Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 61 (1920)
- Issue
- Heft 19 (13.5.1920)
- Date
- 1920-05-13
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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MIß ranksurler Aerichte. WMR! Ais Woche. „Jeire emune Iisroet". Am Sonntag fand im Lokale der Agudas Jisroel- Jugendgruppe, Hanauerlandstratze, eine Versammlung der im Vereine „Zeire emune Jisroel" organisierten, hier weilenden östlichen Jugend statt. Herr Grün- Ora s eröffnete die Versammlung mit einer kurzen Begrüßung und gab einen kurzen Ueberblick über die bisherige Tätigkeit des Vereines. Den Rechenschaftsbericht erstattete der Vorsitzende der Versammlung, Herr N. Weil. Darauf Hielt Herr L. Hiller ein inhaltsreiches Referat über die Notwendigkeit und die Aufgaben der „Zeire emune Jisroel", in dem er die Beschlüsse der Gesetzestreuen «nd besonders der Jugend betont, sich selbständig zu betätigen. In den Vorstand wurden folgende Herren gewählt: L. Htller, I. Grüngras, R. Weil, A. Diamant, A. Speis, M. Hallmann, S. Kusnitzki, S. Lewin und I. Etsenmann. Schewususkerneu. innere Befriedigung, Gemütsruhe und gibt Selbstvertrauen, stärkt die Heiwatsliebe und^ erleichtert friedliches Zusammenleben mit seinen Mitmenschen; die Sucht nach dem Geld schwindet. Die Landwirtschaft erfordert ganze Menschen, Menschen mit Pflichtgefühl, festem Willen, Gewissenhaftigkeit und starken Charakteren. Die Landwirtschaft ist der Beruf der großen Liebe, durchdrungen von dem Gefühl, daß sie alle Lebenden ernährt und erhält. Reich ist das Innenleben eines Landwirtes. Er hat den Beruf des Erlebens und des Zählens zum Leben. Er lebt in der Erwartung der Geburten der Tiere und zählt die Tage der Reife bei Tieren und Früchten. Jeder Tag ist in der Natur und dem Tierleben ein Geburtstag. Arbeit ist das Leben des Landmannes. Heilig ist die Landarbeit, weil sie jeder als Zweck/empfindet. Wer leben und arbeiten will, kehre zur körperlichen, wissenschaftlichen Arbeit zurück. Im Grund und Boden findet das Judentum wieder Erneuerung. In ihnen wurzelt die Kraft, Gleichberechtigung und Achtung zu erlangen, und Frieden zu schließen mit den Völkern. „In der Landwirtschaft adelt der Mensch den Beruf und nicht der Beruf den Menschen"! AgudaS Jisroel vollständig unterrichtet waren, entschloffen wir uns auf Anregung desselben, unseren Verein in eine Jugendgruppe zur Pflege echten THorastudtums sowie edler Geselligkeit zu erweitern und diese Gruppe an die Agudas JiSroel-Jugend- «rganisakion anzugliedern. Die Gruppe wurde mit einem Mitgliederstamm von 13 jungen Leuten gegründet. Herr Oberkirchenrat Dr. Kroner wurde zum Ehrenvorsitzenden, Herr Karl Kahn dahier, zum ersten Vorsitzenden gewählt. Familiennachrichten. Geburten. Eine Tochter: Adolf Schönberg und Frau Rosa, geb. Kahn, Langestraße 2S. Varrmzwol-Meier. Siegbert, Sohn de» Herrn David Neuhaus, Synagoge Börneplatz. — Salomon Sohn des Herrn Max Speier, Oftendstraße 38. VereMalender. Wie alljährlich, findet auch dieses Jahr in der ersten M-QV-Nacht Schewuauslernen in den Räumen des Mekor Chajim, Langesiraße 