Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 61 (1920)
- Issue
- Heft 5 (5.2.1920)
- Date
- 1920-02-05
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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„welchen Sinn hat dann noch das Leben, wenn es nicht des Lebens wert ist?" . Darauf sofort die beruhigende und beglückende Antwort mit D’JrD 71212 und ffnat 12K. Gott segnet Dich leiblich, geistig und sozial und läßt Dich die Früchte Deines doppelten Pflichtenlebens gegen Menschen und Gott hier genießen und das Kapital Deines segensreichen Wirkens unter den Menschenbrüdern, sowie der Fortschritt Deiner eigenen sittlichen Vollendung wandert mit Dir — auf ewig unverloren — ins Jenseits. 2vlv2 DiTfinS 22X DlKW 2'121 ih* K2H 221172 TlÖ^p HpHl N1N- Was die ,11171 von Dir verlangt, ist nichts anderes, als zunächst von Volkswegen 112V71 11J7122 6 2,1p.12 (Menach 65 a), „Religion nicht als Privatsache" zu erklären, sondern im tag lichen Ausdruck bet Tagesanfang und bei Tages ende durch das 1'271-Opfer deine Herdentreue zum Allhirten zu bekunden. Blut und Kraft des tätigen Lebens in ungebrochener Rüstigkeit und jugendlicher Frische den Zielen Deines Schöpfers freudig hinzugeben und seinen Gegen nicht als Zweck, sondern als Mittel zu höheren sittlichen Zielen zu verwenden. -Nur darum, weil 2rrlV' nicht in diesem Sinne den Segen, den der Himmel in reicher Fülle auf fein Land herniederströmen ließ, empfing — mußte es nicht ohne eindringliche Mahnung durch7NL7V schon (V. 29,27) V. 28,63-64, V. 31,20, III. 26,33, V. 32,15 und die späteren Propheten Jerem. 9,12, Jerem. 26,5 u. v. a. sein Land verlaffen, weil eS die Gotteslehre verlaffen hatte und mußte unverstanden Leiden unter Völ kern auf sich nehmen, die Gerechtigkeit nicht kennen (Ps. 147.20) und die für Herzensbildung keine Gegentöne finden. Auf jüdischem Boden in Gvtt treuen Tagen aber blühte und gedechte sein Land, die Dreschzeit reichte bis zur Weinlese und die Weinlese reichte bis zur Aussaat, sie aßen ihr Brot zur Sättigung und wohnten sicher in ihrem Land. Doch damit Israel nicht, gleich anderen Völkern, auf dem Zenith des nationalen Glückes restlos unterginge und im Genuß entnervte, dazu sollte es Merksteine der Erinnerung an Gott auf seinem Lebenspfade finden. In heiteren und in trüben Tagen, bei Gewinn und Verlust, in Wohltun und Versehen sollte vor Gott der Jude weinen und sich freuen, bereuen und geloben. Aus seinen! materiellen Segen reichte er das Erste und das Zehnte und gedachte im ,1OL Opfer seiner nationalen Erstarkung. Für Schutz und Wohlstand dankte er in 11171 und 2'L^V und für den nationalen Reichtum in den 71*1X77 'V22- In höherem Gedankenflug erhebt er sich zu freigewählter Pflicht, zum umfassenden Entschluß auf hoher Warte ganzer Kraftleistung in sittlichem Wollen und Können in .12177 und nrüö, um jede versehentliche Verletzung des Pfltchtgebotes in EttWl DKton zu sühnen. Mit gleichem moralischen Ernst hält der Staat mit dem Einzelnen Schritt. Kein anderes Prinzip gilt in Israel für beide. WaS dem Einzelnen kein Kodex des Rechts und der Sitte gestattet, wird auch im Staatsdienst geübt, nicht belohnt. Und was der Einzelne zu danken und zu bedauern hat, kann auch der Staat nicht