Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 61 (1920)
- Issue
- Heft 4 (29.1.1920)
- Date
- 1920-01-29
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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LS. $dmutt 1920 ' __ dUmeinde w beweyten Äonen. ÄlSdann sprach im Namen öeL eSettialigen Schülök, Herr Kerbinand Baum, in ertiSrucksvEn Ausführungen -te Glückwünsche öer Schüler und Verehrer aus, unter Uober. reichuna eines ansehnlichen SKftungskapltaleS, dessen Zweck der Jubilar selbst bestimmen fülle. Am Abend vereinigte ein zwangloses Beisammensein die Gemetndemitglieder im Restaurant Baum zur Feier des TaaeS. Möge es Herrn Rabbiner Dr. Kahn vergönnt sein, in voller Rüstigkeit zum Heile seiner Gemeinde und des Judentums noch ungezählte Iah^e znWirken. Rostock, 18. Jan. Mit der Verteilung antisemitischer Jlugblättter hatte sich das Schöffengericht in Rostock am gestrigen Dienstag erneut zu beschäftigen, und zwar wiederum in einer Privalklage. Kläger war der Student rned. dentr. Walter Spommer, Beklagter der Student med. Georg Michael, beide in Rostock. Am 25. Oktober d. Js. hat der noch minderjährige Kläger mit noch anderen Studenten in der Frtedrichstraße, Flugblätter antisemitischen Inhaltes verteilt. Der Beklagte und andere Studenten mosaischen Glaubens kamen hinzu. Der Beklagte trat »an den Kläger heran und fordette ihn auf, die Flugblätter herauszugeben, der Kläger weigerte sich jedoch, er fuhr vielmehr mit der Verteilung der Flugblätter an vorübergehende Passanten fort. Der Beklagte fragte darauf den Kläger: „Geben Sie mir auf studentische Weise Satisfaktion"?. worauf der Kläger erwiderte: „Ich gebe Juden grundsätzlich keine Satisfaktion". Auf diese Aeutzeruugen des Klägers versetzte der Beklagte ihm eine Ohrfeige und fügte hinzu: „Nun wissen Sie wohl, was Sie zu tun'haben". Die Ptädnavers der Vertreter, Rechtsanwalt Dr. Rönnberg hier und Rechtsanwalt Dr. Riesenfdld in Berlin, ließ in der Hauptverhandlung mit ihren interessanten Ausführungen noch einmal die der Klage zugrunde liegenden Begebenheiten vor den des Schöffengerichts vorliber-- ziehen. Der Rechtsanwalt Dr. Riesenstld erhob Widerklage wegen des vom Kläger gebrauchten Ausdrucks; „ich gebe Juden grundsätzlich keine Satisfaktion" und wegen der in dem betreffenden Jlugblattö enthaltenen, den Beklagten als Juden beleidigenden Unschuldigen. Das Schöffengericht erkannte dahin, beide, Angeklagter wie Kläger, 'werden wegen Körperverletzung bezw. Beleidigung für schuldig, aber für straffrei erklärt Warschau, 10. Jan. Am Sonntag abend hielt der berühmte Jeschiwakeiter, derzeitige Rabbiner aus Der JZraeltt. SlNtzk, Rübbi Melzer, in den Räumen der Aguda einen hüchiiitereffutttctr Vortrng über die „N o tc Wendigkeit der allmeltltchen orthodoxen Orgnuisn; ivn". Er wünscht, daß die allweitliche orthodoxe. Organisation sich in Landesorganisativnen mit innerer Autonomie teile. Besonders warme Töne findet der Redner für die Palästinaarbeit der Aguda. Seine enthusiastisch 'aufgenommene Rede wurde noch ergänzt durch eine Ansprache des Herrn L. Gridak, der ebenfalls zum gemeinsamen Eintreten für die orthodoxen Interessen in Ercz Jisroel und im GvluS aufruft. Warschau, 10. Jan. Herr Rabbiner Perlmutter, der von seiner Europa- und Amerikareise zurückgekehrt ist, ist hier in den Kreisen der Gesetzestrenen mit großem Enthusiasmus empfangen worden. Bei einem Begrüßungsabend, der von den „Sch'.aumeh enuneh Jisroel" veranstaltet wurde, war der greise, tatkräftige Rabbiner Gegenstand begeisterter Ovationen. Rabbi Perlmutter erstattete noch einmal ausführlichen Bericht über die Eindrücke und Erfolge seiner Reise. Zum Schluß wurde Protest gegen die Berieumdungeu eingelegt, die vonseiten der