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Der Israelit · 1920-03-04 · Heft 9 (4.3.1920) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
61 (1920)
Issue
Heft 9 (4.3.1920)
Date
1920-03-04
Page
– (sequence 16)
Language
German
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vollkommene Anerkennung findet und der den Tempel zum ewigen Bestände wtedererbaut,- Er ist's, dessen Thron einst in der ganzen Welt gehuldigt wird und der den jüdischen König für immer wieder in seine Herrschaft des Friedens einsetzt und Er ist's, der das Andenken Amaleks des Krieges restlos tilgt, auf daß, soweit fich der Himmel wölbt, der amalekitische Name und Geist nicht mehr vorhanden bleibt. 4- * q- Alljährlich zur Pürimzeit schallt diese Zeiten und Länder umspannende göttliche Verheißung im Anschluß an das durch Moses an Israel ergangene göttliche Pstichtwort an unser geistiges Ohr/ die Verheißung am Purimtage selber und das Pstichtwort am Sabbat vor Purim. In der Purimbegebenhett stehen uns beide Momente vereinigt gegenüber. War doch das Leid, das unsere Ahrsen infolge des unseligen Planes Hamans heimsuchte, durch die Halbheit hervorgerufen, die Israels erster König dem Gebote der Vernichtung Amaleks entgegenbrachte und stellt doch andrerseits die Vereitlung seines Vorhabens und der Sturz seines ganzen Hauses einen Teil der Verwirklichung der Voraussage Gottes dar, daß Er Amalek vertilgen werde. Ja! Purim ist ein klassisches Beispiel derjenigen Geschichtsepochen, in welchen diese allmähliche Beseitigung Amaleks merklich in die Erscheinung tritt. Das Beispiel tritt in veränderter Form allezeit auf, wenn amalrkitischer Geist von stolzer Höhe niederstnkt und es wiederholt sich solange, bis er von der Bühne der Menschheitsgeschichte geschwunden. Israel wurde schon bei seinem Einzüge ins Land zur Herbeiführung dieses weitreichenden Zieles verpflichtet, nachdem es seit dem ersten 'Zusammentreffen mit Amalek vierzig volle Jahre die ganze Wüste hindurch den Schatz der Verheißung Gottes getragen, daß Er dieses Ziel mit Bestimmtheit zur Verwirklichung bringen werde — ein herrliches Wahrzeichen an der Pforte der jüdischen Geschichte für dieunentwegte Treue, die diese zukunftsvolle Verheißung mit Israels Gang durch die Wüste der Zeiten verknüpft. Die Sünde des Menschen. Cap. III. Fortsetzung.) 22. Wenn auf Grund der Zurückweisung, die die Auslegung des izvv durch Pappus seitens R. Akiba erfährt (Mtdr. Rabb. n'Wttin 21,5) Hirsch übersetzt: so ist der Mensch also wie das eine seiner Wahl Ueberlassene geworden," so können wir uns zu dieser Auffassung nicht verstehen, da R. Akiba das nicht unbedingt gemeint haben muß. Wir müffen darauf aufmerksam werden, daß in der Geschichte des Menschen dreimal ohne indirektes Objekt der angeredeten Person vorkommt, und zwar bet drei bedeutungsvollen Momenten, bet der Erschaffung des Menschen I 26, bei der des Weibes II 18 und hier bei der Neugestaltung seiner Lebeusverhälmiffe. Der göttliche Waltungsplan wird jedesmal mit der Einleitung l&X'l kund getan. Und wie I 26 der ganze Naturhaushalt nicht * die „Engel", — wie Pappus meint und R. Akiba ihm verweist — mit allen Kräften, Anlagen und Eigenschaften bei der Menschenschöpsung helfend rnitzuwtrken herbeigerufen