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Der Israelit · 1920-07-29 · Heft 30 (29.7.1920) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
61 (1920)
Issue
Heft 30 (29.7.1920)
Date
1920-07-29
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Ät. St «M, 7 W »U« IW» auch der Bertranmsmgnn »»n »Agudas Mroel^ sein./ UeLrigettS) ^dqfaMvf^ Gesuch istja auf- Hewahrt. Hat -er Rabbiner Kuk es selbst unterschrieben? Oder der Oberrabbiner Chajim Sonnenfetd? Oder Rabbi I. I. Diskin?. Wer von den bekannten Rabbinen hat: rs eigentlich unterschrieben? Das Ä er ü ch L hals ei ne Schuld lg fei t getan. Mikro"; Herr Louis K«H«. — Midrasch«; Herr Pr»f. S u l-dach. Sonntag m»Hen,"M« Ähr und Dienstag vor nnzv. im Vereinslokale: Memoro"; Herr R. A. V»sen. Sonntag dir Donnerstag abend, 87, bi» »7, Uhr: V"K-Schtur; Herr H. Halpern. Kreitag, JahrzeitSstiftunaSlernen: Karoline Dannen« - . berg-Sriftlmg. Jeden Morgen nach Schluß der Synagoge: Mtschnalernen". Personalien. Posen,- 80. Juli. Dem Schulamtskandidaten tzeil'chenfeld, einem Enkel de» hier vor Jahren »erstorbenen Oberrabbiners Herrn Dr-. Wolfs Fetlchenleid, ist vom 1. September d. I». ab, eine Lehrerstelle an der hiesigen jüdischen Mittelschule übertragen worden. Der Leiter dieser Schule, Herr David vrztzinkki, hat sein Amt ntedergelegt und ist nach Serltn übergestedelt. Gedern, 31- Juli. Herr Wolf Oppenheimer »«geht am 2V. d. MtS. setyen 70 jährigen GebmtStag und zugleich sein 80 jähriges Jubiläum als Schächter. Vermischtes. Posen, öo. Juli. 'Infolge der politischen Berhältnissx sind mehrere Schulen,Mr ^jüdischen Gxmeinden der ehemaligen Provinz Posen aufgelöst worden. Die Lehrer haben zum Teil Berufungen nach Deutschland «halten oder sind in den Ruhestand getreten. 'GS sind nur noch wenige Mische Lehrer in den Mt zu Polen gehörigen Synägögengemeinden vorhanden. ' Die Ab« Wanderung der jüdischen Einwohner nach Deutschland nimmt ständig zu. ' Berlin, 20. Juli. Im Ostseebad Cranz hat'sich gegen einen Teil der Kurgäste eine Agitation entfaltet, die sich als eine ganz gewöhnliche Judenhetze rohester Form darstellt. Veranstaltet wird sie namentlich Äon Ausländern) da» heißt von baltischen Baronen, denen ber:- beutschvölkiscke». Schutzbund.zur- Sk ite steht undder -seinerseits .die Schuljugend, verschiebt. Der Amts. Vorsteher in Cranz, tst von der aufgehetzten Mxnge Verprügelt «orden, «eil er sich gegen diese Agitation geendet.hat. , Frankfurt'#♦ MLM.'Jnli. Die Sprechstunden -cheS unentgeltlichen Arbkitsnachweise» der. weiblichen Fürsorge e. V. für israelitische^ Frauen und Mädchen, Langestratze 3011, finden von nun an täglich vormittag» von 87»-12'/, Uhr und nachmittags von 8—5 Uhr, Dienstag vormittag vorz 87,-„127L Uhr und nach, mittag» von 3—6 Uhr, Sonytag vormittag von -7,-11 Uhr:statt. Samstag geschloffen. | * Srieflasten. „JtSro^, Nürnberg Wenden Sie sich an Hexrn Dr.^J. Wohlgemüth, Berlin^., Linieystr.; 147. AgudaS Jisroel-Jugeudsrnptze. «»»tag, »/, Stunde vor Maariw: ,D^rm«: Herr Krankenthal. . Montag und Mittwoch, 0—10 Uhr abends: Memoro«; Herr Zahnarzt Ehr mann. Die«»tag, 8—0 Uhr abends: „rc»*. — 31/,—4Vt Uhr nachm.: „Gemoro"; Herr Dr.Hofmann. Dienstag, 7, Stunde vor Maariw: »nvo nn«: Herr Dr. Hofmann. Mittwoch abend, 8 Uhr: „Tesillo"; Herr Ober, lehrer Jos. Kaufmann. — 8*/< Uhr: ^Rewitm"; Herr Lehrer Unna (in der Wohnung des Dozenten, Kleine Obermatnstr. 