Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 83 (20.10.1904)
- Date
- 1904-10-20
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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1758 größte Interesse nehme. Die Judenfrage ist ernsten Charakters. Ich habe sie sorgfältig und auf's getreueste studirt. Für die Juden der höheren und beffergesteNten Klaffen haben wir viel gethan. Der vom Zaren jungst erlassene Mas erweiterte die Rechte, die sich für die Juden an Wohnsitz und Beschäftigung knüpfen, aber es ist die Lage der ärmeren Klaffen, die am dringendsten Abhilfe erfordert. Sie sind auf das Wohnen in Städten und Ortschaften innerhalb der ..Zone" beschränkt, wo sie leben, wie sie eben können. Ich wünsche ernstlich, ihnen bessere Möglichkeiten, zu leben und zu arbeiten, zu schaffen. Allgemein gesprochen ist das kaiserliche Manifest von 1903 mein Leitfaden. Gewissensfreiheit und Decentralisation sind seine Grundsätze, und wenn es in liberalem Geiste ausgelegt wird, sollten wir Ruhe. ^Fortschritt und Entwickelung in Rußland haben." Litterarisches. Ter echte Hiob von Eugen Müller, Pastor zu Rostock. Hannover, Fritz Rehtmener's Verlag. 4° S. Preis Mt. 1.50. ' Verfasser sagt im Vorwort seines Büchlein's, Hiob stelle die absolute Ungerechtigkeit Gottes d. h. den Atheismus auf. Der Herr Pastor (?) ist uns den Beweis daiür schuldig geblieben. Er zeigt nur. daß er den hohen, erhabenen Sinn des Buches nicht erfaßt. Nicht um das Dasein Gottes handelt es sich bei Hiob, sondern um die Feststellung des hohen ethischen Werthes der Leiden, und daß es demjenigen, der unerschütterlich auf eine höhere Kraft vertraut, in allen Lagen des Lebens gelingt, der Verzweiflung Herr zu werden. Liegt nicht hierin schon ein unumstößlicher Beweis für das Wallen einer göttlichen Vorsehung? Daneben sollen wir lernen, daß «der weibgeborene Mensch, so arm an Tagen, reich an Mühsal" nie beurtheilen kann, ob der Mensch, der äußerlich noch so sehr als Gerechter erscheint, thatsächlich makellos durch das Leben gewandelt ist. Verfasser sucht durch Streichungen ü tu Delitzsch in ganz oberflächlicher Weise seine Behauptung nachzuweisen. Etwas Gutes ist an dem Merkchen: es wird Niemanden zum Atheismus verführen. O. L. Fragekasten. Im zehnten TO2 b» b» pmv heißt es in den neueren B*mna und ist in der Erklärung beigemerkt. :§ sei gemeint: .crrcK nHrr *mc -in ,pnx .ncc In den älteren Ausgaben hingegen steht: Welche von beiden Lesearten ist die Richigel S. K. - :;r * . •. ' *: Neu angegangen* Bücher. (Besprechung Vorbehalten.) Heppner, Dr. A. u. Herrberg, I. Aus Vergangenheit und Gegenwart der Juden u. v. jüd. Genu i. d. Pofener Landen. 4. Lief. Pr. M. —7b. Koschmin. Israel Tuch. 1904. Luntz. . A. M. Litterarifcher Palästina- Alm a n a ch 5665—1904/05. X. Jahrgang. Jerusalem 1904. Montaigne, lieber Erziehung. Deutsch von Tr. Maxiniilian Kohn. 53 S. Pr. M. 1.— Hamburg, Johannes Kriebel. R osen thai, Dr. L. A. Mein Vater. Den Freunden des Dahingegangencn g< widmet. Berlin, Arthur Scholen. Hora, Dr E. Die hebräische Bauweise im alten T e st a m e n t. Eine biblisch-archäologische Studie. Karlsbad 1903. Selbstverlag. Denkschrift aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des Vereins i s r a e l. Lehrer in Sl testen und Posen. 34 S. Bericht des Hilfskomitees für jüdische Auswanderer in Basel über f. Thätigkeit vom 15. Juli 1902 bis 1. Juli 1904. Jersbek, Dr. L. Der alte Prager Juden« f r i e d h o f. Uebers. v. A. Major u. a. Sp. Wukaliaovic. Mit Beiträgen von Dr. I. Pollak. 47 S. Pr. M. 5.— Prag 325—1. Kunstverlag L Koci 1904. Löwe, K. R. Wie erziehe» und belehre ich mein Kind bis zum sechsten Lebensjahre. 184 S. Pr. M. 2Hannover und Berlin IV 35. Carl Meyer «Gustav Prior) 1904. Rahmer, Dr. M. Hebräisches Gebetbuch für die israelitische Jngend. 2. Kurs.7.Aufl. Pr. Mk. l.—. Frankfurt a. M.. I. Kauffmann 1904. Wirt», Aug. Kellner Franz. Roman aus dem sozialen Leben. Pr. M. 1.—. Cöln-Ehrcnsild, Hub. Schleypen 1904. Gesammelte Schriften von Rabbiner Samson R a p b a e l. Hirsch. Herausgegeben v. Justizrath Dr. N. Hirsch. 2. Band. -411 S. Pr. M. 4.50. Frankfurt am Main. I. K a u t f m a n n 1964. Kurrein, Dr. A. Richtig denken und richtig leben. Neujahrsrede gehalten am 1. Tischri 5665. 8 S. Teplitz. VsksvAsv-Ufte. Kantor und Schachet, p«r gleich in Fordo n. Gehakt 1200 Mk.. ca. 800 Mk. Nebeneinkommen und 150 Mk. Miete» zuschuß. Offerten werden vom Korporationsvorsteher. Hern» Jakob Wolff, entgi-gengenommen. Lehrer. Borbeter.«. Schachet, welcher einen religiösen Vortrag halten kann, musikalisch und gesanglich gut veranlagt ist. zum l. April 1905 in Bleicherode. Anfanasgehalt 1200 Mk., nebst 5 - 600 Mk. Nebeneinnahmen. Ausführliche Offerten vom Vorsteher der Synagogen-Gemeinde, Herrn Mar Schonheim, erbet n. CT Wir mache« unsere Leser darauf a«fmerksa«, daß der Preis deS im Juferateutheit unseres Blattes augezeigteu RekigiousbucheS von Groß, Berlaa vou I. Kauffmau» Fraukfurt a. M., auf Mark 4.60 reduziert ist. Wir mache« auf das i« Juferateutheit augezeigteWerkdeS Herrn A r ou ow: «ErziehuuaS kraft «ud Erregungökraft" befouderS aufmerkfa».