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Der Israelit · 1921-03-24 · Heft 12 (24.3.1921) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
62 (1921)
Issue
Heft 12 (24.3.1921)
Date
1921-03-24
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Este 4. ttc, tt. _ . , Einigkeit, Zuj amnrengchörigkeii, um Gott zu dienen. Auch das lassen Sie mich Ihnen ganz kurz demonstrieren. Uns wird ein Midrasch erzählt. Als Honwn den Vernichtungsplan geschmiedet hatte gegen das jüdische Volk, da kam er in Klcordechais Haus und fand den Mordechai, wie er mit seinen Schülern lernte, die Vorschriften über das Kemizoh-Nehmen, wie man aus dem Mehl des Opfers eine Handvoll herausnimnU, . um es zu opfern. Dazu gehört es> fest die Hand xu schließen, und den Heilten Finger und den Daumen fest auf die Hand zu legen. Dieses - lernte Mordechai mit seinen Schülern, und Homon sagte, als er das hörte:- „Dieses Kemizoh hat meine zehntausend Kikar überwunden, durch die ich Jisroel das Grab schaufeln wollte!" Der Grundgedanke ist folgender: Die Hand besteht aus fünf verschiedenen großen Fingern, aber wenn man die Hand schliefst, meint man, die Finger seien alle gleich. Ist die Hand offen, läßt sich mit Leichtigkeit ein Finger vom andern entfernen ohne große Kraft. Aber bei geschlossener Hand bedarf es schon großer Anstrengung, um die Finger auseinanderzureißen, und wenn in dieser geschlossenen Hand ein Opferteil liegt, bestimmt, dargebracht zu werden auf Gottes Altar, dann ist diese Hand das Symbol der Unüberwindlichkeit und das Symbol des Sieges und der Stärke. Vor der Kemizoh bangte Homon, vor der geschlossenen, eng aneinander gepreßten Hand, opferbereit für Gott. Solche Agndas Jisroel, meine Damen und Herren, ist unüberwindlich und kann nimmer unlergehen, und wenn wir auf diese Weise allesamt, allesamt sage ich, meine Damen und Herren, nicht nur der Reiche und nicht nur der Arme, unter den Jerei Hafchem nicht nur der Gelehrte und nicht nur der Ungelehrte — Sie wissen, meine Damen und Herren, zwei Millionäre machen noch kein Mesumen, und wenn sie - dis köstlichste Mahl verzehrt Hütten. Aber drei arme Leute, die so viel tvie ein halbes Ei trockenes Brot ohne Aufstrich gegessen haben, die sind Mesumen: Neun Rabbonim, Nduflogei Tau roh, Zadikim machen kein Minjan, aber zehn Heojantim. Das heißt: Wir brauchen reich und arm, gelehrt und ungelehrt, und niemand kann sagen: Ich brauche die Agndas Jisroel nicht, und die Agndas Jisroel braucht mich nicht! Niemand darf sich ausschließen, und wenn auch der Zusammenschluß ein ethisches Moment an sich ist, so, und das glaube ich sagen zu dürfen auS der Erfahrung vieler Gruppen, die ich kennen gelernt habe, so geht in der Tat mit den auf dieses Fundament gestellten Jugendlichen und Aelteren eine ganz gewaltige Wandlung im Leben vor sich. Sie haben erkannt, daß der Zusammenschluß notwendig war, haben erkannt, daß wir ein Volk ganz anderer Art und ganz bestimmter Geartung sind, und wenn der Krieg mit seinen Revolutionen, die er im Gefolge hat, alle Anschauungen und Gedanken, die die Menschen bisher vom Wert des Lebens hatten, einer neuen Prüfung unterziehen ließ, und die Menschen fragen: „Haben wir so gehandelt, wie wir, wenn wir zu Verstand gekommen wären über jeden Schritt und Tritt unseres Tuns, wohl gehandelt hätten? Haben wir so gehandelt?" — dann sage ich, daß ich es selbst mitangesehen habe bei hunderten von Jugendlichen, daß sie diese Frage sich vorgelegt haben. Hast du so gelebt, wie der Ruf der Agudoh es von dir verlangt? Bist du bereit, mitzuarbeiten an den ^großen Klallarbeiten der heiligen Nation? — Hub‘-fic sind anders geworden üü Denken, "im Leb^, EMrbeiten, in ihrem Berufe, . ftp ihrer sttzchrchchHM HpeMMAmch, Mven Egoismus' zu bannen Äst Herzen' des Men- . % und die Selbstsucht M überwinden, \mb **• »Er -allem, was sie machen)Eie . Frage sich vorrulegen: „Ist es meiner würdig, ist es eines Gliedes der Nation Gottes würdig, so