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Der Israelit · 1920-01-15 · Heft 2 (15.1.1920) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
61 (1920)
Issue
Heft 2 (15.1.1920)
Date
1920-01-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Zayl»»sk» snße? direkt s« re« Berlss — Vkankfnvt ffr M. Nv> 10802 — erivigerr an: Evtttn btl der Vastsvükkülle Wie« m, 7O«k"'i Eonko de) dem Bottsparkafsenamt Bndave« dio. <8».l Goto beim Postscheckamt Zürich lVr-. VIH 7854 Eonto Sei der Böhmischen Nnionvank Prag und deren Filialen. ver HadräruA 3er .Hrflhel unfl Correlponflenjen fles Jsraellf“ II! nur linker genauer Quellenangabe, unB, lowelt es lfdi um grStzere fluf[äfee ____IisnSelt, nur nach corheriger ßenehmlgung geOatkek. _ Haben Sie bestellt? Samson Raphael Hirsch’s großen PentafeuchCommentar in neuer Auflage erhalten die Abonnenten des „Israelit“ (auch neu hihzutretende) als Prämie mi i. 25-unter den ladenpreise zu Mk. 36.— statt Mk. 60.—. Lieferung in 15 Heften zu je Mk. 2.40, auf Wunsch auch bandweise. Wir bitten um eifrige Propaganda für den „Israelit“ in Freundeskreisen. Vertreter gegen Provision überall gesucht. Man wolle sich der beigefügten Postkarte bedienen. Frankfurta.M. Verlag des „Israelit“ G. m. b H. InyülisLkepstcht. 1. Leitartikel: Pryphktk« kSS NLUSN SfiiL — Sr Sfliitte8 Feuiileiy;^ MsSilSS. — M8l IStzkreNStM Z. Ii. Zirfch'a^Lr. - Z»m ktzVLNSe» GrhknkLll. — t,,Aus dem Schiennehl") -- sDsr Kaiser und h?p?r,gMe RSktzsGiikr) — 3. Wocherirllnbschau? Die Ecnmanbs^gg aus Sem Osten. — Die Äussichikn m jüdischen Paläfripfl, 4. AufsSöei Adr-Säschützckv: KSk ISA Lee K«ahMirMss5 ggs fSSea-. ~= ^.KSSkesünnLenzen and U«KkschkLkrk Kk?llN, VrrrsröiMLMllMMLdrüng). — Berlin, sDis dsurschx ZSM- 'mm mk m 8Wcrr> - SSt«, m?« ccfccffl). ='Wi?fTr" WÜ mmUM Le? Rechte d^r Inden ta Rumänien). — Bratislava, (Der Anschluß der ehemals ungarischen DrrhvdoxiS an die AflUdüs tzisrvel). — Wilna, (Wtlnaer Brief). — Zürich, (Das Lawinenunglück in Davos). Zürich, (Schweizerische Landesorganisaiion der „Agudas JisroM. — London, (Ein Verband traöttionell-geselzestreuer Inden in England). — London, (Agudas Msroel in England). — HüÄg. —Jerusalem. — Paris' — HPersona^ qle~^ ^Vermischtes—8Bncherhysprechungen Fentlleton-B.eilüge: Ko ein Pech! — Die Kvylennot im Dienste der Thora. — Ins heschte Ee'. ist. — Die.Serchung M<-ses! — IO. K in de recke. — 11. Berichte. - Familtennachrichten. - Bereinskalrnder. - Gebetzeiten. Propheten der neuen Zeit, Fslhensu und Luder ofs Oerhünder Ops ßemeinfctiaftsidpals — — eben um dieser Dopp^lsütigkeit willen habe sich das jüdische Volk als das geeignetste Gesäst für GotteS Menschheitszwecke darg^boten, für welche Abfall und Abgefallene durch Funken und Keime, die sie trotzdem mit hinübergetragen in den Schoß der Menschheit, nicht die wirkuiigSlosesten Agentien gewordrn — (S. Ä. §>irsch, ' Kommentar zu V B. M. 31, 29.) Zwei kleine Büchlein, ähnlich an Umfang und Aussehn, lassen fast gleichzeitig ihre hinreißende Beredsamkeit an mein inneres Gehör erklingen. Männer jüdischen Stammes haben sie geschaffen, beide jüdischer Art und Pflicht gänzlich I entfremdet, und doch — es laßt sich nicht leugnen — pulst in ihrem Wort ein Mchhall vom Ethos der