Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 23 (9.6.1921)
- Date
- 1921-06-09
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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leite 6 Nr. 3Z Vermischtes. Meran, 3- Mai. Herr Rabbiner Jofua Grünwalü, langjähriger Hörer der Preßburger Rabbinatsschule und der Thora-Lehranstalt in Frankfurt a. M., ist nach erfolgreicher Probepredigt zum Rabbiner von Meran in Südtirol, ernannt worden.' Antwerpen, 3t. Mai. Am Vorabend von ivxc :"b bat die Jüdisch-Holländische Kolonie Hierselbst ein neues Beihaus eingeweiht, das vornehmlich durch die Energie und Opferfreudigkeit des Herrn E. Sraam errichtet werden konnte. Die Feier verlief nach dem von Herrn Direktor S. M. Slagter ausgestellten Programm. Unter Psalmengesängen wurden feierlichst d>em^n ’IED hineingetragen, woran sich Hakofaus anschlossen. Nachdem Herr Oberrabbiner M. Rottenberg von der orthodoxen Gemeinde mn ’pnnö das van V entzündet hatte, hielt derselbe eine eindrucksvolle Rede, deren Grundion eine Erweckung zum tüchtigen jüdischen Leben auch außerhalb der Synagoge bildete. Die eigentliche Festrede hielt Herr Direktor Slagter. Redner betonte die Notwendigkeit, auch für den Religionsunterricht der holländischen Kinder Sorge zu tragen. Dann wurde vom Redner ein für diese Gelegenheit verfaßtes Geber vorgetragen. In der Form von '2 wurde danach den vielen Spendern herzlicher Dank ausgesprochen. Ein Schlußwort wurde vom Kantor des Vereins, Herrn E. M. Kleerekoper gesprochen. Frankfurter Kerichtr. Zur Erinnerung an die alte Synagoge in der Schüyenstraße. Mancher, der heute die Schützenstraße passiert, wirst wehmutvollen Gedenkens einen Blick in die nun zu einer Stätte des Kunstschauens und geschäftigen Betriebes umgewandelte Andachtsstätte, an der S. R. Hirsch's machtvolles Wort dereinst erscholl und Friesländer seine anmutigen Melodien in die Herzen schmeichelte. Die herrliche heilige Lade mit dem strahlenden Glanze ihrer weißen Marmorquadern ist nun von Der Araun hakaudefch in der alten Synagoge Schützenstraße. Draperien verhüllt und harrt der jüdischen Gemeinde die sie erwerben und ihrem geheiligten Zwecke wieder zuführen will. Unsere Frankfurter Leser werden gerne das Bild des schönen, Generationen liebgewordenen architektonischen Kunstwerkes an der hier wiedergegebenen Reproduktion in sich erneuern. Mar Atttzeimer ^"21- Am 1. Juni schied Herr Max Altheimer, Mitbegründer und Teilhaber des hiesigen angesehenen Metallhauses Althetmer, Speier u. Co., aus einem erfolggekrönten Leben, tiefbetrauert nicht nur von seiner engsten Familie, die in ihm den liebevollsten Gatten, den zärtlichsten Vater verliert, sondern auch von einem wetten Kreise von Angehörigen und Freunden, denen er der allezeit hilfsbereite, verständnisvolle und zuverlässige Berater war. Ein aufrechter, überzeugungsireuer Jehudi, ein rastlos wirkender, edler, warm- Der HKraeM fühlender Mensch, ist mit ihm dahingegangen. Er hat es verstanden, durch kaufmännische Tüchtigkeit, strengste Solidität und vorbildliche Ehrenhaftigkeit im geschäftlichen und privaten Verkehr sich selbst, sowie seiner vor etwa 25 Jahren gegründeten Firma einen Namen von Klang zu schaffen. Dazu kam eine persönliche Liebenswürdigkeit und ein gewinnender, herzerfreuender Humor, der Alt uud