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Der Israelit · 1920-02-26 · Heft 8 (26.2.1920) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
61 (1920)
Issue
Heft 8 (26.2.1920)
Date
1920-02-26
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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26. Februar 1920 Der „Frankfurter Israelit". Nr. 8. Seile 6 mmm ran&furter Nsrichte. Die Woche. Die Wakästinawoche. Die Palöstinawoche beginnt diesen Samstag abend 8Vs Uhr mit einer Eröffnungsfeier in der Römerhalle, für die als Redner die Herren Jacob No fenhcim und Heinrich Eisen mann gewonnen sind. In der Fortsetzung der Palästinawoche findet am Montag, 1. März, abends 8yz Uhr, in der Geschlcchtcrstube in» Rathause eine öffentliche Berfa m m l un g statt, aus der Herr Dr. M. Aue rbach, Perach Tikwab, über „Die Schaffung eines geistigen Zentrums in Erez Jisroel" spricht. Ddr nächste Vortragsabend findet dann am Dienstag, 9. März, 8 Uhr, im Volksbilduugsheim Eschenheimer Anlage 41 statt, an dem Herr Davis Trietsch, Berlin, „Lichtbilder aus Palästina" vorführen wird. Die Paiästinamoche schließt mit einem großen Gefellschaf tsabend im Zoologischen Garten am 10. März (abends 7 Uhr ab), für den ein künstlerisches Programm ersten Ranges zusammeugestellt ist. Mit dem Programm ergeht ein Ausruf an die jüdische Bevölkerung Frankfurt?., in dem auf die Zwecke dieser Veranstaltung hingemiesen wird. Es soll der ganzen deutschen Judenheit in dieser Woche Gelegenheit gegeben werden, ihre Liebe zu Erez Jisroel durch die Tat zu bekunden. Zunächst will Agudas Jisroel iu der Paläsiinawoche Mitglieder und Geldmittel für den Ausbau des internationalen Vereins I a b n e h zur Förderung des Erzie hungswes ens in Erez Jisroel gewinnen. Der Zweck dieses Vereins i c die Zusammenfassung des gesamten Erziehungswesens in Palästina aus Grundlage des Gottesgesetzes. Reben den bestebenden Anstalten mutz jedoch durch Kinderaärten, Bildungsanstnlren für Knaben, Fesche wauS für die reifere Jugend, Anstalreu für die Vorbildung von Lehrern und Lehrerinnen, Wirlfchaftsfchulen für die webliche Jugend, Landwirtschafts- und technische Schulen, die jüdische Jugend in Palästina zu Monieren des Thorajudentums ausgebildet werden. ES soll aber außerdem auch auf die Schaffung der ökonomischen Möglichkeit zur Besiedlung des Heiligen Landes mit ihoratreuen Ansiedlern gesehen werden. Zur Unterstützung des allen und des neuen Jtschuw dient der allgemeine Erez Jisroel-Fonds und als Anfangsetappe zur Erreichung dieses Zieles soll die Jacob Rosenheim-Kolonic ins Leben gerufen werden. Es wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß Frankfurts Judenheil ihren Ehrgeiz darin erblicken wird, an erster Stelle mitzuarbeiten an dem beiligen Werke der Bereitstellung des jüdischen Landes für das jüdische Volk. Ausschuß für die Meröreitmu; jüdischer KolksöililioiHeken auf dem Lande. Dem bei der Frankfurt-Loge bestehenden „Ausschutz zur Verbreitung jüdischer Volksbrbliorheken auf dem . Lande", sind neuerdings wieder Mittel zur Verfügung gestellt worden, die. es ermöglichen, eine kleine Anzahl von Büchern zusanunenzusUllen und kleineren leistungs-- schwachen Gemeinden auf bsm Lande leihweise zu überlassen. In der Nähe von Frankfurt liegende Ortschaften kommet! in erster Linie in Betracht. Anträge jüdischer Gemeindevertretungen oder jüdischer Lehrer um Uebcrlassung solcher Bibliotheken, sind baldigst zn richten an den Vorsitzenden des genannten Ausschusses, Herrn Dr. phii. David Hartmann in Franisttri a. M., Scheffelstraße 28. Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. öamstäg vorm., nach Schluß der Synagoge: „Dinini"; Herr Rektor Falk. — 12 Uhr j mittags: „Sefer Melochim"; Herr Prof. A. , Weyl. — Nachm. 4 Uhr: „Mikro"- Herr Louis j Kahn.! Sonntag morgen 9 Uhr: „Gemoro"? Herr R. A. Posen. — Abends 6 Uhr: „Jecheskel",' Herr Dr. Jos. Breuer. Montag u. Mittwoch abend: „Gemoro"; Herr Dr. Jos. Breuer. D i e n S t a g a b e n d, 8l/a Uhr, Hanauerlandstr. 17, part.: „Ma'ibim zu Megilas Esther"? Herr Zahnarzt S. Ehrmann. Jeden Morgen nach Schluß der Synagoge: „Mischnalernen". Agudas Jisruel-Mädcheugruppe. Schabbos 11—12 Uhr, nach Schluß der Synagoge? Hirsch-Lektüre? nachm. 5 Uhr: „Tefillo"? Herr Dr. Hosmann. — S1/2—4A/a Uhr: „Thauro"? Herr Lehrer H i r s ch b e r g. Dienstag, 7—8 Uhr: „Jjow"? Herr Zahnarzt Ehrmann. Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Sonntag abend, 8 Uhr: „Jüdische Geschichte"? Herr Red. S. Schachnowitz. (Damen und Herren). Scliumaim^Theatep Täglich abends 7 Uhr! Täglich abends 7 Uhr! „Das Musikanienmädel“. Operette in 3 Akten v. Bernhard Buchbinder Musik von Georg: jamo. Jeden Sonn- oder Feiertag 2 Vorstellungen 2. Nachmittags 3 Uhr (Kl. Pr.) Abends 7 Uhr fGr. Pr) Jeden Freitag 7 Uhr: VOLKS VORSTELLUNG (Kleine Preise.) Außerdem täglich geöffnet: SCHUMANN-WINTERGARTEN-DIELE Neues erstklassiges Künstlerprogramm. Deutsche Rot- und Weißweine Ungarischer Nainrwein und Pal Süßwein empfiehlt Teitelhaum, Frankfurt a. M. Fischerfeldstraße 12. Tel. aansa 8808. Neu! Neu! SCHUMANN - BIERKELLER. Dir. WILLY LEYENDECKERS rheinische Burleskengesellschaft „Holländische Kakao- und Liqueurstube.“ Onti-Srnfifm am Eschenheimer Turm. u iieiter. EE Aüerthal und dierlabarett. Kassenöflnuna 6!/2 Uhr, Mt.?v, ilhr abenäs Neu eröffnet: iuaana nur Stift ft raffe 32 J.H.LußmannSöhne Elektr. Lichtu. Kraftanlagen Beleuchtungskörper Langrestraße 39. Tel. H. 2468. — Kaufe alle Sorten — Flaschen, Säcke und Packtuch zu den höchsten Preisen. Postkarte genügt. GLUSMANN, Schwanenstrasse 8. Die stenographischen Berichte der Frankfurter Stadtverorbneten- Versammlung für 1920 können im Jahres-Abonnement bezogen werden von der Muckerei Kuprrt Kamnbach Klingerstr. 23. Tel. H. 1003. Uedernahms von Reparaturen aller Art, an Dachrinne», Abfallrohren, Schornfteinanfsätze, Maffrrleituns und Klosett Einrichter» von Sattitiirerr Anlagen. Spezialität: Schabesöfen und Kerdbackeinsätze Offeriere ff. Meißblechbö-rn in Gmaile nAlmninium-Grschirr Prompte Bedienung.! Samuel Spinadel, Spengler und Installateur, i Königswarterstraße 10. Telephon Römer 5825. Montag, 8—9 Uhr: „Jeschajohu". Dienstag, 8-9 Uhr abends: „Wajikroh mit Malbim"? Herr Zahnarzt Ehr mann. — Abends 8 Uhr, im Turnsaale der Realschule: Turnkursus. Die übrigen Schiurim der Jugendgruppe finden laut Programm in geschlossenen Zirkeln statt. Wegen Beteiligung an größeren Schiurim wird auf das Programm des Mekor Chajim verwiesen. Brshamidrasch, Ostendstraste 18. Sonntag früh, 874—91/* Uhr. Montag, Dienstag und Mittwoch, abends 9—10 Uhr: „Gemoro-Schiur" xop xns; Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Samstag nachm. 