Propheten.' Rathenau spricht zum deutschen Volke. Durch das höllische Feuer eines beispiellosen weltgeschichtlichen Zusammenbruches mit all seinem Jammer geleitet er sein Volk, und unter dem poetischen Zauberstab seiner seherischen Gestaltungskraft wandeln sich die toten, erbarmungslosen Ziffern der Statistik zu lebendigen Wesen, aus denen es weint und schluchzt wie tu her Bffhrr eines blühenden Lebens. Aus Völkertod aber rettet DeuLschlauh d?r Nnfbau einer „neneu Gesellscksfr^, in der die systematische Vereinigung von Han h. arbeit und ßeifttZeur Gchsffen in de? LedensdetLtignng fctcä Einzelnen Jrrhl^ih^^gsA; allen shne Unsnstzure ba§ KW de? Pk?ssMch-! tcü schenken snn, Tn R«Hen«u. -s Me „neue GsfeLfchafb will auch Buber anferbanrn, nm der Mensch eit willen und für die Menschheit, aber sein Antlitz ist ostwärts gewandt nach Palästina, und aus den Gedankengättgen des jüdischen Schrifttums schöpft er die Formen und Inhalte, die dem jüdischen Volke den „heiligen Weg"') weisen sollen zur ' *} Die neue G c feilsch a f t. Bon 58ütter R a th ena u. Berlin 1919. S. Fischer, Verlag. 2) Der heilige Weg. Von Martin Bub er. Fra n k fnrta. M. 1919. R ü t t e n u n d L ö n i n g. Verwirklichung des Göttlichen für die Menschheit ln einer jüdischen Gemeinschaft in Erez Jisroel. Bübers Gedankengänge, ihre Stärke und ihre Schwäche, ihre urjüdtsche Abstammung und ihre bis zur Unbegreiflichkeit unjüdische Vereinseitigung, sind den Lesern dieses Blattes ans zahlreichen kritischen Aussätzen bekannt. Die neue Rede zeichnet sich durch Klarheit und Gegenständlichkeit aus. Sie schreitet zur direkten Auseinandersetzung mit den drei Gegneni Bubers im jüdischen Lager: dem liberalen Humanitäts- Judentum, dem formal-politischen Nationalismus und dem religiösen Traditionaltsmus. Wenn Buber dem international orientierten Sozialismus und Kommunismus, der die Juden auf die Barrikaden l^ckt als die angeblich geborenen Vorkämpfer deS Menschheitsbundes, wenn er diesem „Humanitarismus" zürnst! „Sprecht leiser. Ihr schreit wie Menichen, die während einer Erdbebens erwacht sind.-Ihr redet von unserer Sehnsucht mit unkeuschen Lippen; ihr wißt nichts von ihr.-Sie will sich nicht begnügen, Bastillen des Geistes zu stürmen, damit der befreite Geist heimatlos werde, wie er heute ist/ sie will dem befreiten Geist ein festes Wohnhaus bauen, das Haus der Gemeinschaft" sy zollen wi? Beifall, Wenn er d?njknig?n zwnisiischen Politikern, die in de? ungehemmten Entfültung de? eigenen. Gaben öes^ Mischen Volkes, im f?efen Mpiel de? Menfte ollEs Dell e?hltEen unb wie Hrrnrtch MörgulikZ jede mihdzpz Geistigkeit 8e?wetfen^ gar wnchtlZ hi§ LxstjtM ffefh mim er ktf sl§ h& mshren UsMllsntkn ^?ündms?kk, die in Erez Jisrcel jeden Götzendienst zu billigen bereit sind, sofern er nur jüdischen Namen trägt — so entspricht das gewiß unserer Anschauung. Zwar ist bei dieser Auseinandersetzung zwischen den zioutstischeu Brüdern die Logik, nicht auf Bubers Seite (denn wo wäre dem Traditionslosen die Instanz, die objektiv feststellte, was Götzen-, was Gottesdienst sei), doch umso mehr muß man das Ethos loben, das aus solchem Kampfe für ein unverrückbares-„Gut" und „Böse" spricht.

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