wird, auf daß der Mensch teils ausgerüstet mit dem Können, teils mit der Erkenntnis alles zu begreifen, um alles beherrschen zu können, so wird ihm II 18 der fernere Vorzug, die ganze Welt von und mit allen Seiten erschließen und sich unterwerfen zu können. Nur eins war ihm entzogen: die subjektive Erkenntnis von gut und böse. Objektiv sollte er das Gute und Böse nach Verbotenem und Erlaubtem beurteilen. Sein Wollen sollte dem Sollen gleich sein, aber nicht aus subjektivem Erkennen, sondern aus der Objektivität des kategorischen Imperativs drr Pflicht heraus. I Nun ist er aber VI) nnr S'pXD (3,5) gej worden und hat subjektiv gut und bös in seiner Wirkung und seinem ursächlichen Zusammenhang erfahren und hat sich dadurch einen innern und äußeren Kamps heraufbeschworen, bei dem ein ewiges Leben hienieden das größte Unglück für ihn bedeuten würde. Es folgt darum die dritte HTttK im Menschenleben, die ihn aus dem Dilemma rettet und ihm als Erlösung aus dem selbstgeschaffenen Leid den Tod schenkt. Es ist die alte Erfahrung, daß man ein Gut erst schätzen lernt, wenn man es verlöre;; hat oder doch im Begriffe steht, es zu verlieren. Der Mensch hatte bisher gar nicht daran gedacht von den Früchten des ewiges Leben spendenden Baumes zu genießen. Er kannte ja nicht den Tod, wozu das Leben bas ihm selbstverständlich schien, erstreben? N?w1-' Jetzt aber, jetzt hatte er den Ernst kennen gelernt, jetzt würde er Reue empfinden und jetzt gerade würde er die momen« tane Beseligung, die eine aufrichtige Rückkehr schenkt, ewig festzuhalten wünschen und die Frucht vom Baum des ewigen Lebens pflücken! Jetzt wäre es aber T nirrw ein „Ausstrecken Der Hand" nach einem Gute, das einem nicht gehört. Durch die Tonzeichen ist dieser Gedanke als ein selbständiger hervorgehoben IT nbty ,L. . 23. Er wurde daher entlassen. njb*7#n kann hier nur räumlich, nicht stofflich gemeint sein. Es ist der Erdboden außerhalb des Gartens, wo der Mensch geschaffen wurde, den er jetzt bearbeiten muß. Er kehrt zu seiner Heimat zurück, da er das Ideal, das der Garten ihm zeigte, nicht erreichen konnte. Uortfi folgkL Vom 16. Januar bis 15. Februar eingegangene Spenden: Zur freien Verfügung für rvohttal. Zwecke Ah rweiler: Moses Heymann 30,Berlin' Dr. Ist Kahn 100, Cöln: Jos. Geismar 100. N. N. 5, Leo Düring 50, N. N. 5, N. N. 20, Frau Moritz Metz für Lungenkranke 100, Moritz Metz 50, N. N. 50, N. N. 10, N. N. 25, Siegfr. Feder 10, Frl. Rosenbaum 4, Reichenstein 5, Ges. durch Jacob Cohen 185, N. N. 25, Meter Fink 150, N. N. 500, Clara Fulder 25, Willy Wolf 50, Frau Weißmann 160, N. N. 25, Frau C. Cappel 20, N. N. 50, Jacob Schwarz 300, N. N. 20, Frl. Levenbach 100, Billa Franken 5, Frau Jac. Schwarz 20, GoldMann 10, Geschw. Berlin für Lungenkranke 10. Eitorf: L. Stock 56, Euskirchen: S. Hanauer 50. Frankfurt a.M. Frl. Kra 3. Hamburg: Wehl 100. Honnef: Frau Haas 5. Linnich: Jsr. Gemeinde 20. Lechenich: Frau M. Berg 20. Merzig: Ges. auf Hochzeit Llffmann mit Frl. Harff 50. Neuenahr: David Gottschalk 30. Schermbeck: Jacob Anschel 40. Sieg bürg: Moritz Heymann 30. Vallendar: Jos. Alexander 100. Aür die Werwaltnngskasse des Vereins für die jüd. Interessen Aheirrtarrds: .Berlin: Dr. Ist Kahn 100. Cöln: Gebr. Liffauer 