Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 91 (17.11.1904)
- Date
- 1904-11-17
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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tuftutfl einer internationalen Konferenz sollte darum so bald wie möglich erfolgen, damit die Hilfe zur rechten Zeit komme. Vor allem erscheint es dringend geboten. daß namentlich an den Grenzortschaften, so besonders auch hier in Memel eine jüdische Herberge, verbunden mir einer jüdischen Speisewirthschaft errichtet werde, woselbst die Auswanderer für wenig Geld ein billiges Unterkommen und koscheres Essen bekämen. Salomon Kohnv'Li. '3vvi '3*1*1 hto H oarwi cr^pm dth ir* nm 'nna mw «o: nb rfcun wes nm re* rnr .*n W3 ’ce> m rey p3 t.S8» <a .pro yvn cnm via "jSn wa CK '3K^D) ATBO 'Vp3' mW Mit diesen Worten unserer vorwöchentlichen Tnivvn ist der Lebensinhalt des am letzten ÜD3 mr dahingeschiedenen pan nobv thto trefflich geschildert. Wir wollen uns auf einen weitläufigen neen daher nicht einlassen, denn was man dem mm pmt auch Gutes nachrühmen wollte, es wäre nicht erschöpfend. Wir wollen nicht sein Familienleben schildern, nicht beschreiben, was er seiner ihm im Tode vorausye gangenen Lebensgefährtin, mit der er nahezu durch fünfzig Jahre Leid und Freud theilte, für ein treuer Gatte war. nicht den zärtlichen Sohn hervorheben. Auch was die Gesammtheit unseres Volkes in ihm verloren. wollen wir nicht rühmen, nur mit kurzen Worten wollen wir schildern, was unsere altehrwürdige Prager Gemeinde in dem Hingang dieses Gerechten betrauert, mit welcher Liebe und Hingebung er an dem unverfälschten Judenthum gehangen. Als Sohn wohlhabender Eltern im Jahre 1824 zu Prag geboren, gehörte er bis zum Jahre 1878 dem Kaufmannsstande an. Erst nach dieser Zeit widmete er sich ganz der dichterischen Laufbahn, in der er so Vortreffliches geleistet. Mehr als ein Menschenalter der Repräsentanz der Kultusgemeinde angehörend, war er es, welcher in dieser Körperschaft nahezu allein die Interessen des überlieferten Judenthums vertrat. Er gehörte der mir mo^r und iV2-Fleisch-Ko,nmission an und ist es nicht zum Wenigsten sein Verdienst, wenn in Prag Jedem die Möglichkeit geboten ist. streng ir-3 zu leben. Selbst ein hervorragender peS gründete er vor circa fünfzig Jahren die man jyv die bis heute regelmässig ihre avyv abhält und deren Zusammenkünfte er bis in seine letzten Tage fast nie versäumte. Eine seiner hervorragendsten Gründungen ist der Nächstenliebeverein, welcher für unsere Gemeindearmen in segensreichster Weise wirlt. Einer ganzen Reihe humanitärer Vereine angehörend, war er überall ein wahrer nrers nox «’pa pwno Für die Ernien und Durchreisenden, denen er ein unermüdlicher A-<lihäter war, bedeutet s'n Ableben einen unersetzlichen Verlust. Aus. sein '.'.i^atleben zurückkommend., muss vor Allem hervor^,2L:n werden, dass er bis k sein hohes Greisenalter keinen Gottesdienst versäumte und jede rro mit der peinlichsten Gewissenhaftigkeit erfüllte. Hat er doch noch an seinem Sterbetage, als er den unerbittlichen Tod schon herannahen fühlte, einen Freund gebeten, ihm pVen arnulegen. damit er auch am letzten Tage seines Lebens diese rnco nicht unerfüllt lasse. Am Dienstag Morgen, als er sich eben rüstete, das Gotteshaus aufznsuchen, hatte er durch einen unglücklichen Sturz eine Rippe gebrochen und von dieser Stunde an, das Bett nicht verlassend, am Sonntag Abend seine reine Seele ausgehaucht. Zu einer imposanten Kundgebung gestaltete sich denn auch die am verflossenen Dienstag ib» irrt m stattgefundeu? mno und mb. Eine schier unabseh- - bare Menschenmenge war herbeigeeitt, um dem theuerrn Todten die letzte Ehre zu erweisen. Diele Rabbiner, sogar aus weiterer Umgebung, mehrere Umverfitätsprofessoren. hervorragende Schriftsteller. Vertreter aller Stände bemerkte mon unter den Leidtragenden. Wegen deS ""i konnte kein ncen stattfinden, nur der Präsident unserer Kultusgemeinde. Herr Dr. Arnold Rosenbacher. den verwandtschaftliche und nahe freundschaftliche Beziehungen mit dem Verklärten verbanden, schilderte in kurzen Umrissen das Wirken Salomon Kohns als wahren und aufopfernden Jehudi in unserer Gemeinde. Ferner richtete am Grabe ein Vertreter der jüdischen Studentenverbindung, deren Ehrenmitglied der Verstorbene war, wenige Worte des Abschiedes an den Dahmgefchiedcnen. Am Sonntag der rwzv veranstaltete die Gemeinde eine erhebende Trauerfeicr in der Klaussynagoge. die bis aus das letzte Plätzchen gefüllt war. Ausgehend von den Morten Naschis in der dieswöchentlichea .ine: TO p'-ran» ftn» epn w epen je pnx rar*' N7i Tue rmn n:e ero w rrm mn m jra mrt »w jrm rt» schilderte Herr Oberrabbiner Dr. N. Ehrenfeld, der den "icr.n hielt, naturgetreu den Lebensgang d«S Dahingeschiedenen. Wir aber wollen Gott danken und Trost suchen in dem Gedanken, daß es uns vergönnt war, ihn so lange zu besitzen. Sein Andenken aber wollen wir Hochhalten und schließen mit den Worten: mea onS vrr jiiy *b hpk ü jr» übv dp neeoi ecao ans can t vwas Salomon Kohn hat sich einen Namen geschaffen» der nie aufhören wird, in seinen Werken fortzuleben. «1*3X31) Ungarischer Dries. B u dapest. DaS Referat für jüdische Angelegenheiten im Kultusministerium, welches in Folge des Ablebens des Ministerialrathes Oskar GSmöri provisorisch von dem getauften Juden. Seltionsrat^ Emerich N e m e n h i. geführt wurde, ist nunmehr endgültig dem erst vor einigen Tage» zum wirklichen