Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 61 (1920)
- Issue
- Heft 2 (15.1.1920)
- Date
- 1920-01-15
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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%ciie iQ. Nr. 3. Der „frankfurter Israelit". 15. Januar 19Z0. vcrnkfurter Wseichte. Me Woche. r Bender und - Karl Jeidel. Als Jugenddelegierte I treten in die Verwaltung ein: Fritz Stern und j Ernst Lehmann. Samuel Mainz -"Li- Mit Herrn Samuel Mainz ist der Senior der Familie Mainz, der älteste Sohn R. Moses Mainz zu 78 Jahren, aus einer reich gesegneten irdischen Lebensbahn abberufen worden. Die drei Säulen des Judentums miau mir, die in dieser altbekannten Frankfurter Familie stets hochgehalten wurden, hat Samuel Mainz wie selren jemand in einer Person verkörpert. Als eifrigstes Mitglied der alten Chewra hat er das Lernen täglich gepflegt. Im Wöchnerinnen-Verein, im Minjan-Berein — in dem er über vierzig Jahre das Kassiereranrt verwaltete — und in vorbildlicher Weise in der Chewra n"vr, hat er an Generationen von der Geburt bis zum Grabe Liebesdienst geübt. Als selten seiner mip ist er lange Jahre in der Mainz'schen Familiensynagoge der rnny nachgekommen. Aber weit über dieses Pflichtmaß hinaus hat Mainz, unterstützt von seiner ihm ebenbürtizen Gattin, die ihm in allen Lebenslagen eine treue Beraterin und Helferin, irr. der letzten Zeit eine selbstlose Pflegerin war. vielen Familien mit väterlichem Rat zur Seite gestanden. Wtttwen und Waisen war er in restlosem Eifer Stütze, W0S2N nv^7> hat er gefördert und verschämten Armen, aus welcher Gegend sie kommen mochten, bei Samuel Mainz fanden sie ihren Annehmer. In der ihm eigenen bescheidenen Art hat er stets jede Anerkennung zurückgewiesen. Sie wird ihm jetzt vor Gottes Thron. Das Andenken von Samuel Mainz .wird nicht nur in . seinem Haus, seiner Familie, sondern auch bei allen, die ihm im Leben nahestanden, nie vergessen werden. * fßW p“!2t IST. 1 Wcrein Meüor ßßajirn K. M. I Sonntag, 11. Janäur, hielt der Verein Mekor Chajim« seine 41. ordentliche Generalversammlung ab. Der Jahresbericht gab ein erhebendes Bild von den vielseitigen Leistungen des Vereins auf dem Gebiete des Lernens. Die Jahrzeits-Lernstiftungen haben in Mitgliederkreisen großen Anklang gefunden, so sind heute bereits über sechzig Stiftungen vorgemerkt. Mit Beginn des Wintersemesiers 1920 trat der Verein in eine Arbeitsgemeinschaft mit der Agudas Jisroelgruppe ein, die nach den bisherigen Erfahrungen auf eine ersprießliche Tätigkeit schließen läßt. Der Verein zählt zur Zeit ca. 600 Mitglieder und kann wohl als größter Lernverein Deutschlands bezeichnet werden. Die Wahlen ergaben die Wiederwahl der Herren: Nathan Eschwege, Nathan Homburger, Gabriel Plaut und Josef Sänger, sowie die Neuwahl der Herren: Rechtsanwalt Dr. Lindenbaum, Max Zum Andenken an Martin Aeist Am 21. Tewes jährte sich zum fünften Male der Tag, der der Agudas Jisroel-Jugendgruppe einen schmerzlichen Verlust durch den Tod eines ihrer Gründer und eifrigen Mitarbeiter, Martin Feist brtt, zufügte. Die Agudas Jisroel-Jugendgruppe veranstaltete