Jung, Hoch und Niedrig, für ihn etnnahm. Eine Anerkennung seiner vielseitigen geschäftlichen Erfahrung und seiner strengen Unparteilichkeit bedeutete es, als er vor etwa Jahresfrist zum Handelsrichter ernannt wurde. Ferner berief ihn das Vertrauen des Vorstands der Israelitischen Reltgionsgesellschaft in den Schulrat der Unterrtchtsanstalten, wo sein erprobter Rat und sein abgeklärtes Urteil außerordentlich geschätzt waren. Sein warmes Interesse für die Institutionen unserer Kehtlloh bekundete er durch freigebige Spenden für ihre mannigfachen wohltätigen Zwecke, sowie namentlich für die Jeschiwa. Bei jeder Gelegenheit zeigte er seine offene Hand und sein gütiges Herz. Es dürfte seit vielen Jahren kaum eine Sammlung allgemeinen oder jüdischen Charakters gegeben haben, wo er sich nicht mit namhaften Beiträgen beteiligte, abgesehen von der im Stillen geübten npns, durch welche er jahrzehntelang ganze Familien erhielt. Die allgemeine Wertschätzung feiner Persönlichkeit fand ihren Ausdruck in der starken Beteiligung bei seiner Beerdigung. Herr Rabbiner Dr. Breuer schilderte in großen Zügen seinen vornehmen Charakter und sein Wirken im Jntereffe der Kehilloh und der Allgemeinheit. Alsdann rief Herr Leopold Speier seinem langjährigen teuren Freunde und Sozius, Worte des unvergänglichen Dankes und der Liebe nach. Herr Julius L e w i n brachte im Namen der Prokuristen und des Personals der Firma, die Gefühle der Trauer und der Wehmut iu tiefempfundenen Worten zum Ausdruck. Schließlich widmete Herr Dr. Franke dem Heimgegangenen für die Metall und Chemische Industrie A.-G., Worte des Abschieds, nwMün. KteiderHilfe. Tie Kleidernot der Flüchtlinge ist so groß, daß es den mir der Hilfe Betrauten oft das Herz bricht, den Bittenden, denen es am nötigsten fehlt, nicht beistehen zu können. Innerhalb der Agudas Jtsroel- Jugendgruppe ist eine Soziale Kommission aufdiesem Gebiete tätig. Doch entspricht das Angebot an abgelegten Kleidern nicht im entferntesten der täglichen Nachfrage vonseiten der Flüchtlinge. Rasche intensive Hilfe ist nötig. Man bittet, alles Entbehrliche an Kleidern, Wäsche, Schuhe usw., an Frau Emil Gottlieb, Königswarterstraße, für die Soziale Kommission der Agudas Jisroel-Jugendgruppe zu überweisen. Sizumfeier. Im Beshamidrasch, Ostendstraße, hielt der Veretn, Dozent Herr Rabbiner Weber, am NVP2 J"1? einen Sijum auf dtidb Dü ab. Die Feier verlief bet herrlichen Thoraworten und guter Bewirtung in harmonischer Weise. Neu angesangen wurde nX’D 'CD und das Lernen findet jetzt aümorgendlich um ^8 Uhr und am Sabbat um 3/45 Uhr nachm, statt. Das Schowuausprogramm des Meüor ßtzajim. Am Samstag abend 2iy, 8% Uhr, spricht Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer im Hörsaale Friedderger Anlage über „Pijutim zu Schowuaus". Montag, den zweiten Schowuausiag, 8'/, Uhr, spricht im gleichen Raume, Herr Red. Schachnowttz über „Das Buch Ruth und unsere Zeit". In der ersten Schowuausnacht findet im Verein?- lokale das übliche Lernen 11*/4 Uhr statt. Am zweiten Schowuaustage, 4*/, Uhr nachm, hält Herr Rachelsohn im Vereinslokale einen Vortrag über „Thauro und Erez Jisroel". Vereinökalenber. «verein Mekor Chajim. Samstag vorm, nach Schluß der Synagoge: „Dinim"; Herr Rektor Falk. — mittags 12y4 Uhr, im Hörsaale Friedberger Anlage: „Mikro"/ Herr Leopold Schwab. — nachm. 