Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 36 (8.9.1921)
- Date
- 1921-09-08
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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fl Ein Cenfraloraan lür Jas orthodoxe Judentum II Begründet oon Dr. Lehmann in (Hains 62 Jahraan« <3Q£> Jcranftfurf n FTT rton ®cP*cnt^cr 1921 S3B9 M 36 u&, jaiiiyaiiB* srtinniuri a. jil, uBn ©lul 5681 Abonnement pro Vierteljahr: Deutschland bei den Postämtern sowie bet direkt. Bestellung u. Rechnungserteil, durch d. Verlag M. 7.20 viertelt, f. Lehrer u. Kultusbeamte (n. direkt) M. 3.60vierteljährlich, Deutsch Oesterreich Kr. 90.- vierteljährlich: Tschecho-Slowakei Kr. 12.— Ungarn Kr. 40.— vierteljährlich, Polen (nur in deutscher Reichsmk.) Mk. 12 vterteljährl., Rnmänien 10 Lei, Holland fl. 1, Skandinav. Kr.2, Schweiz fs. 1.50,Frankreichu.BelgienFr.2.50. England 1 sh. 6 p., Amerika 0.50 Doll, vierteljährl. Einzelnummer 60 Pfg. Durch den Buchhandel wie beim Verlag. Der Israelit erscheint jeden Donnerstag Inserate: Mk. 2.—für die sechsgespaltene Colonel-Zeile einschl. Teueruugszuschl.; Ausland-Jns.Mk.4.—pro Zeile Rab. nach Tarif. Bei laufenden Jnseratauftr tarifm. Preiserhöhung jederz. vorbeh. Jnseratenannahme durch den Verlag des Israelit G. m. b. H., Frankfurt a-M., Gr. Eschenheimerstr. 23 Tel. 8848. AmtHansa, sowie sämtl. Annoncen-Exped. des In- und Auslands. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Z ah lnngen außer direkt an den Verlag — Postscheckkonto Frankfurt a. M. No. 19808 — erfolgen an: Postsparkasse Wien No. 70 608 Postsparkafsenamt Budapest No. 18 484 Postscheckamt Zürich Ufr. Till 7884 Postscheckamt Amsterdam No. 84 869 Böhmische Unionbank in Prag Banca Marmaroscli Blank & Co. in Bucarest Filiale des Wiener Bankvereins in Agram. Her nathöruch der flrfihel und Correfponden?en des „Israelit“ i(! nur unter genauer Quellenangabe, und, soweit es fich um größere ftufföfee handelt, nur nach vorheriger Genehmigung gehottet. Aufruf! /\uf dem heiligen Boden Erez-Jisroel reifen in diesen schicksalschweren Tagen Entscheidungen von gewaltiger Bedeutung für die jüdische Gesamtheit auf dem Erdenrunde; Entscheidungen, die das sittliche Wohl und Wehe des jüdischen Volkes, damit aber auch, nach dem ganzen Lauf der Geschichte, auch sein Geschick in die weite Zukunft hinaus bestimmen werden. Unter Blut und Tränen einer ganzen Generation ist ein neues Palästina geboren worden, ein Palästina, das — unbeschadet vorübergehender Hemmungen — vor einer Periode kaum geahnten wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwunges steht und dessen Pforten weit sich öffnen werden für jede rüstige Betätigung in Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Technik. Soll dieses neue Palästina Erez Jisroel, Erez Hakedauscho, das heilige Land jüdischer Erinnerung, jüdischer Zukunftshoffnung und jüdischer Gegenwart werden oder nicht? Soll auf seinem Boden der Geist der Gesetzesentfremdung, Selbstverherrlichung und Unheiligkeit zur Geltung kommen oder soll das Land wiederum* zum Schauplatz g“tterfüllten jüdischen Gemeinschaftslebens werden, in das G“ttes Herrlichkeit einzieht, um Volk und Land, Judenheit und Menschheit ihrer Erlösungszukunft entgegenzuführen? Diese Entscheidung liegt bei Euch, Euch allen, Ihr Agudisten, an die sich unser Ruf zunächst wendet, Euch