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Der Israelit · 1904-10-13 · Heft 81 (13.10.1904) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 81 (13.10.1904)
Date
1904-10-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
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45. Jahrgang. rjle Anlage zu Jü 81 des „Israelit". $trdn Ln D. Lthktti» Lts Zabbiiiglsbtjilkt» ßmUra—©lÄenburi—S Vt*M*a öder »U 30. Koafereni in Nsrdhelmer» »aphof jn »mdem M 36. Septemdn: 1004. Der Vorsitzende Lev y-Nordcn eröffnete Morgens &.J Uhr die Konferenz mit herzlichen Begrüßungsworten. den Theilnehmern für ihr Erscheinen dankend. Er erinnert daran, daß heute die zwanzigste Jahreskonfcrenz sei und verbreitet sich über die Thätigkeit des Vereins, die er als eine überaus segensreiche auch im zweiten Jahrzehnt des Bestehens bezeichnet, woran sich ein kurzer geschichtlicher Ueberblick reiht. Auch des Jubiläums der Schulordnung vom 5. Februar 1854 wird gedacht und hervorgehobcn, daß die' Schulen unserer Provinz durch jenes Gesetz zu öffentlichen Volksschulen erhoben wurden, was wiederum den Erfolg hatte, daß alle neueren Errungenschaften der Volks- . schuüehrer und Gemeinden auch den jüdischen Kollegen und Gemeinden unserer Provinz zu Gute gekommen sind. Er fordert . am Schlüsse seiner Vegrüßungs. worte die Versammlung zu einem dreimaligen Hoch t'ür Se. Majestät den deutschen Kaiser auf. Dieser Aufforderung wird seitens der Anwesenden entsprochen. Es folgt nun der I a h r e s b e r i ch t. der sich über die Anteilnahme des Vereins bei Gelegenheit der Hochzeit des Kollegen Harth und des Jubiläums des Kollegen Meycr-Lrer verbreitet. Hieran schließt sich eine Zusammenstellung der Hauptpunkte aus dem Berichte des Lchrerverbandes und die Mittheilung, daß am 25. und 26. Dezember d. I. der Verbandstag zu Kassel siattsindew werde, für welchen ein Delegirter und rin Mitglied des zukünftigen event. Verbandsvorstandes zu wählen sei. Es werden daraus Zuschriften und Begrüßungen von Herrn Dr. Adler- Frankfurt. von dem Vorsitzenden des D. I. G. B.. von ' den Kollegen Blumenseld-Adclebsen, sowie von dem Telegirten des D. I. G. B.. Herrn Jacob Pels-Emden, verlesen, der sein Ausbleiben entschuldigt. Die Berichte über die Pensionskassen des Lehrerverbandes und des ostpreußischen Lehrervereins, sowie die Broschüre des D. I. G. B. „Was ist. will und leistet der D. I. G. B." werden auf den Tisch des Hauses niedergelegt. Mit Prüfung der Jahresrechnung, die mit einem Fehlbetrag voy 5.64 Mk. schließt, werden die Kollegen Meybcrg und Lotheim beauftragt. Herr Dr. Löb begrüßt hierauf die heutige Versammlung in seinem Namen, erinnert an die Wichtigieii der Verhandlungen und wünscht den Berathungen besten Erfolg. . * , Jn Betreff der Tagesordnung wird beschlossen, zuerst das Verbandsthema zu behandeln, daran die Fortbildungsfrage zu schließen und alsdann die neue Ferienordnung zu berathen. : Darauf erhält Kollege Selig- Emden das Wort zu seinem Vorträge: „Welche Gebietd aus der nachbiblischen Geschichte sind für die verschiedenen Schulgattungen auszuwahlen?" Jn der Einleitung verbreitet sich der Herr Referent über die Wichtigkeit des jüdischen Geschichtsunterrichts, der eine nothweudige Ergänzung des bibl. Geschichtsunterrichts bilde und dessen Ziel sei. den Schüler mit Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein zu erfüllen und ihn für die Hochhaltung der Fahne des Judenthums und der sozialen Tugenden zu gewinnen. Diesen Gesichtspunkten entsprechend müsse der Stofs für den jüdischen Geschichtsunterricht ausgewählt und behandelt werden. Referent verlangt, daß sas Gebietfür alle Schulgatiungen gleich sei, der Stoff aber je nach Art der Schule erweitert oder verkürzt werde. Er legt besonders Gewicht darauf, daß dem Kinde Lebensbilder großer Männer vorgeführt werden und auch das Kulturhistorische nebenbei Erwähnung finde. Der jüd. Geschichtsunterricht sei mit dem 7. Schuljahr zu beginnen und der Stoff in ^wei Jahren in konzentrischen Kursen durchzuarbeiten und zwar bei Annahme einer wöchentlichen Unterrichtsstunde. .Ein Stoffvertheilungsplan wird der Versammlung vorgelegt und vor- ' gelesen. Als Lehrbücher werden Sondheimer „Geschichtlicher Religionsunterricht II. Theil" und Löwenstein „Geschichte der Juden von der babylonischen Gefangenschaft bis zur Gegenwart" empfohlen. Dem Herrn Referenten wird der Dank der Versammlung für seine gehaltvolle praktische Arbeit ausgesprochen und dabcj seine stete Bereitwilligkeit, wenn es stch um Uebernahme eines Referats handelt, anerkennend hervorgehoben. An der nun folgenden Debatte bet heiligten sich Dr. Löb, Dr. Mannheimer, Lothcrw« Kamm. Klein u. a., sie endet mit dem Beschlüsse: Die Konferenz erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten hinsichtlich des Zieles und der Methode einverstanden. Auf Antrag wird eine Kommission, bestehend aus den Herren Dr. Mannheimer. Selig. Levh und Kamm, zur Ausarbeitung eines Stoff dertheilungsplanes für ein- und zwer- Hassige Schulen gewählt. - - Es folgt nun der Vortrag des mitunierzeichneten Schriftführers über „Das Expose;, des Herrn Dr. Gatmann-Berlin im Lichte der Denkschrift." Die Arbeit soll auf einstimmigen Beschluß der Konferenz möglichst

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