Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 11 (17.3.1921)
- Date
- 1921-03-17
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 6 Rr. 11 17. März 1031 zum Vortrag, bei denen der Sänger des Abends besonderen Beifall erntete. Frl. Reis, Heilbronn, begleitete am Klavier. Der Inhalt sämtlicher Darbietungen wies auf den Ernst der Veranstaltung hin, den auch Frl. Silbermann, Karlsruhe, in Prolog und Rezitationen wirkungsvoll betonte. Nach dem stürmischen Beifall der Gäste folgte der vSn Japhet vertonte Psalm 128 als Dreingabe. Leipzig, 28. Febr. Vor kurzem sprach hier in der Agudo-Ortsgruppe Herr Rabd. Horowiz-Jerusalem. Seine Ausführungen waren von Versöhnlichkeit und Achtung gegenüber Andersgefinnten getragen. Es herrschte unter den zahlreichen Anwesenden, auch, vielen Misrachisten und Zionisten, der Geist von Brüderlichkeit und Verständigungswillen. Der Vorsitzende schloß mit einem warmen Appell an das Publikum, daß von nun an in allen jüdischen Versammlungen der gute Ton einkehren möge und das Einigende betont werden möchte. Frankfurter Berichte. Arau Mina Kaufmann n"P- GS ist erschütternde Wirklichkeit, ob man eS auch nicht wahr haben möchte. Dem Manne ist die edle Gattin, den Kindern die Mutter, nachdem sie deren Zahl um zwei vermehrt hat, genommen worden. Die Tragik des Falles läßt alle persönlichen Momente -urückrreten. Und dennoch! Mina Kaufmann n'y war — auch in rein menschlicher Bewertung — eine Frau, deren Heimgang auch unter weniger tragischen Umständen hätte tief beweint werden müffen.Eine würdige Tochter der bekannten Familie Alt mann, zog sie mit dem Reichtum der Jugend und aller weiblichen Tugenden, der Schönheit und des Seelenadels in das Haus ihres Ehegatten,»des Herrn Oberlehrers Joseph Kaufmann, das sie zum Heiligtum jüdischer Liebe und Gottesfurcht machte. Schlichte Frömmigkeit und sonnige Heiterkeit, echt jüdisches tzamittenglück und warme Gastfreundschaft, waren die guten Geister, die Frau Mina Kaufmann auf der kurzen Strecke an der Seite ihres Gauen durchs Leben begleiteten. Mögen die älteren Kinder, zu deren Erziehung die Mütter nur den Grundstein legen konnte, wie die zwei jüngsten, die sich die Mutter mit dem Leben erkauft hat, gestützt auf das mwi rn27, sich der besonderen nrorn von erfreuen und möge in ihnen dem tiefgebeugten Gatten wahre noro erblühen. Innige Teilnahme und Verehrung füllten am Momag früh die Friedhofshalle der Israelitischen RettgionSgefeUschaft diS auf die letzte Ecke. Es hielten ergreifende anrv.i die Herren Rabbtnatsassessor G. Posen, Rabbiner Dr. Marx, Darmstadt und im Aufträge der Familie Herr Willi Wolf, Köln. Im Namen der V. I. A. richtete Herr Dr. W. Hofmann an den Bundesbruder herzliche Worte des Trostes. Jüdische Ararreuverewigung e. Frankfurt a. M. Der Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung entfaltet, wenn auch kurz gehalten, ein Bild reger ItebeSarbett. Der Unterstützungs.Kommisston, die nun schon seit Jahren sich hauptsächlich der Famttienfürsorge widmet, speziell Witwen und Waisen betreut, ist ln der JlüchtttngSfürsorge ein neuer Aufgabenkrei» erwachsen. Leider ist den Heimatlosen insofern schwer zu helfen, a!S die Arbeitslosigkeit bei ihnen sich noch viel schwerer aiS bei anderen beseitigen läßt. L» fei an die Mitglieder die Bitte gerichtet, sich zahlreich an der Arbeit zn beteiligen, die zur Bekleidung der Bedürftigen geleistet werden muß; ebenso wird um Zuweisung aller im Haushalt entbehrlich gewordenen Kleider und Wäschestücke für Erwachsene und Kinder, sowie von Möbet, Betten, Hausrat rc. gebeten. Auf dem Gebiet der Erholungsfürsorge haben die Damen mit besonderer Freude gearbeitet. Dank der aufmerksamsten Gastfreundschaft von jüdischen Familien konnten V0 Wiener Kinder in Fulda, Marburg, HerSfeld und Umgegend untergebracht werden. Auch Frankfurter Kinder konnten tm vergangenen Sommer wieder zur Erholung aufs Land geschickt