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Der Israelit · 1919-12-30 · Heft 51 (30.12.1919) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
60 (1919)
Issue
Heft 51 (30.12.1919)
Date
1919-12-30
Page
– (sequence 12)
Language
German
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stimmten Normen. Auch in ihrer Vertretung und zu ihrer Verfechtung gibt es verschiedene Momente, die Verschiedenes fordern, auch da hat die Forderung Geltungskraft njn n> DW niM .“Tönte nr ->2*77). Denn es gilt nicht uns, es gilt die N“77n. Nur so Lun wir kund, daß diese Lehre nicht Produkt des Volkes war und ist, sondern das Volk ein Produkt der Lehre-in Bescheidenheit und Demut bleibt sie heiliger Gegenstand ehrerbietigster Verehrung ,-denn 7>snw' 7227) .TWl *7Ö7>ön fif)» Er lehrt die n-Vin sein Volk Jisroel. Wenn in diesem Sinne der nmn Hoheit und Größe im Gedanken, ihre Gerechtigkeit- und Billigkeitsgrundsätze für unser Leben erkannt, selbst die Einzigartigkeit ihrer technischen Mittel des Ausdrucks und der Schrift verstanden, i^re wunderbare Anlage in erzählenden und gesetzlichen Teil, wie der Gedanke emporwächst aus dem Wort und dieses aus dem Buchstaben erfaßt, ihre Stilistik und Grammatik, ihre Geographie und Geschichte, ihre Chronologie und Ethnographie, ihre Palaeontologle und Zoologie, ihre Botanik und Geologie — kurz die große universalistische Umschreibung ihres Inhaltes in schriftlicher und mündlicher Lehre geschätzt und bewertet ist-und das alles und mehr als das einem Volk als Gemeingut ntep W77Ö 2pIT nicht als Zunftgeheimnis, vielmehr für jedermann und unentgeltlich erreichbar -dann dürfen wir wahrlich einzeln und in der Gesamtheit mit Raw Hamermnoh sprechen imu-i ns* ub tritt 220 722 ->N2 ntrs- Während wir aber als Schlußjegen hätten ,T77nn nrr "üb ln) ->L)8 den Vergangenheitsformen der Hauptbrochoh tntt — ->N2 entsprechend erwarten sollen, dürfen wir nach Würdigung des Inhaltes und nach erfolgreicher Weitervermittiung desselben an begeisterte Jünger uns am « Sinai versammelt denken, und als wenn wir im. Augenblick die min am Sinai empfangen, dürfen wir uns betrachten, die wir alle “7Q7>i2 min l“T2n D und jede Zeit darf sprachen iT77nn sni). Denn jede Gegenwart empfängt sie aufs neue und für dieses neue Empfangen wiederholen wir gerade den Segensspruch.' Den JTYinn n72-)2 läßt unsere Gebetsordnung einige Stücke, aus 2n22V m7n und Nttin folgen, um gleichsam eine Probe der 7N7n, als Gegenstand der m2£lö> der n2*72 msttt anzufügen.' Es sind dies der Priestersegen 2^N2 n2*72 mit einer Mischnah aus Peah und Tfcnn mit dem Abschnitt np* und daran schließt sich endlich eine «n"n2 die hermeneutischen Regeln enthaltend, nach denen sich die mündliche Lehre aus der schriftlichen kontrollierbar rekonstruieren läßt. Das scheint der bedeutsamste Sinn der sn^-Q des R. Jswael zu sein, daß das Volk selbst zu Kontrolleuren der Ueberlieferung eingesetzt wird. Es wird ihm der Schlüssel in die Hand gegeben, mit dem es jederzeit die Probe aufs Exempel machen kann und das Vertrauen zu unseren Weisen gewinnt und stärkt, die nicht in frommem Priesterbetrug ihr Volk betrogen, sondern in Ehrlichkeit sich ihm entbehrlich machen wollten. Nach alledem, wie wir die weisen Ordner unserer Gebete als hochdenkende und tiefempfindende Männer kennen lernten, dürfen wir annehmen,, daß die Auswahl dieser Teile der m7n nicht dem Ungefähr zuzuschreiben ist, sondern baß sie dabei wirklich von der Idee