Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 28-29 (9.4.1903)
- Date
- 1903-04-09
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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M'- \mß im t Cii! m W'lbJM MuderrthuwÄ i-^MO S E S\fU|[ Mr. IS S.AprULSSS/r MM MM «JH mm aff aß Geknebelt der Wille durch eiserne Macht, Der Strahl der ErkenntNiß erloschen in Nacht, Vergessen die Worte der Wnen! KÄN Gottvertrauen Erlösung verspricht, Kein Geistesblitz entzündet ein Licht,' An höheres Walten zu mahnen. . Und drückender immer das Joch sich legt . Auf den Nacken des Volkes, das stumpf es trägt, So lange es Krast hat, zu tragen. Doch, als maßlos wächst des Tyrannen Wuth, Da wird des verhaltenen JamrNers Fluth Zum tobenden Meere der Klagen. Und schwellend durchbricht's den Damm der Geduld Und bringt die Verkettung , von Buße und Schuld Vor Gott, 'den Kenner des Wahren. Und der Herr, ergriffen von Israelis Leid, Beschließt, sich in ganzer Herrlichkeit Den Menschen zu offenbaren. Aus himmlischen Sphären dem schönsten Lied Befiehlt er, daß jubelnd die Welt es durchzieht: Gott will nicht Herren und Knechte! Horch Pharao! Hörst Du der . Freiheit Ton? Du Kst doch auch nur ein Menschensohn! Was stichlst du göttliche Rechte? Er hört ihn nicht, und versteht nicht die Macht, Ihm steht nicht der Weltenbau da in Pracht, .Den mächtigsten.Geist ihm. zu künden ... - Da ändert sich denn das Buch der Natur, - Da wälzen die Bäche dann Blut durch die Flu;, Und Froschvolk bricht aus den Gründen. Von Jnsektenwölken die Luft es durchschwirrt, ' Bald Seuche den Dienst gar der Sinne verwirrt, ' 'Ein Aussatz verzerret die Glieder; Das Mld stürzt hervor aus des Berges Kluft, Von Heuschreckenschwärmen ist finster die Luft, Und Hagel saust tosend hernieder. - Doch all' das versteht der Pharao noch nicht, D'rüm nimmt auch der Herr der Sonne ihr Licht, - Verhüllt sie mit düstern Schleiern .... - Doch dem Volke des Herrn befiehlt der Prophet,' .', Daß in schauernder Ehrfurcht gerüstet es steht, - Ein Fest seinem Gotte zu feiern. . Der zehnten, vernichtenden Plage Graus, - Führt endlich das Volk'der Erwählten hinaus Zum gelobten, verheißenen Lande. — ' In der Wüste schweigender Majestät " Ein neues, ein würdig Geschlecht entsteht, Das auch innerlich bricht seine Bande.. Solange im Glauben es stolz und stark. Kann sittlicher Freiheit belebendes Mark . Die schönsten Früchte erzeugen. Doch als Sündenfesseln es auf sich nimmt, ' Die Freiheit verschleudernd, beschließt Gott ergrimmt, Unter fremdes Joch es zu beugen. Wenn der Leidenschaft Zwang es abgestreift, . Die Tugend aufs Neu' es zur Freiheit gereift: Dann darf hernieder sie schweben. - - Dann weckt Gott den goldigsten Feeniraum,... -- Aus seliger Welten ewigem Raum> - . . 7.' Auf Etden auf's Mue zum Leben.. MedgyeS. Fanny Bäumet.^