zu handeln und so zu leben?" Die Agndas Jisroel hat allein durch diese Frage, die sie tausenden ak- Problem gestellt, Wunder gewirkt. Und wenn die Agndas Jüsroel bis' Heute weiter nichts ^geleistet hätte, als daß sich . Kinder, Knaben und Mädchen, Jünglinge und Jungfrauen, aber auch Männer, greise Männer und Frauen die Frage vorlegen lassen: Mußt du nicht auch ein neues Leben beginnen? — Dajenu! Die Agndas Jisroel hält dem Menschen gen Spiegel vor Augen. Ich habe einmal bei Gelegenheit das Bild gebraucht: Da ist jemand erkrankt, hat länge im Krankenbett gelegen und ist nun endlich soweit hergestellt, daß er sich wieder erheben kann. Er steht aus dem Bette aus, sieht sein Bild im Spiegel, und er erkennt sich nicht wieder, und er sieht, die Kleider passen ihm nicht mehr, und sein Körper ist ein mageres Knochengerüst geworden; und das Bild, das er von sich selbst im Herzen trägt, das ist er ja gar nicht. (Schluß folgt.) ■&■■■■■■■■■■■■■■■ llllkkeilMW 0. ».3.3WMMM!!. An unsere Jugendgruppen! Mt Ende dieses Monats endigt das %. Quartal seit der Uebernahme der OrgauisationSleitunz durch uns. Vieles ist besser geworden in unserer Organisation. Vor allen Längen antwortet sie Mehrzahl ver Gruppen nunmehr ziemlich prompt auf unsere Schreiben. So wichtig nun auch der Schriftverkehr mit den Gruppen ist, der Organisationsvorstand glaubt allein durch Korrespondenz mit den Gruppen seine Ausgaben bei weitem nicht erledigt zu haben. BielePläne haben wir gefaßt, als wir vom Nürnberger Vundestag heimkehrten, so vor allem die Einrichtung eines unterfvänkischen und sächsischen Bezirkssekretariates. Leider ist uns bisher nur wenig davon in die Tat umzusetzen gelungen, da bei der heutigen Teuerung die Mittel kaum für das schon bestehende hessische Sekretariat ansreichten. Los hessische Sekretariat arbeitet gut; durch ständige Schmrim, die von dein Bezirkssekretär abgehalten werden, wird das Taurohwissen in Hessen gefördert, so muß es auch in anderen Provinzen und Ländern Werder». Tie Mittel dazu müssen unbedingt ausgebracht werden. Bedenket, was andere Organisationen von ihren Mitgliedern fordern. Agudisten, wollt Ihr nicht ebensoviel und mehr spenden, wenn es um Erhaltung und Verbreitung der Taurvh geht? Im ersten Quartal ist nur ein sehr geringer Betrag an Beiträgen und Spenden singegangen, trotzdem wir mit allen möglichen Mitteln (Aufriste, Erhebung fälliger Beiträge durch Postnachnahme) vorgegangen sind. Las muß im nächsten Quartal unbedingt besser werden. Tarum ergeht an alle Gruppenvorständ« die dringende Mahnung, mebr wie bisher für den Eingang von Spenden bei jeder möglichen Gelegenheit zu sorgen, und außerdem baldigst, spätestens aber bis zum 1. Juni hier eintreffend, den fälligen Qu a r ta ltz b e i t * « § v » n 3MarkproKopf an uns abzuführen. Helft nn9, bannt imfn* Pickte fivt %<d rsiftn können, ©Kt klgudsgvttß Der Vorstand »er «. I. I. O. I»«r Munk Fritz Lohen. Aus der VeVe-ung. Frankfurt a. Mi In der Frankfurter Mädchrngruppe, Hanauerlaudstraße 17, sps-cht D i r n s t a g , 29.- März, abends Vs9 Uhr Frau Ilse »2ei st Wer „Reiseeindrücke in Erez Jisroel". Gäste (Damen) willkommen. Frankfurt a. SK. In drei sehr gut besuchten Versammlungen der hiesigen Ortsgruppe wurde da» vom Vorstand vorgelegte neue Programm nach einleitenden Referaten des Herrn L. Wreschner und d«S Herrn Rechtsanwalt Tr. Breuer fast einstimmig angenommen. London. Tie hiesige Ortsgruppe entwickelt eine . rührige Tätigkeit durch Veranstaltung von größeren : Versammlungen, die allwöchentlich. Samstag Äbend stattsiuden und der Propagierung der Aguda dienen. -Durch die räumlich« Ausdehnung sah man' sichgenötigt, hier neben der Nord- , und Westnoch eine Ostgruppe zu schaffen. Tiefe Ostgruppe hat stch am 5. 3. konstituiert und bereits .— ein Vorbild für anders Gruppen — ein« eigens Palästinakom Mission zur Tätigkeit innerhalb der Gruppe gewählt. Tis Vorbereitungen, eine Jugendgrupps zu gründen, find bereits im Gang-. 