stolz und hochgemut seiner eigenen Kraft zuschretben und hat auch er als Irrtum zu bekennen. Ja gerade desto heiliger des Staates Wort und Gedanken gilt, umso größer die Tragweite seiner Entschlüsse und Bekundungen ist. So zahlt der Staat seinen schuldigen Tribut der Huldigung in 12177 und 212.1 VW bei der Ernte und setzt den Gedanken an seine nationale Gründung dankbar im Tön fort und vergißt in den B'fiDlö der göttlichen Förderung nicht, die in wunderbarer Geschichtsleitung dem Schwachen Kraft und Sieg und Schutz geliehen. In 2'21tW,1 2’1S und 2’S1ti7J,1 21W bekennt die höchste staatliche sowie — sagen wir einmal die obeiste kirchliche Persönlichkeit — der 21T1 1.12 ihre Fehlbarkeit und ihre Fehler — abgesehen von 2'1'S21 111277 an dem das ganze Volk mit seinen Führern vor Gott htntritt, um den Sinn der ganzen Opferlehre vor aller Welt zu verkünden: 11.121 '1 VS2. Das materielle Leben der Handlungen und der Tat durchziehe der Gedanke an den Spender und Erhalter unseres Daseins von Anfang bis zu Ende wie ein reinigend verzehrend Feuer, das die Schlacke läutert und das Edle ausschmilzt, das Unedle restlos ausbrennt — '1 durchdringt es uns heiß und der Gedanke durchdringt den Körper, ergreift die Nerven, erweckt das Hirn, läßt das Herz erbeben — „wo bist du, Mensch", hören wir die Gotterstimme rufen und schnell umhüllt mit 1^2 um die Blöße, den Körper, zu be° bedecken, mit P^SI das Haupt gekrönt, den Gedanken nochmals mit dem wunder,samen Werdegang unseres Volkes und der daraus folgenden Pflicht in Gedanken und in Tat durchdrungen, im Bewußtsein den Arm umwunden, daß Er die Schwäche erstarken läßt und dem Machtlosen seine Kraft verleiht — und, was körperlich (pjl7) an uns, steht harrend seines Rufes, fertig zum Ausmarsch auf seinen Befehl. '1 liegt auf diesem jüdischen Wesen, das auf einmal wie verklärt aus anderer Welt inmitten dieser Welt erscheint — die .1^227 erstrahltauf seinem Angesicht 1'277 Klp7 '1 2V2 pK.1 '277 *?2 1X21 “ptt 1XT>1 (V. 28,10) und die Völker schauen, daß Gottes Namen über ihm genannt ist und begegnen ihm mit Ehrfurcht und Verehrung. Vom 15. Dezember bis 15. Januar eingegangene Spenden: Zur freien Verfügung für wo-ttüt. Zwecke Ahrweiler: Jos. Heymann 20, Berlin: Dr. Jsi .Kahn anl. Jahrzett seiner sel. Mutter 150. Cleve: Hetnr. Goldschmidt 100. Cöln: Billa Franken 5, Max Scharff 10, Frau Geismar 50, Herr Geismar 10, Abr. Lieberwerth 20, N. N. 600, Mox Rosenthal 10, Frau Wolfing 20, Jos. Herz 100, Ges. aus Verlobung Liffmann- Sommer durch Jac. Schwarz 765, Gefchw. Franken 10, M. Dinkel 50, N. N. 25, Wolf TopilowSky 100. N. N. 10, Frau Mose- Walter 50, Ph. Schönbach 40, N. N. 20, Frau Frank 20. Reiter 50, M. Topilowsky 20, M. Dinkel 100, Jonas Frank20. Dormagen': Albert Katz 10. Düsseldorf: Frau Wwe. Lazarus 25. Elberfeld: Frau Ww. Leopold Frank 50. Commern: Carl Cahn 20. Beurig: Nathan Meyer 20. Dinslaken: Frau David Wolf 20. Groenlo: C. Heymauns 200. Kettwig v. d. Br. Bernh. Kahn 5. Mechernich: Gesammelt anl. eines jüd. Balles 190. Neuenahr: D. Gottschalk 10. Neuwied: S.H. Loeb u.Sohn50.Siegbur^: Synagogen-Gemetnde 100, Moritz Heymann 30, M. Hrumann 20. Schermbeck: Joe. Anschel 50. I«r die Merwattmrgskasse des Vereins für die jüd. Interessen