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Der Israelit · 1920-02-19 · Heft 7 (19.2.1920) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
61 (1920)
Issue
Heft 7 (19.2.1920)
Date
1920-02-19
Page
– (sequence 9)
Language
German
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iS. Februar 1920. Der „Frankfurter JSraeltt". Nr. 7. Seile iKRlK vankfuvter Anrichte. Are Woche. Hegen den Antisemitismus in Kessen. Marburg, 10. Febr. Im Schlohgarten sprach gestern Abend Herr Pastor Th im me über daS Thema „Antisemitismus uvd Christentum-. Thimme schilderte in glänzender Darstellung mit Einfügung berrlicke Sch iststellen, die wechselooüe oft so tragische Geschichte des Judenvolkes, ihre Verfolgungen im Altertum, zu Jnnocenz LV. und Lmhers Zeiten. Trotz aller Verfolgungen haben die Juden treffliche Eigenschaften, wie Pietät, Familiensinn, Nüchternheit, geistige Regsamkeit, entwickelt. Nur eine ehrliche Aussprache über die beiderseitigen Fehler kann hier eine Besterung bringen. Restlos dankbar müssen wir dem jüdischen Volke für die Bibel fein, die, Geist von ihrem Geist, unser gesamtes Kulturleben mit ihrem Hauche erfüllt. In der anschließenden Aussprache ergriffen u. a. Prof. Baumgarten, Postsekreiär Kappte», P'of. Jacobsobn und Studtenrat Weichelt das Wort, erklärten sich mit dem Redner einverstanden und unterstrichen seine Worte. Herr Studienrat Heintze vertrat die Gegenseite und fand wenig Anklang. Sonntag abend, 6 Uhr: „Aus MegilaS Esther" Herr Zahnarzt Ehrmann. Montag » Mittwoch abend: „Gemoro"; HerrDr. Jos. Breuer. D i e n S t a g a b e n d, 8V, Uhr, Hanauerlandstr. 17, pari. „Malbim zu MegilaS Esther"- Herr Zahnarzt S. Ehrmann. Donnerstagabend, 7 Uhr: „MenauraS Hamoaur" - Herr Zahnarzt Ehrmann. JahrzeitS stiftungslernen. SamStag morgen, nach Schluß der Synagoge: Julius Stern-Stiftung. Sonntag morgen, nach Schluß der Synagoge: (Frau Justizrat Dr. Nafratie Hirsch-Stiflung). Mittwoch morgen, nach Schluß der Synagoge LoutS Jofeph-Sriftung. j Donnerstag morgen, nach Schluß der Synagoge: Karl Guggenheim-Stiftung. Auf die Veranstaltungen der AgudaS Jisroel- Jugendgruppe wird htngewtefen. Jeden Morgen nach Schluß der Synagoge r „Mifchnalernen". Agudas Ji-roel-Mädchengruppe. Freitag abend, sofort nack 2'ipr:: Vorträge über D'3-H von T\z; Herr B Racheisohn. — Abends 8 Uhr: „Sidra-Vortrog" mit Erklärungen: Herr Rabbiner % Karpel. SamStag abend, Stunde vor Nacht: Vortrag des Herrn H. Holpern aus „MLssilaS Jeschortm". Verein zur Pflege jüdischen Wissens, Langestr. 33. Sonntag, 23. Febr., abends 81/^ Uhr: Vortrag deS Herrn Wilh. Rosen über „Die Damaskusaffa.re". Mädchenkiub, Langeftr 30. Sonntag, 23. Febr., vorm., 10 Uhr: „Führung durch das Völkermuseum", Frl. I. Polen. Tnffpunkt —10 Uhr vor dem Museum. — Abends 7 Uhr: Vor nag des Herrn Maler und Btldhauer Benno El tun ü er „Kunst und Kitsch". Sprechsaal. Zwei Nu fraget', an d.n Oberrat der Israelitin. Karlsruhe, 3. Jan. ngjgBBaBMMMB-SHgBgggg-5 "Hltil I-iLU-MIII Iamiliennachrichten. Geburten. Eine Tochter: OstaS Gprlngut (Bornstein), Grünestr. 