verfönlich'-n Bedürfnisse. Nicht wie sonst in der Frühlings- und Pefmchzeit kommen wir dieses Mul mit nnserein Aufruf. Zur Winterzett. ou die Rntnr in ilirer Linrre vor uns linu, richtet sich diese? Bl ul tinser Appell un ous fühlenbe jüdische Herz. In der Rühe der Ehonnckn-Tnge, wo ',» neuen: Bnochonn die Hichllein der Menunro un? luden, früher uls sonst und heißer bittend. >te:n Ztanb ist durch die fnrchtbure Teuerung .unserer Lupe härter oelrosien ul? die >ilasse der jüdischen Beuinteit, dieser Hüter von Tunro wejiroh in ben Gemeiitben. Immer mebr dringt die Zorge in ihre Häuser, Zorge lind nagender N{unimov ergreift viele, wenn sie ihre unterernährten minder sehen, wenn sie un der Möglichkeit verzweifeln, nienernng für ihre dilrehkülteten Räume zu schaffen, Wäsche lind >>'teidling znm Zchtin vor deil llnbilden der Jahreszeit, Zforim zu erwerben, deren sie für ihre Fortbildung dringend bedürfen. Ist der Blick in die Gegenwart schon rrübe, wie traurig die Ausficht aus die Jahre, wenn die Arbeitskraft erlabiui »lld der Beamte in Rnheüanb treten muß, oder wenn er fürchtend der Zeiten denkt, du Iran und runder der Ztürze des Mannes und Puters entbehren müssen. Tie Hi lieg esu che der Beamtenwilweri sind eine beredte rrlage gegen die Allgemeinheit. Mit der ernsten Bitte »in 'Besserstellung ihrer Beamten wandten wir nn? schon ari oie Mitglieder unsere? Bunde?: aber wir wissen es, viele Zwerg gemeinden find einfach nicht i instu »de, unserem Wunsch, der eigentlich selbstverständlichen Pflicht jeder .stehillo. \u entsvrechen: ihnen fehlen die besser Gestellten unter den Gemeindemitgliebern. Gerade in deil kleinen lSemeinben, deren Jugend leider in die großen Ltädle ubgewandert ist, führen tSreise und Witwen ein klägliche? Tusein. Lie können es nicht unfbringen, was zur Erhaitliitg des jüdischen Beamten dringend notwendig ist. Zöllen diese, die in ihrem Ideal den heiligen Berns ergriffen und ihm trog aller Widerwärtigkeiten treu bleiben, sollen sie deshalb Rot und Hll'.lger leiden? Zollen die Witwen der Männer, die während ihres der Tanro geweihten Gebens heilige Zaut in ihren Gemeinden ansgestrent haben, sollen sie im Aller verzweifeln an dem jüdischen Herzeit, un der reich verdienten Hilfe der jüdischen Allgemeinheit? Au unsere Areuntuin Ztadt und Uanh, denen Gott geholfen, auch diese schlvere Zeit wirtschaftlich zu überstehen, an sie ergeht wieder der Ans: Gebet für unseren Hilfsfond! Gebet reichlich! Ihr kennt die Entwertung unseres Geldes, die Teuerung aller notwendigen Lebensmittel. Gebet schnell, damit wir die driitgenoen Bitten, die ans gegnälten Herzen an uns herankommen, doch etwas erfüllen können. Veranlasset in den Ehannla-Tagen Zaminlnngen für unseren Hilfsfond, bittet Euere Gemeinoenntglieder, freiwillig an Eure '-Adressen zur Weitergabe an uns oder direkt un nufere Zahlstelle Beiträge zu senden, entsvrechend dem Ztenerbetrage ihrer Einkommen! Rufet sie zlierst ans, deren 'Herz wärm fühlt und deren Hand offen ist, andere Iverden ihrem Beijr-ielc folgen, deiner darf fortbleiben. Es handelt sich nn. die dringendste Ehrenpflicht einer jüdischen. Gemeinde. Wünsche um öammdfijkn, sowie freundliche Aufschläge für die Ausführung unserer Sammlung werden lialdigli er beten. Bund geseheslcener indischer Gemeinde» Deutschlands in Salberstadt. Zahlstelle: Bankhaus H. Silberberg, Salberstadt (für Gonlo Sund) Postscheckkonto 252 Magdeburg.