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Der Israelit · 1904-11-10 · Heft 89 (10.11.1904) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 89 (10.11.1904)
Date
1904-11-10
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1894 dahingestellt. Mick weiter über diese Asfaire auszulaffen, halte ich für nicht opportun. Ein mitwirlender Herr meinte aber, man muffe, weil sich diese Fälle (beider) so oft wiederholen. Stellung dazu nehmen. Diese Stellungnahme paßt jedenfalls sehr wenig zu den Lehren, die wir aus der jüngsten niir ziehen können, insbesonder nicht zur Warnung unseres Stammvaters Abraham gegen Mischehenrzvrx rrn jsiv"crrr. Erklärt mir Graf Orindur.... Die „Allgem. Zeitung des Judenthums" aber wird sich jetzt theilweise beruhigen können. H. B. vermischtes. Berlin. Das Polizeipräsidium hat auf Ansuchen des Vorstandes der jüdischen Gemeinde eine Verfügung erlassen, die cs der Gemeinde ermöglicht, alle st euer Pflicht i gen Inden Berlins zur Gemeindesteuer heranzuziche». Der Polizeipräsident hat die Polizeireviere angewiesen, aus den ihnen durch den Geschastssührcnden Ausschuss der Berlrncr StaNjynode zur Eintragung des N.ligionsstandes zugrstcllten Auszügen aus der Liste der Steuerpflichtigen Berlins eine Liste der Personen zusommcnzustellin. die als Juden gi meldet sind; diese Listen werden von den emzelncn Polizeirevieren dem Vorstände der Jüd'.schcn Gemeinde direkt zugcstellt. Berlin. (Besondere Kennzeichen: Jude.) Hinter dem flüchtig g. wordenen Kafscnbotrn Eohn ist seitens der Königsbcracr Staatsanwaltschaft ein Steckbrief crlaffcn worden. In diesem Steckbrief, der im Amtsble.lt der königlichen Negierung 311 Königsberg vom 27 Oktob.r d. I. abgedruckt ist, h.,ßt «S nach der Personalbeschreibung: Besondere K.nnz.jchcn: Jude. D e .Königsb. Hartg. Ztg - bemerkt dazu: Es gestützt unseres Wissens zum e.stcn Mate, daß seitens einer preußischen Behörde die Zugehörigkeit zur jüdischen Religion amtlich als brsoiideres Kennzeichen erklärt wird. Unsere jüdischen Mitbürger dürfen sich einen derartigen Mißbrauch energisch verbieten. War sagt der Justizmrnistcr zu dieser schönen Blüthe am Baume der Rechtspflege- Berlin, 3. November. Heute früh ist hier Herr Dr. Tobias Cohn, emeritierter Rabbiner von Potsdam, rm 79. Lebensjahre gestorben. Hamburg. Der .Verein für jüdische Geschichte und Litteratur hält jetzt seine Zusammenkünfte und Vorträge im neuen Logenheim an der Hartungstroße ab. Dem ersten diesjährigen Vorträge am Mittwoch Abend gina «ine 6mweihungSfeier mit Prolog des Hcr>n S. Goldschmidt und Ehorgcsang unter Lertunq dc4 Herrn Heule voraus. Herr Dr. Lei mann P ofessor an der Unioersi:ät Heidelberg. sprach darin über »Antikes Judenthum und moderne Weltanschauung" rrnd fand für. seine interesantcn Aurföh. rungen l bhaitcn Beifall. Mit einem Schlußgesang drs EhorVereins schloß die festliche Veranstaltung. Höchst. Die hicsige israelitische Gemeinde hat in einer dieser Tage abgehaltenen V rsammlung beschlossen, an Stille der alten eine neue, den heutigen Verdäliniücn entsprechende Synagoge zu erbauen. ' __ Ems. DaS Israelitische Eentral-Wais nu. Madchcvherm in EmS versendet gegenwärtig leinen Arrsrus zur Chanukaspendc. ES bedarf nohl keines besonderen Hinweises. wie sehr dieses gemeinnützige, der Gesumm« judenheit dienende Jnstiiut das Wohlwollen und die Unterstützuna aller Glaubensgenossen verdient. Möge daher der App.ll des Vorstandes überall ein williges Cfyt und eine offene Hand finden, und jeder sein Schälstein zu dem edlen Werke beitragen. Memel, 6. November. (Fromme Schenkung.) Tie Bücherei des bicügen Talmud Vereins ist neuerdings um erne neue kostbare