33. Barmizwoh-Feier. Willi, Sohn von Joseph Wolf, Ostendstr. 37, Synagoge Friedberger Anlage. SchabboS 11—13 Uhr, nach Schluß der Synagoge; irfch.Lekrüre; nachm. 5 Uhr: „Tefillo"; Herr r. Hofmann. — 31/»—**/» Uhr: „Thauro" Herr Lehrer Hirschberg. Dienstag,- 7—8 Uhr: „Jjow"; Herr Zahnarzt Ehrmann. — Mittwoch, 8—9 Uhr: „Schemuel II" (für Damen und Herren); Herr Lehrer S. Unna. Verlobte. Martha MalinowSkt, Frankfurt a. M. mit Adolf TykoschtnSki, Freuvenburg. Donnerstag, 81/, Uhr abends, für Jugend- und Mädchengruppe, AuSsprachabend: „Neunzehn Briefe von S. R. Hirsch". Bereinskalender. Verein Mekor Chajim. SamStag vorm., nach Schluß der Synagoge: „Dinim"; Herr Rektor Falk. — 13 Uhr mittags: „Sefer Melochtm"; Herr Pros. A. Weyl- SamStag nachm., 4 Uhr r „Mikro"; Herr Redakteur Schachnowitz. Sehumaim^Tbeatep Täglich abends 7 Uhr! Täglich abends 7 Uhr! Uraufführung: „Die Löweübraut“. MusikalischerSchwankin 3Akten v. KurtKraatz und Theo Hai ton. Musik von Dr. O. Gaze. Jeden Sonntag — 2 Vorstellungen 2. — 3 u. 7 Uhr. Jeden Freitag: VOLKS VORSTELLUNG (KI. Pr.) Weiter allabendlich geöffnet: schumann-wintergäRTEN-DIELe Erstklassiges neues Künstlerprogramm. SCHUMANN-BIERKELLER, mit Direktor PAUL HEITERS bekannter Possen - Gesellschaft „Holländische Kakao- und Liqueurstube.“ Oross-Jrififiiil am Eschenheimer Turm. aeäittHfiHeiiü Muker. Zlüerthal und Vierkabarett. H»««n5tlnuna 6 V,ildr Jlnf. i1/. Uhr abenai. Neu eröffnet : , Wein-Klause* Vrnaana nur GtiktLraLe 82. AgudaS Jisroel-Jngendgrnppe. Freitag, abends 8 Uhr: Zwangloses Zusammensein in den Räumen der A.J., Hananeriandstr. 17: Sonntag abend, 8 Uhr: „Jüdische Geschichte"; Herr Red. S. Schachnowttz. (Damen und Herren). Montag, 8—9 Uhr: „Jefchajvhu". Dienstag, 8-S Uhr abends: „Wajikroh mit Malbim"; Herr Zahnarzt Ehrmann. — abends 8 Uhr, im Turnsaale der Realschule: TurnkursuS. Die übrigen Schiurim der Jugendgruppe finden laut Programm in geschloffenen Zirkeln statt. Wegen Beteiligung an größeren Schiurim wird auf daS Programm deS Mekor Ehajtm verwiesen. AgudaS Jisroel-Mädchengruppe und Jüdische Jranenvereinigung. Sonntag, 33. Febr., nachm. 6 Uhr: Kurs befi Herr» Dr. Jost Breuer; „Prvpüttenwsrt und Gest-eslehre", im Höcsaal Frledverser Anlage S/6. BeShckütidrasch, Oftendstraffe 18. Sonntagfrüh, 8V.-VV« Uhr, Montag, Dienstag und Mittwoch, abends 9—10 Uhr: „Gemoro-Schiur" nvp «22; Herr RechtSanwalt Dr. I. Breuer. — Kaufe alle Sorten — Flaschen, Säcke mb Packtrzch zu den höchsten Preisen. Postkarte genügt. 6LUSMANN, Schwanenstrasse 8. Die stenographtfchen Verichte der Frankfurter Stadtverordneten- Versammlung kür Ü9Ä0 können im Jahresabonnement bezogen werden von der Druckerei Kuprrt Haumdach KUngerstr. 