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Der Israelit · 1920-04-15 · Heft 15 (15.4.1920) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
61 (1920)
Issue
Heft 15 (15.4.1920)
Date
1920-04-15
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Seite 9 Nr: 15. Der „Frankfurter Israelit". 15. April 1930. Ms Woche. Iran Auguste Uker. Eine „Em habbonim s'mccho" im wahrsten Sinne des Wortes ist in den Tagen des Hallel-Jubels unerwartet von uns geschieden, eine Fünfundstebzigjährige, die sich bis zum letzten Augenblicke ihres Lebenswerkes an acht wohlerzogenen Söhnen freuen durfte — Frau Auguste Bier. Schon in ihrem Ellernhause — ihre Mutier war die erste, die aus dem Bes hachajim der Religionsgesellschaft ihre Ruhestätte fand — lernte sie Thauro, Awnudo und Gemilus Chessed kennen, die sie dann an der Seite ihres Gatten, des unvergeßlichen Max Bier s. A., mustergültig zu betätigen wußte. Ueber seinen Tod hinaus war sie die Jortträgertn seiner vom Geiste Rabbiner Hirschs erfüllten Lebensprinzipien im Familienkreise, der Stolz und das Vorbild ihrer Kinder und Enkel, mit jugendlicher Frische und Heiterkeit bis zum letzten Atemzuge gesegnet, den sie letcht und kampflos im Heime ihres ältesten Sohnes audhauchte. Unter großer Beteiligung aus allen Kreisen der Gemeinde wurde sie kurz vor Eintritt der letzten Festtage zur Ruhe geleitet. Ihr Andenken wird, mit der Erinnerung an die Frühgeschichte der Kehilla verwoben, ewig in Ehren gehalten werden. n"2m Aas Schicksal des WMantropins. Mehrere auswärtige jüdische Blätter melden, daß das Philantropin in den Besitz der Stadt Frankfurt übergehe, das heißt als jüdische Schule aufhöre zu existieren. Die Israelitische Gemeinde sei nicht mehr imstande, die Kosten der Unterhaltung aufzubringen. Wie wir hören, ist diese Nachricht unzutreffend. Vielmehr bestehen aussichtsreiche Bestrebungen, die Schule zu erhalten.; Auch die Sammlungen zur Deckung' des Zweimillionen-Defizits des Gemeindehospitals in der Gagernstraße sollen einen guten Fortgang nehmen. Unsere Wereine im Sommer. Das Sommerhalbjahr hat im M e kor Chajim wie in der Agudas Jisroel-Jugeudgruppe mit dem Pessachfeste seinen Anfang genommen. Aus dem gemeinsam zusammengestellten Lehrplane ist hervorzuheben, daß während der Omer zeit je eine halbe Stunde vor Nacht in den Räumen Hanauerlandstraße 17, die Lernvorträge von beiden Vereinen gemeinsam abgehalten werden. Als Dozenten für diese äußerst stark brsuchte Vorträge wirken die Herren Hermann Frankenthal, Dr. W. Hofmann, Zahnarzt Ehrmann und Leopold Oppenheimer. Am Sonntag abend setzt Herr Redakteur Schachnowitz SU Stunde vor Nacht seine 2^p' t'p-Vorträge fort. Der ^-Vortrag des Herrn Rektor Falk findet wie immer am Sabbat morgen im Hörsaale Frledberger Anlage statt, der reivr-Schiur des Herrn Dr. Josef Breuer je am Montag und Mittwoch abend 7 Uhr, im Vereinslokale Langestraße 18. Herr R. A. Posen hält seinen rr "i 0 > Schiur, Sonntag vor m. 9x/4 Uhr und Montag eine Stunde vor Minchoh im Vereinslokale. Der M i sr ovortrag findet im Vereinslokale Sabbat nachm. 