Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 100 (19.12.1904)
- Date
- 1904-12-19
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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F 45. Jahrgang. M 100, As«Mj. Ew ‘‘i7 7. jKentrak-Hrgan für das orthodoxe ZudenLhum. Begnlndet von - . Br. ITe&urenn in H&alttf. i Ärorrtag, _ II. Thedet 5005. cn 19. Dezemder 1904. CT38* Da mit dem 1. Januar 1805 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir unS,. die ge»! ehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post daS Abonne-< ment frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide.. In der Postzeitungsliste pro iv04 eingetragen unter Nr. 3932. Neu ein retende Abonnenten (PostabvnnenteN gegen Vorlage der Postquittung) erhalten daS Blatt bis Ende dieses MonatS gratis. Jakobe Waffen. Betrachtung zum Wochenabschnitte W1 von L. A«?LrrgE-Memmelsdorf. Nach einem Leben, reich an wechselvollen Geschicken, aber, stets durchleuchtet von göttlicher Gnaden-. fülle, bereitet, sich unser Erzvater Jakob vor zum Abschied von dieser Welt. Das Streben, das seines ganzen Lebens Richtschnur gewesen, die Abrahamsmission zu bethätigen, wie sie von seinem Vater Jsak ihm überkommen, beseelte ihn auch noch in letzter Stunde und so übertrug er diese heilige Aufgabe, wenigstens für die nächstfolgende Zeitperiode, demjenigen seiner-S ohne,'«dessen Stellung und Macht fülle ihm die meiste Gewähr bot, daß auch die Aufgabe durch ihn gelöst werden könne: dem Josef. Josef sollte gleichsam der Siegelbewahrer der Jsraelsidee sein, sollte sie rein und hoch Halten als oberster Agnat der Jakobsfamilie, bis dereinst jedes einzelne Glied des J.sraelvolkes ein solcher Hort und Schirmer und Bethcitiger sein könne. Und diese Aufgabe spricht Jakob in dem Segen aus, den er seinem Sohne Josef ertheilt mit den Worten: -kmc Tnx bs thk c2b> wj ’;ki! Wpai ’2VO na»« ~ro *rnp*». Der erste Theil des vorliegenden Satzes hat die verschiedenartigste Uebersetzung und Erklärung ge- . funden, namentlich in Hinsicht auf die Bedeutung des : Wortes Esr- So siebt 'ei darin en» die wirkliche Stadt cs», die Josef hier gleichsam als Belohnung für das seinem Vater versprochene Begräbniß und letzte norr b» ivn mbwi zum eigenen Begräbniß angewiesen erhält (Josua 24),*) oder nach anderer Ansicht. B3v als „Theil" übersetzend, die Bevorzugung Josefs als Ti» mit zwei Stammestheilen (Ephraim und Menascheh). Zunz gibt*nnx vrv mit „einmüthig" wieder. Wir wollen hier auf den Widerstreit der Meinungen bez. dieses ersten Theiles im Verse nicht näher eingehen, da doch wieder alle diesbezügl. Ansichten im Schlüsse des Verses, in unserem vorwürfigm . Thema sich einen und die Uebersetzung von S. R. Hirsch wiedergeben <1. B. M. 48,22): „Ich aber habe dir die Würde des über deinen Brüdern stehenden Einen ertheilt, die ich dem Emoriten abgerungen mit meinem Sckwerte und meinem Bogen." Zu diesen letzten Worten 'Mpp2i ’nra, die auch Önkelos mit VV2A wiedergibt, erklärt *«n ebenfalls mtzom v»2n nri, nicht mit wirklichen Kriegswaffen, nicht mit Geräthen der Gewalt, sondern mit der Gabe göttlicher Weisheit und mit der Kraft glaubensnmigen Gebets. Nicht Schwert und Bogen,, nicht Schuß- und Hiebwaffen, sondern Weisheit und Gebet. Verstandes- und Glaubenskraft, das waren Jakobs Waffen, waren und sind die Waffen und' Schutzwehren des Israels-Volkes durch alle Zeiten und für alle Zeiten, mra ox '2 ro2 ntz, *nra >6. ' Ob wir nun unter der Errungenschaft Jakob's die Würde der rrtoz ober mit Hirsch die geistige Reinheit der Brüder Josefs von den emoritischen Einflüssen der Umgebung verstehen wollen, alle divergirenden Ansichten laufen wieder zusammen in der einzig *) AuckdieUebersetzmig derorthodoxcnBlbelgeselllchäftsLUetzl sich dieser Melnuna an. 7 ' ' ,? - -- - -