4 Uhr im Hörsaale: „Newiim"; Herr Prof. Weyl. - 43/4 Uhr im Vereinslokale: „Tefilloh- Vortrag"; Herr Red. Schachnowitz. — 8*/, Uhr im Hörsaale: „Pijutim zu Schowuaus"; Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. — nachts 11 tfi Uhr: „Schowuauslernen" im Bereinslokale. Montag, zweiter Festtag, mittags 4*/, Uhr, im Vereinslokale : Vortrag des Herrn Rachelsohn über „Thauro und Erez Jisroel". — abends 8*/a Uhr, im Hörsaale: Vortrng über „Megilas Ruth"; Herr Redakteur Schachnowitz. Mittwoch: Jahrzeitstiftungslernen, Salomon Sender- Stiftung. Donnerstag nachm., eine Stunde vor Mincho im Vereinslokole: „Mischna"; Herr Rektor Falk. Allmorgendlich Mischnalernen im Hö'rsaale. Allabendlich 88/4 Uhr: „v"rp-Lernen im Vereinslokale; Herr H. Halpern. Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Dienstag abend 8 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr- 9. Juni 1921 Hofmann. — 9 Uhr: „Tefilloh"; Herr Oberlehrer Kaufmann. : Mittwoch abend 8 Uhr: „Dinim"; Herr Oberlehrer Munk. — 83U Uhr: „Newiim"; Herr Simon Unna, Kleine Obermainftr. 30. Donnerstag abend 8*/, Uhr: „Chaurew"; Herr Dr. Ehrmann. Samstag vorm., 9 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. I. Posen, Am Tiergarten 38. — llVa Uhr: „Gemoro"; Herr H. Halpern. — 113/4 Uhr: „Mischna"; Herr A. Hirschberg. — nachm. 5 Uhr: „Gemoro" für Anfänger; Herr Leop. Oppenheimer. Der Schiur rvüD 'vr von Dr. S. Ehrmannn findet jeden Morgen um af4l Uhr statt. Allabendlich s/4 Stunde vor Nacht findet Lernen von wechselnden Dozenten statt, Agudas Jisroel-Madchengruppe. Mittwoch abend 9 Uhr: „Thauro"; Herr Dr. Ehrmann. Donnerstagabend 81/, Uhr: „Chaurew"; Herr Dr. Ehrmann. Samsrag voim. 11*/, Uhr: „Sidrah"; Herr Louis Kahn. — nachm. 4 Uhr: „Thauro"; Herr A. H t r s ch b e r g. Verein sn mb- Sam stag nachm, nach „Mtncha", Hörsaal Frtedberger Anlage; Herr Prof. Dr. Sulzbach. Beshamidrasch, Oftendstrafie 18 SamStag, nachm. 6 Uhr: „Halachischer Vortrag" Montvg, zweiter Festtag, nachm. 6 Uhr: Vortrag Herr M. Schneider. Alltäglich V, Stunde vor Nacht: „Dinim"; Herr Rosen zweig. du ttiDn* Oftendftratze 18. Täglich vorm. */»8—*/,9 Uhr, nJP3 rrim; SamStag nachm. s/45—3/46 Uhr: Herr Rabbiner S. Weber. Grass-Bondi (vorm. M. C. Kirchbaum Nachf.) Frankfurt a. M., Große Eschenheimerstr. 4. Spezialität: kompr“?t“rs Braut-Ausstattungen Verwendung nur guter Qualitäten bestens in Wäsche und Haltbarkeit Baby=Ausstattungen Sorgfältige Bedienung Sauberste Ausführung 3535.a Beste Verarbeitung ■■■=■=: ji Samstags geschlossen. ■ -- Hebetzetlen. *13*703 riDU- Freitag aocuO 7.'50. Samstag morgen 7.45. Samstag nachm. 5.— Wochenfest: Vorabendgottesdienst 9.35. Morgens 7.30. II. Tag Predigt. Nachmittag 5.— Abends II. Tag und Festesausgang 9.35. Wochengotlesdtensr: Morgens 6.15. Nachmittags 7.15. Aamlliennachrichten. Silberne Hochzeit. Abraham Saffra und Frau, geb. Rothschild, Oftendstr. 12. Geburten. Einen Sohn: Dr. Joseph Breuer und Frau Ricka, geb. Eisemann. — Eine Tochter: Redakteur Selig Schachnowitz u. Frau Recka, geb. Lion,Wtndeckstr.60 Barmizwohfeier. Max, Mayer, Hirsch, Sohn des Herrn Bernard Tannenbaum, Röderbergwog 40. Groß-FrankM am Eschenheimer Turm Spezialitäten- Theater Nen eröffnet: KAF FEE ersten Ranges Hie inklause Eingang nur 5tiftsti*aBe