Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1920-06-17 · Heft 24 (17.6.1920) · page 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
61 (1920)
Issue
Heft 24 (17.6.1920)
Date
1920-06-17
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2446951-2450088-2450110--68290-2525399
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

17. Juni 1920. Der „Frankfurter JSraeltt". Seite 9 Nr. 24. v a nkf xx x f e r Nerich L e. Die Woche. Iac«l> Kttkiuger V'stl- Mit Herrn Jacob Ettlinger, dessen Ableben am p»ß '3 erfolgte, ist der letzte von sechs Brüdern dahingegangen, die, vom Hause A. Ettlinger- Wormser in Karlsruhe entstammend bwjk 2^2 waren, Männer, die, nachdem sie zum Teil das Elternhaus verlassen hätten, auch in ihren neuen Wirkungskreisen in den bekannten Familientradittonen lebten und diese weiter zu verbreiten sich bemühten, uw *inx 2"X U2 u^2 konnten sie von sich sagen, alle Söhne eines Vaters, einer Mutter, in ihren Ideen, in ihren Bestrebungen, in ihren Z'eleri den Ettern nachstrebten und sie zu ergänzen suchten, alle Zweige jüdischen Wirkens für die Allgemeinheit waren durch sie vertreten und als oder pn oder ^roo oder p"sn oder als eifriger Ktppemann waren sie lange Zeit tätig. Daß sie dabet ihrem Haushalt richtig Vorständen, ihre Kinder zu guten Jehudim erzogen und das schönste Erbteil des elterlichen Hauses: die Gastfreundschaft, in nicht zu übertreffender Weise ausübten, sei nur nebenbei erwähnt. Daher konnte es auch nicht Wunder nehmen, daß vor mehr als dreißig Jahren bet einer Vakanz in der Verwaltung des Vereins, der sich zur Aufgabe stellt, Fremde an ri2L> speisen zu lassen, Jacob Ettlinger in diese Verwaltung gewählt wurde. Mit seltenem Eifer hat er in diesem Amte sowohl als auch in der jS'Jnapn pn die übernommenen Pflichten bis in die letzten Tage seines Lebens erfüllt. Mit der Tochter des unvergeßlichen Herrn Jsaac Schames hat er in länger als 40 jähriger Ehe auch Schtcksalsschläge ertragen müssen; aber sein Gottvertrauen, setn jüdisches Denken und Fühlen, sein Leben für alle Mitmenschen, waren es, die ihm auch über die trübsten Stunden htnweghalfen. In diesem Sinne würdigte auch Herr Rabbiner Dr. Nobel bei der '*6, die Verdienste Ettlingers und im Namen der Frankfurt-Loge, bei welcher Ettlinger im Jahre 1888 Mitgründer war, kennzeichnete der Präsident, Herr Willy Wolf, in warmen Worten Ettlingers Verständnis für die hurnauen Aufgaben der Loge und sein Eintreten und Wirken für ihre Ziele. Während der hielt der Dienstälteste der p"n Dumpn, Herr Jsaac Mainz, dem Heimgeganen nnn einen neon. Möge n"2pn den Hinterbliebenen Trost spenden. n"2im Generakver/anrmtungdes jüdischenArrrnverews Am 31. Mai fand die Generalversammlung des Jüdischen Turnvereins unter zahlreicher Beteiligung statt. Zunächst erstattete der Vorsitzende, Herr Georg I r e u d e n st e i n, den Jahresbericht, dem man entnahm, daß der Verein im verflossenen Jahre mit gutem Erfolg gearbeitet hatte. Dte Turnabende waren derart stark besucht (es turnten stets etwa 89 Personen), daß sich eine Teilung der Herrenrtege für nötig ergab. Das Damenturnen war von 60—70 Mitgliedern besucht. Ebenfalls erfreuten fich dte Knaben- und Mädchenriegen einer stets wachsenden Beteiligung. Im Mai vorigen Jahres veranstaltete der Verein ein von 600 Personen besuchtes Schauturnen und konnte im Oktober sein sechsjähriges Stiftungsfest feiern. An Sonntagen versammeln sich die Mitglieder zu gesunden und anregenden Sportübungen