3t. 9$0*C DOM. I Lonvon. Bei einer Versammlung der. Nvrd. gruppe am 6.. März entspann sich im Anschluß an einen Bericht des Herrn Tr. Feßler Wer die Tätig, keit der englischen Landesorganisation eine intsressaute Diskussion, aus welcher besonders ein Vorschlag des Herrn Bier Erwähnung verdient, nach welchem alle englische Mtglieder vierzehntägig ei« Bericht über - di« Tätigkeit der englischen Lande». Organisation zugehen soll. Ter Vorschlag wurd« an-, genommen. Manchester. Auch hier gewinnt die Agudabewegurrg täglich größeren Boden. Am 8. März fand eine große Dersanrmlung statt, bei tvelcher die Notwendigkeit besprochen wurde, daß besonder» Erziehmrgsf ragen, wie auch Errichtung und Instand- Haltung der rituellen Bäder von Seiten der Ortsgruppe gefördert werden müßten; unter Vorsitz Herrn Hlapern wurde ein 32gliedriges Arbeitskomit^» gewählt. Warschau. Letzte Woche traten dir Vertreter der Zeire ErnuneS-Mroel-Gruppen (Aguda» JiSrüel- Jugendgruppen) Polens zu einer zweitägigen Beratung in Warschau zusammen. Me Verfammlun» b^ckstotz nach einem Referate von Friedmann-Warschau Vorbereitungen zur Gründung einer Jugendorganisation zu treffen und zu diesen: Behufe <in Komitee zu wählen. Ti« hebräische Jugendzeitschrift wurde zum offiziellen Organ bestimmt. Al» Vertreter der polnischen Jugend wurde Frtedmanw- Warschau in den Zentralrat gewählt. New-Uork. Mit Freud« wird hier Kenntnis davon genommen, daß nunmehr der endgültige Termin für die Abreise der Amerika-T^egation von Europa auf den 1. Jjar festgesetzt ist. Tie Delegation wird schon ein« Reihe von Agudaortsgruvven hier finden. Neuerdings haben sich solche konstituiert in New-Iork. Boston, Baltimore, Ceveland, TallaH. Tender, Eolumbus, PittSburg, Vortsmouth. Oradeamar« (Transylvanien.) Ta» hiesige Agudaorgan „Zsido Közlönh" wird neu aufleben. Wir soll nach dem Muster der „Jüdischen Presse" erscheinen. Ti« „Zsido Közlönh" wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Wien. Mit welchen Verleumdungen hier gegen die Agudah ^"c.rb<itet wird, zeigt nachstehend-, in der „Jüdische. Pr? ,f erfclstenene Bekanntmachung: ,.T«r Vorstand der! audah-Zentrale in Men macht den Landtagsabe-ori-z-Lten Stricker darauf aufincrksam. daß tm^ „Hazsjira" und in anderen Blättern im Namen des" Herrn Stricker die Nachricht verbreitet wird, »ls ob er im Namen des Wiener jüdischen Nationalrstes dem Kongreß-Komitee in New^-Aork die Mitteilung gemacht hätte, daß di« Wiener Älguda- Zentrale bei der österreichischen Negierung di« Au»- ' Weisung der Ostjuden verlangt hätte. Der Vorstand der Agudah Mt es für unglaublich, daß «ttt Bknrrr von verantwortlicher Stellung, wie Ing. Stricker eine solche mit den Tatsachen in diametralem Segensatze stehende Verleumdung verschuldet hätte: ersucht aber den Landtagsabgeordneten Herrn Stricker hi«», nrit dringend um Aufklä-rung." Sprndknüster Ns«da'Oautztfs«V. Nie,l«i: Loui» Berger 3. Oldenburg: Jos. Helberg 10. Siegburg: Josef Strauß, BüchML»erikst NM Sprendlingen: durch Lehrer Kaufmrn» »et BriSmilo tut Hause Viktor Wolf 14. Wüstensachsen: Mar BuchSbrmm (JttgendiMtztz»- Büchsenleerung 126. Marken-Url-ör Berlin: Manfred Emanuel SSSM. BreSlau.-'Lllh Ephraim SS. Ln s f e l: B. Grünebaum 112. Marburg: Jugendgruppe 60. Palästi«a.FsM: Areuvenburg-Saar: S. VamMEÄl WGr-. Baßfreund-HauS 10. Halberstadt: B. G. «inaslöste L»eW J-s. Kutzdaum 5, Rausch-Cha:wesch-Spe«d* der W«rtztzen 1000. Oldenburg: I. Helberg 8. 6 i n l s 9 u n g. Wir erlsulten uns. Sie, (owle Ihre teerten nngefiGrtg«n und SrsunCe;u 6er sm 31. MSr; 16L1 sdsn8» 7LS UKr M . MstKIkOen 86 K e-Sssi. MeburgsrSkaße . st G., w. ftailfinÖBnBen Pu r 1 m^Fei er ersebtnR einjUIaöiu. I Die leier ifl eine Vostikü0glrsitsoskim3sttll3s ja 1 Ounflen der jöQifctien Slürtillinge. i rifluöfls Jisroel JugenOgruppe, varmlfM. | RaVVA« Dt. K. Kahn, Sr. G. K »ruck tm N«sttri »a«mb»ch, KrapffM ch M,

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