werden. Hervorragendes in der Erhotungsfürsorge wurde vom Jöraelittschen Hilfsfonds in der Schweiz, Sitz Luzern, geleistet, der sich dadurch innigste Dankbarkeit erworben hat. In seinem Ferienheim durften viele Frankfurter Kinder herrliche Wochen der Erholung verbringen, die ihnen, dank der wundervollen Pflege und dem harmonischen Zusammenleben, stets unvergessen - bleiben werden, stußerdem war eS möglich, verschiedenen lungenkranken Kindern eine unentgeltliche Heitstättenkür in DavoS zu ermöglichen. Um für diesen wichtigsten Zwetg der Kinderfürsorge die Arbeit stetig sortsetzen zu können, bedarf eS noch bedeutender Mittet. Ferner wird im Berichte auf eine neue Einrichtung hingewiesen, die einer Anregung des „Israelit" ihr Entstehen verdankt. Ss ist eineBlumenablöfung zu Gunsten unterernährter Kinder geschaffen worden, die der eifrigsten Benutzung bei freudigen Anläßen empfohlen wird. Die künstlerisch auSgeführten Kärtchen werden dem Empfänger gewiß Freude bereiten. Die Ser- Mraeitt hältniffe in der Hermann Lehmann-Schule in Offenbach haben sich erfreulicher Weife gebessert, nachdem sich seit Jahresfrist der Offenbacher Ostjüdische Talmud-Thora- Berein an dem Schulwerk beteiligt. Auf geistigem Gebiete find - die regelmäßigen Vorträge des Herrn Dr. Joseph Breuer hervorzuheben, der durch wundervolle Darlegung der Worte unserer Propheten Begeisterung für ihre Ideale wachzuhalten verstand. Auch der Geselligkeit wurde ihr Recht. Alle vier Wochen trafen sich die Damen am Dienstag nachmittag, um sich an künstlerisch gehaltenen Darbietungen zu erfreuen und in gemütlichem Zusammensein ihre Ged anken auszutauschen. Uargrrw Scheut. Nächsten Sonntag sinder im Mekor Chajim, Langeftratze.18, ein Vortrag des Herrn Red. Schachnowitz statt über und aus Targum Scheut zu Megilath Esther. Der Vortrag beginnt, wie jetzt alle Sonntagnachmittag-Vorträge, abends 6,30 Uhr. Woyttütigkeitskouzert. Mittwoch, 6. April, findet auf Veranstaltung der JüdifchenFrauenveretnigungin der Frankfurt Loge ein Konzert zu Gunsten unterernährter Kinder statt. Das Konzert wird ausgeführt vom Jüdischen Orchesterverein unter Leitung des Herrn Neumann und unter Mitwirkung bewährter Solisten. Näheres wird noch bekanntgegeben. Kiue Ir. Salomon Wamöerger-Stiftrurg. Die Jüdisch-Literarische Gesellschaft, Frankfurt a. M. hat beschlossen, zu Ehren und zum Andenken ihres unvergeßlichen Mitarbeiters und Förderers Provinzialrabbiner Dr. Salomon Bamberger, Hanau, eine Dr. Salomon Bamberger-Stiftung zu errichten, deren Erträgnisse zur Herausgabe wertvoller jüdischwissenschaftlicher Arbeiten und zur Unterstützung jüdischer Gelehrter verwendet werden sollen Beträge sind auf Postscheckkonto Nr. 12045 in Frankfurt a. M. oder an den Kassierer der Gesellschaft, Herrn Ludwig Strauß in Frankfurt a. M., Langestr., zu überweisen. In dem von der Gesellschaft versandten Aufruf heißt es u. a.: „Den Zwecken unserer Gesellschaft, der Förderung der jüdischen Wissenschaft und der Verbreitung ihrer Resultate hat er, der jüdische Gelehrte und Lehrer, mit seltener Aufopferung gedient. In der seiner Person eignen Bescheidenheit ist dabei sein Name nicht genannt worden, in altjüdischer Weise ist er hinter sein Werk zurückgetreten. Die hohen Verdienste dieses dSpiö, dessen Heimgang eine unausfüllbare Lücke im gesetzestreuen Jndentum zulückläßt, zu würdigen, ist eine Ehrenpflicht unserer Gesellschaft. Wir können ihr nicht bester gerecht werden, als wenn wir das Werk, für das er sein Herzblut hingegeben, in seinem Sinne fortsühren und ausbauen." Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Samstag vorm., nach Schluß der Synagoge: „Dinim"; Herr Rektor B. Falk. — 12 Uhr, im Hörsaal Friedderger Anlage: „Melochim"; Herr Prof. W e y l. - N a ch m. 3-/. Uhr: „Mikro"; Herr Bernhard H eid in g s fel d er. Sonniagvorm. 