geleitet waren, dem „betenden, singenden und brummenden" Israel gleich früh morgens einen umfassenden Begriff von seiner großen und hohen Lehre mit auf den Weg zu geben, damit es die nn2£ö, Thauro zu lernen schon gleich erfüllt und, wenn es sich sammeln will und kann, wirklich eine kaum zu bewältigende Fülle von Stoff in. sich ausgenommen habe. Dann braucht es keine Minute seiner fteien Zeit zu vergeuden und jeder freie Augenblick kann einem geistigen Gedanken gehören und weist jeden-unwürdigen weit von sich. Wir gehen vielleicht nicht irre, wenn wir im Hinblick auf die Doppeltafel des Dekalogs an die Teilung der rron in Pflichten gegen die Menschen und solche gegen Gott denken. Und , wie wir den ersten Teil des Morgengebetes als Niederschlag von Gedanken für die gesamte Menschheit erkannten und uns erst von den m7n n72"D an jüdischen Ideen zuwandten, so sind auch hier vielleicht an erster Stelle die Pflichten gegen Menschen, an zweiter solche gegen Gott angeführt. Die ersten bedeuten das Erziehungsziel, die letzten das Erziehungsmittel — denn ohne Gott auch keine Gesellschaftsordnungnur als p7>s '*ib ans D^2 Söhne eines Varers können sich dir Menschen als Brüder begreifen, in Rassen getrennt, schwören sie sich Vernichtung, zu einer Familie geeint, können sie sich brüderllch verstehen und lieben. Ja, Hillel faßte dem Fremden, der auf einem Fuße stehend, die ganze «"Hin lernen wallte, ihren Inhalt in das Wort zusammen Mas Dir für Dich unerwünscht ist, tue auch einem andern nichtdas ist die ganze Lehre, alles andere ist Ausführrrngsbestimmnng." Als dieses Mittel bietet sich an erster Stelle Selbsterziehung dardenn ohne Entsagung für sich kann man anderen nicht dienen. So werden uns auch hier als Erfolg für n-nn -Wirken an erster Stelle Q'2,N72 n2->2 und einige hervorragende 7-12N7) CHS s'2 ni722 genannt." Sodann folgt diesen als das jüdischste Selbsierziebungsmittel die kurze Zusammenfassung der Opferlehre mit dem Abschnitt vom täglichen Opfer an der Spitze. Allerdings finden sich in der Mischnah in Peah und in der sn"-Q Sabb. 127 auch Pflichten gegen Gott, wie 2'->722N Fruchterstlinge in den Tempel zu bringen tT’jOn sich im Tempel an den Wanderfesten einzufinden, selbst wenn wir n'2 nü2tt)n ttVHörr den Besuch im Lehrhaus und fiten p1!) Gebetsandacht als Pflichten gegen uns selbst unter Pflichten gegen Menschen begreifen wollten. Es wäre daher auch möglich den Sinn der Ausführung dieser Stücke anders zu verstehen. Versuchen wir darum kurz den Gedanken dieser Stücke an ihrer Stelle im Morgengebet im Zusammenhang zu erfaffen. (Schluß folgt.) Vom 1. November bis 14. Dezember eingegangene Spenden:. Zur freien Verfügung für wohllüt. Zwecke: Cal car: Abraham Cohen 10. Cöln: PH. Victor Weil 200, N. N. 4, Pinkas Müller 10, Frau Herm. Katz 50, Frau Zanders 20, Leop. Schneider 50, N. N. 6, Jakob schwarz 60, N. N. —.46, Frau Gandz 50, S. Grünsfeld 100, Grete Walter 20, N. N. 18, Alfred Kahn - 2, Emil Hehmanns 5. Commern: Fam. Carl Cahn 20. Elberfeld: Simson 10.. Eiserfey: Geschw. Nathan 100.. Flamersheim: Leopold Herz 20. Goch: Hermann Epstein, auf Verlobung ges. 100. Kempen: S. Winter 10. Mechernich; Heinr. Ruhr 30, Frau Liffmann 30. Monheim: Alfred Herz 60. Siegburg: Moritz Heymann 50. Iur die Verwaltungskasse des Vereins für die jüd. Interessen WHeinlands: Breslau: Aron Kober 50. Cöln: Pinkas Cohen 3.50, N. N. 100, Leo Marcus 10, Sckwab 5, N. N. 500, Frau Grünsseld 25, N. N. 50, Philipp Victor Weil 10, N. N. 20, N. N. 50, Joseph Herz 20, N. N. 20, N. N. 5, Max Rosenthal 10, 50, N. N. 50, N. N. 5, Lehrer Oskar Simons 3. Duisburg: N. N. 40, M. Artmann 2, Friedmann 10, 'Finkenstein 8, Friedländer 2, KaDiar 15, Kästner 5, Stromwasser 1, Bergenfeld 3. Düsseldorf: Israelitische Religionsgesellschaft 45. Euskirchen: S. Hanauer 15. Frankfurt a. M.: Gebr. Bickhardt 20. Haigerloch: N. Jacob 10. Hamborn: Synagogen - Gem. 20. Höxter: Alfons Heymann 5. Krumbach: Dollne Oettinger 3. 