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Der Israelit · 1904-10-22 · Heft 86 (22.10.1904) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 86 (22.10.1904)
Date
1904-10-22
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Kolonisation aufgehalten wird, so ist der Volksorgarusmus dem Tode verfallen. Der Redner schloß mit einem optimistischen Ausblick auf die Zukunft des jüdischen Volkes, das in Palästina die Idee des Jubeljahres in modernem Gewände verwirklichen werde. Au- Freude. Petersburg, 27. Oft. Ein jüdischer Student. der das Gymnasium beendet und um Universität- Aufnahme nachgesucht, hat folgende Antwort vom Ministerium der Volksbildung erhalten: In Anbetracht der großen Freude des russischen Volkes, wegen der Geburt des Tbronfolgers Zesarewih und Großfürst Alexe Nikolajewitz. ist Ihrer Bitte Gehör geschenkt worden, und werden Sie in die Kiewer Universität, nach der bestimmten Norm für Studenten jüdischen Glaubens. Aufnahme finden. Hierzu bemerkt die Redaktion des „Fraiud": Es wundert uns aber, warum nicht den Studenten in Simpervpol dieselbe Freude zu Theil wurde. Wir lesen nämlich in der „Krimski Westnik" folgende Notiz: Sämmtlche jüdische Studenten, welche dieses Jahr das Simveropoler Gymnasium absolvirt haben, ist ihr Gesuch um Aufnahme zur Universität verweigert worden. Die meisten jungen Leute haben daher beschlossen, ihr Studium im Auslande fortzusetzen. die Ueberzeugung beizubringen, daß der Zar alle seine Untertbanen gleich liebe. Er selbst, Nrnffow, habe sogar eine besondere Affektiv» für die jüdischen Arbeiter, die sehr fleißig seien imd sich ihr Brod im Schweiße ihres Angesichts erwerbe». Die Juden verdiente» es nicht, daß man sie vertreibe. Uruffow erklärte, glücklich zu sein, daß er schon früher die Grundsätze des neuen Ministers des Innern, des Fürsten Swiatopolk Mirski. gehabt hat. vermischtes. Petersburg. (Juden 'in der russische« Armer). Wie der „Fraind* meldet, befindet sich gegenwärtig auf dem Kriegsckauplatz, in allen Militär-Adtheüuvgen der russischen Mandschurei Armee ungefähr 27 tausend jüdischen Soldaten. — Nach einer Mittheilung deS russischen Telegraphen- Agent, hat der Redakteur und Herausgeber der hebr. Zeitschrift „Hasman", die Erlaubniß erhalten. daS Blatt, welches bisher in Petersburg erschien, nach Dilua zu verlegen. Petersburg. Dem HilfScomttL in Smjela hat die Alliance JSraelite für die Opfer der Unruhen einen wetteren Betrag von 2000 Frs^ insgesamt »7000 FrS., zur Verfügung gestellt. Milawidowke bei.Krcmantsckug. Hierselbst haben einige Musschiken aus Streitigkeiten mtt dem Jude Isaak Wodi ano w, am t9. Oktober Nachts bei dessen Abwesenbett, sein Haus in Brand gesteckt. In den Flammen sind die Frau und drei kleine Kinder umgrkomme». Ausschreitungen -er Reservisten in Bychowa. M o h i l e w. 27. Okt. Die aus Bychowa gemeldeten Ausschreitungen von Reservisten waren keine eigentlich antisemitischen; sie waren anläßlich der Mobilisation von Landleuten hervorgerufen worden, welche die Fenster mehrerer Häuser zertrümmerten und Läden erbrachen. Die Menge griff darauf die Häuser von Juden und Christen an. In einigen Orten der Provinz kamen gleichfalls Ruhestörungen vor, doch ist die Ordnung wieder hergestellt. Der Gouverneur von Bessarabien über die Juden. Ein Bularester Korrespondent schreibt: Der Jaffyer Berichterstatter des Bularester „Adeverul" hatte eine Unterredung mit dem Fürsten Urussow. Gouverneur von Bessarabien. der, wie drahtlich gemeldet. Namens des Zaren den rumänischen König in Jassy begrüßt hat. Nrussow meinte, die Lage in Bessarabien habe sich zum Guten gewendet. Alle Einwohner seien jetzt vor den Gesetzen gleich und er gebe sich der Hoffnung hin. daß es ihm gelungen fcit der Bevölkerung Nr» ringegangenr Mchrr. (Besprechung Vorbehalten.) Dt. 3. L RabMnowit*. Conference feste ä V Universum populaire Jnive. pr. 2 fr. 1L Lipsch&tx, Paria (lOe). Münz, Or.fi. vnoi r"fln. Ei» Buch für die jüdische Ehefrau. Mtt einer Beigibe: Lehren unserer Weisen über Erziehung der Kinder. 77 S. Pr. M. —80 Frankfurt a. M. 1905, A. I. $ofm*uiL Kissel,Clemens. Mit den Hessen in Frankreich 1870-71. 75 S.Pr. M.I.- Mainz. 1904. Kirchhetm vnd Cv. Land Sb erg. Hans. Eduard Mörike. 55 S. Pr. M. —50. Berlin 1904. Gose u. Tetzlaff. Freydank, Bruno. Kleiner buddhistischer Katechismus. 30 S. Pr. M. —30. Leipzig 1904. Buddhistischer MlssiouS-Derlag. Dose, Johannes. Edelinde, ein Edelstäulein a«S der Nordmark. 203 S- Pr. M. 2.40. Glückstadt. Map HaafeuS Verlag. Bockenheimer. K. G. Frauz Konrad Macke. Bürgermeister von Mainz (1756-1844). 128 S. Pr. M. 1.—Mainz 1904. Mainzer Brrlogsanstalt und Druckerei L-G.

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