4 Uhr: Vortrag des Herrn Schneider. — Abends */, Stunde vor Nacht: Vortrag des Herrn H. Hatpern aus „Messtlas Jeschorim". Verein zur Pflege jüdische» Wissens, Langestr. 33. Sonntag, 29. Febr., abends Slj2 Uhr: Vortrag des Herrn Referendar Joachim Adler: „Die Entstehung des Buches Esther". Jamillennachrichten. Geburten. Einen Sohn: Josef Diamant (Dzialowski), Sandweg. Barmizwoh-Feier. Max, Sohn des David Draller, Wtndeckstraße 48, Synagoge Mannet kranken - kaffe (Kippestube). — Julius, Sohn des Herrn Abraham Löwenthal, Theobaldstr. 4. — Hermann, Sohn des Herrn Jacob Grätsch, Ulandstr. 40. — Ist, Svhn des Herrn K. Nerviadomskt, Rechnetgrabenstr. 19, Synagoge Jriedberger Anlage. Verlobte Paula Warschewski mit Samson Meyer, Sprachlehrer, Frankfurt a. M. Vermischtes. Berlin, 1. Febr. Der deutschnationale Parteiführer v. Kardorff hat erklärt, die Deutschnationale Volkspartei lehne den grundsätzlichen Antisemitismus ab. Herr v. Kardorff stellt sich damit auf den Slanpnnkt des Staatssekretärs v. Delbrück. Leider haben die Delbrück, Herat und Kardorff bei den Dcutschnationalen nicht viel zu sagen. Berlin, 10. Febr. Der Israelitische Jortbildungsverein „Montefiore", Berlin N-, Orantenburgerstr. 69, veranstaltet am Sonntag, den 7. März d. Js., nachmittags 5 Uhr, in den Gesamträumen des Brüderverelnshkiuses Kurfürstenstr. 115, seine Purimseier Besondere Einladungen ergehen noch. Haut bürg, 0. Febr. Der Vaterländische Bund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Hamburg, sandte an den Reichspräsidenten eine Entschließung gegen die Auslieferung deutscher Staatsangehöriger an die Entente, in der einstimmig flammender Einspruch erhoben wird gegen die von der Enterte verlangte Auslieferung des ehemaligen Deutschen Kaisers, sowie aller verdienstvollen Männer, welche im Kriegs die Führung des deutschen Volkes innehatten und derjenigen, die nach ihren Weisungen handelten. Kopenhagen, 10. Febr. Während in fast allen europäischen Staaten der Antisemitismus zunimmt und auch meistens von der Regierung gestützt wird, bildet Dänemark eine erfreuliche Ausnahme hiervon. Der dänische Finanzministcr Edw. Brandes — ein Bruder des Prof. Georg Brandes — ist Jude, ebenso der Direktor der Nationalbank (Dänische Neichsbank) Marcus Rubin, der Direktor der Landmannsbank Etasrath Glückstadt und viele andere. Allerdings sind alle diese nur dem Namen nach Juden. Dagegen ist der jüngst vom König ernannte Chef im Ministerium des Aeußern, Georg Cohn, ein streng orthodoxer Jude, der streng Schabbos hält, ebenso wie sein Bruder, der Obergerichtsanwalt Dr. jur. Naphlali Cohn. cheöetzekten. mxn row- Freitag abend 5.30 i Samstag morgen 8.— Samstag nachm. 4.30 Samstag abend 6.50. WochengotteSdien.st: Morgens 6.30 Nachmittags 5.30 Mittwoch abend 6.— Donnerstag morgen 6.15. 025331

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