30). — 7,0 bis 10 Uhr: Turnen. — 7, Stunde vor Maariw: VU-K »pnc"; Herr Zahnarzt Ehrmann. Donner-tag, 0—10 Uhr abend»: „Aussprache* . ..abend"; Herr Zahnarzt Ehrmann. — 7, Sth. vor Maariw: „v"n f»rn"; Herr^Leop. Oppenhe im er.; Sam »tag vorm., 7,10 Uhr:; Herr Dr. , I. Po fen. — li3/< Uhr: Mischna«; Herr Lehrer «. Hirfchberg. M-M ÄgudaS Jisroel-Mädchengruptze. Sonntag abend,.87, Uhr> ^Hehxäische Sprache«; Herr Lehrer Je len. II ' t . Dienstag abend, 7 Uhr: »Jiob"; Herr Zahnarzt Ehrmann. — 7-0 Uhr: Turnen. SamStyg, nach Schluß der Synagoge: „Sidravortrag". — 7,4 Uhr: „Thauro" Herr Lehrer Hirfchberg./— 5 Uhr nachm. .Tesilloh«; i Herr Dr. Hofmann. Beshamidrafch, Oftendstraße 18. ' Samstag nachm. 6 Uhr: Vortrag de» Herrn M. Schriet-er. Sam siag nachm., 7,0—'/,7 Uhr, Sönntag früh 8-9 Uhr, DienSiag und Donnerstag abend, S—10 Uhr: „Gemoro-Schiur" «Bp foas Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer.; | SamStag mittag 12'/. Uhr: „L>vin mit 'S»n«^und ' sonstigen Erklärungen; Herr Rosenzweig. Hierauf um 1 Uhr: nim; SamStag abend, 7, Stunde vor Rächt: Herr H. Holpern. ß - , Alltäglich 7, Stunde vor Rächt: Dtnim'; Herr Rosen zweig. i OV K12N, Ostend strafte 18^; Täglich nachm. 8 Uhr, b'ftüt K*®3; SamStag nachm. 47,—0 Uhr: Herr Rabbiner S. Weber.)' Veehrte Redaktion- Würzbur-, i&. Juli. Bei Registrierung der Vorgeschichte zur hiesigen «abbinerwahl. darf und soll nicht unerwähnt bleiben, baßder große liberale Verein wie. auch die Mittel- Partei in ihren letzien Beratungen den dankenswerten Beschluß gefaßt hatten,,im warmen Jntereffefür die gemeindliche Einheit der Nominierung eines streng, lonservaiiven, auf der Höhe moderner Bildung und «nd Wiffenschast stehenden - Kandidaten zuzustimmtzn. Diese Tatsache soll auch in unserem Kreise nicht verschwiegen, sondern anerkennend hervorgehoben werden. V r; Ä. E. Familiennachrichten. Barmizwoh-Feier. Willi, Sohn des HeKri^ «aruch Bodenheimer, Theobaldstr. 4. — Erich,; Sohy des Herrn S. Frank, Synagoge Jriedbergor Anlage-10.. — Fritz, Sohn des Herrn Manfred Goldschmidt, Synagoge Friedberger Anlage. Vereinskalender. Berein Miekör Chaiim. .* GamjStag morgen nach Schul: „Dinim";; Herr ^Rektor Falk. — 12 Uhr: „Melochim";(Herr Prof. Weyl. — Nachm. 4l/4 Uhr, Langestr. 18: Heöetzeitex.?3nn«n roü. Freitag abend 7.30. Sanrstag morgen 7.45. , ' SamStag nachm. 5.—. \ \ S a m st a g a b e n d 9.05. ] Wochengottesdtenst: - Morgens 6.15. Nachmittags 7.15. "jLiffgrn.ri ac^ < arte Gorialtsmus im Zionismus. Bon Max Bvod. R. Löwit, Verlag Wien und Berlin. Preis: Mk. 7 geh., Mk. 10 geb. , Für Max Brod bedeutet Zionismus nicht nur) eine jüdische Gefühlsäußerung, sondern auch das Bestreben . zur Verwirklichung allmenschlicher und sozialer J8eale. Das Judentum als lebendige Quelle sozialer Gerechtigkeit auszubauen und zu gestalten ist der HauHpro- 'grammpunkt seiner zionistischen Weltanschauung. Lrotz. dem er ebenfalls von der Notwendigkeit eine» Kampfes Legen die antisoziale Aesinnnng, die heute mehr denn je Welt und Menschen ins Verderben stürzt, überzeugt ist, verwirft-«, jedoch den marxistischen Sozialismus aufs entschiedenste, wett letzterer nach seiner Auffaffung: 1. im Kampfe das einzige Mittel steht und 2. diesen Kämpf a!S einen Kampf ber Klaffen und nicht der Gesinnungen prok'amiert.' Dem Maxismu» stellt er den jüdischen Sozialismus. der Willensfreiheit des einzelnen Menschen, wie