41/« Uhr statt. Allmorgendlich wird im Hörsaale Frtedberger Anlage M i s ch n a gelernt, außerdem lernt Herr Rektor Falk Mischna am Mittwoch nachm, eine Stunde vor Minchoh im Vereinslokale. Mit VD 'd beginnen je am Samstag eine Stunde vor Nacht im Hörsaale Jriedberger Anlage die von früher her so beliebten L>inv-Vorträge wieder. Im Lokale Hanauerlandstraße 17, findet außerdem Dienstag abend 7 Uhr und Freitag mittag 3*/2 Uhr, Gemoro-Schiur des Herrn Dr. W. H 0 f m a n n statt. Der Mittwoch ist für die Heimabende festgesetzt. Donnerstag abend 8% Uhr, liest Herr Zahnarzt Ehrmann aus den Neunzeh n Briefen. Alles in allem ein frisches Leben und eine reiche Lerntätigkeit, aus der jeder, Jung und Alt, profitieren wird. Gemoro-Schiur im AeHamidrasch, Hsteudstraße. Im Beshamidrasch, Ostendstraße, beginnt mit Sonntag ein neuer Gemoro-Schiur, mit dem Zwecke, D"tP der Reihe nach durchzuberaten. Der Schiur findet allabendlich \ 7 bis '/, 8 Uhr statt, unter Leitung des Herrn Rabbiner S. Weber und dürfte sich guter Beteiligung, auch von rnin ^2 westlicher Art erfreuen. Familiennachrichten. ~ Barmizwoh-Feier. Arthur, Sachs, Oberer Atzemer 6. Sohn des Herrn Veremskalenber. Verein Mekor Chajim. Samstag morgen: „Dinim",- Herr Rektor Falk. — Nachm. 4V4 Uhr, Langestr. 18: „Mikro"; Herr Leopold Schwab. Sonntag morgen 9'/* Uhr und Dienstag vor nrüD im Bereinslokale: „Gemoro" Herr R. A. Posen. — Abends V. Stunde vor Nacht, Hanauerlandstr. 17: „2pr pp"; Herr Redakteur Schachnöwitz. Montag u. Mittwoch abend 7 Uhr, im Vereinslokale: „Gemoro", Herr Dr. Jos. Breuer. Hevetzeiteu. . '2'VV mt»- Freitag abend 6.45 Samstag morgen 8.— Samstag nachm. 5.—, Halach. Vortrag. Samstag abend 8.10. Wochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 6.30 SeJittmanm-Tiieate? Ab Donnerstag, den 15. April 1920. Täglich abends 7 Uhr: „MEIN ANNERL“ Operette in 3 Akten von FritzGrünbaum und Wilhelm Stere — Musik von Georg Jarno. Einstudiert und in Scene gesetzt vom Oberspielleiter Dir. Emil Notlimann Musikal. Leitung: Kapellme.sterHans Sommer Hauptdarsteller; Die Damen: Anni Sutter, Julia Topper, Maria Dewald-Köhler Die Herren: Emil Schroers, Ernst Willert, Karl Reul, Fred Fried, Leo Baldus, Kuno Schlegelmilch. Jeden Sonntag — 2 Vorstellungen 2 — Nachmittags 3 Uhr: (Kl. Pr). — Abends (Gr. Pr.) Jeden Freitag Volksvorstellung (Kl. Pr.) Voranzeige! Voranzeige! Voranzeige Von Samstag, den 1. Mai bis einschließlich Mittwoch, den 30. Juni 1920 VOLKS-SCHAUSPIELE mit eigens hierfür neu verpflichteten darstellendem Personal. Samstag, den 1. Mai. Samstag, den 1. Mai* Erstaufführung „DIE EHR E“ Schauspiel in 4Aktenv.Hermann Sudermann Außerdem täglich geöffnet: „SCHUMANN - WINTERGARTEN“ neues erstklass. Künstlerprogramm. „SCHUMANN - BIERKELLER“ Dir. WillyLeyendeckers Possen-Gesellschaft. A.M.Tliyssea Stets Eingang * B9 Neuheiten in Tapeten "BW Teppiche Läufer Vorlagen 20 Nsuft fflaiozergtrasse 20 Ecke Weissfrauenstrasse. Telefon: Hansa 1784. 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