und Wanderungen in der freien Natur. Nach Anhörung des Jahresberichtes erstaltere der Kassenwart, Herr Hugo Hecht, seinen Bericht und wurde dann dem Vorstände Decharge erteilt. m AgndaIngend irr Keidelverg. Die erste gesellige Zusammenkunft der südwestdeutschen Äguda-Jugend ist zur Tat geworden. Etwa 150 Agudisten ans den Tälern des Mains, Rheins und des Neckars waren begeistert dem Rufe der Mainzer Jugendgruppen nach Heidelberg gefolgt. Schon die herzlichen Begrüßungsszenen an den Bahnhöfen gaben ein Bild der allgemeinen freudigen Erwartung und des Willens, in gegenseitiger, gemütlicher Aussprache die alle einende Bande des Aguda- Gedankens an diesem Tage fester zu knüpfen. In gemeinsamer Wanderung erstiegen nach Besichtigung des Heidelberger Schlosses die Tarmstädter, Karlsruher, Baden-Badener, Mannheimer- und Mainzer- Gruppen die Höhen des Königstnhles. Ein herrlicher Ausblick ans Rheintal, Neckarberge und Odenwald lohnte die Anstrengungen des Aufstieges. Nach gemeinsamem Mittagessen — das Benschen wurde zu Gunsten der Jugendorganisation versteigert —, ging es bergab unter Lautenspiel und fröhlichem Gesang, ern Von Mainzer Agudisten verfaßtes und in Musik gesetztes „Agudah Marschlied" fand dabei begeisterten Anklang. In Neckargemünd war inzwischen die Frankfurter Agudah-Jugend eingetroffen und harrte in gemütlicher Aussprache, teils ernsten, teils heiteren Vorträgen auf die anderen Gruppen, mit denen sie schließlich ein kurzes Zusammensein in Neckargemünd und eine sehr genußreiche Rückfahrt (teils auf dem Wasserweg) nach Heidelberg und bis Dnrmstadt vereinte. Der Hatlptzweck dieser Zusammenkunft: Die Stärkung des Gefühls der Zusammengehörigkeit unter dem gemeinsamen Banner des Willens 51t Agudas Jisroel dürfte ganz bedeutend gefördert worden sein. Es ist zu hoffen, daß das Beispiel der südwestdeutschen Gruppen Nachahmung finden und dazu beitragen wird, auch in Pen anderen Gauen Deutschlands das Zusammenkommen von Jugendgruppen zu gemeinsamer Wanderung und Aussprache zu ermöglichen. Samiliennachrichten. Barrnizwoh-Feier. Arnold, Sohn'des Herrn Arthur Oppenheimer, Fellnerstratze 0. Bereinskalender. Verein MekorChajim. Samstag morgen nach Schul: „Dinim"; Herr- Rektor Falk. — 12 Uhr: „Melochim"; Herr Prof. Weyl. — Nach m. 4'/. Uhr, Langestr. 18: „Mikro"; Herr Louis Kahn. — Abends 8l/a Uhr, im Hörsaale: Herr Gusta0 K a u f m a n n. Sonntag morgen, ö1/* Uhr und Dienstag vor nwv, im Vereinslokale: „Gemoro"; Herr R. A. Posten. Montag und Mittwoch, abends 7 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Jost Breuer. Jeden Morgen nach Schluß der Synagoge „Mtschnalernen". Donnerstag abend, 6 Uhr: „Hebräische Sprache"; Herr Lehrer Jelen. Samstag Bertha Ehren treu. 7,4 Uhr: „Thäuro": Herr Lehrer Hirschberg. — 5 Uhr nachm.' „Tefilloh"; Herr Dr. Hofmann. ag, nach Schluß der Synagoge: „Sidravorlg". - 7,12-7,1 Uhr: „Hirschlektüre"; Frl. Beshamidrasch, Ostendstraste 18. Samstag nachm., 7*6 -7,7 Uhr, Sonntag früh 8-9 Uhr, Dienstag und Donnerstag abend, 9—10 Uhr: „Gemoro-Schiur" xvp Xft3; Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Samstag mittag 127. Uhr: „omn mit und sonstigen Erklärungen; Herr Rosenzweig. Hierauf um 1 Uhr: nmv. Samstag abend, 7z Stunde vor Nacht: Herr H H alp ern. Alltäglich 7, Stunde vor Nacht: Dinim; Herr Rosenzweig. Dü *rm Ostelkdstraste 18. Täglich vorm. 7-8 Uhr, ll'Nvv rrivr; nachm. 47, bis 6 Uhr, rat?; Herr Rabbiner S. Weber. Hevetzeiten. mp -ristr. Freitag 'abend 7.50. . Samstag morgen 7.45 Predigt. Samstag nachm. 