Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 28-29 (9.4.1903)
- Date
- 1903-04-09
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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44. Jahrgang Ege zu Jfs 28 & 29 des „Israelit n Literarische Umschau. jüdischer Verlag, Berlin S.-W., Großbeerenstr. 76. „Palästina," ' Zeitschrisb' für die kulturelle und wirthschaftilche Erschließung des Landes. (Jährlich 4 6 Hefte im Gesammtumfang von mindestens 241 Leuten. Mk. 4 per Jahrgang. Ausland Mk. 8.60,. der franko Zustellung.) , Mit Dem uns vorliegenden HZte 6. 6 schließt der er 0,; Jahrgang dieser Zeitschrift. Wir nennen aus .■•■OM Inhalt dieser sehr reichhaltigen Nummer: „Das!'.n7!rirthschaftliche Werk der Alliance" (D. Haym, nisa), „Eine talisornische Kolonisationsmethode David). „Die Handelstatlit der Amerikaner in Levante". lKonsularbcricht), „Die'.ägyptische Mitrcimcerkj'iste vom Suez-Kanal bis Refah (Major Rvcroir,. „Gartenbau (^mossenschastcn"- (Louis Brisch), „Die wir.'hschast'lichen Verhältnisse von Akka und .Haiia im Jahre 1*901" (Konsularbericht), „Bericht über -rinc )n!ormationsreise nach Saida" (Dr. S. Söskin), „Dlwen Kultur, für Palästina" (Davis Trietsch), „Die ^frwenvbarkeit der Feldbahnen in der Landwirthscharr." „Aus den Anfängen der kalifornischen kolonij.uion" (Titus Fey Cronice), „Die Ernte .Fleinasiens und Syriens im Jahre 19.00" (Deutscher Konsular- I'rirdt)^ „Die,schwäbischen Ansicdelungen - in. PalMtina" (Hugo Grothe), Kleinere Notizen. Die Zeitschrift oricntirt nicht nur über das Land nun icine Verhältnisse, sie zeigt auch die Fehler der bisrcriD-'n Kolonisation und wie dieselben zu vermeiden Wir wünschen dem Blatte im Interesse der der es dient, weiteste Verbreitung. ‘ ■ Meyers (ttrofic* ^onverfntionolexikon. Ein Nach- 'chlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, ganzu-y - neu bearbeitete und vermehrte Auflage. Mit mehr als 11,000 Abbildungen und über 1400 v Di-dertafeln, Karten und Pläncn, wie 130 T:xtbeilagp'n.. Erster Band. .A—Astigrnatismus. Zweiter Band. Astilbe—-Bismarck. Leipzig und Wien. B i b l r o g r a p h i stch e s I n st i t u t. Ein Nachschlagewerk, eine Encyklopädie des allge- 'Usiuen Wissens nennt sich das vor uns liegende Werk. lEn Werk,' das alle dem menschlichen Geiste'bekannten, ^cdiete berührt, dein Leser auf eine jede,berechtigte Jrage Antwort gibt, diesen Zweck soll Meyer's Lexikon erfüllen. Der JE besitzt, schon eine solche Encyklodäoie, eine Zusammenfassung aller Wissenschaft, ein Auch, das in gleicher Weise Echhmologie und Philosophie, Medizin und Nationalökonomie, Mathematik und Astronomie behandelt, ein Buch, in welchem die größten Gelehrten ihre Meinungen .niedergelegt, in welchem sie mit scharfsinnigen Geisteswaffen gestritten, bis sie das Rechte gefunden. Und der Talmud finde! seine Fortsetzung in den Rischonim und Achronim bis auf die heutige Zeit. Wenn wir nun auch im Talmud eine Encyklcpädie besitzen, in der zu forschen uns Lebensbedürfmß ist, so eignet er sich dennoch nicht zürn. - Nachschlagen im Älltagsgebrauch, denn der riesige Wissensstoff findet sich mäht alphabetisch geordnet vor. ^Deßhalb ist es auch für einen modernen Juden, der Thora mit Derech Erez verbindet, eine zwingende Roth- Wendigkeit, ein Werk zu besitzen, aus welches er sich stützen, bei dem er sich Raths holen kann in jeder Frage, hie ihm im Alltagsleben ausstößt. Wie unentbehrlich im eigentlichsten Sinne des Wortes ein Lexikon, oder sagen wir nur gleich das Lexikon wird, ist besonders jetzt ersichtlich, wo so plötzlich die Frage „Bibel und Babel" ausgetancht ist. Viele, ja die Meisten werden wohl kaum über die neuen und neuesten Babelforschungen unterrichtet gewesen sein. . Sie lasen in den Zeitungen von Ausgrabungen und von Hammurab.i^ und wissen nicht, wieso und woher dies alles gekommen. Da hilft unser „Meyer" aus. Man schlägt den Artikel „Babel" auf und findet hier die ausführlichsten ' Informationen. Die Geschichte'des Landes ist unter Vergleichen mit der Bibel sehr eingehend behandelt, und man findet die Namen aller der babylonischen Herrscher astgegeben, die zu Zeiten unserer Stammvater lebten. In d:m Abschnitt „Religion der Babylonier" ist deutlich und klar bewiesen, daß der Monotheismus unmög- . lich im alten Babel geherrscht" haben kann. Auch die Babel-Litteratur ist fast vollzählig angegeben. Blättern wir noch etwas weiter, so finden wir noch eine ganze Anzahl Artikel, die auf Juden und Judenthum Bezug haben. Beschneidung. Beth-din, Betlehem, Bethzur, sind erschöpfende Darstellungen der betr. Themata. In dem Anhang „Bildhauerkunst" finden wir eine.Abbildung des Reliefs vom Titusbogen in Rom, das die lleberführung der Beute aus dem heil. Tempel durch Titus nach „Edom" darstellt. Aber sehen wir von den spezifisch jüdischen Artikeln des Werkes ab. t Denn das ist ja gerade das Faszinirende an ihm. daß., alles interessirl, alles auf den Leser belehrend zu wirken im Stande ist. Ich nehme an, man will eine Stichprobe machen, und z. B. die Meinung des Buches iiber die Entwicklung moderner Bibliogrsphre . einchcklen^ Da ' sstößt man vorerst auf einen hochmtereffarrten Artikel -;„Mbe!",.' in welchem eine genaue Uehersicht, Mer die .Bibelübersetzungen, Bibelausgaben und Bibelgesellschaften aller Zeiien gegeben ist. Man blättert weiter,