MHeintands: Cöln: Gef. auf HochzeitSim«ns-Mohl 150. Josef Herz 50, Frl. Emma Levh 25, S. Grünsfeld 1», Gustav Fulder 10. N. N. 20, N. N. 20, N. N. 3, Michel Munk u. Samuel Dreifuß anl. der Vermählung ihrer Kinder 1000, N. N. 50. Flamersheim: Tierarzt Herz 10. Heinsberg: I. Baehr 20. Halberstadt: Rabb Dr. Auerbach 1. Siegburg: B. Wallerstein 50. Sinzig: Leo Frtesem 10, B. Holländer 3'. Hamm a. Siez: August Bär 10. Kür die Wogroruopfer: Köln: Adolf Simons 10, Neuenahr Durch I. Gottschalk 200, Hochzeit Simons-Mohl50 Kür das isr. Kttersßeim f. d. Wetttprorirrz Köln: N. N. 100. Aür die Gatrnud-Wauro Köln: Cöln: GeorgLion20, N.N. 100, Lehrer Oskar Simons 3. N. N 50, Ges. auf Hochzeit Simons 150, Erlanger 50, N. N. 2, Oskar Simons 2, II. Klasse der Talmud-Tauroh f. Jul.-Löwenstein Stiftung 230, Josef Herz 40, Stiftung Dünner 300, Margarete Wolf 5, Selig Wolf 5. Benno Hirsch für Telegrammablösung 3, Alfred Kahn 2, N. N. 2.50, Lorber 10, Manheim 200, Manheim 30, Carl Frank 50, durch Leo Wetßmann 5, S. B. 5, N. N. 500, Michael Munk und Samuel Dreifuß anl. der Vermählung ihrer Kinder 1000, Frau B. Zanders 300, Max Rosenthal 20, N. N. 50. Lehrer Oskar Simons 3. Commern: Carl Cahn 30. Euskirchen: M. Schweizer 100. Frankfurt a. M.: Wilhelm Wolf 20. Gießen: Ges. auf Verlobung Selma Klein u. Wilh. Wolf 142. Kannstadt: Siegfried Kahn 30. Portz: A. H. Dülken & Co. 500. Schw eich: Philipp Israel 10. Aür Wanro-Zwecke: Cöln: N. N. 100, N.N. 200, N.N. 1000, N. N. 100, Heimans 100, N. N. 100, N. N. 10, Sally Jacobs 30, N. N. 50. Vertag der Mivtiot-ek des jüd. Wotksfreunds: Cöln: S. GrünSfeld 10, Kettwig v. d.B., Bernh. Kahn 5. Aür Köyere jüdische Schute „Jawne" in Köt«: Cöln: Benno Hirsch 100, Michael Munk und Samuel Dreysuß anl. der Vermählung ihrer Kinder 500, N. N. 50. Jür Krez Jisroet: Cöln: N. N. r. B. 14, N. N. r. B. 2.59 N. N. 50, Skurnik r. B. 5,79, Frau Jacob Cohen r. B. 15, N. N. 20, Oskar Simons 1, Frau Wolfing R. m. b. H. 10, Joseph Herz 10, M. Dinkel r. B. 28, Frau Wolfing und Frau Seligmann 10, Ges. aufHochzeit Munk-Dreyfuß 940, N. N. 2.50, N. N. R. m. b. H. 20, Otto Walter 35, Mannheim r. B. 31.55, Weißmann r. B. 10, Gustav Fulder 10, Jonas Wolf r. B. 32.50, Beny Schneider 25, Hochzeit Simons- Mohl 50, N. N. 1. Ems: Elias Leopold r. m. b. H. 20, Mayen: Synagogengemeinde Aufrufspenden 20. Neuenahr: D. Gottschalk r. B. 15. Siegburg: M. Heumann r. B. 4, H. Levisohn 9, Jos. Strauß 3. Schermbeck: Synagogen- Gemeinde 40. Aür die Wiener Kinder Cöln: L. Bier-Weill 182.50, Sammlung von Lehrer Simons Deutz 135. Lechenich: Gesammelt durch Lehrer I. Neuhaus 253. Alpen: Israelitische Gemeinde 185. Wr.M-kllNsl-U.' ' I Wols Topilowsky iKöln a. Rh. Telef. B 8966 Pfeilstraße 23 Soeben erschien in meinem Berlag: Die Sprüche Salomos (Das Such Mschle) übersetzt und erläutert von Rabb- Dr. Wolf, Köln a. Rh. Preis elegant gebunden M. 18 excf. Porto u. Verp. "t6'6 Lyceum. , Realgymnasium/ TÄ?« erstklassige Lehrkraft gleichviel mit welcher Facultas, aber mit großem jüdischen Wissen gesucht. Gehalt nach Übereinkunft. Meldungen an den Vorsitzenden des Schulrats Rabbiner Dr. Wolf, Cöln, Hohensiaufenring 14 oder an den Nnterzeichneteu. 19411 Köln, Januar 1920. Dr. Garlevach, Semknardirektor.