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Der Israelit · 1920-05-13 · Heft 19 (13.5.1920) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
61 (1920)
Issue
Heft 19 (13.5.1920)
Date
1920-05-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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TeuerungSzuschl.;Ausland-Jns.Mk.3.—pro Zeile Rabatt nach Tarif Jnseratenanuahme durch den Verlag des Israelit G. m. b H., Frankfurts. M>, Gr. Eschenheimerstr.23 Del. 5848, Amt Hansa, sowie fämtl. Annoncen-Exped. des In- und Auslands. “ atzvorlürrtsteu ohne Verbindlichkeit. M LS Zahlungen außer direkt an den Verlag — Postscheckkonto Frankfurt a. M. No. IS80S — erfolgen an: Conto det der Postsparkasse Wien No. 7S«S5 Conto Sei dem Postsparkassenamt Budapest Ro. 184« Coto beim Postscheckamt Zürich Ähr-. Till 7854 Conto bei der Böhmischen Unionbank. Prag und deren Filialen. ÜBKSaWQTf IffPUmm «KtAtaRHaMMieiCM Der llsckSruck 5er Mlckel und Correfponöenjen Oes «Israelit“ iff nur unter genauer Quellenangabe, und, soweit es kick um größere llukMe ksnSelt, nur nsck oorherifler Seneiimiguna settsilel. JtthallsÄderstcht. 1. Leitartikel: Warum rähleu wir? — 2. Homiletik: Dr. Felix Kanter: Gin Gleichnis von der Ualuta. — 3. KleinesFeuilleton: Dehmelund der jüdische Schalet. — (Der Racheakt des Juden.) — 4. Wochenrundschau: Die Wahlen in der Tschecho- Slowakei und ihre Lehren. — Die neue bayrische Gemeinde-Organisation. — 5. Aufsätze: Samuel Jeselsohn: Das Dudget der dadischrn Landessynagoge pro 1920-1922. — 6. Korrespondenzenund Nachrt chten: Berlin, (Aus der neuen Steuer-Gesetzgebung). — Wien, (Palästinaarbeit der "Agudas Jisroel-Jugendgruppe). — Wien, (Die Studentenkämpfe vor der Wiener Nationalversammlung). — Budapest, (Die Judenfrage in Ungarn). Budapest, (Aus der ungarischen Hölle). — Warschau, (Allerlei aus Polen). — Kowno, (Wiederaufbau in Litauen). — Zürich. — London, (Eine Erklärung zur englischen Palästinapolttik). London, (Englisch-arabische Kämpfe in Palästina). — London, (Abänderung des Urteils Jabotinskh). — Zürich, (Die Schreckenstage in Jerusalem). — 7. Vermischtes: Berlin. — Berlin. — Königsberg. — Baden-Baden — Breslau. — München. — Burgpreppach. — Posen. — 8. Feuilleton-Beilage:AmAudenstaatderChasaren. Die „billigen" Ohrringe. — Dr. O. Donath: Th. G. Masaryl: Uuse>. fuchset. — 10. Frankfurter Berichte. — Sprechsaal. — Vereinswesen. — Familiennachrichten — Vereinskalender. — Gebetzeiten. Warum zählen wir? (Aus -er Symbolik des „Sefiras haaumer".) II. Die für «TVBD in Betracht kommenden sieben Sphären heißen: ,Tn ,r?SJ /mt*Bn ,nvn /TlD*1 und werden von der Symbolik auf die sieben Sefiroh Wochen in folgender Weise verteilt: Zu Beginn einer jeden Woche tritt eine derselben in den Mittelpunkt, um die sich dann alle anderen gruppieren, oder richtiger an der sie in der gegebenen Folge Revue passieren. Zum Beispiel heißt die erste Sefirshwoche nDft# der erste Abend demnach nvN2V nvn, der zweite ‘’DfDtf nTM, der dritte msan ufw. usw. Zu Beginn der zweiten Woche wird ION vom rmitf abgelsft, das wiederum alle anderen Sphären der Reihe nach an sich vorüberztehen läßt. Am nÄV2 wären wir beispielsweise an Tn2V Tn angelangt. Die letzte Woche setzt mit als Grundeigenschaft ein und die ganze Zahl schließt am letzten Sefirohabend mit niDteatP ab. Wir haben hier die sieben Sphären nur nach ihren Benennungen verzeichnet, ohne daß wir es versucht hätten, uns an ihren tieferen Sinn heranzuwagen. Vielleicht dürfte daran erinnert werden, daß auch die l'r^p iTStflK' dte „höheren Gäste," die wir nach frommem Brauch allabendlich am Sukausfeste der Reihe nach in unserer Festhütte begrüßen, von keinem Geringeren als dem Bilnaer Gaon im Zusammenhang mit den genannten sieben TTSD