Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 61 (1920)
- Issue
- Heft 52 (30.12.1920)
- Date
- 1920-12-30
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Jnseratenannahms durch den Verlag des Israelit G. m. b H., graul« furt a.M.,Gr. Eschenheimerstr.23 Del. 884S, Amt Hansa, sowie sämtl- Annollcen-Exped. des In- und Auslands. VlatzvarttrrMe» otznr V-rdladUchkrtt. Zahlungen außer direkt an den Verlag — Postscheckkonto Frankfurt <►. M No. 10 802 - erfolgen an: Postsparkasse Wie» No. 7960* Postsparkaflenamt Budapest No. 184^4 Postscheckamt Zürich Nr. VIII 7254 Postscheckamt Amsterdam No. 24868 v Böhmische Unionbank in Prag panca Marnarosch Blank & C«. in BacaveRt Filiale de; ie r Bankvereine m Agram. Der nachdruch 9er ürflRel und Correfpondemen des „Israelit“ ist nur unter genauer Quellenangabe, und um arö&ere ftuffflfee handelt, nur nach norherlger ßenehmlgung gelfattet. Birfch Pentateuch- HJir liefern den „Israelit“ - Abonnenten im nusland bis auf xneifeces 9as gebundene Eöerh komplett?ufolgendenPreisen. die fick einfchiießlich Nusfuhrgebühr.porfo n.Verpackung verlieben: Amerika $ 3 - Belgien, SranbreUh, Luxemburg fr. 35 —; Dänemark und Norwegen Kr. 15—; England sb. 12.-; ' Boiland fh. 6.50; Italien £ 40.-; Zcbwei) fs. 12.50; Schweden Kr. 10 —; Efchecbofiowake! Kr. 125 — Diefe Preise berufen gegenüber Sem allgegemeln gültigen Ladenpreise guck Mr unsre Qbvnnentsn Im Quslahde eine krspsrni§von mlndettens 40 % mir haben den bisherigen Befleüern Rechnung unter BerikbiUbiigung geleisteter Anzahlungen diefer Cage überfandt. üerlag des „Israelit“, 6. mb N, Frankfurt am Main Pentateuch.6. Auflage für inländische Abonnenten solange Vorrat reicht: Sroschlett, vMSndig ln 5 Mutti: M. 48.?»■: 1K. 91.20 Gebnnden, vvilMdlg ln s Sünden: " M. 7S. «sx - M 127.70 : Porto und Verpackung M. Z.2ü wer alter den Pentateuch beziehen will und Jsraelif-Bbonnenf wird, hat den ..Israelit" ein lastr gratis und spart außerdem noch beinahe Mb. 23— gegen den Ladenpreis des, gebundenen Exemplars. WorauszaHkungauf SostscheckKouLo Irf. IS 802 Mag des jMiT» S m. d. K., SraMtt «. M. vom 1. Januar 1921 ab beträgt der Dbonnementspreis des „Jsraelit“ marh 7,20 vierteljährlich, der Jhferatpreis Mark 2.— für die fedisgefpalfene. Colonelzeile. Lehrer-Ermäßigung und Rusiandszuckläge wie bisher. - Irchaltsnbevstcht 1. Leitartikel: IsraelHildesheimer und dieAus- Irltts-Halacha. — 2. Kleines Feuilleton: Jakob Altmaier: Den Opfern! — 3. Wochenrundschau: Aguda und Misrachi. — Die ,,Farbigen" — 4. Aufsätze: Dr. De Haas:. Gin Ausruf;um Kampf an die libelalen Juden Oberschlrsiens! — Kältet das Tor offen! — 5. Korrespondenzen und Nachrichten: Frankfurt a. M., (Bezirksgruppe Süd- und Südwestdeutschland des Verbands jüdischer Kranken- und Pflegeanstalten). — Würzburg, (Die Gemeinde» ahlen). — Wien, (Ein Aufruf der polnischen Aguda). — Wien, (Die galizischen Juden in Oesterreich). — Warschau, (Die Petljura-Truppen in Czenstochau). — Warschau, (Die Aguda-Delegation nach Erez Jisroel.) — Warschau, (Die Verständigung). — Kowno, (Die Rabbiner in Litauen). — Groß-Wardein, (Eine rabbinische Kundgebung). — London, (Das Londoner Masien-Meeting der Agudas Jisro.l). — New-Iork, (Die jüdischen Kriegsgefangenen in Sibirien). - Buenes- Ayres, (Agudas Jisroel tu Argentinien). — Jerusalem, (Reltöse