Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 101-102 (22.12.1904)
- Date
- 1904-12-22
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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22ÜS Oaunum im Großen versucht hat. den ganzen Complex der jüdischen Pflichten und die sie erläuternden Aussprüche der aron und cxtc» mit den Kardinalsahen jüdischer Philosophie zu durchtranken, das kommt hier, wenn auch in Miniaturausgabe, zum kräftigen, lebensvollen Durchbruch. Die Grundprobleme des jüdischen Glaubensbekenntnisses werden in das anmuthige. schillernde Gewand der Homilie gekleidet und mit meisterhafter Sachkenntnis dargestellt. So spielend, man mochte sagen: ungewollt werden uns diese wichtigsten fragen der njütt zugänglich gewacht und dadurch schon, abgesehen von der Gediegenheit der produktiven Leistungen des Verfassers s. A. gewinnt das im an Ansehen und Bedeutung. Jetzt, wo der siebenten Säkularfeier zur Erinnerung an Maimuni's Ableben allenthalben Rechnung getragen wird, ist dieses Werk aktuell und es kann nur gewünscht werden, daß dem ehrw. Herausgeber die Möglichkeit geboten werde, auch die anderen onsv des Verfassers s. A., die vom Geiste des vorliegenden getragen werden, bald der Öffentlichkeit zu übergeben. Zum Schlüsse begegnen wir halachischen Untersuchungen des Verfassers, die, namentlich diejenigen in nrcan wZD, wegen ihrer Originalität und Vortrefflichkeit, Beachtung verdienen. Frankfurt a. M. I. Freund. Verschiedenes. Lkatalog der reichhaltigen Sammlung hebräischer und jüdischer Bücher. Handschriften, Portraits u. s. w., i nachgelassen von N. H. v. Birma in Amsterdam. Beschrieben von Sigmund. Seeligmann. Amsterdam, Joachimsthal 1904. Die Bibliothek des bekannten Bibliographen N. H. d. Biema s. A., die sich in Kreisen der jüdischen Gelehrten eines sehr guten Rufes erfreute, soll am 13. Februar 1905 und den folgenden Tagen durch die rührige Buchhandlung I. L. Joachimsthal-Amsterdam zur Versteigerung kommen. Zu diesem Zwecke hat ein Freund der Familie einen Catalog ausgearbeitet, der geeignet sein dürfte, das lebhafteste Interesse wachzurufen. Die Bibliothek ulnfaßt 3721 Nummern und soweit wir sehen konnten, ist bei fast allen Büchern Titel, Verfasser. Inhaltsangabe, Ort und Jahr des Druckes mit der größten Genauigkeit angegeben. Die Gediegenheit dieser reichhaltigen Bibliothf war in Fachkreisen langst bekannt. Die Sammler fahndeten nicht nach bibliographischen Curiosa, obschon auch solche nicht ganz fehlen. Wir nennen: orrrron aus dem Jahre ren Druck Amsterdam, auf blauem Papier, p-rfc pnpn bteo mit dem seltenen Titel, der die Jahreszahl wr/nab tci p’irx hat, form» des H« arv »rr'n nn2 mit doppeltem Titel (auf dem ersten Colonia Agrippinae 1560) n. a. m. Besonders groß ist die Zahl der Response«. Die Schriften des Jacob E m den, Chacham A z u l a y. Chacham P a l a g h i sind fast vollzählig vorhanden. Von Jncunablen nennen wir: D'/’JBn mao 1490 p cnp ,12^2 ,1484 tÜt vauw. Die Bücher stammen vielfach aus berühmten Sammlungen. so z. B. aus den Sammlungen Heidenheims, Solomon Du bnos. David Sinsheimers. Azulays. Dieser Umstand durfte den Werth der Sammlung bei wirklichen Bücherfreunden sehr erhöhen. Es wäre sehr zu wünschen, daß diese Prachtsammlung nicht zersplittert werde, sondern in einer Hand bliebe. Jiidisch-litterarischer Abreiss-Kalender'7pro 1905 (5665/66) von Rabbiner Dr. H e p p n e r-Koschmin. Verlag von I. T u ch -^Koschmin. 6. Jahrgangs... Zum sechsten Male stellt sich der so sehr beliebt gewordene Kalender rechtzeitig ein und wird gewiß von allen, die ihn bisher benutzt haben, als eine willkommene Gabe freudig begrüßt, und diesmal um so mehr, - als ihn der Herausgeber mit Illustrationen geschmückt hat, die uns einige hervorragende Männer unseres Volkes darstellen. Der Herausgeber hat auch auf diesen Kalender die größtmöglichste Sorgfalt verwandt, wovon jedes einzelne Blatt Zeugniß ablegt. Seine Angaben sind präzise, genau und zuverlässig uni) sind für den Laien, der sich in den mannigfachen Lagen des Religionslebcns Rath holen will, eine wahre Fundgrube der Belehrungen und Unterweisungen. ..Der Hcppner'sche Abreiß-Kalender sei daher auf's Angelegentlichste empfohlen. G. B e l l e t r t ft I f. Tolc, Jobs. Edelinde. Brosch. 2.40 Mk., eleg. geb. 3 Mk. Max Hansen -Glückstädt. Funcke sagt von Johs. Dose: „Das ist ein beneidenswertber Mann, der dieses Buch geschrieben hat. Wer Dose's Werke kauft und liest, der wird dem Dank wissen, der sie empfohlen hat." Das ist ein so großes uneingeschränktes Lob, daß jedes weitere Wort nur eine Abschwachung bedeutete. Diese zarte duftige Sprache, diese anheimelnden Schilderungen lassen , sich nicht mit kurzen Worten beschreiben, man muß sie lesen. Wer erquickende, wirklich gute Romanlektüre will, der greife deshalb zu diese« Werke». - I. L. - -; ■ ' ' - ’ ’ili.’ '