500, Emanuel Stern 100, Else Stern 10, N. N. 25, N. N. 20, N. N. 25. NN. 500, Jacob Cohen 5, S. Grünsfeld 30, Ring 10. Julius Weil und Frau 50, N. N. 6, N. N. 28, I. D. Bier 50, N. N. 50. Maubach: Jonas Roer 15. RheyIt: Herm. Simons 10. Va llendar: Jos. Alexander 100. Aür die Wiener Kinder: Cöln: Leo Winter 100, N. N. für Wiener alte Leute .500, Wolf Topilowsky 100. Dinslaken: Dr. Rothschild 5. Goch: Durch Betty Oppenheimer und Hedwig Jacobsohn 610. Grevenbroich: Israelitische Gemeinde 235. Kür das isr. Altersheim f. d. Hlyernprovinz: Cleve: Louis Cohn 5. Troisdorf' N. Levy 6. Aür den Stipendienfond: N. N. 50. Cöln: Emanuel Stern 30V, Elfe Stern 10, N. N. 25, Max Rosenthal 20. Dinslaken: Leopold Cohn 100. Höxter: Alfons und Emil Heymann 100. Iür «Höhere Mische Schule „ Zaume" in Gökn: Cöln: Gebr. Liffauer 1000, N. N. 1000, Gebr. Birnbaum 10, Dr. Carlebach 30, Julius Weil und Frau 50. Aür die Uakrrmd-KKairro Köln: Cöln: Frau Weißmann 20, Hedwig Müller 20, Dr. med. u. Phil. Erich Simons 5, Wahl 50, Emanuel Stern 300, Rosa Stern 250, Saüh Jakobs 1.20, Frau Schloß 10. N. N. 40, N.N. 25, Weizmann 250, N. N. 25. M. Dinkel 300, Leo Gerstel 50, Ges. in Esra K. IV für Löwenstein- Stiftg 5,50. N. N. 5, N. N. 1000, N. N. Löwenftetn-Stiftung 1000, N N. 200, Leo Julius u. Carl Bier 500, N. N. 30, N. N. 200, Grete Woif 3, Frau Weißmann 10, Ring 20, Ges. d. Lonnerstädter für Löwenstein-Stiftung 30, M. Fink 15, Ephr. Langsam 20, Frau C. Cappel 30, Jul. Weil u. Frau 50, N. N. 200, -Isaak Wolf 20. N. N. 5, Rubensohn 50, Jac. Schwarz 1000, Stiftung Wolf u. Levisson 2000, Stiftung Königshöfer 960, Soldat Neumann 20, Aron B. Wolf 1, Grete Wolf 2, Alex Kottek 5, Altmann 10, Jaller 20, N. N. 50. Cleve: L. Cohn 5. Goch: Lehrer Oppenheimer 50. Grebenstein: S. Rosenbanm 50. Neuwied: Leop. Loeb 30, Lüxhei m: -Carl Kaufmann 40, Kettwigv. d.Br.: FelixMüller5. Siegburg: Durch I. Strauß50. Schermbeck/ Jac. Anschel 50. Wahn: A. Levy 5. Aür Wauro-Zwecke: Cöln: Emanuel Stern 300, Rosa Stern 250, N. N. 25, N. N. 500, Leo, Julius u. Carl Bier 100, N. N. 2500, N. N. 50. Werlag der Wöliotßeü des jüd. Wokksfreuuds : Cöln: N. N. 25, Elsa Stern 10. Laden bürg: Rosenfelder 2.80. Aür den ZSeerdigurrgsforrd: Cöln: Auguste Davids 131. Kür Miüwoausüasse: N. D. 300. Kür Kriegswaisen: Leo, Julius st. Carl Bier 205. Aür Krez Zksroek: Cöln: Adolf Simons 5, Frl. Lippftadt 100, M. Dinkel 17,50, M. Dinkel R. m. b. H. 8, Else Stern 10, N. N. 25, Stark, r. B. 7,19, N. N. 500. Ring 10, N. N. N. m. b. H. 50 Weißmann 15, N. N. 400, N. N. 400, N. N. 10, Carl Franken r. B. 51, Frau Jacob Cohen r. B. 20, Durch Dr. Dünner 55, N. N. N. mb. H. 100, August Ochs r. B. 13,91, Gtbbermann 2. Calcar: Durch Ruth u. Else Cohen 55, Aör. Cohen 10. Düsseldorf: Jsr. Religionsgesellschaft 37. Goch: Kappel 5, N. N. 5, M. Spanier 20, Grevenbroich: Jsr. Gemeinde 20. Dinslaken: Synagogen Gemeinde 11. Rheydt: Hernn Simons 10. Siegburg: durch Jos. Strauß, Aufrufspenden 15. Wolf Topilowsky Köln a» Rh. Telef. 88966 Pfeilstrahe 23 ☆ Soeben erschien tu meinem Verlag: Die Sprüche Salomos (Na- Such Rischle) übersetzt und erläutert von ' Rabb. Dr. Wolf, Köln a. Rh. Preis elegant gebunden M. 18 excl. Porto u. Verp

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