18, statt. Beginn 11 Uhr. Anmeldungen sind an den Vorstand zu richten. Der Beitrag beträgt für Mitglieder 3 Mk.; für Nichtmitglieder 4 Mk. Sprechfaul. Die Landwirtschaft — die Erneuerung des Judentums. Außer dem Grund und Boden ist aller Reichtum meist eine Fiktion. Aus dem Grund und Boden kommt alles, in ihnen wurzelt alles. Wehe dem Volk, welches diesen Beruf vernachlässigt. Es ist hem Haß und der Nichtachtung der Völker preisgegeben. M Die Landwirtschaft ist ein wtsienschastlicher Lebensberuf, in dem eine ewige Erneuerung unsere Herzen erhebt. Die landwirtschaftliche Arbeit stählt den Körper, erfrischt den Geist und erhält so Leib und Seele gesund. Durch frühes Aufstehen gezwungen, erlebt man immer wieder den Sonnenaufgang und das Erwachen der Natur und Tierweltman beobachtet und empfindet täglich das Leben und Streben in der Natur, erfreut sich an dem Gesang der Vögel u. a. Lebens- und Arbeitsfreude kehrt in das Gemüt des Menschen ein und es wird nicht ansbleiben, daß ihn eine starke Sehnsucht packen wird, ein Stück Erde sein eigen nennen zu können und dieses selbst zu bearbeiten. Selbstproduzieren, welch' stolzes Empfinden! Selbstproduktion in der Landwirtschaft schützt vor Nahrungssorgen, macht frei und -unabhängig, schafft Schumaim^Tlieate^ Ab Samstag, den 15. Mai bis auf Weiteres täglich abends 7 Uhr. „Die Weber“ Schauspiel in5Akten von G erha rtHauptmann Mittwoch, 19. — Samstag 22., sowie Sonntag 8 23. Mai 3 Uhr: „Kabale und Liebe“ Bei den eftteren zwei Vorstellungen am 19. und 22. Mai Eintrittspreise nur Mk. 1.25 und 65 Pfg. Außerdem täglich geöffnet: „SCHUMANN - WINTERGARTEN“ mit vollständ. neuem erstklass. Künstlerprogramm. „SCHUMANN- BIERTUNNEL“ Dir. WillyLeyendeckers Possen-Gesellschaft HB j H. Trittler Inh. Paul Schiltz Goetheplatz 6—8 Frankfurt a. M. Vollendete farbige Kunstblätter gerahmt Für WohndLelen Für Salons Für Speisezimmer Für Schlafzimmer Rahmungen in eigener Werkstätte z * Mein Artikel soll ein Werk der Tat sein, und ich möchte mit diesem gleich verbinden: 1. einen Aufruf zur Gründung einer Bank (Bank für jüdischen Grundbesitz), 2. einen Aufruf an alle jüdischen Gemeinden zur Kapitalbeteiligung und zu Geldsammlungen durch Lehrer u. a., 3. einen Aufr uf an alle Juden, es als Ehrenpflicht zu betrachten, sich an diesem Liebes- und Menschheitswerk zu beteiligen. Nach Gründung der Bank soll der Ankauf von Grund und Boden, welcher bereits in jüdischen Händen ist und anderer vorgenommen, und sofort vorerst ein jüdisches Lehrgut in einem Orte mit jüdischer Bevölkerung (z. B. Elsaß-Lothringen, Baden, Württemberg), errichtet werden, dem andere folgen sollen. Mit Stolz und Begeisterung muß dieses Werk der Liebe in die Hand genommen werden. Zuschriften von wirklichen Interessenten^ insbesondere von Geldleuten zur Gründung einer Bank erbittet Benno Lob atz, Berlin-Charlottenburg, Courbierestraße 17. Verein-wesen. Berlin, 4. April. Für den RettungStag für die Jüdischen Landgemeinden Deutschlands wurden in der ehrwürdigen Synagoge der Berliner Adatz Jisroel- Gemetndc sehr erhebliche Beträge gespendet. Diese