33. Tel. H. 1003. Ueb-rnahmvon Reparaturen aller Art» an Vachrinn^a, Abfallrohre», Kchornsteinauffatze, Wajferleitun- und Klosett Giurichten von Sanitäre» Anlagen. Spezialität: Kchabesofen und Kerdbackeinsätz». Offeriere ff.Uteißdlechüöden in Gmatlr u. Aluminium-Geschirr Prompte Bedienung. Samuel Spinadel, Spengler und Installateur. Kv nigSwarterstraße 10, Telephon Römer Ü83S. Vor etwa 14 Tagen wurde in T a u b e r b i s ch o f Sheim duich den Bezirke ältesten Rechtsanwalt Spiegel oaje>vst öffcmllch bttaiuu gegeben, öuß auf Dein RtUhuus tÄiuelltiiOje Kitcheltgegenstaltde ve »v^eu lueiotu sollen. Bel rmherer Grkulldlgung;ud scher Bülg.t, erfuhren dleje, duß es stch um Syitugogeuge^ettslande, Mäntelchen, Wimpeln, Leuchrer und Schvsar handele, die auS der aufgelösien Gemeinde Jmpfiugen herslamuuen. Darob große Erlegung unter der jüorschen Bevölkerung. Uno erst as be» dem Bezuk> ältesten Protest etngelegt wurde, hat sich dieser Vemvgen gesüyli, von etliem Verkauf der Llänteichen, Wimpeln und Schofar, Abstand zu nehmen. Warum nimult der Ooereat auf jüdisches Empfinden nicht soviel Rücksicht, die Geger stände oer Gemeinde in Tauberoischofshetm zuzuwelsen, (an die er ja auch die noch in JutpfMj.en verbleibenden Famr.ien , berwtesen hat», anstatt Geld uus solchem Vetkuuf herauszuschtagen? Im Verordnungsblatt vom Jahre 1019 gab der Oberrnt bekannt, daß badische, juvtsche Präparanden, nur im Varsemlnar Lauberblschusshcim zur Ausbildung zugvlaffen werden können. Auf Grund dieser Verordnung wurde der Overrat von privater Sene unterrichtet, daß jüdische Präparanden m T. den Gottesdtenst am Savbar urw Feiertagen nicht besuchen und daß in T. ketnerlet Getegerchett g geben ist, einen Zögling zwecks ritueller Verköstigung ln einer Familie unterzubringen. Daraufhin antwo leie der Oberrat, daß er in Zukunft duhitlwirken wolle, daß der Präparand den Gottesdienst besua,en könne, daß eS aber.unzutreffend sei, rituelle Kost in T. rächt oerabsolgt zu brkouimen. Einen Htnwe.S auf die vtoiwendlgteil in dwiem Punkte beim Synagogeurar in T. Ettultorgung etnzuzieyrn, ist Ser Obcrrul ntch^ nachgetommen. Kurz darnach hat zwar ein jüdischer Zögling in T. — nach langer Mütze -- umrrgevtücht werüen können, über in einer Familie, die als ttMgüNg sllr kitiöN sich he^äNbtldenüen Lehrer ootlkommeu nage eignet ist. Run ist es üllgemcin b-tunnk, daß zuliieisl aus den weniger bemttteilen aver noch rengtösen Famtiien deS flachen Landes sich jttllge L^uie dem Lehre,sraude zuweuden. Diese sind nuu nach den oben geschilderten Verhältnissen gezwungen, ^ve. n sie n.s iudncher Lehrer wirken wollen), nach Höchberg oder Burgpreppach zu gehen. Anstatt aoer oas von o^r badischen Synode für die Herati.'ilbung ovn Lehrern ausgeworfene Stipendium für solche aur.e. L>-ndes zu gehen gezwungene Leute z» vötw'NLrn, betUst sich der Overrat auf feine Sramten und leistet L nurle- Zuschuß. Wie deckt sich solches Verhalten mit dem sehr oft schon g-ä»ßrrten Wunsche des Oberrnis, fein Augenmerk gerade den kleinen Lar.dgemeinden ul,d den Gcringbemirtelten zuwenden zu wollen? Hevetzeiten. nann naur- Frettag abeno 520 Samstag morgens 8.— Samstag nachm. 4.30 SamStag abend 6.40. Wochengottesdtenst: Morgens 6 30 Nachmittags 5.30

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