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Der Israelit · 1904-10-04 · Heft 78-79 (4.10.1904) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 78-79 (4.10.1904)
Date
1904-10-04
Page
– (sequence 12)
Language
German
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hat. Nach dem, was man gesehen, konnte man begreifen, daß. der Wunsch, diesen Tag der Eröffnung nicht ohne Sang und Feier vorüber gehen zu lassen, ein vollends berechtigter gewesen. Die nur aus ca. 120 Familien bestehende Lübecker Gemeinde hat hier etwas Hervorragendes geleistet; möge sie ferner gedeihen. Auf ihren ehrwürdigen Rabbiner aber kann sie mit Recht stolz sein, ein so inniges, patriarchalisches Berhaltniß zwischen Gemeinde und ihrem von nrn c'c» ran* encn nS’sn .-map durchdrungenen Rabbiner findet .man heutzutage nur selten. Dieses schöne Verhältnis; gereicht beiden zur Ehre. (Verspätet.) Vor kurzem feierte der Lehrer an der hiesigen Talmud Thora Realschule, Herr Kalmann Rothschild, sein 25-jähriges Jubiläum, wobei chm sowohl seitens des Schulvorstandes wie des Lehrerkollegiums und seiner zahlreichen Schüler die wohlverdienten Glückwünsche und Aufmerksamkeiten entgegengebracht wurden. Herr Rothschild stammt aus Schlüchtern (Kurhessen) und gehört noch zu denjenigen Lehrern, die durch das Vertrauen des früheren Ephorus der Schule. Herrn Oberrabbiner A. Stern s. A., hierher berufen worden. Auch ausserhalb seiner schulamtlichen Thätigkeit hat Herr Rothschild in privaten Kreisen segensreiches Wirken entfaltet, welches ihm die wohlverdiente allgemeine Anerkennung und Hochachtung verschafft hat. Die Talmud Thoraschule und ihre Lehrerschaft ist es. die der Hamburger Jsr. Gemeinde ihren Ruf als nennp nSnp erhalten und befestigt haben. H. V. Nosheim i. <?., 3. Olt. Am Simchasthora-Feste, nach dem Minchah-Gottesdienste, fand, wie alljährlich, im hiesigen jüdischen Restaurant ein kleines Essen der Ehewrah Kadischah statt. Nachdem sich alle an den vorzüglichen dargereichlen Sveisen und Getränke gütlich gethan. ergriff der Präsident, Herr Fabrikant Meyer Blum, das Wort, um wiederholend den Zweck der Ehewrah zu erklären. Unter Zugrundlegung der Morte unserer Weisen c^pmS new bw iwS sw .tc:3 Sa erläuterte derselbe in beredten Worten, dass auch der, einzige Zweck der Chewra nur vcv c»S sei. daher sei auch sicher anzunehmen. dass dieselbe fortbestehen werde. Unserem grossen Prediger Salomo die Worte entlehnend San San San B’San fuhr der Redner fort zu erläutern, wie auf dieser Welt alles nur eitel sei, nichts sei von Bestand, nur reine Gottesliebe wird ewig bestehen. Als dann noch einige Vorträge, gesangliche wie auch deklamatorische von Mitgliedern vorgetrag.n waren, ging man gemeinschaftlich zum Maariwgottesdienste, mit dem Bewusstsein, einige frohe Stunden im Verein verlebt zu haben, dem sonst so tiefernste Arbeit obliegt. Vermischtes. Hannover-Ahlem, im Sept. Zum Inspektor des Easpar rachmannschcn Provinzial-Waiscn-Hauseszu Graudenz wurde einstimmig der bisherige Lehrer und Eizieher von der Jsr. Erziehungs-Anstalt zu Ahlem, Herr Max Blumenfeld gewählt. Wien. Der außerordentliche Kreisln rntag beschloss infolge der bekannten Beschlüsse des Berliner Turntagcs, mit 87 gegen 3t Stimmen, das Verbandsverhältniß mit der deutschen Turner, schaft zu lösen und rt rcn selbstständigen Verband .siammesrcmcr" deutscher Turnvereine als Tmnkreis Deutsch-Oesterreichs %n schassen. Wien. Dem Rabbiner Dr. Emil H o f m a a n in Reichcnbcrg, wurde der Titel Professor v rliehea. Amsterdam, 3. Okt. Ende dieses Jahns wird die an Crltenfeittn so reiche Hebraica und Judaica Biblioth.k des bekannten Bibliographen R. H. v a n B i e m a. in der jüdischliterarischen Weit unter der Namcnschiffre ^"nr bekannt, durch die Buchhand ung I. L. Joachrrrrstbal hier, zur Versteigerung kommen. Der Eatalog umfaßt ungefähr 3700 Nummern, worunter circa 50 Handschriften, 300 Rrsponsrn, Inkunabeln und Postinkunabel», sowie Werke aus allen Zweigen der hebräisch n und jüdischen Littcratur. Ohne Zweif.l rv'rd diese Versteigerung für die vielen Sammler aus diescnr Gebiete von großem Interesse sein. Basel, 2t. Stpterrrder. Neun hiesige Israeliten waren zu einem militärrschcn Wiederholungskrrrs auf Montag, den 19. September — bekanntlich in diesem Jahre Jom Kippur *— rinbcrufen. Auf ein Gesuch des Herrn Rabbiner Dr. Cohn wurden sie für diesen Tag vom Dienst dispensiert. Die gleiche Vergünstigung erhielt ein Rekrut, der zur Zeit in der hiesigen Kaserne seiner M'litärzeil genügt. Zwei andere jüdische Rekruten, die. rvre man sagt, von Zürich sr .d, geben sich als .religionslos' aus. Petersburg. In der letzten Versammlung des Senats ist eine Verordnung publizirt worden, daß die jüdischen Kolonien im Jekaterinostawer und Eherssoner Gub., vom Landwirthfchafls-Ministerrum ins Ministerium des Innern übt rgx Herr werden. Petersburg, 2. Oktober. Der Minister des Inner« hat gestattet, daß das jüdische Blatt „Woschod*. dessen Erscheinen im Ap-.il verboten war. wiedererscheine. Berichtigung. Nach Ansicht Ihrer Notiz aus Fürth i. B. in Nr. 76 und 77 Ihres geschätzte» Blattes, die Stiftung des Herrn Samuel Martin, Emil Landmann betreffend, beehre mich Ihnen rnitzutheilen, daß Ihrem- Herrn Eorrcspondenteir ein Jrrthunr unterlaufen ist, indem er angenommen, das der Stifter Jude ist. was aber ntcht zutrisst, derselbe ist evangelischer Eonfrssion. Briefrasten der Redaktion. A. Ittv: Die SonagogenEinweihung darf in der angegebenen Zelt stattfindcn. E. in W : Dir Grabstrln scheint aus dem Jahre o400 zu sein, ist also blos 200 Jahre alt. Briefrasten der Expedition. I. St. ln Harburg: M. 10.— dankend empfangen. PP' Nuferer heutigen Nummer liegt ein' Prospekt bei, betreffend Ceylon.Thee der Thee-Plautage der Gebrüder Eck auf Ceylon, deren Theo in Deutschland allgemeinen Anklang findet.

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