allen, die Ihr Euch zu den Reihen der gesetzestreuen Judenheit zählet, oder die Ihr wollt, daß das alte Thoragesetz auf dem Boden Palästinas seine Heimstätte findet. Bekenntnis und aufbauende, schöpferische Tat ist jeder Pfennig, der im Sinne dieses Aufrufes dem Keren Erez Jisroel der „Agudas Jisroel" hingegeben wird, Bekenntnis und Tat für den Aufbau eines heiligen Erez Jisroel. Die oberste Behörde unserer Organisation, der Zentralrat der Agudas Jisroel, hat im Adar 5681 unter Führung und Zustimmung der anerkannten geistigen Größen der rabbinischen Welt Ostens, den feierlichen Beschluß gefaßt, daß fortan in den Tagen vom 1. Elul bis 30. Tisebri eines jeden Jahres in allen Ländern der Erde, überall wo Organisationen der Agudas Jisroel bestehen, unter Einsatz aller organisatorischen Kräfte der Landeszentralen und der Ortsgruppen Sammmlungen für den Keren Erez Jisroel der Agudas Jisroel stattzufinden haben, über deren Verwendung im Einzelnen für den geistigen und wirtschaftlichen Aufbau Erez Jisroels der Zentralrat mit den Vertretern aller Länder beschließt. Die Sammlungen dieses Jahres sollen im wesentlichen Teile den Grundstock für den im Rahmen des Keren Erez Jisroel zu errichtenden Keren Hajischuw (Wirtsehaftsfonds des Keren Erez Jisroel) bilden. In dieser Stunde gilt es vor allem in möglichst großem Umfange Geulas Hooretz, den Erwerb von Grund und Boden im heiligen Lande zu vollziehen und vorzubereiten, die Mittel bereitzustellen, Millionen und Milliarden in allen Währungen, um eine neue Pflanzung treu-jüdischen, vom Thorageiste befruchteten ländlichen Lebens zu schaffen, Männern des praktischen Wirtschaftslebens, Vertretern von Handel und Industrie die Möglichkeit und die Vorbedingungen für die Betätigung ihrer wirtschaftlichen Initiative im heiligen Lande zu geben, und so die wirtschaftlichen Grundlagen zu legen, auf denen sich in imponierender Erscheinung ein jüdisches Gesamtheitsleben überhaupt im Geiste der Thora entfalten kann. Wir erwarten die Hunderttausende des Kapitalisten für den Keren Hajischuw wie die bescheidenen Leistungen des Mittelstandes und die Pfennige des Armen und der Aermsten! Welcher treue Sohn der jüdischen Gemeinschaft, in dessen Brust eine Ahnung davon lebt, was Erez Jisroel der jüdischen Psyche bedeutet, wird Geld und Gut ängstlich wägen, da es um das Ganze der jüdischen Zukunft geht! Welcher treue Sohn des jüdischen Volkes wollte Zurückbleiben, wenn die großen anerkannten Führer der Gesamtheit, die im Dienst und im Studium des G“tteswortes ergrauten Führer in Ost und West den alten Ruf ertönen lassen, der zum Aufbau des Heiligtums ladet. Auskünfte über das Erez Jisroel-Programm der Agudas Jisroel, die Satzungen des Keren Hajischuw und seine Verwaltung, sowie über die Methoden der Sammlung erteilen sämtliche Landesorganisationen, Palästina-Zentralen, Palästina-Vertrauensmänner und Gruppenvorstände in allen Ländern. Namens der Zentralrates der Weltorganisation: „Agudas Jisroel". Die Zentral Verwaltung des Keren Hajischuw: Kommerzialrat Sigmund Bondi, Wien. Bankier Alexander Carlebach, Lübeck. Dr. Emil Hirsch, Halberstadt. Sollicitor J. Landau, London. Bankier Siegfried Löwenthal, Frankfurt a. M. Kallmann Pappenheim, Wien. Nachum Rosenfeld, Warschau. Bankier Dr. N. E. Weill, Frankfurt a. M. Leo Wreschner, Frankfurt a. M.