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Der Israelit · 1904-10-13 · Heft 81 (13.10.1904) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 81 (13.10.1904)
Date
1904-10-13
Page
– (sequence 12)
Language
German
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von Bedingungen politischen Charakter, nämlich hinsichtlich einer Aenderung der ruffischen Politik in der Judenfrage abhänge, beweist klar die politische Absicht bei der Berbreitung jenes Gerüchtes, das von Kreisen ausgeht, welchen der friedliche Kurs der jetzigen inneren Politik Rußlands nicht erwünscht ist, weil er ihren Interessen widerspricht. Kischinew, 10. Okt. Unter allgemeiner Spannung gelangte heute eine der tragischsten Begebenheiten des vorjährigen blutigen Dramas zur Verhandlung, nämlich das Martyrium des Synagogendieners Sam. Urmann. Dieser verthcidigte während der Exceffe das ihm anvertraute Zylowkyer Bethaus und hielt muthig einer ganzen Rotte gegenüber Stand, bis er von den Banditen ermordet wurde und die Beschäftigung mH seiner Leiche dann merkwürdigerweise die Leute davon abhielt, in das Gotteshaus einzudringen und dessen Kulkuseinrichtungen und Thorarollen, wie es vielfach sonst geschehen ist, zu zertrümmern. Samuel Urmann war ein fünfzigjähriger Mann, ursprünglich Schneidermeister. der wegen seiner Frömmigkeit und Uneigennützigkeit in äußerster Armulh lebte. Er erhielt in vorgerückten Jahren die Dienerstelle an der Synagoge, die er mit dem eigenen Tode retten sollte. Er hinterließ eine Frau und fünf Kinder. Heute stand nun der zahlreichen. Zeugen wohlbekannte Hauptmörder, der 27 Jahre alte Martinescu, vor den Richtern. Rach dem vor einigen Tagen allen Zeugenaussagen und offenkundigen Thatsachen zum Hohne erfolgten Freispruch Kawcrins und anderer Todtschläger, hatte man von der Justiz nickt viel erwartet und einen sentimentalen Drang zur Sühne gerade des Falles Urmann erhoffte man auch von den meist antisemitischen Richtern nicht. Dennoch wirkte es niederschmetternd, als soeben auch der Freispruch des Mörders Martinescu verkündet wurde. Man vergleicht die schönen Worte des neuen Ministers des Innern mit der Vogelfreiheit der Juden und der Straflosigkeit aller Ercesse gegen sie. Verschiedene andere Mordfälle, darunter der Massenmord im Hause Asiatska Nr. 13, werden nunmehr in Folge der Bemühungen der jüdischen Anwälte für eine spätere Session vertagt. Der Gerichtspräsident Dawidow reist im November nach Petersburg, um neue Instruktionen zu holen. Sprechfaal. Bezüglich der in Nr. 76 & 77 von uns gebrachten Lesart in der ps^ n'jcn von den e'w: sw nen^nk w wird uns von mehreren Seiten mitgetheilt, daß es wohl richtig heißen muß: nx btoem .nenSnb. Eine analoge Stelle findet sich im Pajut von nsv bv pro*. Unter dem nx wäre vielleicht der psv rraperi zu verstehen. Marmaros-Sziget (Ungarn). Den verehelichen Lesern des „Israelit" bringe ich hierdurch zur Kenntniß, daß die wn pTremo xfm die bereits vergriffen waren, in zweiter Auflage bei mir erschienen sind. Ueber den hohen Werth des Werkes brauchen wir kein Wort zu verlieren. Der Name des Verfassers spricht für sich. Isidor Grünwald. Vermischtes. Frankfurt a. M.. 11. Oktober. Wie wir der „Franksurter Zeitung" entnehmen, hat die Akademie von Lund (Schweden) den Lindermanwschen Preis lür Berechnung von Kometen unter Anderen auch dem Astronomen Herrn Dr. B. Cohn in Straßburg i. E verliehen. Neu eingegangene Mcher. (Besprechung Vorbehalten.) pnr eine nirrrr. ieb .1^x112*12 v.nva» bw e*j’:j?e rnawn .nsrem e'rreirn nm bbo ■B'K cn:e p: bv eisn ,c’*n mx “pip bp pn .Tann n» ,*!«bbkb ’vsrm Felder, H. Dir Krisis des religiösen Juden« thums i. Z. Chr. 30 S. Pr. Mk. —.50. Stm»s 1903. Hans von M ak u. Co. Volksbote. Ein gemeinnütziger Volkskalcnder auf dar Jahr 1905. 63. Jahrg. Oldenburg u. Le pzig, Schu'ze'fchc Hojbuchhandlung (Rudolf Schwa»tz). Friedcmann. Adolf. Reisebilder aus Palästina. Mit Nachbildungen von Originalradirungrn und Handzeichnungen v. Hermann Struck. Bruno Cassirer. Berlin 1904. 1 luter Aufsicht Sr. Ebrwürbe» des Herrn Prvv nzialrabdiners “ Dr. Hirtchsri» in Gießru stellt die Firma » W- Hei». Butzbach wie auch aus dem Annoucentdeil ersichtlich, seit einiger Zeit streng koscher« Gemüse- und Luppennnbrla her. Da für d;eielbeu nur die beüen Eier und Weizen-Griese verwendet werden, so zeichnende »ich durch Hoven Wohlgeschmack und groben Nähriverth vor den meisten anderen Fabrikaten aus. Hat doch die erste Qualität, noch der Ulis Vorgelegen«» Analyse der chem. Prüsungs» und Auskunsls» Nation für oi>' Gewerbe eilt Drittel mehr Nährwerth wie Rindtleisch. Auch die Persönlichkeit des aussichtsführenden Herrn bürgt m jeder Hinfi^t für die Herstellung der Nudeln nach den strengsten rltiiellen' Vorschriften. Der Bezug, derselben ist durch den Versandt m Postpacketen sehr erleichtert, to daß jeder jüdischen Familie die Möglichkeit geboten ist, diese vorzüglichen, streng koschere Nudeln, bie sich in kurzer Zeit große Beliebtheit erworben haben, schon von ivemgen Pfund an. direkt vom Hersteller zu beziehen. Israelitische» Ltellruv«rmittluag»verei»s ,» Hamburg hin. gy«. H'.UkraU fe<« atttoiMntaffe» gegen «ich», «henmatttmu». Fe«. Ieiblgr.it. Har». «Nb Sallmkeiben rc. ist schon längst bekannt, nur muß es garantiert Natursast. und. ohne Alcohol und Zuckerzusatz sen«. Chemischer, oder von tristollmerter Citronensäure aufgelöster oder stark mit Alcohol versetzter Citronensajt ist zur Kur unbrauchbar, wenn nicht gar schädlich. Die Firma H-larich rrültzich. Boueiistr. 37. gegründet 18W. liefert auf Wunsch gern einBrobeslaschchen garantiert navirlrchen Cltronensaft au» frischen wir? u>eu er lange ga&i» bar. hingegen die Cltronen dem Verderben auSgesetzt. Preisgekrönt mit 14 goldenen Medaillen. Nur echt mit Plombe h. t.

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