Spenden, auf welche Herr Rabbiner Dr. Munk in seiner Predigt in der Synagoge uachdrücklichst hinwies, werde.: daselbst noch fortgesetzt. Das edle Beispiel der Berliner Adatz verdient sicher Nacheiferung. Stuttgart, 28. April. Seit einem Jahre besteht hier der Verein „Mekor Chajim", der jungen Leuten die Möglichkeit gibt, wöchentlich einige Schiurim zu lernen. Auf der dieser Tage stattgefundenen Generalversammlung hielt Herr Albert Ray er, Fürth, ein Referat über „Ziele und Leistungen der Agudas JiSroel",' an das fich eine rege Diskussion anknüpfte. Nachdem wir durch Herrn Mayer über das Wesen der sm EschssrheirKSN SSßziülikilkslilieKer. Merthal und Slettabanrt. »««»rttams 6 V, i!»r. Ml ZV, M Genas. Nrrr eröffnet: Wein-Klause« Eisrsaus nur Gtiftftraste 82. g Möbliertes Zimmd7 in Otzerid von einen: jungen Mann gesucht. Offerten unter 8. F. 77 Tlttnger Ä Kriedberg, Frankfurt a. M. (20441 kiegsLager von S. Schachnowitz. Preis 30 Psz. — Su beziehen durch bas Büro des laudaS - JiSroel. Jugend, organisationFrankfurt a.M Verein Mekor Chajim. Samstag nachm., 4V« Uhr, Langestr. 18: „Mikro"; Herr Isaak Sulzbach. — Abends 8'/« Uhr, im Hörsaale: „Midrasch"; Herr Rektor Falk. Sonntag morgen, 9'/« Uhr und Dienstag vor nnJD im Vereinslokale: „Gemoro"; Herr R. A. Posen. — Abends °/« Stunde vor Nacht, Hanauerlandstr. 17: ,,^p' s'p"; Herr Redakteur Schachnowitz. Montag u. Mittwoch abend, 7 Uhr, im Vereinslorale: „Gemoro"; Herr Dr. Jos. Breuer. Allabendlich V-» - V-10 Uhr, Langestr. 18: „Gemoro"; Herr H. Halpern. Agudas JiSroel-Jugeudgruppe. Sonntag morgen, 8 Uhr: „Chumisch mit Raschi"; Herr Leopold Oppenheimer. Montag und Donnerstag abend, */*• Uhr: „Gemoro"; Herr Zahnarzt Ehr mann. Dienstag abend, 71/, bis 8'/, Uhr: „Tefilloh"; Herr Oberlehrer Kaufmann. Dienstag, 7 Uhr undSamsia gnachnr., S1/« Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hofmann. > Mittwoch abend, 8°/« Uhr: „Newiim"; Herr Lehrer Unna. (In der Wohnung des Dozenten, Kleine Obermainstraße 30), Donnerstag abend, Uhr: „Ausspracheabend". (Herren und Damen). Samstag vorm., */,10 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. I. Posen. — lls/4 Uhr: „Mischna"; Herr Lehrer A. Htrschberg. Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Dienstag abend, 7 Uhr: „Jiob"; Herr Zahnarzt Ehr m ann. Mittwoch abend 8*/, Uhr: „Unsere Aufgabe"; Frl. Ehrenlreu, München. Donnerstag abend, 6 Uhr: „Hebräische Sprache"; Herr Lehrer Je len. ** Samstag, nach Schluß der Synagoge: „Sidravortrag". - 11V, Uhr: „Hirschlektüre". — V,4 Uhr: „Thauro"; Herr Lehrer Htrschberg. — 5 Uhr nachm.: „Tefilloh"; Herr Dr. H 0 frn a n n. Bishamidrasch, Ostendstrahe 18. Sonntag früh, 8-9 Uhr, Dienstag und Donnerstag abend, %3 bis V4iO Uhr: „Gemoro-Schiur"; Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Samstag mittag 12'/« Uhri „rrsm mir '&>•*/' und sonstigen Erklärungen; Herr Rosenzweig. Hieraus um 1 Uhr: nrwo. HeSetzeiterr. ’nipns "ins rmv Freitag absnS 7.30 Samstag morgen 8.— Samstag nachm, 5.--. Samstag abend 8.L5. Wochengottesdtenst: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15