er schon in der Bibel zum Ausdruik kommt, und auf dem auch der „Hapoet Hazair" sein Programm aufbaut, entgegen. Max Brod findet aber das Programm deS Hapoel Hazair zu verschwommen, zu unscharf und zü unkonkret, als daß eS überzeugend und revoluüonierenb wirken könnte. Ihm genügt eS überdies nicht, schöne allgemein gehaltene Formeln auszustellen. Sr fordert vielmehr ein klar umriffeneS Bild von der von uns angestrebten neuen Wirtschaft-- und Gesellschaftsordnung, damit wir unS über das uns vorschwebende : Ideal möglichst genau Rechenschaft abgeben und ei« feste- Ziel haben, auf Las wir hinarbeiten können. ES fei daS Kennzeichen deS Marxismus, sich den „ZukunftSstaal" nicht näher besehen zu wollen, während wir gerade aus da» Gegenteil da» Hauptgewicht legen müffen. In dem in Rede stehenden Buche unternimmt eS nun der Verfasser, uns in Anlehnung an das System Popper-LynkeuS die Einrichtung einer sowohl den Grundsätzen der sozialen Gerechtigkeit als auch der persönlichen Kreikeit des Einzelindividuums Rechnung tragenden gemeinschaftlichen Wirtschaftsordnung zu zeichnen und zu entwerfen. Rach Popper-LynkeuS muß in erster Linie für baS Existenzminimum eines jeden Menschen innerhalb der staatlichen Gemeinschaft durch die sogenannte »Nährarmee", der jeder Staatsbürger eine gewisse Zeit lang angehört, in jeder Hinsicht gesorgt werden. Neben dieser „Minimuminstitution" mit ihrer Zwang-- dienstpflicht und Naturalwirtschaft bleibt für die Her. stellung und den Betrieb nichtlebenSwichtiger Artikel während der dienstfreien Zeit der Bürger btd freie Konkurrenz bestehen. Dieses LynkenS. Programm, meint Max Brod, fei infolge seiner ethischen.Idee de» Sozialen am besten dazu geeignet, mit der ethischen Id« der, nationalen Seinsfo.rm, dem ZioniSmuS,, in enge Verbindung zu treten und er gestaltet es in besonderer Weife au». - Das Buch stellt im großen Ganzen den ernsten Versuch eines von dem jüdischen Ideale der sozialen Gerechtigkeit durchdrungenen Dichters und Denker» dar, eine Lösung deS sozialen Problems in dem feinem Aufbau entgegenharrenden Palästina, sowie auch in der übrigen ln ihren Grundfesten erschütterten alten Welt zu finden. Außer dem Namen besitzt eS nichts, IvaS als partei-politische Propaganda irgend wie klingen flönntes, dag-gen enthälr eS eine Fülle von Gedanken, die autzerdrdenUich anregend und bereichernd wirken. ' , M. B. Nritnrehn Briefe über Judentum. Von S. R. Strsch. Nebst ein« Einführung von Salomon hrmnnn, Frauksurta. M. 1020. L. Sänger, Verlag. v.... 7 Das unsterbliche Erstlingswerk des großen Meist«» liegt hier in würdiger Ausstattung zu verhältnismäßig billigem Preise in ein« neuen Ausgabe vor, die sich namentlich in den Kreisen der Jugend rasch Freunde erwerben wird. Die Ehrmann'sche Einführung kennzeichnet in knappen Worten das Wesen und die Methode der Hirsch'fchen Judentums.Lehre, skizziert dann den Gedankengang de» Werkes, geht ausführlicher auf die Berechtigung der Sprachanalyse und der Symbolik bei Hirsch ein, um schließlich auf die Aktualität der Hirsch'fchen Gedankenwelt hinzuweisen. (Besprechung yorbehalten). Kellner, LeoNl Theodor Herzls Lehrjahre (1860-1895). Nach den handschriftlichen Quellen. _ am Eschenheimer Turm. ÄMal m Meüabarett. K*mn$ft«ims 6 % <j#f, unk. 7 ■/. M ake»«. Neu erSstnet: Wein-Klause* Eingang «nr Stiftstrafte »8.

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