gebracht werden. Und die Namen in ihrer Folge und der Eigenschaft ihrer Träger vermögen vielleicht auch einigen Aufschluß über Sinn und Charakter der Sphären selbst zu geben. Der Aufmarsch der „Uschpistn" geht in folgender Reihen- und Rangordnung vor sich: Abraham (THl), Jsak (mräi), Jakob irN8LN), Moses CnS2), Aharon (Tin), Josef (TD1), Dawid lni2^v). Die Ablösungen vollziehen sich ganz wie bei der Sefiroh, nur mit dem Unterschiede, daß sie hier nach Tagen erfolgt, und zwar so, daß am ersten Abend Abraham den Reigen ansührt und die Anderen sich um ihn herum gruppieren, am zweiten Abend Jsak an seine Stelle rückt und die anderen, einschließlich Abrahams, um sich vereinigt usw. Somit lehrt Abraham die Liebe, Jsak das Heldentum der restlofen Hingabe, Jakob ringt mit Himmlischen und Irdischen für den Gottesrühm, Moses bringt die ewige Kraft der Gottesidee zum Siege. AufAhrons, des Hohepriesters Haupt strahlt ein Abglanz der göttlichen Schönheit (ins nxTv Tin), Josef zeigt den göttlichen Ur grund unseres Wesens, der der wilden Brandung der Welt standhalt l und Dawid, der gekrönte Sänger, leiht der Gottes Huldigung das schönste bis jetzt von Menschenmund gesprochene Wort. Nach all dem hätten wir uns in den sieben Sabbaten der Sefiroh auf der Stufenleiter von nvn bis hinaufzuwinden bis zum höchsten Punkte menschlich möglicher Vollendung. lieber Liebe, Hingabe, Gottesruhm, „ewige Kraft", die im All sich wiederspiegelüde Schönheit und \ Harmonie, die Erkenntnis vom göttlichen! Urgründe unserer Seele führt der Weg zur! Go ttesh uldigung. Und darüber stehen, k nach der Gesetzgebung, als letzte Stadien: Weis- , heit, Einsicht — und „Höchste Krone", welches letztore am Ende der Tage von der in Gott ge- * . einten Menschheit dem Weltenschöpfer und Welj tenlenker gereicht wird. — -- Allein, sprachen wir doch auch von der Sefiroh als Golus zählen! Es ist nun so, daß die Tage der innerenTäuterung in derFolge, die Tage der „jüdischen Trauer und Tränen" geworden sind. Die Zeit hat der Sefiroh einen schwarzen Stempel aufgedrückt, der ihr von Hause aus-nicht zugedacht war. Anderes Schneiden und anderes Zählen, andere Lieder und andere Melodien! . . . Der Tod hält reiche Ernte in der Jüngerschaar des Rabbi Akiba! Aber was bedeutet dieses große Sterben im zweiten Jahrhmidext im Vergleich zu den Leiden des Mittelalters,' da die Kreuzfahrer, in den Tagen des ersten Blühens, einmal und nocheinmal Rhein und Main mit jüdischem Blute färben! Und später und noch später bis zu den jüngsten Schrecken stagen in Polen, Ungarn und der Ukraine! Der lustige Schnittergesang wird zum Röcheln treuer Glaubenshelden, zu den letzten Seufzern der tiHpn MTilp OV.n min? rv 2V22 Uno es weint die jüdische Seele in Ahawa- und Sulasgesängen und schreit hinaus: „Wie lange, wie lange noch, Gott?!!" '*1 ’nö T Indessen, wie stolz muß die Brust schlagen bei dem Gedanken, daß just die Zeit des bittersten Leides jene in höchste Ethik und glühende Welt- Hoffnung getauchte Symbolik geboren hatdaß die Träger und Zeugen dieser Leiden die Zahlen der Sefiroh nicht mit Klagen und Anklagen und Rufen nach Vergeltung begleiten, sondern mit Aeußerungen göttlicher Liebe und menschlicher Höhenentwicklung, mit dem Hinweis auf die Himmelsleiter, die von nvn ausgehend zur Höhe führt! ... Wochemmdschaii. Sie Wahlen ln der Mechr-Elowakei vnd ihre Lehren. Wie an dieser Stelle vorausgesagt worden war, hat die mit ungeheurem Apparat ins Werk gesetzte Wahlagitation der sogenanrten „Vereinigten jüdischen Parteien", zu Deutsch: der Zionisten in Lschecho-Slowakierr, völlig ergebnislos geendet — die gesamte tschechoslowakische Judenhert bleibt, dank der zionistischen Politik, ,1 iaMfiääl

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