Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 82 (17.10.1904)
- Date
- 1904-10-17
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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ist in der Broschüre: „Eternal Hope* veröffentlicht. Dr. Adler erwiderte, daß kein authorisirtes Dogma im Judenthum exiftire, wohl aber für ganz schwere Verbrechen im Talmud Rosch-Haschana 17a und Baba Mezia 58 von ewiger vivv Strafe die Rede sei. Im Uebrigen kopirte Dr. Adler einige interessante Stellen aus R. Saadija' Gaon's iw-csn und Albo's cnpyn 'd. Es ist nicht gut denkbar, daß eine Ewigkeit der Höllenstrafe anzunehmen sei, da Gott Israels ein Gott der Gnade ist und nicht ewig zürnet (Psalm 103, 0). Allegorisch erklärte ein jüdischer Gelehrter die Midrasch-Stelle in Koheleth, daß zwischen der Hölle und dem Paradies nur ein zwei Finger breiter Zwischenraum ist, so, daß es also dem reuigen Sünder sehr leicht wird, aus der ersteren in das letztere zu gelangen.* Ich bin Ihrem gelehrten Korrespondenten dankbar, die einschlägige interessante Stelle des nera *a*n in vollster Länge mitgetheilt zu haben, denn wie er richtig bemerkte, ist mir dieselbe entgangen. Zu meiner Entschuldigung, wenn es einer solchen bedarf, möchte es mir gestattet sein, vorzubringen, daß selbst große Koryphäen talmudischer Gelehrsamkeit, de^en Schüler zu sein ich nicht einmal befähigt wäre, nay Diop ie»n 'inco sich zuweilen derartige kleine Uebersehen zu Schulden kommen ließen. So z. B. schreibt der große Rabbi Moses Sopher in: i*p •’o n*' ims onn t# das; es gründlicher Forschung bedürfe und nirgends erwähnt sei, warum in der Diaspora für rmvat? ein zweiter Feiertag angeordnet wurde, da doch der Grund des „Zweifels" wegfällt, indem man einfach 50 Tage nach dem zweiten Tage nvv das Wochenfest feiert und beantwortet die Frage dahin, daß das Prinzip der Gleichmäßigkeit für alle 'iv o*n festgehalten wurde. Der große Rabbi übersah, daß bereits Maimonides im 2D re ,BHrn pnp *n bemerkt urcontox was von beigedrucktem Commentar von may n genau wie vom tob vnn erörtert wird. In einer anderen Resp. (Rr. 233 Seite 941») bemerkt am u. A. n*a v?' 'iS? ncc np’2 an rrn tt< »'aab aber nach der von nar v'nvß DSM citirten Tossephta fand beim ii? nrv gar Mn i^a statt. Ja sogar Bibelverse entgingen manchmal den in schwierigen Studien vertieften Talmudgelehrten, wie z. B. der rühmlich bekannte Rabbi Moses Schick s. A. in seinem rap *»d n*x pv eine mawn daß die Leute am Sabbatausgang nach dem Singen des -pa 'mb hinzusetzen: pR> Da? nvv p'J» n -pia' „obzwar dies kein p«v i st" —, er übersah Psalm 134, Vers 3. So ist es denn auch wahrscheinlich, daß der Verfasser von *«ki rra 'n sich in einem Jrrthum be-, findet, wenn er lonstatirt, daß nc» ana 11 Monate und 18 Tage v*ip gesagt habe... Joseph Levy. Zu unserem BUde. Der in Budapest' unter dem Präsidium des Stadlrepräsentanten. Dr. Jakob Schächter, bestehende Verein „Bitkur Eholim" hat sich zur Aufgabe gemacht, die in den Spitälern untergebrachten Kranken mosaischer Konfession mit rituell zubereiieter Kost zu versehen. Dieser Verein sorgt auch dafür, daß die vorhin erwabnten Kranken an den zwei größten jüdischen Feiertagen, dem Neujahrs- und Versöhnungstage, nicht ohne Gottesdienst sein sollen, wobei der Verpflegsverwalier, Herr Eduard Brünn, eine wahrhaft aufopfernde Thätigkeit entfaltet, welche rühmend hervorgehoben zu werden verdient. Spitaldirektor. Professor Hosrath Dr. Koloman Müller, hat dem Vereine zu diesem Zwecke im ersten Stockwerke des Rochusfpitals zwei große Säle zur Verfügung gestellt. Diese zu einem Bethause umgestalteten Krankenzimmer, in denen vor Kurzem am israel. Neujahrstage und am Dersöhnungsfeste Gottesdienste abgehalten wurden, bieten einen eigenihümlichen Anblick. Die schwer Kranken erflehen, im Bette sitzend, ihre Genesung. Andere wieder sitzen, die. Krücken, deren sie sich bedienen müssen, an den Sessel lehnend, andächtig betend vor einem Tisch, oder sie stehen in den Gebetmantel gehüllt, im Saale. Das Bild, lvelches nach einer an Ort und Stelle aufgcnommenen Skizze angefertigt wurde, und dem interessanten „Neuen Politischen Volksblatt" entnommen ist. veranschaulicht den ergreifenden Gottesdienst. S. L. vermischtes. Frankfurt a. M. Bei Herrn I. Baer u. Co., ist ein Verzeickniß der Judaika aus dcr Bibliothek des Herrn Tr. H. B. Levy in Hamburg erschienen. Dasselbe enthalt äußerst werthvolle und seltene Nummern, worauf wir Interessenten hiermit verweisen. Werke, sowohl als dcr Katalog sind von erwähntem Herrn, zu beziehen. Gailiugeu. Die Chewra-Kadischa in Gailingen veranlaßte, daß ihr Mitglied Herr B. Guggenheim am verflossenen Simchas Thora als rmn inn aufaerufen wurde. Herr G. lud sämnltlicbe Mitglieder des Bereins zn einem kleinen Festmahle, das unter vielm min nai sich zu einer wahrcu Cimda sch«! Mitzwoh gestaltete. EiSlebeu, 12. Oktober. Seine« 100. Gebnr t-tag feiert der Rentier Isidor Simon. Das Interesse sriver Hrimath bat der Jubilar 17 Jahre als Stadtverordneter und fast 50 Jahre als Baukommissar criolarcird wahrge« nonimcn und genießt die all'eitige Hochachtung scrrer Mitbürger. Drieskaye« der Expedition. , Geueve: Adressen lautr«: Jsr. Central-Waisen- und MLdcheuheim in Sab 6 m?. Israel. Waisenhaus in Dinslaken am Rhein. S H. in Geestemünde: M. 7— dankend empfange«