1 Kür Krez Iisroelr Ahrweiler: Abraham Bär 100. Cöln: I. Weil, R. m. b. H. 10, Philipp Weil 10, Helene Francken 3, N. N. 20, Lonnerstädter, R. m. b. H. 20, I. Weißmann r. B. 11, Ring 5, Lehrer Oskar Simons 5, Chaim Stern 20, N. N. 10, Oskar Simons 5, Oskar Simons, R. m.. b. H. 2, Fulder 10, S. Scheffler 5, N. N. .20, N. N. 15, Fulder 5, Penczak 2.50, N. N. 20, Aus versch. Büchsen 148.55, Gut 3, N. N 20, d Frau Simons 5, N. N. Challygeld 3, N. N. R. m. b. H. 2, Marg. Wolf 1. Commern: Fam. Carl Cahn 20. Dinslaken: Synagogengemeinde 74, Dr. Rothschild 10. Düsseldorfs A. Kaldenbach, Challogeld 5, Frau Abraham, Sara Bon dis Kinder 5, Familie Gottdiener: Schaare Zehek 10, Felix Wertheimer 2, Ansrufsspenden für Jerusalem 3, S. Pfeiffer 70, Frau Haust Gottdiener Sara Bondis Kinder 5» Euskirchen: S. Hanauer 100. Siegburgr Ernst Neumann Aufrusspenden 3, B. Wallerstein 20, Grünberg 5, Aufrusspenden 10«. Wassenberg: Frau Jakob Herz 50. Kür die Ualmud-Kßauro ßöku: Cöln: Pinkas' Cohen 3.50, Bei Hausein- ' weihung Stock gesammelt 422, Jonas Wolf 100, durch Frau Goldschmidt 40, Geismar 50, N. N. 140, Werther 5, Antmann 15, N. N. 25, Leop. Schneider 20,. N. N. 100, Frau Weißmann 100, Carl Bier 30, Georg Cahn 50, Aron Wolf 10, Stiftung Mendel 2, Alfred Kahn 2, Aus T. T. Büchse 48.71, Meta Wolf 10, Penczak 2.50, Alfons Hehmann 5, Stiftung Nußbaum-Dünner 400, Frau Gandz 200, N. 20, Marg. Wolf 20, M. Schlesinger 5/- Frl. Glaser 20, Jacob Schwarz 40, Dr. ino. N. Wolff 20, Marg. Wolf 4, N. N. 15, Alfons Hcymann 50, N. N. 10. Euskirchen: S. Hanauer für Jul. Löwenftein-Stiftung 20, Moses Schweizer 20. Kettwig v. d. Br.: Felix Müller.10. S i e g b u r g: - B. Wallerstein 10, C. Grünberg 10. Kür Köhere jüdische Schute „Iarvue" in ßöknr N. N. 300. Euskirchen: Moritz Marx 50.- Kür das isr. Altersheim f. d. Hlßeinproviuz Cöln: Aron Wolf 10. Commern: CarK Cahn 10. Verlag der Aiöliotßek des jüd. Volksfreuuds: Neustadt: S. Stabt 10, Sally Stahl 10^ Kür die Vvgramopfer: Boppard: H. Fein 03. Berneastel: Leop. Baum 10, I. Levy 10, Sigm. Kaufmann 10, Friedmann 14, M. Thal 15, S. Thal 25, G. Thal 20, A. Lleser 20, Lazarus 20, Königsberg 20, Schömann 25, ,Frl. Jsak 10, Zedokogeld 27.85. Cöln: Ges. auf Hochzeit Thal- Baum-Hirsch-Leib 236, Synag. Gem. Deutz 209. Rheydt: Herm. Simons 20. Siegburg: B. Waüerstetn 20, I. Feith fen. 10, C. Grünberg 5, F. Oesterreich er 5. Kür Wanro-Zwecker Cöln: N. N. 800, N. N. 150, N. N. 50, Frau Grünsfeld 25, Frau Gandz 100, N. N. 200, Jacobs 30, N. N. 100, N. N. 1000. KI» J. Schlesinger Weinbandlung Colo a. Rh., Aachenerstr. 19 bietet hierdurch an: Neu eingetroffene I a. Weine: Oppenheimer (weiß), Niersteiner (weiß), Jngelheirner (rot), Biedesheimer (rot), Walporzheimer (rot). Sämtliche Weine sind NOL 7>Z) ->V2 Ie968 ljullnlum sbzugeben. Billigste Preise. —:— Beste Referenzen. Druck von Rupert Bauimbach Frankfurt a. M., Klingerstratze 23.

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