Talmudausgabe bereichert worden, die Herr Benzion Stoch von hier, gelegentlich seines Eintritts in den Verein demselben zum Geschenk gemacht bat. Wahrlich ein lobcnswcrthcr idealer Zug in unserer materiell gesinnten Zeit. B. Würz bürg, 30. Oktober. In dem vor einigen Monaten in Ihrer geschätzten Zeitung gcb' achten Bericht über die bayr. Lehrervcrsammlung war Herr Direktor Stern p'llt als Gründer dieses Vereins angeg den. Dieses Verdienst hat sich jedoch Herr N. Eschwege, Vorstand der Jsr. Präparandenschule Höchberg, erworben und hatte ich eigentlich cme Berichtigung seitens der Lehrerkreise erwartet, bis jetzt vergebens. Ich mache Sie deßhalb aus obige Thatsache aufmerksam. Herr Eschwege. welcher mir. da ich Kuratoriumsmitalicd seiner Schule bin. als ein ebenso tüchtiger, wie bescheidener Mann bekannt ist. wurde bei Gründung des Vereins zum Vorstand gewählt, lehnte jedoch aus Bescheidenheit — seine Jugend vorschützend, ab. schlug Herrn Dir. Ster» as Bo»sitzenden vr und übernahm den Schriusührerposten, welchen er nach 12 Jahren wegen einer Augenkrankheit wieer abgab. Ernst v. Manstein- Briefkasten vcr Expedition» U. N. 13: Adresse lautet: Alliance Israelite Universelle“ Comitfe Central 35, nie <le Trevise & Paris Mir wollen nicht verfehlen, auf das von Herrn Lehrer W Halle in Bad Orb ncugegründete Privat- Pädagogium hinznweiscn. Durch die individuelle phsychologische Behandlung, die den Schülern in demselben zu theil wird, werden solche sicher zu ihrem geistigen Ziele gelangen, zumal für entsprechende Lchrklärte in bester Weise gesorgt ist. Auch wird durch die gute Luft und körperliche Erholung die geistige Anstrengung ausgeglichen und ist dieses Unternehmen nur mit Freuden zu begrüßen. Prospekte stehen auf Wunsch gerne zur Verfügung. CT Für hervorragende Leistungen auf dem Gebiete deS Gewerbes und zwar für Herstellung eines Kopshalters für Schlachtvieh hat das Preisrichter-Kollegium der Gewerbe- Ausstellung in Fulda Herrn I. B l u m e n t h a l aus Fried» berg ein Ehrendivlom zuerkannt. Per T im dcutschkiiHause längst ein lieber 7 , vwuiiiiuasi MBiiUBii JSrminb geworden; so wird auch der weben erschienene neue Jahrgang liXtö sicherlich allenthalben mit reger Freude begrüßt werden, um so mehr, als er an Tert und ^Uustratwnrn diesmal ganz besonders (»lutes bietet: Die besten Namen sind dann vertreten. Hermine Villinger. die qemütkwolle Erzählerin, hat eine reizende Plauderei .Unter dem Dhorbogen" bcigestcuert. Hans Arnold eine seiner, so bel,röten humordurchtränkten Geschichten .Das Eramcnschweinchen-. Adelheid Stier ein tiesemvtundenes. schlichtes Gedicht .Tie Hausbank'. Diesem, der Unterhaltung qewidinelen Theil folgt. wie alllährlich. der ^Lage«- geschichtliche Rückblick", der alle bedeutenden Ereignisse deS vcraangenen wahres, mir besonderer Berücksichtigung de« russiscvsapanlschcn Urieges. und die Porträte hervorragender Männer und Frauen bringt. Zand in Hand mit dem reichen textlichen Gehalte des vielseitigen Buckes, das >n der Mannigfaltigkeit seine« Jnholtcs so recht em Nachschlagewerk sür tanfend kleine Fragen de« Alltages itt. geht der vortrenliche B'lderschmnck. der außer einer farbigen Kunstbeilage e,ne Anzahl überaus wohlgelungener Vollmldcr und viele künstlerisch hervorragende Illustrationen zu de» Erzählungen und zu den zahlreichen belehrenden Artikeln umtofeL'' Zwenellos wird dieser neue .Gartenlaubc-Kalcndnr". der ruich der getfttgen Entwicktun^ des hochgeschätzten Jahrdüchlein» gegen, über den alteren Jahrgängen tichcr einen Fortschritt bedeute? rn den alten viele neue Freunde werben. -w»»«. in

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