zur Ehrung der so früh Dahingegangenen eine kurze, schlichte Feier, bei der Herr Rechtsanwalt Horovitz in Anlehnung an einen Midrasch zum Wochenabschnitt einige Worte des Gedenkens an die Zuhörer richtete. Mit dem gemeinsam verrichteten Maariwgebet fand die eindrucksvolle Feier ihr Ende, Beratungsstelle für ostjüdifche Atüchtkinge. Im Sinne des preußischen Ministerialerlasses vom 1. November haben die hier in Betracht kommenden Organisationen eine Beratungsstelle für ostjüdische Flüchtlinge errichtet, die unter Wahrung und Sicherung der öffentlichen Jntereffen und in Fühlung mit den Behörden, die Jürsorgebestrebungen der einzelnen Vereine zusammenfaffen soll. Ktternausfpracheaöend der Asragrupye. Am Sonntag, 25. Januar, 5. Schewat, abends 8'/^ Uhr, findet in . den Räumen des Mekor Chajim, Langestraße 18, ein Elternausspracheabend der Esragruppe Frankfurt a. M. statt, zu dem wir die Eltern unserer EHräer, sowie alle Freunde unserer Bestrebungen höflichst einladen. „Karris Schmos". Man schreibt uns aus Rödelheim: Wie allgemein bekannt, haben die sogen. Chebros Kabronim (Beerdigungs-Bruderschaften) oder Chebros Kadischo über ihre heiligen Pflichten an den Verstorbenen ihrer -Gemeinden hinaus seit Jahrhunderten sich noch die Pflicht anferlegt, alljährlich einen Fasttag an einem bestimmten Tag abzuhalten und würdig zu begehen. Zweck dieses Fasttages ist: Sühne für mögliche unbewußte Pflichtverletzung bei Bestattung von Toten durch Fasten Thiltm- und Schichotgebete zu erwirken. Die Rödel« heimer Chebro d'Kabronim, die schon bereits Jahrhunderte segsnsrcich wirkt, hält ihren Tanis, wie die Frankfurter Chewro, Montag vor Parsches Schmos. In anderen Gemeinden begehen die Chebros ihren Fasttag am Ereb Rasch Chodesch Schcbat. Warum gerade dieFrankfurterChebre und die.'ihrer Umgebung diesen Tag gewählt haben, dürfte füc manchen von großem Interesse sein. Vielleicht sieht sich jemand von den Lesern durch diese Zeilen veranlaßt, darüber Auskunft zu geben. Geburten. Eine Tochter: Bernhard Seidel (Neu), Kleine Friedbergerstr. 1. —Einen Sohn : Rechtsanwalt Dr. Herbert Brinkmann (Eisenmann). Barmizwoh Feier. Heinrich, Sohn der Frau Regina Goldstein, Obermainstraße 5. Verlobte. Else Hochschild, Oberer Atzemer 9 mit Julius Greif. Verein-kalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend, nach Schluß der Synagoge: „Mikro"; Herr Emil Gottlieb. Samstag. 3*/* Uhr: apy» py; Herr Redakteur Schachnowitz. Samstag vorm., nach Schluß der Synagoge: „Dlnim"; Herr Rektor Falk. — 13 Uhr, - mittags: „Sefer Melochim"; Herr Prds. A W e y l.' Sonntag morgen, nach Schluß der Synagoge: Jahrzeitssiiftungslernen (Samson Raphael Hirsch und Selig Goldschmidt-Sttftungen). Sonntag abend, 6 Uhr: „Jelcheskel": Herr Dr. Joseph Breuer. Freitag morgen, nach Schluß der Synagoge: Jahrzeitsstiftungslernen (Benny Benjamin-Stiftung). Jeden Morgen nach Schluß der Synagoge: „Mischnalernen"/ Agudas Jisroel-Mä-chengruppe. Freitag, nach Schluß der Synagoge: „Sidravortrag". , S ch a b b o s 11V, —13*/, Uhr, nach Schluß der Synagoge: „Tefillo"; Herr Dr" Hofmann. — 3*/,—4*/, Uhr: „Thauro"; Herr Lehrer H i r s ch b e r g. Dienstag, 7—8 Uhr: „Jjow"; Herr Zahnarzt Ehrmann. — 8—9 Uhr: „Thauro" für Anfängerinnen; Frl. Jda Katz. Mittwoch, 8—9 Uhr: „Schemuel II" (für Damen und Herren); Herr Lehrer S. Unna. Donnerstag, 81/, Uhr abends, für Jugend- und Mädchengruppe, Aussprachabend: „Neunzehn Briefe von S. R. Hirsch". Agudas Jisroel-Jugendgruppe. 