5.—. Samstag abend 9:40. Wochengottesdienst: Morgens 6.15. Nachmittags 7.15. Agudas Jisroel-Jugeudgruppe. Montag, 7, Stunde vor Maariw: „o^nn*: Herr Jrankenthal. Montag und Mittwoch, 9—10 Uhr abends: „Gemoro"; Herr Zahnarzt Ehr mann. Dienstag, 8-9 Uhr abends: „r>22>". — 37,-47, Uhr nachm.: „Gemoro"; Herr Dr. Hofmann. Dienstag, 7» Stunde vor Maariw: 'in": Herr Dr. Hofmann. Mittwoch abend, 8 Uhr: „Tefillo"; Herr Oberlehrer Jos. K a u f m a n n. — 88/4 Uhr: „Newiim"; Herr Lehrer Unna (in (der Wohnung des Dozenten, Kleine Obermginstr. 30). — 7,9 bis 10 Uhr: Turnen. — 7, Stunde vor Maariw: „rvßN 'pis"; Herr Zahnarzt Ehrmann. Donnerstag, 9—10 Uhr abends: „Ausspracheabend"; Herr Zahnarzt Ehrmann. — 7, Std. vor Maariw: „a»n pen"; Herr Leop. Oppenheimer. SamStag vorm., 7-10 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. I. Posen. — 117« Uhr: „Mischna"; Herr Lehrer A. Hirschberg. Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Dienstag abend, 7 Uhr: „Jiob"; Herr Zahnarzt Ehr mann. — 7—9 Uhr: Turnen. Vermischtes. Wien, 10. Juni. Seit 54 Jahren besteht in Wien tl ein Bethausverein „Sanzer Klaus", in welcher hervorragende Talmudisten ihre Andacht verrichteten. Dieser Verein war infolge fortwährender Kündigung gezwungen, oft seine Belhausstätte zu wechseln und vor kurze»» war es sogar der gänzlichen Aucmletung preisgegeben Dadurch wäre eine aliehrwürdtge, allgemeine Einrichtung zugrunde gegangen. In letzter Stunde ist es aber trotz aller bekannten Schwierigkeiten Herrn S. Komet mit Aufwand aller Energie gelungen, Räumlichkeiten im eigenen Hause, Floßgasse Nr. 9 freizumachen, diese noch zu erweitern und so dem Verein, der knapp vor der Auflösung stand, in geeignete Lokalitäten unterzubringen. Um den Bestand des Vereines für künftighin zu schützen und zu sichern, vermachte Herr Komet diese Räumlichteiten testamentarisch und grundbücherltch dem Vereine. Auch erließ er dem Bethausverein für immerwährende Zeilen die Mietbezahlung mit der Bestimtnung, daß eine der Lebensaufgaben des Vereines bleibt, alljährlich aus den Einkünften und Spenden, e ne arme jüdische Tochter zu verheiraten und aus dem Vereinsvermögen die ~ Auslagen des Hochzeitssestes zu bereiten. Der Verein hat einstimmig den Beschluß gefaßt, alles aufs strengste und genaueste einzuhalten und beschloß noch weiter, nach Ableben des Herrn Kouret, dieses alljährliche Hochzeitsfest, an seinem Jahrestage zu feiern. Sehumann-Theatei* Sonntag, 27. Juni: Schluß der „Volks-Schauspiele“. Abends 77, Uhr: Abends 77, Uhr: „Mein Leopold“. Volksstück mit Gesang in 3 Akten von Adolph L’Arronge. Donnerstag, 1. Juli: Eröffnung der VOLKS-OPER. Außerdem täglich geöffnet: „SCHUMANN - WINTERGARTEN“ „SCHUMANN - BIERTUNNEL“ „SCHUMANN-HIPPODROM“. SfiMü? Rii. Peosien für gesunde, ältere Dame gegen [In, reichliche Bezahlung iit. fromm. Familie gesucht. Offerten unter 20710 an die Expedition d. Bl. Junger Mann, viel auf Reisen Off. n. 80702 an die Expedition für Lehrling, elsäsi. FlüGlüig b. i mäh. Preis p. sofort gesucht. Off. unter 20709 an d. Exp. d. Bl. Anständ. Geschäftsfkänlein 'SMöbiMansarde in grttem Hause. Offerten unt. 207N an die Expedition d. Bl. dross5! am Eschenheimer Turin. Dösiomdten WM. Zillerthal und Vlerkaharett. Hawn5ffrnrna 6 v* ilvr, Unk. 71/, Ahr abenüs. Neu eröffnet: ' W ein-Klau» e. , Eingang nur Stift st raste SS. 8 w 8657

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.