Gegner unläßlich der Reise Rabbi Pcrlmutters in die Wett gesetzt wurden. ttng. Brod, 10. Dez. Airs einem Schreiben des Herrn Overrabbiner Dr. M. Jung, London, au Herrn Rabbiner I. Schön in Ung. Brod entnehmen wir folgende Sätze: Es macht sich nun allgemein ^das Bestreben geltend, wieder langsam an den Neuaufbau der Dinge und an die Lösung der verwickelten Fragen auf geisng-religiösem, wie. ökonomischem Gebiet heranuztreten. Da der religiöse Gedanke Mittel- und Ausgangspunkt der Neuordnung sein und bleiben muß, so ist eine Einigung und Vereinigung alles Gesetzestreuen noch nie so sehr vonnöten wie gerade heute. Eine völlige Gesundung der Verhältnisse kann nur dann eintreten, wenn die Zionisten sich den Orthodoxen in der Weise anschließen, daß die lebt ren die Führung in allen religiösen Dingen behalten und daß auch alle anderen Anliegen der Gemeinde nur im Einklang mit der Thora neugeordnet werden. Es ist zu hoffen, daß der Krieg, der die zerstörende Kraft des Materialismus deutlich genug gezeigt hat, alle Kreise nach differ Richtung hin genügend belehrt hat. Innerhalb der Orthodoxie und auf der von den Gefetzestreuen geschaffenen Basis können auch andere Parteien, besonders Zionisten, . Gelegenheit zu segensreicher Betätigung finden. Die! Nr. 4 Seite 7 Führung muß aber bei denen bleiben, die mit Grez Jisroel seelisch verbunden sind. Es müßt: doch sonst sehr beschämend Wirkern wenn im Vergleich zu den Andersgläubigen, Christen und Moyamednuern, die ihre Rechte ans und in Palästina aus die Religion gründen, wir, daS Priesterreich, nur nationale Gründe dabei gellend machen sollten. Ich hoffe nach all dem, daß Brod bald die Organisation der Gesetzestreuen Mährens auf Grundlage der Thora in die Hand nehmen und kräftig dazu beitragen wiro, daß das Ideal des jüdischen Volkes in Erez Jisroel, je früher, desto besser, verwirklicht wird." Jerusalem, 18 Dez. Am Tage vor Chanuka, dem zweiten Jahrestage deS Einzugs der Engländer in Jerusalem, machten die Herren Rabbiner Josef Sonnenfeld, Epstein, Vornstein, Sluzkin, Jungreis und Feinstein, als Vertreter des aschkenasischen Waad Hoir ihre Aufwartung beim Stadtkommandanten, der sie seines besonderen Wohlwollens gegenüber den religiös gesinnten Kreisen versicherte, Auch dem Generüigouvernenr wurde ein Besuch übgestättet. Aremswesen. Gaffel, 10. Dezbr. In «pangenberg fand vor einigen Tagen der erste In gen bla g der jüdischen Jugendvereine Niederhessen S statt. Dr. Alexander, Berlin; sprach über die Bedeutung und Ziele deS Verbändeder jüdischen Jugendvereine Deutschlands. Der Vorsitzende des hessischen Landesverbandes Schwarzschild, Frankfurt a. M., erstattete das Korreferat. Die Versammlung nahm dann eine Kundgebung einstimmig an, wonach die Vertreter der jüdischen Jugendvcreine NtederheffenS ihre Aufgabe darin erblicken, bei der Jugend das Verantwortungsgefühl für die Erhaltung des Judentums zu wecken, sie zu aufrechten, charaktervollen, gesunden Menschen, wertvollen Staatsbürgern, würdigen Vertretern und Verteidigern der Ideen und Ideale der Menschheit heranzubtlden. Rgn gusscuiisssiich &£Clie dci Lt-ser, die im Inseratenteil fiike jirüiWc-LMELÄ ist ML nücHtö k-LL 3u&£w«sfäic&; ißsgisäGnd&reist $nthaitenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen* SSSSEi AIDlZMisMW | Thoraschilde,1 Er Lhajim, lad g zu kaufen gesucht. Angebote an den 19343 Syimagogenrat Freiburg i. 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Harburg, Ztttau « Stein: DresdenJiarSi Efjrjnfntdfiofsnntaae 7\uCtus6auten. leip^gt Knsperfit imftö ttejg SterufaCOoDu^g, Leipzigi ^idenutnfauten, StnridStungerimc QefcljäftsßatcS’iindFairikjieidawtm. in vitCtn ArtßitefovrwtttSewerün ARCHIT LEIPZIG WILHELM HALLER Kgifirin Augu/ia Sen 9?