Kämpfe in Erez Jisroel). — 6. V e rm i sch t e s. — 7. Frankfurter Berichte: Das Sijumfest der Jeschiwal). — Die Generalversammlung der Israelitischen Religionsgesellschast. — Joses Lewin Vj». — Marlin Feist s. A. — Schäuwomin Tat. — Familiennachrichten. — Gebetzeiten. — Beretnskalender. — 8. Feuilleton Beilage: Der erste Oberrabülnir von Jerusalem. — Die Kucknksnhr. (Das Hakenkreuz als Firmazeichen.) Israel Hildesheimer Durch einen Artikel der Berliner „Jüdischen Presse" provoziert, haben wir vor einigen Wochen an dieser Stelle durch Veröffentlichung historischer Dokumente den Beweis geliefert, daß Israel Hildesheimer in der Austrittsfrage die halachische Entscheidung seines großen Zeitgenossen, .Samson Raphael Hirschs, als absolut bindend und unwiderleglich betrachtet und demgemäß alles aufgeboten hat, um die Bildung einer „neutralen" d. h. liberalorthodoxen Gemeinde in Frankfurt, wie sie durch die Berufung eines orthodoxen Rabbiners an die Reformgemetnde 1878 entstand, zu verhindern. Wir haben-dann weiter die ebenso feststehende Tatsache^ psychologisch zu erklären versucht, daß Hildesheimer später mit dem fait accompli sich abgefunden und bis an sein Lebensende seinem Lieblingsschüler, Rabb. M. Horovitz, trotzdem dieser gegen den ausgesprochenen Willen Hildesheimers die Frankfurter Stelle angenommen hatte, innige Freundschaft und Anerkennung entgegenbrachte. Zu unserer großen Ueberraschung unternimmt nun der Sohn des Heimgegangenen Frankfurter Rabbiners, Herr Rabb. Dr. Jacob Horovitz, in der „Jüd. Presse" den hoffnungslosen Versuch, unsere Behauptung von der absoluten Uebereinftimmung Hirschs und Hildesheimers in der Stellungnahme zur religtonsgesetzlichen Pflicht des Austritts zu widerlegen. Die Hoffnungslosigkeit dieses Versuches einer Umdeutung historischer Tatsachen zeigt sich schon darin, daß Herr Dr. Horovttz die grundlegende und entscheidendeSteile unserer ganzen Veröffentlichung, nämlich die Briesstelle vom Februar 1878: — — derpvs ein wahrhaft unwiderle glich er, so großartig ang elegt und so gediegen begründet rc.-" seinen Lesern vollkommen vorenthält. Das hat seine guten Gründe. Denn wenn Hildesheimer den PDS Hirschs, wie er in der Antwort Hirschs an Bamberg er niedergelegt ist — also nach Würdigung der Bambergerschen Einwendungen —, als „unwiderleglich" bezeichnet hat, so gehört unseres Erachtens eine wenig beneidenswerte Voreingenommenheit dazu, nun in spaltenlangen Ausführungen a tout prix das Gegenteil unserer Behauptung als historische Wahrheit erweisen zu wollen. Gewiß: eS wäre theoretisch möglich, daß Hildesheimer seine Meinung später geändert und in^ Hirschs halachischer Beweisführung Fehler entdeckt haben könnteallein davon ist niemals das geringste bekannt geworden, und auch Dr. Horovitz macht gar keinen Versuch, nach dieser Richtung irgendwelches Material beizubringen. Alles, was er an zum Teil recht interessantem Material anführt, hat mit der Grundfrage nicht das Geringste zu tun. Seine Berichte und Zitate bilden vielmehr nur eine Bestätigung und Unterstreichung der von uns selbst gleich zugegebenen Tatsache, daß Hildesheimer sich Rabb. Markus Horovitz gegenüber persönlich so verhalten hat, als sei an dessen gemeinde-politischer Stellung nicht das Geringste auszusetzen, und als habe