8ehumaim*Ti3 eater Täglich abends 7 Uhr. Täglich abends 7 Uhr „Die Faschingsfee“. Operette in 3 Akten von EMMERICH KALMAN. Jeden Sonntag — 2 Vorstellungen 2. 3 Uhr, u. 7 Uhr Jeden Freitag: 7 Uhr: VOLKS VORSTELLUNG. Kleine Preise. In Vorbereitung: Neu einstudiert: _„Drei alte Schachteln“_ Außerdem täglich ab 7 Uhr geöffnet: SCHUMANN-WINTERGARTEN-DIELE Neues erstklassiges Künstlerprogramm. SCHUMANN-BlERKELLER. NEU! NEU! Dir, PAUL H51TERS neue „Possen-Gesellschaft, am Eschenheimer Turm. * ■ m Zlüerthal und Sirrkadanti. RMMWfflfflM 6 Vs ähr. flnf. 2 Vs 8fr a&en«. Ncü eröffnet: Weiü»Klause* Einsang nur Stjftftratze SL KKKK bester ostfries. Brenntorf) liefert mit eigenem Fuhrwerk prompt Eduard Lejeune, Schäfergasse 15. Tel. H. 501 u 648. 15. Pr. -Süddeutsche Klassenlofterie. Zur 2. Klaffe der 313. Lotterie (Ziehung am 13. und 14. Februar) habe ich noch abzugeben: (3746 Ganze: Halbe: Viertel: di - Si.- 10.50 Achtel Lose 5.&5 Gewinnliste M 1.50, Hansa 4386. Postscheck!. 15235 Franks. a.M., Schäferg. 15. Ernst Lejeune Preuß. Lotterie-Einnahme — Kaufe alle Sorten — Flaschen, Lumpen u, Säcke zu den höchsten Preisen. Hole selbst ab. GLUSMANN, Schwanenstrasse 8. Rüöiütt öiiS &tift ftifiitöäi Ee&üt ®4aiteii3 &6H"V. VASÄffWtf; Wer eine spannende, dabei künstlerisch werinolle nnb bott MiMi» seifte eMltte llattfßöiüm&sifftu« suLk. steife zll sirsrrn Huche, das von der gesamten Presse,glanzend besprochen wurde. Preis broschiert 4»£. *. in eleg. Beschenkband Mk. S 8v Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, sowie, durch den Verlag drS ^Sraelit^. 9. m. b. H., Frankfurt a. M. Schabbos, 10—11 Uhr: „Dorolh Horischaunim" Freitag, abends 8 Uhr: Zwangleses Zusammensein in den Räumen der A. I., Hanänerlandstr. 17. Montag, 8—9 Uhr: „Jeschajohu". Dienstag, 8-9 Uhr abends: „Wajlkroh mit Malbim"; Herr Zahnarzt Ehr mann. — abends 8 Uhr, im Turnsaale der Realschule: Turnkursus. Die übrigen Schiurim der Jugendgruppe finden laut Programm in geschloffenen Zirkeln statt. Wegen Beteiligung an größeren Schiurim wird auf das Programm des Mekor Chajim verwiesen. Beshamidrasch, Ostendstratze 18. Sonntag früh,.8*/«—9*/* Uhr, Montag, Dienstag und M-ittwoch, abends 9—10 Uhr: „Gemoro-Schiur" Köp «as; Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Ir eitag aben d '.sofort nach i’iyü: Vorträge über D’jtn von ns#; Herr B. Rachelsohn. — Abends 8 Uhr: „Sidra-Vortrag" mit Erklärungen; Herr- Rabbiner N. Karpel. Verein Tifereth Bachurim, Langestr. SÄ. Sonntag, 18. Jan., abends 8% Uhr, Vortrag deS Herrn Sch am es über; „Moderne Kunst". Heöetzeiteu. m*i naw- Freitag abend 4.30 Samstag morgens 8.— Samstag nschm. 4.— ämstäg dhdttö 5 45- Wochengvtt^sdlenst; li‘ Morgens 7.— Nachmittags 4.30 mmKmmmmmammmmmmBmmmaKmmmmammatBmmts