97* Uhr und Dienstag abend 7 Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. Posen. So n nt a g n a ch m. 7,7 Uhr: „Ueber und aus Targum Scheni zu Megilath Esther",' Herr Redakteur Schachnowttz. Montag und Mittwoch abend 7Uhr; „Gemoro"; Herr Dr. Jos. Breuer. Donnerstag abend, 1 Uhr: „Mischna"- Herr Rektor Falk. Allabendlich &U Uhr: „Gemoro"^ Herr H. H a l p e r n. Jeden Morgen Mischnalernen. Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Sonntag yorm. 8 Uhr: „Chumisch mit Raschi"; Herr Leopold Oppenheimer. — Nachm. 27, Uhr: „Tehilttm"; Herr Herm. Frankenthal. — 6 Uhr: „Hebräische Sprache": Herr Lehrer I. Je len. Herren und Damen. Montag abend 9 Uhr: „Gemoro"; Herr Zahnarzt Ehrmann. Dienstag abend 8 Uhr: „Tefilloh"; Herr Oberlehrer Kaufmann. — 87, Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hofmann. Mittwoch abend 8 Uhr: „Dinim"; Herr Oberlehrer Munk. — 83/i Uhr: „Newiim"; Herr Lehrer Unna, Kleine Obermainstr. 30. Herren und Sterne«., ~ 9 Uhr: „Gemoro"; Herr Zahnarzt Ehrmann. Donnerstag abend 87* Uhr: „Megilath Esther", Herr Dr. Ehrmann. Freitag abend nach Schul: „Gemoro" für Anfänger; Herr Leop. Oppenheimer. SamStag vorm., 9*/, Uhr: „Gemoro": Herr Dr. I. Posen, Tiergarten 42. — 117« Uhr: „Gemoro"; Herr H. H alp ern. — ll3/. Uhr: „Mischna"; Herr A. Hirschberg. — 37, Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. H 0 fmann. — 7«Stunde vor Nacht: „Midrasch"; Herr Dr. Hofmann AgudaS Jisroel-Mädcheugruppe. Montag abend 87a Uhr: „Dinim" (Pestach); Herr Redakteur Schachno witz. Mittwoch abend 87, Uhr: „Hiob"; Herr Dr. Ehrmann. — «7, Uhr: „Chumisch": Frl. Edith Joel. Samstag vorm, nach Schul: „Sidrahv ortrag". SamStag nachm. 4 Uhr: „Thauro"; Herr Lehrer Htrschberg. Jüdische Fraueuvereinigung e. B. Sonntag, den 20. März, abends 6 Uhr pünktlich, im Hörsaale Friedberger Anlage 5, Vortrag des Herrn Dr. Joseph Breuer: „Prophetenwort und Gesetzeslehre". Thema: „Was haben unsere Frauen für Erez Jisroel zu leisten"? Dienstag, den 22. März, nachm. 4 7, Uhr pünktlich, tm Caf6 „Kursaal", Friedberger Anlage: XII. ordentliche Hauptversammlung, Tagesordnung: 1. Entgegennahme des Jahresberichts und Ent- . lastung des Vorstands; 2. Wahl zweier Revisoren; 3. eventuell Anträge. Verein zur Pflege jüdischen WissenS B'^rD mxan e. B. Sonntag, den 20. März, abends 77, Uhr: „AuSgewählte Kapitel aus den Bestimmungen de» jüdischen Rechtes über den Werkvertrag"; Herr Rechtsanwalt Horovttz. Zerre Emune Jisroel, Hananerlandftraüe IV. Freitag abend 87, Uhr: „Derusch"; Herr Rabbiner Halpern. Sonntag a b e n d 87, Uhr: „a^rm" und „wie» r*?Dö"; Herr I. Landau. Montag abend 87, Uhr: „Gemoro"; 97, Uhr „Dinim"; Herr M. Speiser. Dienstag abend 87, Uhr: „Gemoro"; 97, Uhr: „Jeschajohu"; Herr S. Hiller. Mittwoch abend 87, Uhr: Megiloth Esther; Herr I. Landau. Donnerstag abend 87, Uhr: „Jeschajohu"; 9Uhr: „Doroth Haaschaunim"; Herr I. L a n d a u. Verein sn J*nb. Herr Prof. Dr. Sulzbach, Sonntag nachm., 1 Stunde vor Mincha, Langestr. 18 und SamStag nachm., nach Mincha, Hörfaal Friedberger Anlage. BeShamidrasch, Ostendstrahe 18. Freitag abend nach Schul: „TOP m^n"; Herr Rachelsohn. SamStag nachm., 7,6-7,7 Uhr, Sonntag früh 8—9 Uhr, Dienstag und Donnerstag abend, 9—10 Uhr: „Gemoro-Schiur" tMp 822; Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Samstag nachm. 4 Uhr: Vortrag. — Eine halbe Stunde vor Nacht: -MessilaS Jeschorim"; Herr H. Halpern. Alltäglich 7, Stunde vor Nacht: „Dinim"; .Herr Rosenzweig. vV »rcn, Ostendstrake 18. Täglich nachm. 67,—77, Uhr, onafc SamStag nachm. 4—5 Uhr: Herr Rabbiner S. Weber. HsSehettMmp'! 7QV- Freitag abend 6.—. SamStag morgen 8.— Samstag nachm. 4.30. Samstag abend 7.20. Wochengottesdienst: Morgens 6.30. Nachmittag- 6.—. Purim: Vorabend 6.35. Morgens. 6.15. Jamiliennachrichten. Geburten. Einen Sohn: Jakob Tayer, Hinter der Schönen Aussicht 13. m-Frankfft a m E-s .c h. e nhelm MM' Theater Ziileptal und Bier*ksbaP«ti Rassenöffnung 67, Uhr, Anfang 77, Uhr abands i 1 inklaus© Eingang nur StiffsfraBe 38